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Malibu I 441 LE im Test Ingolf Pompe
Malibu I 441 LE im Test
Malibu I 441 LE im Test
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Malibu I 441 LE im Test 30 Bilder

Malibu I 441 LE im Test

Was bietet der Malibu-Integrierte für seinen Preis?

Markantestes optisches Merkmal der Malibu-Reisemobile 2021 sind die abgerundeten Dachkanten. Damit rücken sie den Modellen der Muttermarke noch näher. Ist der Malibu der preiswertere Carthago?

Mit dem Nachwuchs ist das so eine Sache. Zuerst ist er völlig hilflos und kann nichts ohne die Eltern tun. Später wird er aufmüpfig, weiß alles besser und überflügelt womöglich seine Erzeuger sogar. Ganz so weit ist es mit Malibu, der Tochtermarke von Carthago, sicher noch nicht. Aber mit dem aktuellen Modellwechsel lautet nun auch beim Nachkömmling die Devise "rund statt eckig".

Waren die ursprünglich eckigen Dachkanten bislang das sichtbarste technische Unterscheidungsmerkmal zur nahe verwandten C-Tourer-Baureihe, so rücken die Malibu Teil- und Vollintegrierten des neuesten Modelljahrs den günstigsten Carthago-Modellen nun noch enger auf die Pelle. Freilich war man auch bei der Muttermarke nicht untätig und hat dem C-Tourer zur neuen Saison mit dem Mercedes Sprinter als Basis eine neue Besonderheit mit auf den Weg gegeben. Doch auch die Version auf Fiat Ducato wird weiter angeboten, und das kann schon die Frage aufwerfen, ob der aufgewertete, aber immer noch deutlich günstigere Malibu nicht den besseren Einstieg in die Carthago-Welt darstellt. Welche Vorzüge die neue Malibu-Generation darüber hinaus auszeichnen und wo noch Unterschiede zum C-Tourer bleiben – entdecken Sie es mit uns beim Supercheck des I 441 LE.

Malibu I 441 LE im Test
Alfred Weiss Fotografie
Auch der Teilintegrierte trägt nun elegant gerundete Dachkanten.

Die Baureihe Malibu I

  • Preise: 74.425–81.054 Euro
  • Basis: Fiat Ducato
  • Länge: 6,65–7,50 m
  • Gesamtgewicht: 3.500 kg
  • Weitere Modelle: 7

Charakter: Der getestete Malibu I 441 LE ist das kürzeste Modell der Baureihe. Mit dem I 410 DB gibt es aber auch noch ein Modell mit Querdoppelbett, das deutlich unter sieben Meter bleibt. Alle sechs weiteren Modelle, die mit Queens- oder Einzelbetten ausgestattet sind, kommen auf sieben bis siebeneinhalb Meter. Die Basis ist stets der Fiat Ducato mit Flachrahmen, auf dem ein hochwertiger Aufbau mit Doppelboden sitzt. Vier Modelle bieten den Komfort einer separaten Dusche. Bis auf den I 441 LE stehen alle auch als Teilintegrierte zur Wahl, meist auch mit Hubbett-Option.

Wohnen

Malibu I 441 LE und sein Vorbild Carthago C-Tourer I 141 LE gehören zu einer seltenen Spezies. Darum beschränkt sich der Kreis der Konkurrenten auch mehr oder weniger auf die Auswahl (siehe unten). Integrierte mit Einzelbetten, die nicht nur ein, zwei Zentimeter, sondern spürbar unter sieben Meter Länge bleiben, sind rar. Die Kompaktheit, die sich vor allem beim Parken und Rangieren positiv auswirkt, muss andererseits durch Platzdisziplin im Innenraum erkämpft werden.

