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Smart-TV-Geräte im Test Andreas Becker
Smart-TV-Geräte im Test
Smart-TV-Geräte im Test
Smart-TV-Geräte im Test
Smart-TV-Geräte im Test 28 Bilder

8 Smart-TV-Geräte im Test

8 Smart-TV-Geräte im Test Netflix, YouTube & Co. im Wohnmobil

Streamen ist eine immer beliebtere Alternative zum klassischen Fernsehen – auch beim Campen. Im Vergleich: acht internetfähige Smart-TV-Geräte.

Wer heute einen Fernseher fürs Reisemobil anschafft, greift häufig gleich zu einem Smart-TV. Unser Testfeld setzt sich darum aus acht 22- bis 24”-Geräten mit Internetzugang im Preisbereich von 399 bis 639 Euro zusammen.

Smart-TVs fürs Campingfahrzeug

Die 8 Modelle mit den wichtigsten Daten und Informationen im Überblick.

Alden Smartwide

Smart-TV-Geräte im Test
Andreas Becker

Bilddiagonale: 24''
UVP/Marktpreis:
549 Euro/499 Euro
Abmessungen (BxHxT, ohne Fuß): 550x330x65 mm
Auflösung: 1920x1080 p (Full HD)
Smart-TV-Portale: Open Android
Verbindungsmöglichkeiten: Bluetooth/WLAN
Kontrast: 3000:1
Helligkeit: 180 cd/m²
Gewicht mit Fuß/ohne Fuß: 2,88 kg/2,83 kg
Lautsprecher Leistung/Tonausgabe: 2x 3W/unten
Anschlüsse: HDMI, 2x USB, RJ45, Ci+, VGA, Audio in, Composite, Coaxial, Kopfhörer, Antenne
Besonderheiten: umfangreichster Lieferumfang im Test
Lieferumfang: Fernbedienung, DVB-T-Antenne, Anleitung, Standfuß, Kabel

Alphatronics SLA-24 DSBAI+H

Smart-TV-Geräte im Test
Andreas Becker

Bilddiagonale: 24''
UVP/Marktpreis: 639 Euro/570 Euro
Abmessungen (BxHxT, ohne Fuß): 552x335x50 mm
Auflösung: 1920x1080 p (Full HD)
Smart-TV-Portale: Android/Netgear
Verbindungsmöglichkeiten: Bluetooth/WLAN
Kontrast: 1000:1
Helligkeit: 300 cd/m²
Gewicht mit Fuß/ohne Fuß: 4,14 kg/3,97 kg
Lautsprecher Leistung/Tonausgabe: 2x 5W/vorne
Anschlüsse: HDMI, 2x USB, Ci+, AV in, AV out, RJ45, YPbPr, Coaxial, Kopfhörer, Antenne, WLAN-Antenne (extern)
Besonderheiten: 64-GB-Speicher und DVD-Laufwerk integriert, Over-the-air-updates
Lieferumfang: Fernbedienung, DVB-T-Antenne, Anleitung, Standfuß, Kabel

Caratec CAV240X-DB.SB

Smart-TV-Geräte im Test
Andreas Becker

Bilddiagonale: 24''
UVP/Marktpreis: 569 Euro/569 Euro
Abmessungen (BxHxT, ohne Fuß): 542x318x48 mm
Auflösung: 1920x1080 p (Full HD)
Smart-TV-Portale: Nein (Android über Stick)
Verbindungsmöglichkeiten: Bluetooth/WLAN
Kontrast: 3000:1
Helligkeit: 250 cd/m²
Gewicht mit Fuß/ohne Fuß: 3,68 kg/3,41 kg
Lautsprecher Leistung/Tonausgabe: 2x 3W/unten
Anschlüsse: 2x HDMI, 2x USB, Ci+, Mini-YPbPr, Mini-AV, Cinch, Scart, Audio out, Coaxial, Kopfhörer, Antenne
Besonderheiten: 230-V-Netzteil und Standfuß nur optional
Lieferumfang: Fernbedienung, DVB-T-Antenne, Anleitung, separater Mi-Smartstick, Kabel

