Krasser Franzose! Expeditionsmobil R Truck-France Kodiak 6x6 bringt 18 m² Wohnfläche mit

R Truck-France Kodiak 6x6
Einfach krass! 440 PS und 18 m² Wohnfläche

ArtikeldatumVeröffentlicht am 19.10.2026
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Drei Jahre Entwicklung, 1.200 Designstunden, 25 technische Partner und 300 Kontrollpunkte: Der Kodiak 6x6 von R Truck-France wirkt schon auf dem Papier eher wie ein Sonderprojekt aus dem Fahrzeugbau als wie ein gewöhnliches Wohnmobil. Der französische Hersteller baut den Expeditions-Lkw als individuelles Einzelstück – mit viel Technik, großer Reichweite und einem Innenraum auf Luxuswohnungs-Niveau.

Ein Einzelstück mit 440 PS

Als Basis dient ein Renault-Trucks-K-Fahrgestell aus dem Baujahr 2025. Der 13-Liter-Euro-VI-Motor leistet 440 PS beziehungsweise 323 kW und stellt maximal 2.500 Newtonmeter Drehmoment bereit. Die Kraftübertragung übernimmt ein automatisiertes ZF-Optidriver-Getriebe mit zwölf Gängen und speziellem Offroad-Modus.

Der Kodiak treibt permanent alle sechs Räder an. Eine Tandemachse mit doppelter Untersetzung und Differenzialsperren zwischen den Achsen sowie an allen drei Achsen helfen dem Koloss in schwierigem Gelände. Dazu kommen 515 Millimeter Bodenfreiheit, verstärkte Längsträger, Stabilisatoren sowie eine parabolische Dreiblatt-Federung.

Auf den drei Achsen sitzen sechs schlauchlose Michelin-XZL-Reifen der Größe 365/85 R20. Zwei identische Ersatzräder führt der Kodiak ebenfalls mit. Schutzbügel, Scheinwerfer- und Kühlerschutz, ein Motorschutzbügel, Stahlbleche und ein anhebbarer Unterfahrschutz sollen die Technik vor Ästen, Steinen und Bodenkontakt schützen.

Bis zu 2.500 Kilometer Reichweite

Für lange Etappen abseits der Infrastruktur nimmt der Kodiak 630 Liter Diesel mit. Der Kraftstoff verteilt sich auf zwei Tanks mit jeweils 315 Litern. Dazu kommen 68 Liter AdBlue. Bei einem angegebenen Durchschnittsverbrauch von 25 Liter auf 100 Kilometer ergibt sich eine Reichweite von bis zu ca. 2.500 Kilometern.

Ein beheizter Kraftstoffvorfilter mit Wasserabscheider soll auch unter schwierigen Bedingungen für eine zuverlässige Versorgung sorgen. Die Standardtechnik lässt sich laut Hersteller an die Wünsche der Kundinnen und Kunden anpassen. Der Kodiak ist damit kein festgelegtes Serienmodell, sondern entsteht als individuell konfiguriertes Fahrzeug.

18 Quadratmeter Wohnfläche im Expeditions-Lkw

Sitz- und Wohnbereich im Innenraum des Kodiak 6x6
R Truck-France

Hinter dem Fahrerhaus beginnt eine rund 18 Quadratmeter große Wohnzelle. Im Inneren stehen 7,55 Meter Länge, 2,38 Meter Breite und 2,05 Meter Stehhöhe zur Verfügung. R Truck-France teilt den Wohnraum in zwei klar voneinander getrennte Bereiche auf. So verbindet der Kodiak einen großzügigen Aufenthaltsbereich mit einem separaten Schlaf- und Rückzugsbereich. Direkt hinter der Fahrerkabine liegt eine große Rundsitzgruppe, in der Mitte folgen die Küchenzeile und ein großer Schrank. Das Bad sowie das Bett im Heck sind durch eine Schiebetür vom Wohnraum getrennt.

Der Hersteller beschreibt den Innenausbau als "Motor-Home" mit hochwertigen Materialien, maßgefertigten Elementen und französischer Handwerksarbeit. Der Anspruch: Der Kodiak soll auch bei langen Expeditionen nicht wie eine spartanische Lkw-Kabine, sondern wie eine komfortable Wohnung wirken. Materialien, Farben und Ausstattungsdetails können dabei individuell ausfallen.