Gleich rechts vom Einstieg zeigt sich dies am beliebten Seitensitz. Nicht nur, um einen weiteren Platz für gesellige Runden verfügbar zu haben, sondern auch, um sich etwa zum Schuhe binden kurz hinzusetzen oder vom Beifahrersitz aus die Füße hochzulegen, ist dieser im Prinzip eine feine Sache. Das arg geschrumpfte Exemplar im 441 LE erfüllt seine Aufgaben aber nur rudimentär und erschwert zudem das Drehen des Beifahrersitzes, sodass man sich fragt, ob er in dieser Form mehr Vor- oder Nachteile bringt. Ansonsten zeigt sich die Sitzgruppe tadellos bequem. Die Sitze und Bänke sind zwar nicht ganz so flauschig gepolstert wie im C-Tourer, aber der stabile Tisch ist wiederum identisch, auch mit seiner praktischen Fußpedalbremse für die Tischplattenverschiebung. Die kleinen Hängeschränkchen an der Hubbettunterseite bieten nicht nur etwas Stauraum, sondern sorgen auch für einen eleganten Übergang vom Cockpit in den Wohnraum.

Malibu I 441 LE im Test
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Für ausgiebiges Kochen ist die Arbeits- und Abstellfläche zu knapp.

"Kompakt" ist auch das Stichwort beim Küchenblock, der rechts auf den Einstieg folgt. An der Ausstattung gibt es wenig zu kritteln. Zwei Hängeschränke, einer davon auf Wunsch mit integrierter Kaffeemaschine, und sechs Schubladen halten genügend Stauraum vor – gleiches gilt für die gekühlte Variante im sich anschließenden 139-Liter-Absorberkühlschrank. Mangel herrscht dagegen an echter Arbeitsfläche. Hier wäre eine klappbare Erweiterungsplatte an der Stirnseite sehr hilfreich.

Etwas Besonderes hat man sich für das Bad einfallen lassen. Die komplette Frontwand ist als Tür ausgebildet, die über den Gang hinweg geschlossen werden kann und so einen sichtgeschützten Umkleidebereich schafft. Das bewährt sich besonders auch beim Duschen, denn dann kann man in aller Ruhe und Blosheit vom Gang aus die Waschtischwand über die Toilette schwenken, in die Kabine steigen, die Gliederschiebetür schließen und sich erfrischen. Waschbecken und Toilette erfüllen ihre Aufgaben pflichtgemäß. Zahnputzbecher und Klorollenhalter sind vorhanden, Kleiderhaken und Handtuchstange fehlen.

Bequeme Betten mit dicken Matratzen auf Lattenrosten warten im Heck auf müde Reisende. Einer muss sich allerdings mit 1,85 Meter Liegelänge zufriedengeben – auch ein Zugeständnis an die begrenzte Fahrzeuglänge. Der Zugang über die zweistufige Treppe gelingt mühelos. Neuerdings wandert sie beim Ausziehen der Betterweiterung in der Mitte auch mit nach vorn – eine feine Sache. Mehr als ein Notlager ist zudem das relativ große, gut ausgestattete Hubbett im Fahrerhaus.

Beladen

Stauraumoptimierung ist im Hause Carthago stets ein Entwicklungsziel. Da der Malibu I aber nur auf dem Fiat Flachrahmen und nicht auf einem Alko-Tiefrahmen aufgebaut ist – einem der wesentlichen Unterschiede zum C-Tourer –, ist sein Doppelboden über den Chassisholmen nur 14 Zentimeter hoch, dehnt sich in der Sitztruhe und in einer abgesenkten Bodenwanne aber trotzdem auf bis zu 47,5 Zentimeter lichter Höhe aus. Sowohl Skier und kompakte Campingmöbel als auch Getränkevorräte lassen sich hier bunkern. Eine feine Sache, auch wenn die Carthago-Version mit sechs Zentimeter mehr Doppelbodenhöhe und somit etwas mehr Stauvolumen und einem zweiten kleinen Außenstaufach rechts auftrumpfen kann.

Malibu I 441 LE im Test
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Große Heckgarage mit zwei breiten Türen. Fächer für Kleinzubehör gibt es hier allerdings nicht.

