Zehn Tage Gratis-Campingurlaub in Dänemark und dabei ein neues Reisemobil oder Caravan-Gespann nach Lust und Laune ausprobieren: Das war auf der Camp-Life-Test-Tour 2026 möglich. promobil und der niederländische Campingplatzexperte ACSI führten die Tour in diesem Jahr zum zweiten Mal durch – zusammen mit den Schwestermagazinen CARAVANING sowie auto, motor und sport.
Alle Fahrzeuge wurden für die Tour mit Ausrüstung von Zubehörspezialist Fritz Berger ausgestattet. Von Campingmöbeln über Küchenausrüstung bis zu Auffahrkeilen, Kabeltrommel und Gasgrill war alles an Bord. Im Folgenden berichtet das Team Adventure von seinen Erfahrungen, was sie an ihrem Fahrzeug überzeugt hat – und wo sie noch Verbesserungspotenzial sehen.
Team Adventure: Dethleffs Globebus Performance 4 × 4 T16 auf VW Crafter
"Und jetzt steigen wir wieder in unser Spielzeug-Auto und fahren nach Haus", meint Susi am Ende der Camp-Life-Test-Tour bei der Rückgabe ihres Teilzeitdomizils – durchaus etwas wehmütig. Seit acht Jahren sind sie (63) und ihr Mann Alexander (60) im kompakten Campingbus unterwegs. Die Münchner reisen regelmäßig damit – viel, weit, aktiv – und haben den Van nach ihren Bedürfnissen optimiert.
Aber nun? Die beiden wirken nicht, als würden sie sich demnächst zur Ruhe setzen wollen, aber ein neuer Lebensabschnitt kündigt sich irgendwie an: "Vielleicht doch ein etwas größeres Mobil? Mit mehr Komfort und mehr Stauraum? Die Gelegenheit, den neuen Dethleffs Globebus Performance 4 × 4 zehn Tage lang "becampen" zu können, kommt den beiden gerade recht.
Durch Dänemark steuern sie den Teilintegrierten in der kürzeren Grundrissvariante T16. Bei kompakten Abmessungen von 6,25 Meter Länge und 2,2 Meter Breite fällt die Umgewöhnung Alexander nicht besonders schwer. Als VW-Fahrer kommt er auch mit der Ergonomie und Bedienlogik des VW Crafter auf Anhieb zurecht. Der Allradantrieb ist beiden wichtig, nicht nur auf den Autostränden von Rømø und Børsmose; vielleicht wird’s ja mal wieder Marokko. Schotterpisten, unwegsame Straßen, Sand. Der Crafter hat "eine tolle Traktion", die 177 PS empfinden sie als "absolut ausreichend", die Automatik wäre definitiv ihre erste Wahl. Und: "Die Laufruhe der grobstolligen AT-Reifen hat mich überrascht", meint Alexander.

Am Heck bietet ein zusätzlicher Fahrradträger Platz für die Räder auf Reisen.
Der T16 ist ihnen generell und gerade jenseits befestigter Straßen auch wegen des kürzeren Überhangs lieber als die "langen Mobile mit Einzelbetten". Der Querbett-Grundriss ist für beide der bessere Kompromiss. Übereinander klettern zu müssen, bereitet dem Paar keine Probleme. "Das Bett ist groß genug für uns und der Schlafkomfort der Matratzen ist sehr gut." Susi ergänzt: "Und Rückenschmerzen, wie sonst gelegentlich, hatte ich auch nicht."
Durchdachter Grundriss führt zu großem Platzangebot
Den Grundriss finden beide durchdacht, das Ambiente mit der gelungenen Beleuchtung und das Innendesign, das vor allem Susi wichtig ist, als wohnlich, die Möbelqualität als wertig. Wahrer Luxus aber sind aus ihrer Sicht das Platzangebot im (vergleichsweise kleinen) T16 und die Unabhängigkeit. "Es ist so viel einfacher, hier Ordnung zu halten als in einem kleineren Fahrzeug." Und: "Eine Toilette an Bord macht einen einfach viel unabhängiger."
"Super ist die große Ablage" über dem Fahrerhaus in der T-Haube, die das Adventure-Team ständig voll belegt. Auch sonst kommen die Rothmeiers mit dem Stauraum im Dethleffs ohne Einschränkungen klar. Der Kleiderschrank unter dem Bett, die zwei Hängeschränke über der Sitzgruppe und noch mal zwei über dem Heckbett reichen dem Paar voll aus. Ebenso wie die kleine Garage, da darin ohnehin nur der Grill, die Campingmöbel, ggf. eine Kühlbox und ein paar Kleinigkeiten unterkommen müssen. Fahrräder packen die beiden auf den Heckträger.

Mit 6,25 Metern Länge und 2,20 Metern Breite bleibt der Dethleffs Globebus Performance T 16 kompakt. Die optional erhältliche 3,50 Meter lange Markise schafft einen gemütlichen Sitzplatz im Freien.
Die Sitzgruppe passt für Susi und Alexander. Das Drehen der Vordersitze klappt – "wenn man den Move raushat", wie Alexander betont. Am Tisch gefällt ihnen auch die herausdrehbare Platte. Zwei Kritikpunkte: Das Sitzpolster der Rückbank verrutscht zu leicht, und Susi fehlen Haken oder etwas in der Art. Im Urlaub kocht das Paar eher selten. Der Stauraum in der relativ kleinen Küche – "für Müsli, Nudeln, Reis, Tee u. Ä." – reicht den beiden daher aus. Zweiflammkocher und Spüle sowieso. Kühlboxen gewohnt, sind beide vom 80-Liter-Kühlschrank sehr angetan. Alles eine Frage der Verhältnismäßigkeit. Und dann das Bad – für Susi und Alexander "echter Luxus". Allein schon der Ganzkörperspiegel außen neben der Tür. Die Dusche, die Alexander trotz Campingplatz bereits ausprobiert hat, funktioniert – mit ausreichendem Wasserdruck. Die Schwenkwand ist eine "gute Lösung", weil sie den Umbauaufwand minimiert.
Mit der Bordtechnik kommen beide bis auf die Timer-Funktion der Heizung zurecht. "Durchdacht, dass auch der Abwasserauslass hoch liegt", findet Alexander. Das Tüpfelchen auf dem i wäre für ihn, wenn es den Globebus auch gasfrei gäbe. Ansonsten "kommt der Dethleffs unseren Vorstellungen schon sehr nah."
Technische Daten: Dethleffs Globebus Performance 4 × 4 T16
- Preis: ab 97.999 Euro
- Basis: VW Crafter, Flachrahmen, Allradantrieb, ab 130 kW/177 PS
- Gesamtgewicht: 3.500 kg
- Länge/Breite/Höhe: 6,25/2,20/2,88 m
- Empfohlene Personenzahl: 2
- Baureihe: Der schmale Globebus Performance war das erste Allrad-Reisemobil von Dethleffs. Seit Kurzem gibt es das Modell auf dem VW Crafter auch in einer rund 20.000 Euro günstigeren Version mit Vorderradantrieb. Neben dem T16 wird auch der 6,85 Meter lange T46 mit Einzelbetten angeboten. Info: www.dethleffs.de