Carbest CB24iTV

Smart-TV-Geräte im Test
Philipp Heise

Bilddiagonale: 23,6''
UVP: 399 Euro
Abmessungen (BxHxT, ohne Fuß): 551x326x43 mm
Auflösung: 1920x1080 p (Full HD)
Smart-TV-Portale: Open Android
Verbindungsmöglichkeiten: WLAN
Kontrast: 3000:1
Helligkeit: 200 cd/m²
Gewicht mit Fuß/ohne Fuß: 2,96 kg/2,79 kg
Lautsprecher Leistung/Tonausgabe: 2x 3W/unten
Anschlüsse: HDMI, 2x USB, RJ45, Ci+, VGA, Audio in, Composite, Coaxial, Kopfhörer, Antenne
Besonderheiten: kein HD-Recording
Lieferumfang: Fernbedienung, Anleitung, Standfuß, Kabel

Oyster Ten Haaft 249TS-F

Smart-TV-Geräte im Test
Andreas Becker

Bilddiagonale: 23,8''
UVP: 639 Euro
Abmessungen (BxHxT, ohne Fuß): 539x317x47 mm
Auflösung: 1920x1080 p (Full HD)
Smart-TV-Portale: k.A.
Verbindungsmöglichkeiten: WLAN
Kontrast: 1000:1
Helligkeit: 250 cd/m²
Gewicht mit Fuß/ohne Fuß: 3,28 kg/2,99 kg
Lautsprecher Leistung/Tonausgabe: 2x 2W/hinten
Anschlüsse: 2x HDMI, 2x USB, RJ45, Ci+, Audio in, Toslink, Kopfhörer, Antenne
Besonderheiten: 230-V-Netzteil und Standfuß nur optional
Lieferumfang: Systemfernbedienung, Anleitung, Kabel

Reflexion LDDW24i

Smart-TV-Geräte im Test
Andreas Becker

Bilddiagonale: 24''
UVP/Marktpreis: 549 Euro/249 Euro
Abmessungen (BxHxT, ohne Fuß): 550x33x47 mm
Auflösung: 1920x1080 p (Full HD)
Smart-TV-Portale: Open Android
Verbindungsmöglichkeiten: WLAN
Kontrast: 3000:1
Helligkeit: 200 cd/m²
Gewicht mit Fuß/ohne Fuß: 3,34 kg/3,18 kg
Lautsprecher Leistung/Tonausgabe: 2x 3W/unten
Anschlüsse: 2x HDMI, 2x USB, RJ45, Ci+, VGA, Audio in, AV, Composite, Coaxial, Kopfhörer, Antenne
Besonderheiten: integriertes DVD-Laufwerk
Lieferumfang: Fernbedienung, Anleitung, Standfuß, Kabel

Technisat Techiline Pro 22

Smart-TV-Geräte im Test
Andreas Becker

Bilddiagonale: 22''
UVP/Marktpreis: 529 Euro/499 Euro
Abmessungen (BxHxT, ohne Fuß): 520x320x50 mm
Auflösung: 1920x1080 p (Full HD)
Smart-TV-Portale: Linux
Verbindungsmöglichkeiten: X
Kontrast: 1000:1
Helligkeit: 250 cd/m²
Gewicht mit Fuß/ohne Fuß:3,14 kg/2,93 kg
Lautsprecher Leistung/Tonausgabe: 2x 5W/unten
Anschlüsse: 2x HDMI, Ci+, Coaxial, AV, RJ45, Kopfhörer, Antenne
Besonderheiten: WLAN-/Bluetooth-Stick erforderlich, Einkabel-Twin-Tuner
Lieferumfang: Systemfernbedienung, Anleitung, Standfuß, Kabel

Teleco TEK24DS

Smart-TV-Geräte im Test
Andreas Becker

Bilddiagonale: 23,6''
UVP/Marktpreis: 557 Euro/549 Euro
Abmessungen (BxHxT, ohne Fuß): 559x338x50 mm
Auflösung: 1920x1080 p (Full HD)
Smart-TV-Portale: Android
Verbindungsmöglichkeiten: Bluetooth/WLAN
Kontrast: 3000:1
Helligkeit: 200 cd/m²
Gewicht mit Fuß/ohne Fuß: 3,57 kg/334 kg
Lautsprecher Leistung/Tonausgabe: 2x 5W/unten
Anschlüsse: 2x HDMI, 4x USB, Ci+, Coaxial, RJ45, Scart, AV, YPbPr, RL, Audio out, Kopfhörer, Antenne
Besonderheiten: integriertes DVD-Laufwerk
Lieferumfang: Systemfernbedienung, Anleitung, Standfuß, Kabel

Wichtigtes Kriterium: Die Bildqualität

Ein knackiges Bild ist neben der intuitiven Bedienung das wichtigste Kriterium für einen guten Fernseher. In dieser Hinsicht schneidet eines der teuersten Geräte im Test – von Oyster/Ten Haaft – am besten ab, während das günstigste von der Reimo-Hausmarke Carbest vor allem durch die sehr ungleichmäßige Hintergrundbeleuchtung negativ auffällt. Zwar handelte es sich dabei um kein Neu-, sondern um ein Vorführgerät, doch sollten solche Helligkeitsschwankungen auch nach einer gewissen Nutzungsdauer nicht auftreten. Zur Beurteilung der Bildqualität wurden auf allen Geräten identische Bilder und Videosequenzen über den integrierten USB-Port abgespielt.