Die Heckgaragen der eng verwandten Modelle sind dagegen nahezu identisch groß und gut nutzbar. Beim Malibu ragen nur die Blattfederböcke der Fiat-Starrachse ein wenig in den Raum hinein. Innen sind die Kleiderschränke unter den Fußenden der Betten mittels klappbarer Deckel gut zugänglich. Sie reichen bis in den Doppelboden hinunter und sind damit auch ein bisschen niedriger als im C-Tourer. Das praktische Schuhfach, das sich aus der Sitzbank- truhe herausschwenken lässt, findet sich wiederum bei beiden.

Bleibt noch der Blick auf die Waage. Mit gefüllten Wasser-, Gas- und Dieselvorräten sind noch 300 Kilo frei. Für zwei Personen kann das reichen, für vier aber kaum. Und dabei war der Testwagen nicht übermäßig mit Extras ausgestattet.

Technik

Mit dem Modelljahr 2021 setzt auch Malibu auf die aufwendige Bauweise mit oben umgebogenen Seitenwänden, wie bei Carthago. Neben der optischen Eleganz ist damit auch eine erhöhte Steifigkeit verbunden, da die gebogenen Platten innen zusätzlich durch ein aufgeklebtes Aluprofil verstärkt werden. Alle Sandwichplatten sind mit XPS-Schaum gedämmt, die Wände außen mit Alu belegt, Dach und Boden hüllen sich dagegen in robusteres GfK. Die Innenseite besteht weiterhin aus herkömmlichem foliertem Sperrholz. Hier bleibt der C-Tourer also noch vorn mit seinem Alu-Alu-Sandwich und angenehmem, schaumkaschiertem Mikrofaserbezug.

Die Frontmaske des Malibu I tritt mit leicht modifiziertem Design auf. Augenfälligste Neuerung sind die integrierten Tagfahrlichter in LED-Lichtleitertechnik. Auch das Heck wurde umgestaltet und trägt nun einen dezenteren Rahmen als Abschluss, der am Dach geschickt die neuen Rundungen aufnimmt. Die Fenster setzen weiterhin auf PU-Schaumrahmen, die Seitenschürzen sind aus Aluprofilen und die Aufbautür ist mit Fenster und Fliegengittertür ausgestattet – allerdings nur als Teil des Komfortpakets –, doch auch dann schließt sie nur mit einer Schlossfalle. Die erste Stufenhöhe zur elektrisch ausfahrbaren Trittstufe ist mit 375 Millimetern nicht gerade niedrig. Dafür hängt nichts am Wagenboden unter den Schürzen hervor und beschert dem I 441 LE zusammen mit seinem ungewöhnlich kurzen Radstand von 3,45 Metern einen beachtlichen Rampenwinkel von 20 Grad. Die Gefahr des Aufsetzens auf Schlechtwegestrecken ist somit geringer.

An der Bordtechnik ändert sich zum neuen Modelljahr nichts. Die Wassertanks mit 125 Liter Frisch- und 90 Liter Abwasser-Fassungsvermögen ruhen halb im Doppelboden, halb in einer abgesenkten, isolierten und beheizten Bodenwanne. Ladegerät und 80-Ah-Gel-Batterie sind in der Sitztruhe eingebaut. Abgestimmt auf die neuen Euro-6d-Temp-Motoren umfasst das Komfortpaket nun auch einen Ladebooster. Relativ simpel und altbacken zeigt sich weiterhin das Kontrollbord.

Malibu I 441 LE im Test
Ingolf Pompe
Schon ein Malibu-Carthago-Klassiker, aber immer wieder gut: die zentralen Ablassventile.

Fahren

Mit dem 140-PS-Motor fährt sich der Malibu-Testwagen überraschend agil und leistungswillig. Verglichen mit dem sehr ähnlichen Carthago C-Tourer I 141 LE aus promobil 05/2019 mit 150-PS-Euro-6b-Motor, beschleunigt der Malibu zügiger. In den Elastizitätswerten muss er dem drehmomentstärkeren 150-PS-Aggregat allerdings den Vortritt lassen. Trotzdem zeigt sich, dass Integrierte der oberen Mittelklasse durchaus zufriedenstellend mit dem 140 Multijet2 bewegt werden können.

