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Kinderschutz im Wohnmobil

Wenn kleine Passagiere mitreisen

Grossmaschige Sicherheitsnetze sind nicht sicher. Foto: Frank Eppler, Hersteller 3 Bilder

Kindersitz und Absturzschutz: Wenn kleine Passagiere im Wohnmobil mitreisen, muss man zu ihrer Sicherheit manches beachten. Damit Sie sorgenfrei verreisen, gibt promobil Ihnen einige Tipps.

Sicherheit geht vor – vor allem, wenn kleine Kinder im Wohnmobil sind. So gilt schon bei der Fahrt: Gurtplätze sind für jede mitreisende Person obligatorisch, auch für sehr kleine Kinder. Schließlich muss der Kindersitz hinreichend gesichert werden.

Die im Automobilbereich gängigen Isofix-Befestigungsösen sind in Wohnmobilen bisher leider die Ausnahme. Serie sind sie nur in ein paar Campingbussen wie beispielsweise dem Mercedes Marco Polo oder dem VW California. Die Hersteller Knaus, Weinsberg und Adria bieten Isofix als Option an – ansonsten sucht man die Sicherheitsösen bei Wohnmobilen größtenteils vergeblich. Wer in seinem Mobil darauf verzichten muss, greift auf die Fixierung per Anschnallgurt zurück. Es ist dabei von Vorteil, wenn die Rückenlehnen der Sitzbank ausgeformt sind. Ansonsten kann der Kindersitz in Kurven zur Seite kippen. Ein absenkbarer oder entfernbarer Tisch schützt die Kinder.

Ein Absturzschutz ist laut Norm DIN EN 1646-1 zu den „Anforderungen an den Wohnbereich von Motorcaravans hinsichtlich Gesundheit und Sicherheit“ rund um jedes Bett notwendig, das mehr als einen Meter über dem Fußboden angebracht ist. Denkbar sind zum Beispiel Holzgitter oder Bretter. Handelt es sich bei der Sicherung um Netze, dann dürfen diese nicht zu grobmaschig oder elastisch sein, da sonst Strangulationsgefahr besteht. TÜV-geprüfte Sicherheitsnetze oder Bettgitter für die Nachrüstung gibt es im Campingfachhandel oder bei Baby-Ausstattern.

Kinder unter drei Jahren sollten auch mit Absturzschutz nicht im oberen Stockbett, dem Hubbett oder im Alkoven schlafen. Besser ist ein tiefer gelegenes Bett, zum Beispiel die umgebaute Sitzgruppe.

Tipps für die Kindersicherheit im Wohnmobil

  • Kleine Kinder nicht unbeaufsichtigt im Wohnmobil schlafen lassen.
  • Keine grobmaschigen oder elastischen Netze als Absturzschutz verwenden.
  • Isofix-Sicherungen für Kindersitze sind am besten, wenn möglich darauf zurückgreifen.
  • Kindersitze lassen sich auf Sitzbänken mit ausgeformter Rückenlehne besser fixieren.
  • Auf einen ausbaubaren oder versenkbaren Tisch achten, wenn Kinder im Kindersitz mitreisen.
Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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