So schick können Camping-Module sein: Dank Würfel-Modulen vom Transporter zum Camper

Vancubic Campingbus-Module (2026)
Reversibler Camper-Ausbau dank Würfel-System

ArtikeldatumVeröffentlicht am 26.02.2026
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Wer sich mit dem Selbstausbau von Transportern zu Campervans beschäftigt, kennt das Problem: Die meisten Anbieter verkaufen einzelne Möbelmodule – Küchenblöcke, Bettgestelle, Schränke. VanCubic geht einen anderen Weg: Das spanische Unternehmen bietet komplette Raummodule. Die beiden würfelförmigen Boxen beinhalten nicht nur Möbel, sondern stellen funktionale Wohnbereiche dar. Der Unterschied ist fundamental.

Der modulare Ausbau basiert auf zwei austauschbaren Funktionsmodulen, zwei Würfeln (englisch: "Cube"), die sich in H2L2- oder größere Transportertypen (Kastenwagen) wie etwa den Fiat Ducato integrieren lassen.

Montage, Gewicht & Handhabung

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Vancubic

Die Installation der Vancubic-"Würfel" ist einfach und schnell: Mit etwas handwerklichem Geschick lassen sie sich in unter einer Stunde einsetzen – dazu müssen die Module lediglich in den Innenraum geschoben und die Beleuchtung angeschlossen werden.

Jedes Modul wiegt zwischen 300 und 350 kg, sodass das Gesamtgewicht inklusive Zubehör maximal ca. 700 kg beträgt. Dies liegt deutlich unter der zulässigen Nutzlast aller gängigen Kastenwagen.

Für die Entnahme sind die Module mit Rollen ausgestattet und lassen sich problemlos auf einen mitgelieferten Transportwagen mit Schwenkrädern ziehen. So können sie von einer Person allein bewegt und platzsparend gelagert werden – ideal für flexible Nutzung oder saisonale Umbauten.

Zwei Würfel statt vieler Möbel

Der modulare Ausbau des Fahrzeugs basiert auf zwei funktionalen Grundmodulen, die eine flexible Nutzung des Innenraums ermöglichen. Die Module sind so gestaltet, dass sie je nach Bedarf kombiniert oder erweitert werden können.

1. Küche-Bad-Modul

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Vancubic

Das Küche-Bad-Modul ist als platzoptimierte Lösung konzipiert und bietet folgende Ausstattung:

  • Vollwertige Kücheneinheit mit Arbeitsfläche und Stauraum
  • Spüle mit autarker Armatur (unabhängige Wasserversorgung)
  • Optionaler Duschbereich (als separates Kabinenelement integrierbar)

Durch die kompakte Bauweise wird der verfügbare Raum effizient genutzt, ohne auf Komfort zu verzichten.

2. Wohn-Schlaf-Modul

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Das Wohn-Schlaf-Modul kombiniert Schlaf- und Aufenthaltsbereich mit folgenden Merkmalen:

  • Hauptbett (1,90 m × 1,20 m)
  • Ausziehbarer Tisch für flexible Nutzung
  • Optionales Hochbett (1,20 m × 0,80 m, erweiterbar auf 1,70 m × 0,80 m)
  • Individuell anpassbarer Stauraum (Schränke, Schubladen, Truhen etc.)

Rechtliche und strukturelle Vorteile

Die unabhängigen Möbelmodule werden ohne feste Verankerung im Fahrzeuginnenraum platziert. Die Sicherung erfolgt ausschließlich über geprüfte Zurrgurte, sodass keine baulichen Eingriffe in die Fahrzeugstruktur erforderlich sind.

Daraus ergibt sich folgende rechtliche Einordnung & Zulassung

  • Keine Genehmigungspflicht: Da die Module als Ladung klassifiziert werden, unterliegen sie nicht den Vorschriften für fest installierte Fahrzeugumbauten.
  • Keine strukturellen Änderungen: Da keine Bohrungen, Schweißarbeiten oder sonstigen Modifikationen am Fahrzeug vorgenommen werden, bleibt die Betriebserlaubnis (BE) unverändert erhalten.
  • Einfache Demontage: Die Module können bei Bedarf schnell entfernt werden, ohne Spuren am Fahrzeug zu hinterlassen.