Die Geräuschkulisse unterwegs bleibt insgesamt eher zurückhaltend, wie auch die Messwerte bestätigen. Allerdings melden sich – vor allem auf holprigen Straßen – trotzdem ein paar etwas nervige Klapperquellen, die bestenfalls dem Vorserienstatus des Testwagens zuzuschreiben sind.

Der kurze Radstand verhilft dem I 441 LE zu einer ungewöhnlichen Handlichkeit beim Parken und Rangieren für diese Fahrzeugklasse – vergleichbare Sieben-Meter-Modelle mit Vier-Meter-Radstand kommen auf gut 1,5 Meter mehr Wendekreis. Bei Autobahntempo zeigt sich aber auch die Kehrseite der Medaille durch einen etwas nervöseren Geradeauslauf.

Die Übersicht vom Fahrerplatz aus vor den Bug und durch die Spiegel nach hinten ist sehr gut – nicht aber der Blick in Kreuzungen. Leider können sich die großen Außenspiegel in solchen Situationen nicht einfach in Luft auflösen.

Preise

Der Malibu ist zum neuen Modelljahr mit seinen gerundeten Aufbaukanten nochmals attraktiver geworden. Allerdings steigen auch die Preise um über 2.000 Euro. Nur die wenigsten werden es noch schaffen, zum reduzierten Mehrwertsteuersatz zu kaufen und damit die Preiserhöhung auszutricksen. An der lästigen Paketpreispolitik ändert sich nichts. Zumindest das Chassis- (mit Beifahrer- und Fahrerairbag!) und das Komfortpaket sind praktisch obligatorisch, dazu noch den 140-PS-Motor, macht zusammen rund 5.500 Euro obendrauf. Dennoch bleibt der Malibu ein interessantestes Angebot.

  • Grundpreis (16 % MwSt.) 75.254 Euro (Fiat Ducato 35 L, Motor 88 kW/120 PS) mit TÜV und Zulassungsbescheinigung II
  • Testwagenpreis 86.215 Euro

Motor ✘ 140/160/180 PS ✔868/2973/5001 Euro
✘ Fahrer-/✘ Beifahrer-Airbag✔im Chassispaket
Chassis mit 4,25 t zGG (40 kg)1345 Euro
✘ Chassispaket: Radzierblenden, schwarzer Kühlergrill, Busspiegel, Klimaanlage, Ladebooster, Tempomat, Fahrer- und Beifahrer-Airbag, Fahrerhaussitze höhen- und neigungsverstellbar, Radiovorbereitung mit DAB+-Antenne (40 kg) ✔2622 Euro
Dichtigkeitsgarantie 10 statt 6 Jahre765 Euro
✘ Komfortpaket: LED-Rückleuchten, zweite Garagentür, Aufbautür mit Fenster u. Fliegengitter, Faltverdunkelung FH, Dachfenster, Ambientebeleuchtung, Truma CP Plus, Vorber. Rückfahrkamera/Solar/Sat/TV, USB-Steckdose, Entsorgungsschlauch (23 kg) ✔2817 Euro
Steckdosenpaket, 3 x 230 V (1,5 kg)✔288 Euro

Kosten und Service

  • Kfz-Steuer (3,5 t zGG, S4) 240 Euro
  • Haftpflicht/Vollkasko (500 Euro SB, Tarif Allianz) 565/1801 Euro
  • Dichtigkeitsgarantie/Kontrolle 72/12 Monate
  • Servicestellen in Deutschland/Europa 30/60

Lichtcheck

angelehnt an DINEN 12464-1

Malibu I 441 LE im Test
Ingolf Pompe
Helles Licht zum Lesen oder Kochen und stimmungsvolles Ambientelicht zum Fernsehen – im Malibu lässt sich beides einstellen.
  1. Die Sitzgruppe ist mit 333 Lux im Schnitt und maximal 550 Lux vorbildlich.
  2. Die Küche kommt im Schnitt und in der Spitze sogar auf nochmals höhere Werte als die Sitzgruppe.
  3. Die Grundhelligkeit im Bad erreicht mit 175 Lux nicht ganz Idealwerte. Das Gesicht im Spiegel wird aber mit 413 Lux ausgeleuchtet.
  4. Am Hubbett liegen die Spots knapp über 300 Lux, an den Einzelbetten dagegen deutlich – bis 750 Lux!

