Premium-Caravan mit Hybrid-Küche & Top-Sicherheit: Der neue Tabbert Vivaldi (2027)

Tabbert Vivaldi 550 E, 2.3 (2027)
Comback des Jahres: teurer, edler - auch besser?

ArtikeldatumVeröffentlicht am 19.06.2026
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Der Name Tabbert steht seit Jahrzehnten für handwerkliche Präzision und hochwertige Wohnwagen. Doch in den letzten Jahren hatte die Marke aus Jandelsbrunn versucht, mit Volumenmodellen breitere Käuferschichten anzusprechen – mit durchwachsenem Erfolg.

Mit dem Vivaldi, der Ende 2022 durch den Pantiga ersetzt wurde und der jetzt sein Comeback feiert, kehrt Tabbert zurück zu seinen Wurzeln und zu alten Tugenden: Premium-Qualität, edles, zeitloses Innendesign, kein Schnickschnack. Damit zielt Tabbert präzise auf eine Zielgruppe: Erfahrene Camper, die einen soliden Caravan suchen, aber keine Experimente akzeptieren. Doch hält der neue Caravan, was der alte Name verspricht?

Design und Verarbeitung: Zeitlos, aber nicht revolutionär

Der Vivaldi setzt auf reduziertes, elegantes Design – klare Linien, Glattblech, und eine ruhige Formsprache, hochwertige PU-Rahmenfenster prägen das Äußere. Mit dem namen Vivaldi kehrt auch das typische, hinterlüftete Tabbert-Dach zurück in diese Fahrzeugklasse: Ein zusätzliches Dämmvlies zwischen GfK-Dachhaut und dem eigentlichen Sandwich-Dach sorgt für verbesserte Wärme- und Schallisolation. Trotzdem soll das Dach vollflächig begehbar sein. Neben dem inegsamt 48 mm dicken Dach sorgt auch der 47-mm-Bodenaufbau für Stabilität und gute Isolierung. Auf die Ganzjahrestauglichkeit zahlt auch die serienmäßige Truma Combi 6-Heizung mit 6 kW Heizleistung und Boiler ein. Als Winter-Upgrade offeriert Tabbert sogar die Alde-Warmwasserheizung. Innen setzt Tabbert auf geschlossene Deckenschränke, viel Ambientebeleuchtung und gemütliche textile Akzente, die für eine wohnliche Atmosphäre sorgen. Hochwertige Pliseerollos und eine massive Holz-Schiebetür zwichen Schlaf- und Wohnbereich untermauern den neuen, alten Premium-Anspruch.

Erfreulich ist auch, dass die Verarbeitung auf den ersten Blick überzeugt. Der Vivaldi setzt eben auf Bewährtes – und das ist nicht per se schlecht. Aber wer auf echte Innovationen hofft, könnte enttäuscht werden.

Grundrisse: Vier Modelle über 7,50 Meter

Der Vivaldi ist in vier Grundrissen erhältlich, die sich vor allem in der Bettenanordnung und der Länge unterscheiden:

  • 490 TD 2.3 (1,7 t, 7,50 m): Kompakt, mit Rundsitzgruppe im Heck und französischem Bett im Bug.
  • 550 E 2.3 (1,8 t, 7,91 m): Rundsitzgruppe im Heck, Einzelbetten im Bug.
  • 590 HE 2.5 (2,0 t, 8,08 m): Rundsitzgruppe im Bug, Einzelbetten im Heck.
  • 685 DF 2.5 (2,2 t, 8,94 m): Großer Tandemachser mit viel Platz. Rundsitzgruppe im Heck, Queensbett im Bug.

Praktisch: Die Einzelbetten lassen sich optional per Rollbettfunktion (445 Euro) zu einer großen Liegewiese verbinden und das Tabbert Komfortschlafsystem mit Watergel-Matratze und elestischen Tellerfedern auf dem Lattenrost verspricht für 447 Euro noch größeren Schlafkomfort.

Stauraum von innen zugänglich, Mann, angehobene Matratze
Dominic Vierneisel

Küchen-Highlight: Versenkbarer Hybrid-Kocher

Ein echter Hingucker ist die Küche mit unsichtbarem Hybrid-Kocher. Der Trick: Das Kochfeld, das zwei Gasbrenner und eine Induktionsplatte auf einer Glasplatte vereint, wartet unter der verschiebbaren Arbeitsplatte auf seinen Einsatz. Nachem man die Platte über die Sitzgruppe geschoben hat, hebt man das schmalere Brett Richtung Spüle an. Hierbei jebt sich der Herd mitsamt seiner Edelstahlwanne (beim Kochen geht ja schon mal was daneben) aus dem Küchenkorpus. Wichtig zu wissen: Bei geöffnetem Gashahn lässt sich der Herd nicht versenken. Doppelt clever, einfach sicher. Freunde des klassischen Dreiflammkochers müssen nicht zaudern: Auf Wunsch und ohne Aufpreis kommt der Vivaldi mit offenem Kochfeld.

Die stabile Arbeitsplatte bietet genug Raum für Küchenutensilien, und die Spüle bleibt auch bei ausgezogener Platte nutzbar.

Hybrid-Kocher, Induktionsherd, Gasherd
Dominic Vierneisel

Der 157-Liter-Kompressor-Kühlschrank befindet sich bei allen Modellen an der Eingangstür. Dank des doppelseitigem Türanschlags ermöglicht er Zugriff von innen und außen.

Sicherheit und Technik: Serienmäßig gut

Tabbert setzt beim Vivaldi auf serienmäßige Sicherheit: Das elektronische AL-KO ATC-Stabilsierungssystem stabilisiert das Gespann in kritischen Situationen durch Bremseingriff. Dazu kommen selbstnachstellende Bremsen und – natürlich – eine Anti-Schlinger-Kupplung.

Detail, Bremsleuchte, Heck
Dominic Vierneisel

Ab Werk offeriert Tabbert viele Optionen – vom Rangierantrieb über Bordbatterie bis hin zu Klimaanlage und Markise – alles praktisch, aber auch alles mit Aufpreis verbunden.

Wer viel auf Komfortplätzen steht, wird sich über die TV-Vorbereitung mit Außenanschluss freuen.

Premium hat seinen Preis

Der Vivaldi startet bei 35.990 Euro, das Modell 685 DF liegt bei 45.690 Euro. Damit positioniert sich Tabbert oberhalb des Pantiga, aber noch unter dem Puccini. Die Zielgruppe ist klar: Erfahrene Camper, die Wert auf Qualität, Design und Handwerk legen – und bereit sind, dafür zu zahlen.

Innenaufnahme, Sitzgruppe, Mann, Rundsitzgruppe, Dachstauschränke
Dominic Vierneisel

Doch lohnt sich der diese Investition? Ja, wenn Sie Wert auf hochwertige Materialien, gute Verarbeitung und sicheres Fahrverhalten legen.

Der Vivaldi ist ein solider, durchdachter Caravan. Wer eine Revolution erwartet hat, könnte enttäuscht sein. Aber genau so ist das gewollt.

Fazit

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