Vorteil: Diese Lösung bietet maximale Flexibilität, da sie keine behördlichen Abnahmen erfordert und dennoch einen vollwertigen Camper-Ausbau ermöglicht.

Preis: ab 15.990 Euro

Vancubic, Module
Vancubic

Das Vancubic-Camper-Ausbau-System wird in drei Ausstattungsvarianten angeboten, die sich in Komfort, Funktionsumfang und Preis unterscheiden. Alle Preise verstehen sich inklusive Mehrwertsteuer und beziehen sich auf die modularen Grundausstattungen, die ohne strukturelle Fahrzeugänderungen installiert werden können.

  • VanCubic Basic (ab 15.990 Euro): Die Einstiegsvariante ist ideal für Minimalisten, die eine kostengünstige und flexible Camping-Lösung suchen. Sie bietet eine kompakte Lösung mit 120 cm breitem Bett (175/190 cm Länge), einer autarken Küchenspüle mit 48-Liter-Wassertanks, einer tragbaren Gaskochstelle, einer Chemietoilette, einer passiv isolierten Kühlbox sowie einer Außendusche.
  • VanCubic Loft (ab 20.990 Euro): Die Mittelklasse-Variante erweitert den Komfort mit 80-Liter-Frisch- und 66-Liter-Grauwassertanks, einem 46-Liter-Kompressorkühlschrank, einer Innen- und Außendusche mit Kabine sowie zusätzlichem Stauraum durch eine Hochschrank- und Kofferkleiderlösung. Zudem verfügt das Modul über ein Sofa mit Truhe und einen ausziehbaren Tisch, was den Wohnkomfort deutlich erhöht.
  • VanCubic Premium (ab 23.990 Euro): Die Premium-Ausführung bietet die höchste Ausstattung – perfekt für Langzeitcamper und anspruchsvolle Nutzer. Sie kommt mit einem 60-Liter-Kompressorkühlschrank, einer fest integrierten Gasküche, einem 110-Watt-Solarmodul sowie hochwertigen Details wie einem Designer-Tisch, einem Polstersofa und einem Raumteiler-Vorhang. Zusätzlich sind Schrank- und Regalsysteme sowie eine vollwertige Duschkabine (innen und außen) enthalten

Die Kostenspannen vergleichbarer Systeme bieten eine preisliche Einordnung:

  • Einzelmodule wie Küchenblock oder Bettrahmen kosten zwischen 800 und 2.500 Euro.
  • Simple Komplettsets mit Küche, Bett und Stauraum schlagen mit 3.000 bis 8.000 Euro zu Buche.
  • Komplettausbauten liegen bei 10.000 bis 20.000 Euro ohne Fahrzeug.
  • Zusatzkosten für Montagekits, individuelle Anpassungen oder Versand kommen evtl. hinzu.

Kompatible Fahrzeugmodelle für den Vancubic-Ausbau

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Das Vancubic-System ist für den Einbau in Kastenwagen der Größe L2H2 oder größer konzipiert. Voraussetzung ist eine Mindest-Innenraumlänge von 2,80 Metern sowie eine lichte Höhe von 1,90 Metern. Alle Fahrzeuge dieser Bauart erfüllen diese Anforderungen und sind somit mit den Vancubic-Modulen kompatibel.

Unterstützte Fahrzeugmodelle (Referenzliste):

  • Citroën Jumper
  • Peugeot Boxer
  • Fiat Ducato
  • Mercedes-Benz Sprinter
  • Ford Transit
  • Renault Master
  • Volkswagen Crafter
  • Iveco Daily
  • Hyundai H350
  • MAN TGE

Da die Module ohne feste Verankerung installiert werden, ist keine Anpassung an ein spezifisches Fahrzeugmodell erforderlich – sie lassen sich in allen genannten Transportern flexibel einsetzen. Für abweichende Fahrzeugtypen empfiehlt sich eine individuelle Prüfung der Innenraummaße.

Komplett neu ist die Idee übrigens nicht – Der Hersteller Plugvan hatte vor einigen Jahren ein ähnliches System im Angebot:

Fazit