Dachzelte sind längst mehr als ein Nischenprodukt für Offroad-Fans: Sie stehen für spontane Wochenenden, flexible Routen und das gute Gefühl, das eigene Bett immer dabei zu haben – egal ob am See, auf dem Stellplatz oder irgendwo zwischen Passstraße und Küste.
Gleichzeitig wächst der Markt rasant: Neue Hersteller drängen nach Europa, etablierte Marken feilen an Details, und die Kundschaft wird anspruchsvoller. Denn wer mehrere tausend Euro in ein Zelt fürs Autodach investiert, erwartet nicht nur schnellen Aufbau und ein geringes Packmaß. Für das perfekte Camping-Abenteuer auf dem Pkw oder Van-Dach müssen die Zelte eine durchdachte Belüftung mitbringen, Wetterschutz und eine saubere Verarbeitung. Den letzten, überzeugenden Kaufimpuls geben praktische Lösungen für den Alltag – vom Kondenswasser bis zur Frage, wie man bei Regen ein- und aussteigt, ohne dass das halbe Schlafzimmer nass wird.
Genau hier setzt die Dachzelt-Saison 2026 an: Ein bekanntes Klappzelt bekommt ein umfangreiches Upgrade, das sichtbar auf Praxiserfahrungen reagiert – mit mehr Luft, mehr Flexibilität und kleinen Konstruktionskniffen, die auf Tour einen großen Unterschied machen können. Parallel dazu wird der deutsche Markt internationaler: Mit Tentbox und Camp Tech treten gleich zwei neue Namen an, die aus unterschiedlichen Richtungen kommen – einmal als Social-Media-getriebene Dachzeltmarke mit breitem Modellprogramm, einmal als Traditionsanbieter aus dem Vorzelt- und Sonnensegel-Segment, der nun auch auf dem Autodach mitmischen will.
Vickywood Big Willow

Das überarbeitete Big Willow von Wickywood in der vierten Generation.
Vickywood hat sein großes Klappzelt überarbeitet und bringt mit dem Big Willow 4.0 das Facelift des bisherigen 3.0 auf den Markt. Grundlage der Änderungen war nach Angaben des Unternehmens Kundenfeedback.
Zu den Neuerungen zählen zusätzliche, verschließbare Lüftungsfenster im Dachgiebel sowie abnehmbare Seitenfenster. Diese lassen sich bei warmem Wetter vollständig abzippen, was den Auf- und Abbau verkürzen soll. Bei Regen können die Fenster wieder geschlossen werden, während eine Belüftung weiterhin möglich bleibt.
Ebenfalls neu sind Gasdruckfedern am überdachten Einstieg. Sie unterstützen den Aufbau des Zeltes. Die Bodenplatte aus Aluminium ist nun beidseitig gummiert, um optische Beschädigungen zu reduzieren und die Wärmeisolierung zu verbessern. Weitere Änderungen betreffen ein zusätzliches Cargo-Netz für den aufgeklappten Zeltboden sowie eine leicht gerundete Giebelform. Diese soll den Wasserablauf bei Regen verbessern.

Die Liegefläche gibt es in zwei Breiten: 160 und 180 cm.
Das Klapp-Dachzelt gibt es mit Liegebreiten von 160 cm oder 180 cm. Die Liegelänge sollte mit bis zu 245 cm den meisten Menschen ausreichen.
Preis: ab 2.290 Euro
Camp Tech Türkis
Mit Camp Tech und Tentbox kommen gleich zwei neue Marken aus Großbritannien auf den Markt. Camp Tech ist ein langjähriger Hersteller von Vorzelten, Sonnensegeln und eben auch Dachzelten für Autos. Handelspartner in Deutschland wird laut eigener Homepage Frankana/Freiko sein.

Das neue Luft-Dachzelt von Camp Tech – ein britischer Hersteller, neu bei Frankana/Freiko.
Das Dachzelt Türkis ist ein Voll-Luftzelt, komplett aufblasbar, mit eingebauter Matratze, das sich auch als Badezelt auf dem See einsetzen lässt. Mit rund 35 Kilogramm ist es vergleichsweise leicht. Die Bettmaße betragen circa 220 x 140 cm.
Preis: Es kostet 1.439 Euro, wobei zur Montage auf dem Dach noch eine Grundplatte für 575 Euro notwendig ist.
Tentbox Go
Mit gleich fünf Modellen kommt der britische Hersteller Tentbox auf den europäischen Markt, das günstigste ist das "Go". In Großbritannien ist der Hersteller seit Jahren erfolgreich, was er auch mit einer erstaunlichen Zahl an Followern in den sozialen Kanälen von Meta untermauert.

Ebenfalls neu und ebenfalls aus Großbritannien: Tentbox hat verschiedene Zeltmodelle im Programm.
Bei den Modellen gibt es drei Hartschalendachzelte – davon eines mit parallelem Aufbau – und zwei in Dreiecksform. Wie fast alle Hersteller lässt Tentbox in China fertigen, und so erinnern die Modelle an typische Vertreter bekannter Marken. Oft unterscheiden sich diese Zelte nur marginal in ihrer Konstruktion.
Preis: ab 1.199 Euro.