Smart-TV-Geräte im Test
Philipp Heise
Tiefes Schwarz kann keines der hinterleuchteten Panels abbilden.

Am schwersten fällt den hinterleuchteten LCD-Displays die Darstellung von Schwarz und Grau, wie es etwa auf den Startbildschirmen von Netflix oder YouTube vorkommt. Beim Betrachten solcher Bilder zeigen sich Helligkeitsunterschiede sehr deutlich.

Außerdem eignen sich diese Motive auch, um die Blickwinkelstabilität zu prüfen. Der zugehörige Wert in den technischen Daten wird von fast allen Herstellern mit 178 Grad vertikal und horizontal angegeben. Wer glaubt, viel besser geht es ohnehin nicht, kann enttäuscht werden.

Zwar ist bei allen Geräten auch bei Betrachtung von der Seite noch ein Bild zu sehen, Helligkeit und Farbtreue leiden aber teils sehr. Besonders deutlich zeigt sich dieser Effekt bei den Geräten von Alden, Carbest und Reflexion. Hier wandelt sich etwa das Rot des Netflix-Logos aus spitzem Blickwinkel, wie er im Reisemobil schon mal nötig sein kann, in ein blasses Orange. Angenehm stabil sind die Farben der Panels von Alphatronics, Caratec, Oyster, Technisat und Teleco.

Weitere Schwächen offenbart eine Video-Testsequenz, die aus Star Wars stammen könnte: Beim Flug durch den Sternenhimmel neigen die Panels von Alden und Carbest zu deutlicher Artefaktbildung. Artefakte sind verfälschte Bereiche im Bild, in diesem Fall pixelige Hellfelder rund um die einzelnen Sterne. Überraschende Erkenntnis dabei: Die Geräte der Anbieter Alden, Carbest und Reflexion erscheinen zwar fast vollständig baugleich, das Bild des Reflexion zeigt aber trotz des verbogenen Panels kaum Artefakte.

Ebenfalls ein Störfaktor sind Lichthöfe, die durch eine ungleichmäßige Hintergrundbeleuchtung entstehen. Komplett gleichmäßig ist das Bild zwar bei keinem Gerät, in der Praxis stören die Lichthöfe allerdings nur, wenn sie so ausgeprägt sind, wie beim Carbest.

Smart-TV-Geräte im Test
Andreas Becker
Ein virtueller Flug durch den Weltraum führt bei schlechteren Panels wie jenem links...

Klangqualität: Von akzeptabel bis miserabel

Für guten Ton fehlt es allen Testgeräten an Klangvolumen. Flache, kompakte Gehäuse lassen wenig Bauraum für die Lautsprecher. Hinzu kommt, dass diese größtenteils ungünstig nach unten oder hinten abstrahlen. Den kleinen Membranflächen ist es zudem kaum möglich, tiefe Töne zu erzeugen. Was für die Tagesschau noch genügen mag, wird für audiophile Menschen beim Filmabend zur Qual. Das Spektrum der Klangqualität reicht also eher von akzeptabel bis miserabel.

Zudem übersteuern einige Geräte bereits bei 50 Prozent der maximalen Lautstärke hörbar – und sind damit nur sehr leise gedreht vernünftig nutzbar. Wer Wert auf guten Klang legt, sollte – so oder so – in eine zusätzliche Soundbar investieren und den Ton mittels Kabel übertragen – die entsprechenden Ausgänge haben alle Modelle.

Glück hat zudem, wessen Reisemobil bereits eine Verkabelung für die Aufbaulautsprecher mitbringt. Ganz ohne Kabel gelingt die Übertragung beim Alphatronics auch via Bluetooth. Er verbreitet allerdings auch ohne externe Hilfe schon den besten Ton im Testfeld. Zwar weist er dazu eine etwas weniger elegante Wölbung unterhalb des Displays auf, dafür strahlen die beiden 5-Watt-Speaker aber optimal nach vorn ab.

