Digitale Vernetzung Wohnmobil Teleco
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Digitale Vernetzung Wohnmobil 13 Bilder

Internet & Smart-TV im Wohnmobil

Internet & Smart-TV im Wohnmobil Dank Multimedia-Mobil mit der Welt verbunden

TV-Empfang und Internetverbindung wollen immer mehr WohnmobilistInnen auch unterwegs nicht missen. Dazu soll alles voll vernetzt sein. So kann es gehen.

Aufmerksame LeserInnen erkennen den Carthago C-Tourer wieder. Da ging es um maximale Autarkie mit Hilfe von Solarpanels, Generator und Co. Neben diesen Komponenten stattete Teleco das Fahrzeug aber auch mit voll vernetzter Unterhaltungselektronik aus, um zu zeigen, was auch in diesem Bereich maximal machbar ist. Diese Geräte lassen sich auch einzeln betreiben und auf anderen Wegen mit dem Internet verbinden. Entscheidet man sich indes für das vollvernetzte Komplettpaket, muss man gut 20 Kilo Gewicht und etwas über 4700 Euro an Hardwarekosten (plus Einbau) einplanen. Zusammen mit den Autarkiekomponenten wandelt sich das Reisemobil dann geradezu zum Mobile Office – überall, wo es noch ein bisschen Handy-Netz gibt.

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Im Vordergrund mit schwarzer Kappe: die Antenne des Phone-Boosters, der schwache Netzsignale verstärkt.

Die teuerste und schwerste Anschaffung im Demomobil ist die Sat-Anlage. Mit einem 65-Zentimeter-Spiegel und zwei LNBs können zwei TV-Geräte unabhängig voneinander betrieben werden. An der Sitzgruppe ist ein "normaler" 22-Zoll-Fernseher montiert, im Schlafbereich hängt ein 24- Zoll-Smart-TV. Beide Geräte haben einen integrierten Sat-Receiver für den Programmempfang. So spart man sich zwei zusätzliche Geräte samt Fernbedienungen. Mit den TV-Fernbedienungen lässt sich praktischerweise auch die Sat-Schüssel aktivieren oder zurück in Park-Position bringen. Ein Vorteil, wenn man Produkte aus einem Haus gemeinsam betreibt.

Mit einem Smart-TV kann man Streamingdienste und Internet empfangen und nutzen. Dazu muss das Gerät natürlich online sein. Das geht über ein Stellplatz-WLAN, einen USB-Surfstick oder den Handy-Hotspot. Komfortabler ist jedoch der Aufbau eines eigenen, leistungsstarken WLAN-Netzes im Wohnmobil. Der Teleco-WFT-400-Router übernimmt diesen Job im hier vorgestellten Mobil. Mit eingelegter SIM-Karte und Datentarif baut er ein Reisemobil-eigenes Netz für bis zu vier Endgeräte gleichzeitig auf. Der 12-Volt-Router empfängt GSM-, UMTS- und LTE-Signale und versorgt darüber die mobilen und festeingebauten Geräte.

Was tun bei schlechtem Netz?

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Der Phone-Booster kann den Datenstream flüssig halten.

Nicht selten ist es aber so, dass an den schönsten Plätzen gerade das Handynetz zu wünschen übrig lässt und Daten nur spärlich fließen. Der Phone-Booster kann da helfen und den Datenstream flüssig halten. Das Paket besteht aus einer Außenantenne, dem Signalverstärker und einer Innenantenne. Das System stellt so innen stets vollen Empfang sicher, was damit nebenbei auch die Akkulaufzeit von Handy und Co. verlängert, weil diese mit geringer Sendeleistung arbeiten können und nicht permanent nach Netzempfang suchen müssen. Die Antenne außen auf dem Dach hat zudem bessere Empfangschancen als Geräte innerhalb des Aufbaus, der eventuell das Signal dämpft. Der Booster verstärkt obendrein die empfangenen Signale aus dem 2G-, 3G- und 4G-Netz. Der Hersteller verspricht bei diesem Gerät eine bis zu 400-fache Signalverstärkung. Die kommt aber nur bei sehr schwachem Empfang zum Tragen. Je besser das Netz, umso niedriger fällt die Verstärkung aus. Der Phone-Booster benötigt keine eigene SIM-Karte, da er ausschließlich als Signalverstärker fungiert.

Eine App-Steuerung der Komponenten per Smartphone ist ein weiteres Komfortmerkmal, das im Multimedia-Carthago umgesetzt wurde. Hierfür muss der Teleco-Hub an Bord sein. Daran werden Sat-Anlage und Co. angeschlossen und können dann ganz bequem mit Hilfe der Teleco-Hub-App gesteuert werden. Die App gibt es kostenlos. Die Ansteuerung funktioniert entweder per Bluetooth im Nahbereich oder per SMS aus der Ferne. Für Letzteres muss allerdings eine SIM-Karte eingelegt sein. Dann kann man zum Beispiel bei einem nahenden Unwetter noch von der Radtour aus die Sat-Antenne in Sicherheit bringen, die Heizung oder Klimatisierung anschalten oder Fahrzeug-Informationen abrufen. Wenn der Reisemobilhersteller ein CI-BUS-fähiges Kontrollbord verwendet, können die Signale auf den AUX-Eingang des Hub gelegt und auch die Füllstände von Batterien und Wassertanks angezeigt werden. Auch die Steuerung der Beleuchtung per App ist optional möglich.

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Praktisch: Die Sat-Antenne wird per TV-Fernbedienung aktiviert und gesteuert.

Ein voll vernetztes und internetfähiges Fahrzeug hat für den einen oder anderen sicher nicht mehr viel mit der klassischen Vorstellung von Camping zu tun, aber um Regentage kurzweilig zu überbrücken, kann ein wenig digitale Abwechslung oder Recherchemöglichkeit ganz hilfreich sein.

Auch der Boom des mobilen Arbeitens bis hin zum Leben als digitaler Van-Nomade erfordert eine gute Verbindung ins Netz. Und wie anfangs erwähnt: Es muss ja nicht unbedingt das Komplettpaket sein. Was aber bei aller Begeisterung für Technik und Vernetzung immer im Kopf behalten werden sollte, sind die Folgekosten. Denn die beste Ausstattung nützt nichts ohne den passenden Datenvertrag. Am besten recherchiert man bei den unterschiedlichen Providern den für sich passenden Tarif.

Eingebaute Komponenten

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Diese Systeme können im Multimedia-Mobil installiert werden.

Die automatische Sat-Anlage mit TV gehört inzwischen schon fast zum Standard. Um Internet mit dem Smart-TV zu nutzen, ist zudem ein bordeigener Router im Einsatz. Damit der stets guten Empfang hat, verstärkt ein Phone-Booster mit Innen- und Außenantenne das eventuell schwache Mobilfunksignal. Um die kompatiblen Geräte per App steuern zu können – via Bluetooth oder SMS –, ist zudem der Teleco-Hub an Bord.

  • Teleco Flatsat Easy Smart BT 65 + Twin LNB: 11 kg
  • Teleco Smart-TV DLED TV 24'' TEK 24DS: 3,5 kg
  • Teleco Phone-Booster-Van 2.0 Repeater-Kit für Mobiltelefone: 2 kg
  • Teleco WFT-40-WLAN-Router: 0,5 kg
  • Teleco Hub: 0,2 kg
  • Teleco TV TEK 22D HEVC: 3 kg