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Wohnmobil mieten Amerika, Afrika, Australien

Reise-Tipps und Miet-Angebote im Überblick

Mieten in Übersee Foto: camperdays.de, Thomas Cernak (1) 20 Bilder

Der große Traum von der Tour durch Amerika, Afrika oder Australien wird mit einem gemieteten Wohnmobil Wirklichkeit. promobil gibt Tipps für die Miete: Worauf Sie bei der Tourenplanung und der Wahl des Vermieters achten müssen.

22.01.2018 Anne Mandel Kommentare

Einmal den Ayers Rock sehen, wilde Tiere in der Savanne beobachten oder den Sonnenuntergang am Grand Canyon genießen: Es gibt viele Gründe, im Urlaub die europäischen Grenzen hinter sich zu lassen. Gut, dass man dabei nicht aufs Wohnmobil verzichten muss, denn Mietstationen finden sich heutzutage auch in den entlegensten Winkeln der Erde. promobil erklärt, worauf es bei der Miete im Ausland ankommt, damit der Urlaub in Übersee ein voller Erfolg wird.

Lohnende Reiseziele gibt es jedenfalls auf der ganzen Welt. Aufgrund der großen Entfernung bietet es sich gerade für Ziele in Übersee an, vor Ort ein Fahrzeug zu mieten, anstatt die Strapazen und Kosten einer langwierigen Verschiffung auf sich zu nehmen. Ein Mietmobil ist vor allem dann die beste Alternative, wenn die Urlaubsdauer begrenzt ist.

8 Fragen zur Wohnmobil-Miete im Ausland und Übersee

1. Was muss ich beim Mieten generell beachten?

Eine grundsätzliche Entscheidung gilt es zuerst zu treffen: Miete ich von zu Hause aus oder erst im Urlaubsland? Letzteres hat den Vorteil, dass man das Fahrzeug vorab besichtigen kann. Allerdings besteht gleichzeitig das Risiko, nicht das passende oder in der Hochsaison überhaupt kein Mietmobil zu bekommen.

Daher reservieren die meisten Urlauber ihr Fahrzeug schon im Voraus. Entweder macht man das selbst über das Internet oder wendet sich an eine Reiseagentur. Diese bekommen bei den großen Vermietketten zum Teil bessere Konditionen als Privatpersonen, mit etwas Glück lassen sich so ein paar Euro sparen. Ein weiterer Vorteil: Die Flüge kann man hier gleich mitbuchen und muss sich nicht selbst durchs Internet klicken. Wer auf eigene Faust buchen will, findet auf Vergleichsportalen wie www.camperdays.de oder www.campanda.de eine breite Auswahl an Reisemobil-Angeboten renommierter Vermieter weltweit.

2. Was ist die beste Reisezeit?

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Die hängt vom Reiseziel ab. Auf der Südhalbkugel sind die Jahreszeiten genau andersherum als auf der Nordhalbkugel. Auch die Hurrikansaison – zum Beispiel in Florida – sollte unbedingt berücksichtigt werden. Für Kanada ist die beste Reisezeit Mai bis Oktober, während in Neuseeland von November bis Februar das schönste Wetter herrscht.

3. Brauche ich einen speziellen Führerschein?

Bei Reisen außerhalb Europas sollte man einen Internationalen Führerschein mitführen. Dabei handelt es sich um ein Zusatzdokument zum nationalen Führerschein. Er macht es Polizisten – und Vermietern – im Ausland einfacher, die Fahrerlaubnis zu kontrollieren. In Argentinien, Brasilien, Chile, Namibia oder Südafrika ist seine Mitnahme sogar erforderlich.

Der Internationale Führerschein kann bei der Fahrerlaubnisbehörde des Wohnorts für etwa 16 Euro beantragt werden und gilt meist für drei Jahre. Den alten grauen oder rosafarbenen neuen Führerschein kann man zwar bis zur Ausstellung des neuen Scheckkartenführerscheins behalten, doch den Internationalen Führerschein erhält man nur, wenn der alte in einen neuen EU-Scheckkartenführerschein umgetauscht wurde.

Wohnmobil-Basiswissen FührerscheinWelchen Führerschein für welches Wohnmobil?
4. Gibt es beim Mieten ein Mindestalter?

Für unter 21-Jährige ist es schwierig bis unmöglich, im Ausland ein Mietfahrzeug zu bekommen. Diese Altersgrenze kann auch höher liegen, etwa in Kanada bei 25 Jahren, abhängig von der Fahrzeugklasse. Mieter sollten ihren Führerschein mindestens seit einem Jahr besitzen.

5. Welches Mietfahrzeug ist das beste für mich?

Das Angebot an Mietmobilen bildet im Großen und Ganzen den kompletten Reisemobilmarkt ab. So sind vom kompakten Campingbus mit und ohne Bad über geländegängige Pick-up-Kabinen-Fahrzeuge bis zu luxuriösen Slide-Out-Modellen alle Klassen vertreten. Das Angebot passt sich dabei an die Gegebenheiten vor Ort an. So finden sich beispielsweise in Afrika vermehrt safaritaugliche Allradfahrzeuge, während man über die breiten Highways Nordamerikas eher mit großen Alkoven schippert. Von schlicht bis luxuriös ist also alles vorhanden, letztendlich ist der eigene Geschmack ausschlaggebend.