Smart-TV-Geräte im Test
Andreas Becker
Die Lautsprecher des Alphatronics klingen mit am besten. Anders als es das Bild vermuten lässt, strahlen sie aber nach vorn durch eine Blende.

Intuitive Bedienung der Smart-TV-Geräte

Die Bedienbarkeit lässt sich, anders als der Sound, nachträglich nicht verbessern und birgt somit großes Frustpotenzial. Gerade bei Smart-TVs, die gleichzeitig als Internetbrowser, Streamingplattform und Mediaplayer dienen, ist eine intuitive Bedienung essenziell. Diese setzt sich zusammen aus einer übersichtlichen und logischen Menüführung und einem ergonomisch sinnvollen Layout der Fernbedienung.

Im Rahmen unseres Tests machten sich mehrere Kollegen an die Aufgabe, Medieninhalte vom eingesteckten Speicherstick abzuspielen, den Zugang zu YouTube zu finden und weiter auf unseren Clever-Campen-Kanal zu navigieren – ohne vorherigen Blick in die Bedienungsanleitung.

Überraschend gut klappt das bei den Drillingen von Alden, Carbest und Reflexion. Das Smart-Hauptmenü wirkt zwar stellenweise überfrachtet, ist dafür aber durchdacht strukturiert. In Kombination mit dem gelungenen Fernbedienungslayout erschließt sich die Steuerung schnell. Die Home-Taste ist dabei ein praktisches Hilfsmittel. Geht in einem der zahlreichen Untermenüs oder der Apps der Überblick verloren, führt sie mit nur einem Tastendruck zurück ins Hauptmenü. Bei Alden, Alphatronics, Carbest und Reflexion sitzt sie griffgünstig zwischen Programmwahl- und Lautstärkewippe.

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Andreas Becker
Acht TV-Geräte, aber nur vier verschiedene Fernbedienungen. Die größte von Oyster (Mitte) patzt im Test mit schwachem Signal und verwirrendem Layout.

Nicht so intuitiv, aber immer noch gut ist das Layout der sich gleichenden Fernbedienungen von Caratech und Teleco. Layout und Menü des Technisat-Barrens erschließen sich dagegen nicht so einfach, da selbst für die Internetnutzung mit Listenfunktionen gearbeitet wird. Dafür punktet die Fernbedienung mit der besten Haptik, dank konturierter Navigationspfeile und eindeutiger Druckpunkte.

Fernbedienung und Menüführung des Oyster-Geräts bilden schließlich das Schlusslicht. Anstelle einer Home-Taste findet sich hier die Programmsuche an zentraler Stelle, während die "Apps"-Taste oben neben dem Ein- und Ausschalter sitzt. Allerdings beschränken sichdie Smart-Funktionen des Geräts ohnehin auf die Nutzung von Mediatheken, YouTube und eine Wetter-App. Ein Internetbrowser oder weitere Streamingdienste fehlen.

Caratec geht einen komplett eigenen Weg. Das modern anmutende Gerät mit seinem schmalen Rahmen ist von Haus aus gar nicht "smart". Zum Internet-TV wird es erst durch den mitgelieferten Mi-Smartstick. Ist der Stick installiert, reagiert das kleine Zusatzgerät auch auf die Caratec-eigene Fernbedienung. Zwar will das pixelige Basismenü nicht so recht zum modern wirkenden TV passen, dafür gehört die Navigation im Smartstick-Menü mit zum Besten, was das Testfeld bietet. Mehr Infos zu smarten Sticks gibt's hier.

Bei den integrierten Systemen gefallen vor allem Alphatronics, Teleco und die Alden & Co.-Drillinge mit einer guten Bedienbarkeit. Bei Technisat basieren die Smartfunktionen auf der Plattform Linux statt Android. Wer sie drahtlos nutzen will, braucht einen separat erhältlichen WLAN-Stick. Alternativ ist ein LAN-Anschluss vorhanden (Anschluss RJ45).

Smart-TV-Geräte im Test
Andreas Becker
Knallig, aber gut ist das Teleco-Menü.

Das beste Smart-TV-Gesamtkonzept liefert das Gerät von Alphatronics ab. Der etwas günstigere Teleco-Fernseher belegt Platz zwei und erhält somit den Kauftipp.

