Der neue Mercedes-Benz Sprinter 4x4 // The new Mercedes-Benz Sprinter 4x4
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Mercedes Sprinter 4x4 (2021)
Mercedes Sprinter 4x4 (2021)
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Mercedes Sprinter 4x4 (2021) 5 Bilder

Mercedes Sprinter 4x4 (2021): Neues Allrad-System

Mercedes Sprinter 4x4 (2021) Neues Allradsystem ohne Differenzialsperre

Nachdem Mercedes dem Sprinter mit dem OM 654 einen neuen Motor spendiert hat, gibt es für den Transporter nun ein automatisches Allradsystem. Es wird anwendungsfreundlicher und ist an die 9-Gang-Automatik gekoppelt. Schaltgetriebe und zuschaltbare Differentialsperren entfallen.

Wie bisher ist der Mercedes Sprinter mit Vorder- und Hinterradantrieb bestellbar. Neu kommt nun der Allradantrieb dazu.

Der automatische Allradantrieb von Mercedes denkt mit: Er kann die Antriebsmomente variabel zwischen Vorder- und Hinterachse verteilen – ohne dass der Fahrer oder die Fahrerin etwas dafür tun muss. Das Vorgängersystem war zuschaltbar und leitete im 4x4-Modus 35 Prozent des Drehmoments an die Vorder- und 65 Prozent an die Hinterachse. Das neue System arbeitet situationsabhängig.

Antriebsmoment automatisch verteilt

Das ganze nennt sich Torque-on-Demand. Für die Momentenverteilung sorgt eine elektronisch geregelte Lamellenkupplung, die in das Verteilergetriebe integriert ist.

Ist im normalen Fahrbetrieb die Lamellenkupplung offen, treibt ausschließlich die Hinterachse das Fahrzeug an. Bei geschlossener Kupplung kommt die Vorderachse ins Spiel. Durch diese Verteilung sorgt das System je nach Situation für eine hohe Traktion.

Die Elektronik checkt im Fahrbetrieb, wie viel Antriebsmoment an Vorder- und Hinterachse optimalerweise verteilt werden muss. Erfordert es die Fahrsituation, beispielsweise wenn die Hinterräder bei schneller Kurvenfahrt drohen auszubrechen, schickt sie mehr Kraft an die Vorderachse. Sobald es nicht mehr benötigt wird, beispielsweise wenn so stark gebremst wird, dass das ABS (Antiblockiersystem) greift, schaltet sich die der vordere Antriebsstrang ab und reduziert das Moment hier auf Null.

Der größte Vorteil einer Lamellenkupplung: Sie lässt sich unter Last, also bei voller Fahrt schalten. Egal ob in Kurven oder auf unebenem Gelände, das Torque-on-Demand-System verteilt das Antriebsmoment immer so, dass sich das Fahrzeug automatisch stabilisiert. Ein Unter- oder Übersteuern der Räder wird so mechanisch verringert. Die automatische Verteilung des Antriebsmoments soll so zu mehr Fahrkomfort führen.

Sollten diese Steuerungmaßnahmen nicht ausreichen, kommen elektronische Regler ins Spiel. Das ESP und das 4ETS sind bewährte Systeme, die mit automatischen kurzen Bremseingriffen an den einzelnen Rädern das Fahrzeug stabilisieren. Sie wurden eigens an das 4×4-System angepasst.

Mercedes Sprinter 4x4 (2021)
Mercedes
Elektrische Sicherheitsysteme arbeiten mit dem Torque-on-demand zusammen via Bremseingriff an den einzelnen Rädern.

Ein weiterer Vorteil, den Mercedes gegenüber dem vorherigen Allradantrieb nennt: Das neue System soll deutlich leiser arbeiten.

Viele Varianten des Allrad-Sprinters

Der neue Sprinter 4x4 ist nur in Kombination mit dem 140 kW bzw.190 PS starken OM 654 Motor und 9G-TRONIC Automatikgetriebe erhältlich. Den neuen Vierzyliner-Motor und die Automatik haben wir hier bereits getestet. Das höchste zulässige Gesamtgewicht für den Allrad-Transporter liegt bei 5,5 Tonnen.

Mehr Auswahl gibt es bei den Fahrzeughöhen und -Längen. Da ist eine Vielzahl an Kombinationen möglich. Auch bei den Karosserie-Formen zeigt sich der Allrad-Sprinter vielfältig: Es gibt ihn als Personentransport-Variante Tourer, als Kastenwagen und als Fahrgestell. Der Kastenwagen eignet sich zum Campingbus-Ausbau, das Fahrgestell als Basis für ein aufgebautes Reisemobil.

Fazit

Hardcore-Offroadfans werden das Schaltgetriebe vermissen sowie zuschaltbare Differentialsperren – hat man so doch das Gefühl, manuell das Fahrgeschick des Transporters zu steuern. Das übernimmt im neuen Sprinter 4x4 die Allrad-Automatik.

Seien wir mal ehrlich: Die meisten ReisemobilistInnen benötigen weder Differenzial noch manuell gewählte Gänge auf langen Urlaubsstrecken. Sowohl in abwegigem Gelände als auch bei brenzlingen Fahrsituationen wie nasser oder verschmutzter Fahrbahn bekommen sie mit der Automatik und der neuen Steuerung ein Gewinn an Komfort und Sicherheit.

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