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Leserfrage zum Gastank im Reisemobil

Gastankflasche und LPG im Wohnmobil erlaubt?

Leser mit Gastankflaschen berichten von PROBLEMEN BEI DER ABNAHME DER GASPRÜFUNG. Foto: Dieter S. Heinz, Hersteller 4 Bilder

Ob Kühlschrank oder Heizung, Gas ist im Wohnmobil fast unverzichtbar. Doch wie ist es, wenn man eine Gastankflaschen oder einen festen Gastank ins Wohnmobil einbaut? Ist das erlaubt? promobil hat die Antworten.

25.04.2018
Ich würde mir gerne eine 11-kg-Gastankflasche kaufen. Allerdings bin ich durch das Internet etwas stutzig geworden. Darf man eine Gastankflasche überhaupt im Wohnmobil betreiben? Wie sieht das der TÜV?

Bernd Blessing, per E-Mail

Antwort: Tatsächlich bestehen hier unterschiedliche Auffassungen und Auslegungen der verschiedenen Vorschriften und Normen. Nach unseren letzten Recherchen betrachtet der DVFG (Deutscher Verband Flüssiggas) eine fest fixierte Gastankflasche weiterhin als Flasche und nicht als Tank, die darum nicht an der Tankstelle befüllt werden darf und empfiehlt keine Gasprüfung zu erteilen. Der TÜV Süd sieht dagegen kein generelles Problem. Wenn Sie trotz dieser unbefriedigenden Unsicherheit eine Gastankflasche nachrüsten wollen, sollten Sie die Bedingungen für die Abnahme vorher mit Ihrer Prüfstelle abklären.

Basiswissen Gasvorrat im WohnmobilSo viel Gas muss mit auf Camping-Tour
Ich möchte in meinem Reisemobil einen Gastank einbauen lassen. Laut der Bedienungsanleitung meines Absorberkühlschranks darf dieser aber nur mit Flüssiggas, nicht jedoch mit Autogas betrieben werden. Wenn diese Gasart nicht zugelassen ist, ist ein Gastank doch nicht wirklich sinnvoll.Was sagen Sie dazu?

fragt promobil-Leser Jürgen Köster

Unsere Nachfrage bei einem führenden Hersteller von Absorberkühlschränken hat ergeben, dass der Betrieb mit Autogas – auch LPG oder GPL genannt – schon möglich ist, aber mit gewissen Einschränkungen verbunden. Im Prinzip handelt es sich bei Autogas wie beim Flaschengas um sogenanntes Flüssiggas, also eigentlich um ein Gemisch aus Propan und Butan. Für den Betrieb des Absorberkühlschranks ist dabei ein hoher Anteil an Propan ideal. So wie bei der Gasmischung, die in die grauen Stahl- und silbernen Alu-Tauschflaschen gefüllt wird, die 95 Prozent davon enthält.

Das Autogas an der Tankstelle hat dagegen ein Mischungsverhältnis von 60 Prozent Butan und 40 Prozent Propan im Sommer – und umgekehrt im Winter. Der so oder so höhere Butan-Anteil sorgt nun dafür, dass bei der Verbrennung mehr Ruß entsteht. Diese Rußpartikel lagern sich am Brenner und im Kaminrohr des Kühlschranks ab, was auf Dauer zu Einschränkungen bei der Kühlleistung führt. Bei der Verwendung von Autogas ist also zu beachten, dass diese Bauteile öfter gereinigt werden müssen – der Kühlschrankhersteller empfiehlt zwei- bis dreimal pro Jahr. Der Butan-Anteil von Autogas ist im Winter zudem kaum noch nutzbar, weil er unter –0,5° C nicht mehr verdampft.

Neuester Kommentar

Wir fahren seit Jahren mit Tankflasche und hatten noch nie Probleme mit TÜV (Oberbayern) oder Kühlschrank (in 12 Jahren nur einmal beim Service gewesen). Wir haben es gerne warm im Mobil und sind glücklich, im Ausland an vielen Tankstellen auftanken zu können (auch dabei noch nie Ärger gehabt, nicht mal in D!). Für kalte Nächte im Gebirge haben wir eine "eiserne Reserve" in Gestalt einer 5kg-Propanflasche an Bord, das reicht uns völlig.

Rhadamanthys 25. April 2018, 19:00 Uhr
Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
Heft 10/2016
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