Das französische Stellplatz-Netzwerk "Camping-Car Park" hat im Zuge der Offensive zum Ausbau seines Netzwerks in Deutschland zwei Stellplätze in Oberbayern übernommen. Damit setzt das Unternehmen sein Ziel fort, bis Ende 2027 insgesamt 150 Stellplätze in Deutschland zu betreiben. Die beiden neuen Stellplätze im Netzwerk befinden sich in Fürstenfeldbruck und Übersee.
Camping-Car Park Fürstenfeldbruck
Der Camping-Car Park Fürstenfeldbruck, vor der Übernahme bekannt als Wohnmobilstellplatz an der Amper-Oase, liegt zentral in der knapp 40.000 Einwohner zählenden Stadt an einem Sportplatz gelegen. Vor Ort finden bis zu 22 Wohnmobile einen Platz. Der Stellplatz ist ganzjährig geöffnet und WLAN, Strom, Wasser sowie die Entsorgung von Grauwasser und Kassettentoiletten sind inklusive. Sanitäre Anlagen sind allerdings nicht vorhanden.
Die Innenstadt von Fürstenfeldbruck sowie ein ÖPNV-Anschluss sind vom Stellplatz gut zu Fuß zu erreichen. Ein besonderes Highlight der Stadt ist das barocke Kloster Fürstenfeld und die dazugehörigen Gärten. Mit der S-Bahn kommt man außerdem in 20 Minuten bis in die Münchener Innenstadt.
Camping-Car Park Übersee
Der zweite Stellplatz liegt etwas über eine Stunde Fahrt östlich der bayrischen Landeshauptstadt, in der Gemeinde Übersee. Hier finden bis zu 43 Reisemobile Platz. WLAN, Wasser, Strom und die Entsorgung von Grauwasser und Kassettentoiletten sind auch hier im Übernachtungspreis mit inbegriffen. Duschen und WCs sind jedoch nicht vorhanden.
Direkt vor den Toren des Platzes wartet jedoch das absolute Highlight. Der Stellplatz liegt nämlich direkt am Chiemsee, dem größten See Bayerns. Selbstverständlich werden hier zahlreiche Wassersportarten angeboten und auch kulturell macht der See mit seinen Inseln einiges her. Besonders lohnend sind die Fraueninsel mit ihrem berühmten Benediktinerinnenkloster und die Herreninsel samt Schloss Herrenchiemsee, das dem Schloss Versailles nachempfunden wurde. Auch ein Ausflug in die Chiemgauer Alpen empfiehlt sich für Wander- und Kletterbegeisterte.

Das Schloss Herrenchiemsee ist in jedem Fall einen Besuch wert.
Camping-Car Park setzt auf digitale Stellplätze
Doch was steckt eigentlich hinter dem Namen "Camping-Car Park"? Bereits 2024 hatte promobil über das Unternehmen berichtet. Damals hatte das Camping-Car Park gerade seinen ersten Stellplatz in Deutschland im baden-württembergischen Bühl eröffnet.
Gemeinsam mit den Kommunen will das französische Unternehmen nun sein Netzwerk in Deutschland ausbauen. Dabei soll der Betrieb von Stellplätzen von Camping-Car Park übernommen werden. Die Kommunen müssten dann zwar auf die daraus resultierenden Einnahmen verzichten, hätten allerdings auch keine fortlaufenden Kosten oder großen Investitionen zu tätigen. Der touristische Nutzen für die Gemeinden würde jedoch bleiben.
So funktioniert der Pass'Étapes
Campende müssen sich jedoch auf einige Umstellungen gefasst machen. Für eine Übernachtung auf einem Camping-Car Park-Stellplatz ist ein sogenannter "Pass’Étapes" zwingend notwendig. Eine Zugangs- und Bezahlkarte, ohne die man nicht auf die Stellplätze kommt. Sie kann Online oder direkt an einem der Automaten vor Ort für 5 Euro gekauft werden und ist lebenslang gültig. In beiden Fällen wird dann für den Stellplatznutzer ein persönliches Kundenkonto angelegt. Aufgeladen werden kann die Karte dann ebenfalls online oder an einem Bezahlautomaten.

Bezahlautomaten und digitale Zugangssysteme gehören zum Geschäftsmodell von Camping-Car Park.
Das digitale Zugangssystem soll laut Camping-Car Park für mehr Flexibilität und Unabhängigkeit sorgen. Mit der dazugehörigen App kann man etwa in Echtzeit die Auslastung der Stellplätze ansehen oder gegebenenfalls reservieren. Risikobehaftet bleibt ein solches komplett digitales System trotzdem, etwa bei Ausfall von technischen Einrichtungen. Auch der Umgang mit Reklamationen lief bei Camping-Car Park in der Vergangenheit nicht immer rund. Mehr dazu lesen Sie hier.