Das fiel uns auf

 Lattenroste auch unter der mittleren Matratze. Angenehm sind zudem die aufstellbaren Kopfteile.
 Direkter Zugang zum Ad-Blue-Stutzen. Aufkleber mit Reifenfülldrücken an der Klappe.
 Frisch- und Abwassertank mit zweiter Reinigungsöffnung unter dem Boden der Heckgarage.

  Immerhin gibt es einen Seitensitz, der ist aber unbequem und stört beim Sitzdrehen.
  Flacher Motorzugang, der Ölpeilstab ist mühsam erreichbar, der Waschwasserstutzen dagegen leicht.

 Drucktastenschlösser mit spitzen Ecken. Da kann man mit der Kleidung schon mal hängenbleiben.

Florian Hofer, Produktmanager bei Malibu, nimmt Stellung ...

... zu der knappen Arbeitsfläche in der Küche: Wir denken über eine klappbare Arbeitsplattenverlängerung nach. Allerdings müssen wir bei jedem zusätzlichen Bauteil darauf achten, dass die Zuladung nicht beeinträchtigt wird. Die multifunktionale Spülenabdeckung ist hier, nach unserer Ansicht, eine hilfreiche Lösung.

... zu dem Mangel an Steckdosen, vor allem an der Sitzgruppe: Unsere Kunden lassen Steckdosen gerne individuell vom Händler nachrüsten. Ansonsten gibt es weitere Steckdosen als Paket.

... zu dem Fehlen von Kleiderhaken oder einer Handtuchstange im Bad: Die Innenseite der großen Badtür würde sich als Platz sehr gut eignen. Durch die innovative Leichtbauweise ist es aber nicht möglich, daran etwas zu befestigen. Eventuell werden wir eine Handtuch-/ Kleiderstange an der Dachhaube anbieten.

... zu der Kritik an den scharfen Ecken der Drucktastenschlösser: Aus unserem Kundenkreis ist uns diesbezüglich keine Kritik bekannt.

Die Konkurrenten des Malibu I 441 LE

Hymer Exsis-i 474

Malibu I 441 LE im Test
SYSTEM
Hymer Exsis-i 474 mit einem Grundpreis von 68.714 Euro.
  • Grundpreis: 68.714 Euro (16 % MwSt.)
  • Basisfahrzeug: Fiat Ducato, 88 kW/120 PS
  • Länge/Breite/Höhe: 6.640/2.222/2.770 mm
  • Leer-*/zul. Gesamtgewicht: 2.800/3.500 kg
  • Besonderheiten: Mit Alko-Tiefrahmen, kurzer Radstand, handliche Aufbaubreite, relativ günstiger Grundpreis Kein Doppelboden.

Pilote Galaxy 650 GJ

Malibu I 441 LE im Test
Kohstall
Pilote Galaxy 650 GJ mit einem Grundpreis von ca. 78.000 Euro.
  • Grundpreis: ca. 78.000 Euro (16 % MwSt.)
  • Basisfahrzeug: Fiat Ducato, 88 kW/120 PS
  • Länge/Breite/Höhe: 6.490/2.300/2.850 mm
  • Leer-*/zul. Gesamtgewicht: 2.880/3.500 kg
  • Besonderheiten: Funktionsdoppelboden, kurzer Radstand, relativ großer Wassertank Kein Alko-Tiefrahmen, eines der Einzelbetten relativ kurz (1,87 m).

Carthago C-Tourer I 141 LE

Malibu I 441 LE im Test
Hersteller
Carthago C-Tourer I 141 LE mit einem Grundpreis von 85.734 Euro.
  • Grundpreis: 85.734 Euro (16 % MwSt.)
  • Basisfahrzeug: Fiat Ducato, 103 kW/140 PS
  • Länge/Breite/Höhe: 6.650/2.370/2.890 mm
  • Leer-*/zul. Gesamtgewicht: 2.975/3.500 kg
  • Besonderheiten: Mit Alko-Tiefrahmen, kurzer Radstand, relativ großzügige Doppelbodenstauräume, große Wassertanks Gehobener Preis.

