Wer seinen Wohnwagen auf dem Campingplatz in die Parzelle bugsiert, kennt das Ritual. Rangierantrieb aktivieren, Fernbedienung zücken, langsam einparken. Bisher gehörte zu jedem System eine schwere 12-Volt-Bordbatterie. Diese Energiequelle belastet mit dem Ladegerät das ohnehin knappe Zuladungsbudget erheblich. Der neue Alko Mammut Galaxy bricht mit diesem Prinzip. Er feierte auf dem Caravan Salon seine Premiere und lässt sich wahlweise mit klassischen 12-Volt-Batterien oder mit modernen 18-Volt-Werkzeugakkus aus dem Baumarkt betreiben. Genau dieses Akkukonzept verändert die Spielregeln für Rangierantriebe grundlegend.
Die 18-Volt-Akkus gehören zum markenübergreifenden Cordless Alliance System, kurz CAS. Über 50 Marken und mehr als 500 Maschinen nutzen dieses System bereits. Wer einen Metabo-Akkuschrauber, eine Stichsäge von Rothenberger oder einen Winkelschleifer von Eisenblätter besitzt, steckt denselben Akku einfach in den Mammut Galaxy. Zusätzliche Anschaffungen entfallen, das Laden erfolgt bequem am heimischen Ladegerät oder eben im Batteriedock im Wohnwagen.
Werkzeugakkus sind leichter und günstiger
Beim Gewicht wird der Vorteil besonders deutlich. Ein 18-Volt-Akkupack mit zwei 8,0 Ah samt Ladegerät wiegt laut Alko-Variantenliste gerade einmal 3,0 Kilogramm. Das leichteste 12-Volt-Setup für Wohnwagen bis 1.500 kg wiegt mit der PowerXtreme X10 Lithium-Batterie, dem Ladegerät und dem Kabelbaum schon 3,1 kg, mit der PowerXtreme 30 Batterie für Wohnwagen bis 3.500 kg sind es gleich 5 kg. Kommt die Energie auf einer klassischen Optima BlueTop Batterie mit 75 Ah kommen fast 30 kg zusammen. Wer auf die Werkzeugakkus wechselt, spart also Gewicht. Daneben werden die Baumarktakkus auch in so viel höheren Stückzahlen produziert, dass sie deutlich günstiger sind.

Im 18 Volt-Betrieb braucht der Mammut Galaxy zwei Werkzeugakkus des CAS (Cordless Alliance Systems), entweder mit je 4 Ah Kapazität oder mit 8 Ah.
Neben dem Gewichtsvorteil liefern die 18-Volt-Akkus auch 50 Prozent mehr Spannung als eine 12-Volt-Batterie. Diese höhere Spannung ermöglicht den Antriebsmotoren mehr Drehzahl. Alko nutzt genau diesen physikalischen Vorteil und bewirbt den Mammut Galaxy gezielt mit "mehr Geschwindigkeit" durch die modernere Akkutechnologie.
Drei Geschwindigkeitsstufen und mehr als 1,0 km/h im Vergleich
Neben dem Gewichtsvorteil liefern die 18-Volt-Akkus auch 50 Prozent mehr Spannung als eine 12-Volt-Batterie. Diese höhere Spannung ermöglicht den Antriebsmotoren mehr Drehzahl. Alko nutzt genau diesen physikalischen Vorteil und bewirbt den Mammut Galaxy gezielt mit "mehr Geschwindigkeit" durch die modernere Akkutechnologie.
Alko gibt eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 1,0 km/h an. Damit gehört er laut Hersteller zu den schnellsten Rangierantrieben seiner Klasse. Drei Fahrmodi erlauben dabei situationsgerechtes Arbeiten. Stufe eins eignet sich für millimetergenaues und langsames Positionieren in der engen Parzelle, Stufe drei beschleunigt den Caravan auf freier Fläche auf "Vollgas".

Mit bis zu einem km/h Topspeed ist der Alko Mammut Galaxy einer der schnellsten Rangierantriebe. Diese Geschwindigkeit ruft er aber nur im Fahrmodus für die frei Fläche ab. Im Rangiermodu bewegt er sich präzise und beschleunigt nur so weit, wie es zum genauen Ausrichten nötig ist.
Im Vergleich mit dem Vorgänger fällt der Geschwindigkeitssprung deutlich aus. Der alte Alko Mammut M20 erreicht laut Datenblatt maximal 0,5 km/h. Der Truma Mover XT, einer der wichtigsten Wettbewerber bei Einachser-Caravans, kommt auf 0,61 km/h. Der Galaxy verdoppelt also das Tempo gegenüber dem eigenen Vorgänger und übertrifft den Truma XT um rund 60 Prozent.
Auch bei Steigungen setzt der Galaxy neue Maßstäbe. Bis zu 35 Prozent gibt Alko an. Zum Vergleich: Eine typische Tiefgaragenrampe hat 15 bis 18 Prozent Gefälle. Steile Campingplätze in Hanglage oder Zufahrten mit Bordsteinkante und Neigung meistert der Galaxy laut Datenblatt problemlos. Dabei soll der neue Rangierantrieb von Alko auch Hindernisse von bis zu vier Zentimetern Höhe locker überwinden.
Planetengetriebe in der Antriebswalze sorgt für kompakte Kraft
Den technischen Schlüssel für den Leistungssprung bei gleichzeitig geringerem Gewicht liefert ein Planetengetriebe, das direkt in der Antriebswalze sitzt. Bei diesem Getriebetyp treibt ein zentrales Sonnenrad mehrere Planetenräder an, die in einem äußeren Hohlrad laufen. Diese Konstruktion erzeugt eine hohe Untersetzung auf kleinstem Bauraum, verkürzt die Kraftübertragungswege und reduziert Verluste. Alko beschreibt das Ergebnis als Verbindung von Leistung mit geringem Gewicht in einer schlanken Bauform.

Das Planetengetriebe des Alko Mammut Galaxy sitzt in der Antriebswalze, was die kompakten Maße des Rangierantriebs mit ermöglicht. Außerdem packt Alko die Steuereinheit der Elektronik ins Fahrzeug, wo sie individuell platziert wird.
Die Fernbedienung setzt auf einen einzelnen Joystick, der Fahrtrichtung und Geschwindigkeit stufenlos regelt. Daneben gibt es eine Taste, um zwischen den drei Fahrmodi zu wechseln. Ein LCD-Farbdisplay zeigt den Systemstatus an. Zusätzlich verfügt der Mammut Galaxy über eine integrierte Serviceschnittstelle für Diagnose und Software-Updates. Für einen Rangierantrieb ist eine solche nachrüstbare Software-Architektur bisher einzigartig. Die patentierte Konstruktion gewährleistet laut Alko zudem maximale Bodenfreiheit und schützt den Antrieb vor Bodenkontakt bei Unebenheiten und Bordsteinen.
Varianten für Einachser und Tandemachser verfügbar
Alko bietet den Mammut Galaxy in drei Gewichtsklassen an. Die Einachser-Varianten decken Caravans bis 1.800 oder 2.500 Kilogramm Gesamtgewicht ab und wiegen je nach Anbindung 25 bis 26 Kilogramm. Für Tandemachser bis 3.500 Kilogramm liegt das Systemgewicht bei 48,5 Kilogramm. Vorbestellungen nimmt Alko ab sofort über den eigenen Online-Store entgegen.