Mieten in Übersee Foto: Jonathan Steinhoff/Roadbear, Mark Clinton, Johannes Finke/Canusa, Peter Eve, Carolin Thiersch
In den USA sind große Alkoven als Mietfahrzeuge weit verbreitet. Als Kunde kann man hier zwischen vielen Vermietern auswählen.

Wichtig: Bei der Fahrzeugauswahl nicht nur auf den nackten Mietpreis schauen, sondern auch auf eventuell inkludierte Pakete achten. Diese können Freikilometer oder Versicherungsleistungen enthalten. Auch die Ausstattung und das garantierte Höchstalter der Mietfahrzeuge spiegelt sich im Preis wider. Services wie Pannenhilfe oder eine Hotline, an die man sich während der Tour wenden kann, gibt es ebenfalls nicht umsonst – im Falle einer Panne oder eines Unfalls sind sie aber Gold wert. Wer das Mietfahrzeug nicht am selben Ort abgibt, von dem er es geholt hat, muss meist mit einem Aufschlag rechnen.

6. Welche Versicherungen brauche ich?

Eine Vollkaskoversicherung ist bei der Miete oft inklusive. Um den Selbstbehalt im Schadensfall zu senken, kann sich ein Upgrade lohnen. Zusätzlich ist es sinnvoll, neben einer Reiserücktrittsversicherung auch eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen.

7. Worauf muss ich bei der Fahrzeugübergabe achten?

Mieten in Übersee Foto: Jonathan Steinhoff/Roadbear, Mark Clinton, Johannes Finke/Canusa, Peter Eve, Carolin Thiersch
Diesel tanken? In Amerika ist das eine berechtigte Frage, denn dort fahren viele Reisemobile mit Benzin – bei der Fahrzeugübernahme klären.

Selbst als versierter Reisemobilist, sollte man sich ein Mietfahrzeug genau erklären lassen. Denn es gibt durchaus Unterschiede im Vergleich zu den heimischen Modellen. So fahren in Amerika längst nicht alle Reisemobile mit Diesel, Benziner sind weit verbreitet. Und auch bei alltäglichen Verrichtungen wie der Entsorgung erlebt man mancherorts Überraschungen. In Kanada kann es beispielsweise sein, dass Abwasser- und Fäkalientank über einen Schlauchanschluss entleert werden, der direkt in einen Bodentank mündet. Auch die Bedienung von Heizung und Kühlschrank kann anders als gewohnt sein. Entdeckt man bei der Übergabe Kratzer oder andere Beschädigungen am Fahrzeug, so sollte man diese schriftlich protokollieren lassen, um später nicht dafür zur Verantwortung gezogen zu werden.

8. Was muss ich bei der Routenplanung beachten?

Wenn man schon mal den weiten Weg nach Übersee auf sich nimmt, dann will man verständlicherweise auch möglichst viel sehen. Ein zu straff durchorganisiertes Tagesprogramm ist dennoch nicht empfehlenswert. Das fängt bereits bei den Tagesetappen an: 200 bis 300 Kilometer pro Tag reichen völlig.

Afrika-Tour mit Expeditionsmobil Expeditionsmobil-Eigenbau Elefant geht auf Afrika-Tour

Das ist natürlich nur ein Richtwert, denn je nach Gelände – Stichwort australisches Outback – kann auch das schon zu viel sein. Auch die Infrastruktur spielt eine Rolle bei der Routenplanung: Sowohl Campingplatz- als auch Tankstellendichte wollen berücksichtigt werden. Gerade in den Ländern Südamerikas und im südlichen Afrika sollten Sie sich darüber im Voraus informieren. Leichter ist das zum Beispiel in Kanada oder den USA, wo es eine gute Infrastruktur gibt. Sinnvoll ist es auch, zwischendurch einen Ruhetag einzuplanen, an dem man überhaupt keine Strecke macht – und sich erholt.

Wildes Campieren ist in der Regel überall dort erlaubt, wo es nicht ausdrücklich verboten wird. Die Entsorgung von Müll und ein pfleglicher Umgang mit dem Stellplatz verstehen sich von selbst – ansonsten werden solche Übernachtungsplätze mit der Zeit immer mehr eingeschränkt.

Wohnmobil-Vermieter in Übersee finden

Wenn die Tour feststeht, kann man sich auf die Suche nach einem passenden Vermieter machen. Davon gibt es vor allem in den USA, Kanada und Australien jede Menge. Prinzipiell müssen Sie sich überlegen, ob Sie von zu Hause oder erst vor Ort buchen möchten. Letzteres hat den Vorteil, dass Sie das Fahrzeug selbst in Augenschein nehmen können, birgt jedoch Risiken: unter Umständen ist nicht das passende oder gar kein Fahrzeug verfügbar.