Wertung

Wohnen
  • Bequeme Sitzgruppe mit standfestem Tisch und praktischer Tischplattenverschiebung.
  • Komfortable Einzelbetten im Heck mit dicker Matratze, aufstellbarem Kopfteil und bequemem Zugang. Relativ großes, gut ausgestattetes Hubbett vorn.
  • Kompakter Küchenblock mit reichlich Stauraum, 139-Liter- Kühlschrank und optionaler Kaffeemaschine mit Auszug.
  • Bad mit praktischer „Umkleideraumerweiterung“, bequeme Dusche, passable Ausstattung.
  • Stabiler Möbelbau mit hochwertigen Beschlägen und Auszügen.
  • Eines der Einzelbetten ist auf 1,85 Meter Länge beschränkt.
  • Seitensitz ist unbequem und stört das Beifahrersitzdrehen.
  • Küche mit sehr wenig Arbeits- und Abstellfläche.
  • Keine Handtuchstange oder Kleiderhaken im Bad vorhanden.
  • Drucktasten mit spitzen Ecken.
Beladen
  • Große Heckgarage mit Zurrschienen und zwei breiten Türen (links optional).
  • Großes Doppelbodenfach quer unter der Sitzgruppe mit Außen- und Innenzugang.
  • Zwei Kleiderschränke unter den Einzelbetten, gut erreichbar dank Klappdeckel.
  • Praktisches, ausschwenkbares Schuhfach, Schrank für 24”-TV-Gerät, Bodenstaufach.
  • Keine Fächer für Zubehör wie Auffahrkeile und Kabeltrommel in der Heckgarage.
  • Als 3,5-Tonner nur für zwei Personen und Zurückhaltung bei Extras und Gepäck okay.
  • Doppelbodenfach ist ziemlich verwinkelt.
Technik
  • Hochwertige Aufbautechnik mit XPS-Dämmung und elegant gerundeten Kanten.
  • Wassertanks mit zwei Revisionsöffnungen, zentral platzierte Ablassventile.
  • Nahezu makellos helle Beleuchtung, die aber auch stimmungsvoll sein kann.
  • Fenster und Fliegengitter an der Tür kosten extra, nur eine Schlossfalle.
  • Kontrollbord und Batterie nur Standard.
Fahren
  • Agiler 140-PS-Motor, der den Malibu I wahlweise zügig oder sparsam voranbringt
  • Sehr gute Übersichtlichkeit vor den Fahrzeugbug und durch die Rückspiegel.
  • Sehr handlich durch kurzen Radstand.
  • A-Säule und große Außenspiegel versperren Sicht in Kreuzungen und Kreisverkehre.
  • Etwas nervöser Geradeauslauf.
Preise
  • Hochwertiger Auf- und Ausbau zu einem attraktiven Grundpreis.
  • Dichtigkeitsgarantie auf 10 J. verlängerbar.
  • Serienausstattung teils lückenhaft.
  • Zwei Pakete und zumindest ein Motor-Upgrade sind praktisch obligatorisch.

Fazit

Fein gemacht

Der Malibu 2021 steht seinem teureren Carthago-Bruder optisch in nichts mehr nach. Damit wächst die familieninterne Konkurrenz. Doch nicht zuletzt dank des Alko-Tiefrahmens hat der Carthago C-Tourer immer noch seine Vorteile, etwa in der Höhe des Doppelbodens und der Größe der Wassertanks.

Der kurze Malibu I 441 LE ist ein reizvolles, weil sehr handliches Modell – wenn man mit dem knappen linken Einzelbett zurechtkommt. Die Küche ist für leidenschaftliche Urlaubsköche knapp, das Bad dagegen fein ausgedacht. Mehr braucht man nicht. Der neue Malibu ist attraktiver, aber auch teurer geworden.

Malibu I
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