Es gibt Reisemobile – und es gibt den Concorde Centurion 1100 GI. Der neue Luxusliner, der auf dem Caravan Salon Düsseldorf seine Weltpremiere feiert, spielt in einer Liga, in der nicht mehr nur Platz und Komfort zählen, sondern auch die Frage: Wie viel Freiheit passt auf 11 Meter Länge?
Die Antwort des 1100 GI ist so einfach wie beeindruckend: 50 Zentimeter mehr Länge als der bereits vorgestellte Concorde Centurion 1050 GI, eine Garage für einen Fiat 500 – und ein Grundriss, der zeigt, dass Luxus manchmal einfach mehr Raum braucht.
Die Garage: Ein Auto als Reisebegleiter
Die größte Neuerung des 1100 GI ist unsichtbar – bis man die hydraulische Heckklappe öffnet. Mit einem leisen Surren hebt sich die "Lift up"-Tür und gibt den Blick frei auf eine Garage, in der nicht nur ein Smart Platz findet wie im 1050 GI, sondern ein Fiat 500 oder Mini Cooper.
Das ist kein Gimmick, sondern ein Statement: Wer mit diesem Luxusliner unterwegs ist, muss auf nichts verzichten. Die Garage ist beleuchtet, mit Aluminium-Riffelblech ausgelegt und verfügt über Auffahrrampen, eine Seilwinde und Verzurrschienen. Praktisch? Unbedingt. Doch zugegeben: Etwas verrückt und dekadent ist das schon.

Ohne Fahrzeug darin wirkt die Garage der Centurion-Modelle noch größer.
Doch genau hier liegt der Charme des 1100 GI: Er ist kein Fahrzeug für Minimalisten, sondern für diejenigen, die unterwegs genauso leben wollen wie zu Hause – nur mit besserer Aussicht. Die Frage ist nicht, ob man einen Fiat 500 im Heck braucht, sondern ob man darauf verzichten mag.
Der Grundriss: Mehr Komfort, mehr Möglichkeiten
Während der 1050 mit seiner Face-to-Face-Gruppe auf maximales Lounge-Gefühl setzt, geht der 1100 GI einen klassischen Weg: mir einer L-Sitzbank und einem Zusatzsitz. Das wirkt erwachsener und wirkt wie eine Kombination aus Essplatz oder Mobile Office. Der Wohnraum wirkt wie ein "rollendes Zuhause" und Langzeitreisen oder Remote Work ermöglicht.
Der seitliche Durchgang vom Bad zum Schlafbereich ist ein weiteres praktisches Detail. Das französische Bett im Heck (200 x 180 cm) und das optionale Hubbett (200 x 135 cm) schaffen bis zu vier Schlafplätze in zwei getrennten Räumen.

Im hinteren Schlafbereich sind sich der Centurion 1100 GI und der 1050 GI sehr ähnlich: Das große Doppelbett macht den Wohnkomfort perfekt.
Einziger Wermutstropfen: Wer die Bar-Version wählt, verliert etwas Stauraum – aber wer braucht schon Stauraum, wenn er stattdessen eine Vitrine mit Gläsersortiment hat?
Luxus, der auffällt: Die Details, die den Unterschied machen
Der Concorde Centurion 1100 GI ist ein Fahrzeug, das keine halben Sachen macht. Die Nappa-Leder-Polsterung, die indirekte LED-Beleuchtung in Kunstleder-Baldachinen und die Garderobe mit ausziehbarem Flaschenfach sind keine Spielereien, sondern konsequente Fortsetzungen eines Konzepts: Hier wird nicht gespart, hier wird investiert.
Die Technik folgt demselben Prinzip: 24-Volt-Bordnetz, 600 Ah Lithium-Batterien, Alde-Heizung mit 6000 Watt – das sind keine leeren Zahlen, sondern die Grundlage für uneingeschränkte Autarkie. Die Dusche mit Regenwaldduschkopf und die Porzellantoilette mit 300-Liter-Festtank wirken wie aus einem Boutique-Hotel.
Schade nur, dass der auf der Messe Caravan Salon Düsseldorf vorgestellte 1100 GI noch ohne Slide-outs startet. Ein Feature, das laut Hersteller bestellbar ist, bei einem Grundpreis von 715.000 Euro eigentlich Standard sein könnte.
Concorde Centurion 1100 GI (2027): Daten und Preis
- Basisfahrzeug: Mercedes-Benz Actros
- Motor: 6-Zylinder-Diesel, 10,7 l Hubraum, 290 kW (395 PS), 1.900 Nm Drehmoment
- Länge / Breite / Höhe: 10,99 / 2,55 / 3,90 m
- Radstand: 5,50 m
- Technisch zulässige Gesamtmasse: 18 t (optional bis 26 t)
- Masse in fahrbereitem Zustand (lt. Hersteller): ca. 13 t
- Zuladung (lt. Hersteller): ca. 5 t
- Sitz-/Schlafplätze: 3 (4) / 2 (4)
- Grundpreis: ab 715.000 Euro





