Bewertung

(maximal 100 Punkte möglich)

  • Alden: 44 Punkte – zufriedenstellend
  • Alphatronics: 84 Punkte – sehr gut – Testsieger
  • Caratec: 70 Punkte – gut
  • Carbest: 42 Punkte – zufriedenstellend
  • Oyster Ten Haaft: 74 Punkte – gut
  • Reflexion: 44 Punkte – zufriedenstellend
  • Technisat: 76 Punkte – gut
  • Teleco: 79 Punkte – gut – promobil-Kauftipp

Das sagt der Fachmann

TV-Geräte für den mobilen Einsatz sind teurer. Darum haben wir zwei Geräte vom Profi öffnen lassen, um zu klären, ob sich das Innenleben tatsächlich von Haushaltsgeräten unterscheidet. Die Frage, warum Campingfernseher teurer sind als Hausgeräte, wird neben den geringeren Stückzahlen häufig mit einem Verweis auf deren robustere Konstruktion beantwortet: Die Geräte sollen Vibrationen, Stöße sowie Temperatur- und Spannungsschwankungen schadlos überstehen.

Smart-TV-Geräte im Test
Andreas Becker
Teures Gerät: Gut: durchdacht geführte Kabel, zwei WLAN-Antennen, verstärkte Vesa-Halterung.

Fernsehtechnikermeister Hans-Peter Knirsch aus Stuttgart hat zwei unserer Testgeräte geöffnet und sagt...

... zum teuren Gerät: "Der Aufbau des Innenlebens ist durchdacht und handwerklich gut gemacht. Die vielen Kabelfixierungen vermeiden, dass das Gerät klappert." Knirsch weiter: "Der integrierte USB-Stick ist ein häufig genutztes Mittel, um Speicherplatz für TV-Aufzeichnungen zu schaffen."

... zum günstigeren Gerät: "Dass das verbogene Panel noch funktioniert, zeigt immerhin, wie robust es ist. Die einfach in Kunststoff eingelassenen Gewindehülsen der Vesa-Halterung deuten ebenso auf den Preisdruck hin wie die günstigen Kondensatoren mit wenig Lastreserven." Zusätzlich ist auch die Position der WLAN-Antenne zwischen Vesa-Halterung und Display-Rückseite (beide aus abschirmendem Metall) nicht optimal.

Fazit des Profis: "Auch wenn die Geräte deutlich teurer sind als vergleichbare große Fernseher für den Hausgebrauch, sind beim Aufbau des Innenlebens kaum Unterschiede zu erkennen."

Smarte Sticks

Smart-TV-Geräte im Test
Andreas Becker
Drei Anbieter, ein Konzept: Der Stick wird per HDMI-Buchse mit dem TV verbunden und ermöglicht die Nutzung gängiger Smart-Funktionen.

Wer keinen Smart-TV hat, kann sich auch mit einem Smartstick behelfen. Die bekanntesten Vertreter kommen von Google, Amazon und dem chinesischen Hersteller Xiaomi. Die Grundfunktionen sind bei allen Sticks identisch: Werden sie via HDMI mit einem konventionellen Fernseher verbunden und mit WLAN versorgt, machen sie den TV "smart". Heißt: Sie erlauben den Zugriff auf die gängigsten Streamingportale (YouTube/Netflix/Amazon Prime) und Mediatheken.

Während der Chromecast von Google (70 Euro) und der Fire-TV-Stick von Amazon (40 Euro) das Bild mit einer 4K-Auflösung ausgeben, begnügt sich der Mi-TV-Stick (38 Euro) mit Full HD, was für Camping-TV-Geräte vollkommen ausreicht. Vorteile der Stick-Nutzung sind regelmäßige Updates, eine intuitive Bedienung sowie die gelungene Sprachsteuerung. Beim Chromecast ist sogar das Spiegeln des Smartphone-Displays möglich. Durch Infrarot-Sender in den Stick-Fernbedienungen lassen sich teilweise auch die TV-Geräte steuern.

Kaufmöglichkeiten

Fazit

Überraschung inklusive – Dass ein Großteil der TV-Geräte und Komponenten heute aus Fernost kommt, ist kein Geheimnis. Mit so vielen Ähnlichkeiten bei den Geräten haben wir allerdings nicht gerechnet. Auch die Bandbreite der Bildqualität überrascht, zumal Geräte für den Campingeinsatz teurer sind als gleich große Haushaltsgeräte – dass sie im Gegenzug hochwertiger gebaut und verarbeitet sind, war jedoch nicht erkennbar. Auch die Caratec-Variante mit Smartstick funktioniert und zeigt, dass die Nachrüstung für einen vorhandenen Fernseher eine gute und günstige Alternative ist.