Die Wohnzelle hält auch Extrembedingungen aus

Ein spezieller Unterrahmen verbindet die selbsttragende Wohnzelle mit dem Fahrgestell und soll ihre Stabilität im Gelände sichern. Die Monoblockzelle besteht aus hochisolierenden Sandwichpaneelen. Die Wände sind 70 Millimeter, das Dach 90 Millimeter und der Boden 115 Millimeter stark. Laut R Truck-France verhindert die Konstruktion Wärmebrücken und erreicht einen Dämmwert von 0,44 W/m²K.

Der verstärkte Boden ist für den Offroad-Einsatz ausgelegt. Eine elektrische Heckklappe mit Hebesystem erschließt die Technikfächer am Heck. Dort befinden sich außerdem die 270-Grad-Markise und die beiden Ersatzräder.

Zahlreiche Außenfächer nehmen Gepäck und Zubehör auf beziehungsweise beherbergen die Technik des Kodiak 6x6.

1.000 Liter Frischwasser an Bord

Auch bei der Wasserversorgung plant R Truck-France großzügig. Ein 1.000-Liter-Frischwassertank sitzt innerhalb der Wohnzelle und ist dadurch besser vor Frost geschützt. Das Grauwasser landet in einem 450-Liter-Tank unterhalb des Aufbaus.

Wassertechnik und Frischwassersystem im Expeditionsfahrzeug Kodiak 6x6
R Truck-France

Eine dreifache Filterung mit UV-C-LED-Technik soll Süßwasser trinkbar machen. Salzwasser kann das System laut Hersteller jedoch nicht aufbereiten. Eine 24-Volt-Pumpe fördert bis zu 26 Liter pro Minute, ein 55-Liter-Elektro-Warmwasserbereiter versorgt die Sanitäreinrichtungen mit warmem Wasser.

Bei der Toilette setzt der Hersteller auf eine Tiny Separett mit Trennfunktion. Sie arbeitet geruchlos und soll je nach Nutzung 15 bis 20 Tage ohne Entleerung auskommen. Damit passt auch die Sanitärtechnik zum Expeditionsgedanken: Der Kodiak soll möglichst lange unabhängig von Campingplätzen und Entsorgungsstationen unterwegs sein.

Große Energiereserven für lange Reisen

Auch bei der Stromversorgung setzt der Kodiak auf maximale Autarkie. Sechs schwarze DualSun-Flash-500-WC-Solarmodule liefern zusammen 3.000 Watt. Die Energie speichern drei Victron-Smart-Lithium-Batterien mit jeweils 200 Ah bei 25,6 Volt – insgesamt stehen damit 600 Ah zur Verfügung. Solarladegeräte sowie DC-DC- und AC-DC-Wandler stammen ebenfalls von Victron Energy. Ein Quattro-Wechselrichter/Ladegerät stellt bis zu 8.000 Watt bereit. Falls die Solar- und Batteriereserven nicht ausreichen, springt ein 6.000-Watt-Dieselgenerator mit Direkteinspritzung und Elektrostart ein. Für die externe Versorgung gibt es außerdem einen wasserdichten 220-Volt-Landstromanschluss mit 32 Ah sowie geschützte 12-, 24-Volt- und USB-Steckdosen.

Kein Wohnmobil von der Stange

Der Kodiak 6x6 verbindet die Fähigkeiten eines schweren Allrad-Lkw mit dem Komfort einer hochwertigen Wohnung. Seine Standardtechnik ist bereits außergewöhnlich, doch R Truck-France versteht sie nur als Ausgangspunkt. Aufbau, Innenraum und Ausstattung lassen sich individualisieren.

Einen festen Listenpreis gibt es deshalb nicht. Der Preis hängt von der jeweiligen Konfiguration und den Kundenwünschen ab. Der Kodiak richtet sich damit nicht an die breite Masse, sondern an Menschen, die mit maximaler Autarkie, viel Platz und hoher technischer Reserve auf Weltreise gehen wollen.

Fazit