Im Zuge des allgegenwärtigen SUV-Hypes haben viele den klassischen Familien-Bus nicht mehr auf dem Zettel. Dabei kombinieren Fahrzeuge wie der VW Caravelle oder der Ford Tourneo Custom pkw-ähnliche Abmessungen mit Platz für bis zu neun Passagiere und jede Menge Gepäck.
Wichtig für den Urlaub mit dem Wohnwagen: fast alle Busse haben Anhängelasten von um die zwei Tonnen oder mehr. Für den spontanen Campingausflug lassen sie sich zudem prima mit einer mobilen Campingbox bestücken. Oder man greift gleich zum ausgebauten Camper à la VW California oder Mercedes Marco Polo – dann wird es allerdings schnell teuer.
Die gute Nachricht: Als Personen-Transporter kommen viele Busse deutlich günstiger. Und die Auswahl ist nach wie vor groß. Wer auf den Image-Bonus eines SUV pfeift, findet in der Bus-Klasse eine solide und vergleichsweise preiswerte Alternative – ein Bus für alle Fälle sozusagen.
Neuer Bus schon für rund 40.000 Euro
Zu den günstigsten Bussen gehören die Fahrzeuge aus dem Stellantis-Konzern. Citroën Spacetourer, Peugeot Traveller und Opel Zafira sind dabei stets mit einem kräftigen 180-PS-Turbodiesel und einer komfortablen Acht-Gang-Automatik ausgestattet. An den Haken nehmen darf das Trio maximal 1.900 Kilogramm. Die Preise: Spacetourer ab 40.630 Euro, Traveller ab 40.360 Euro und Zafira ab 41.990 Euro. Die Busse werden auch als Elektro-Varianten angeboten, doch dann reduziert sich die Anhängelast auf magere 1.000 Kilogramm.

Inklusive 180-PS-Motor und Automatik startet der Spacetourer knapp über 40.000 Euro. Das gilt auch für seine Konzerngeschwister Peugeot Traveller und Opel Zafira. Es gibt auch eine Version von Toyota, den Proace Verso.
Eine Variante der Stellantis-Vans mit weitgehend gleicher technischer Basis stellt noch der Toyota Proace Verso dar. Mit sehr schlichter Ausstattung, motorisiert mit 150-Diesel-PS und Schaltgetriebe steht der Japaner bereits ab 36.825 Euro in der Preisliste.
Busse mit Anhängelast bis zu 2,5 Tonnen
In einer ähnlichen Preisliga spielt auch der Renault Trafic Combi. Der französische Bus kostet ab 40.390 Euro. Zu diesem Preis müssen allerdings ein 110-PS-Turbodiesel mit Schaltgetriebe genügen. Der Wohnwagen am Haken darf bis zu zwei Tonnen wiegen, höher motorisierte Versionen ziehen auch bis zu 2,5 Tonnen. Konzernschwester Nissan bietet den Bus als Nissan Primastar ab 46.981 Euro an.

Nach zehn Jahren Bauzeit wurde der große Mercedes-Van umfassend modernisiert. Er bleibt ein toller Zugwagen, wurde aber noch teurer.
Wem eine sehr schlichte, Transporter-ähnliche Ausstattung genügt, kommt auch bei Mercedes vergleichsweise günstig weg. Der Mercedes Vito Tourer kostet mit 136-PS-Turbodiesel und Neungang-Automatik vergleichsweise schlanke 43.426 Euro. Für die deutlich hochwertiger eingerichtete PKW-Version Mercedes V-Klasse werden als 220d mit 163-PS-Motor hingegen mindestens 54.407 Euro fällig. Bis zu 2,5 Tonnen dürfen an den Haken.
Ford und VW technisch identisch
Ähnliche Investitionen erfordern auch die Busse von Ford und Volkswagen, die in der neuesten Version technisch mehr oder weniger identisch im Ford-Werk nahe Istanbul in der Türkei vom Band laufen. Die über den nackten Transportern platzierten PKW-Versionen heißen Ford Tourneo Custom und VW Caravelle. Während der Ford dann mindestens einen 136-PS-Diesel im Bug hat und ab 53.372 Euro kostet, gibt es den VW Caravelle mit schwächerem 110-PS-Motor ab 52.312 Euro. Je nach Version zwei bis zweieinhalb Tonnen Anhängelast liefern gute Argumente für Wohnwagenfahrer.

Der VW New Transporter heißt in der PKW-Version Caravelle. Das ändert nichts daran, dass er technisch nahezu identisch mit dem Ford Tourneo Custom im Ford-Werk nahe Istanbul in der Türkei gebaut wird.
Eine spannende Alternative kommt aus Südkorea: Der ausschließlich elektrisch angetriebene Kia PV5 Passenger kostet mit großen 71,2-kWh-Akku nur 42.290 Euro. Die Reichweite nach WLTP-Norm beträgt etwas mehr als 400 Kilometer. Zu schwer darf der Wohnwagen aber nicht sein: mehr als 1.500 Kilogramm Anhängelast hat der Kia nicht zu bieten.