Mieten in Übersee Foto: camperdays.de, Thomas Cernak (1)
Sehnsuchtsziel Neuseeland: Auf der Insel (hier: South Island) ist man beispielsweise in Fahrzeugen von Maui unterwegs.

Sicherer ist es, bereits im Vorfeld ein bestimmtes Wohnmobil zu reservieren. Entweder suchen Sie sich selbst das beste Angebot auf der Homepage des Vermieters aus, oder Sie greifen auf die Hilfe einer Reiseagentur zurück. Diese hat bei den Vermietern oft bessere Konditionen als eine Privatperson; so lassen sich mitunter sogar ein paar Euro sparen. Wer will, kann auch gleich die Flüge mitbuchen. So muss man sich auch nicht durch die zumeist englischsprachigen Webauftritten der Vermieter kämpfen.

Damit Sie im Internet nicht an einen unseriösen Anbieter geraten, sollten Sie ein paar Dinge beachten: Verlangt der Vermieter Vorkasse? Sind die Kontaktdaten auf der Homepage unvollständig oder macht die Seite im Ganzen einen verwahrlosten Eindruck? Werden Fragen unvollständig oder gar nicht beantwortet? Dann sollte man im eigenen Interesse die Finger davon lassen.

Preisvergleich lohnt sich

Bei der Wahl des Mietmobils sollten Sie nicht nur auf den Preis schauen. Prüfen Sie genau, welchen Umfang das jeweilige Angebot hat. Sind zum Beispiel Freikilometer und die Versicherung inklusive? Auch der Service bei einem eventuellen Unfall oder einer Panne sowie die Ausstattung spielen eine Rolle. Viele Vermieter garantieren übrigens ein maximales Alter ihrer Reisemobile, das meist zwischen sechs Monaten und sieben Jahren liegt.

Mieten in Übersee Foto: camperdays.de, Thomas Cernak (1)
Die Straße ruft: Es ist sinnvoll, beim Mietpreis auch darauf zu schauen, ob – und wenn ja, wie viele – Freikilometer inklusive sind.

Die Fahrzeuge selbst unterscheiden sich oft deutlich von den in Europa gebräuchlichen Fabrikaten. In aller Regel werden Alkovenmobile vermietet, außerdem Campingbusse und Allradfahrzeuge mit Wohnkabinen oder Dachzelten. Vom einfachen Modell für wenig Geld und wenig Komfort bis zur luxuriösen Landyacht für den größeren Geldbeutel hat man vor allem in Amerika und Australien die volle Wahl. Ebenfalls ausschlaggebend für den Endpreis ist der Verlauf Ihrer Tour. Geben Sie das Fahrzeug nämlich nicht an der Mietstation ab, an der Sie es entgegengenommen haben, berechnen die meisten Vermieter einen Aufschlag.

Einige Preisbeispiele

Bei drei Wochen Mietdauer im September mit Start im australischen Perth zahlt man etwa bei Apollo umgerechnet 1224 Euro für einen einfachen Campingbus. Dagegen kostet ein gut ausgestattetes Alkovenmobil im selben Zeitraum 2964 Euro. In beiden Fällen sind Kilometer inklusive. In Kanada bekommt man bei Fraserway einen Camper Truck, also einen Pick-up mit Wohnkabine, im September für drei Wochen ab Vancouver für umgerechnet rund 1700 Euro. Für einen großen Integrierten legt man dagegen 2897 Euro an.

Kosten für Versicherungen sind bei den Mietpreisen oft nicht eingerechnet. Zumindest eine Reiserücktritts- und eine Auslandskrankenversicherung sollte man in jedem Fall abschließen. Schauen Sie sich das Mietmobil bei der Übernahme in Ruhe an, eine Einweisung durch das Personal ist obligatorisch. Eventuelle Mängel, wie zum Beispiel Kratzer oder Ähnliches, sollten protokolliert werden – sonst könnten Sie dafür verantwortlich gemacht werden.

Selbst als erfahrener Wohnmobilist kann man bei Mietmobilen noch Überraschungen erleben: So funktioniert zum Beispiel die Abwasser- und Fäkalienentsorgung in Kanada oft über einen Schlauchanschluss, der direkt in einen Bodentank entleert. Außerdem gibt es in Amerika viel mehr Reisemobile mit Benzin-Motor als etwa in Deutschland: Also Augen auf beim Tanken. Für alle Fälle sollten Sie die Notfallnummern des Vermieters parat haben: Vor allem die größeren Ketten bieten einen Reparaturservice an, sollte das Fahrzeug unterwegs einmal streiken oder zum Beispiel die Heizung ausfallen.

Wenn Sie diese Hinweise beherzigen und etwas Zeit in die Planung investieren, steht dem Trip zu den Traumzielen dieser Welt nichts mehr im Weg – und das Beste: Bis es so weit ist, steigt die Vorfreude mit jedem Tag.

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