Verschwitze Bettlaken am Morgen, Ventilatoren die nur warme Luft bewegen und Sonnencreme im Dauereinsatz. Die Sommerhitze hat Deutschland und Europa fest im Griff. Nicht nur für Menschen in Dachgeschosswohnungen, sondern auch für Campende können die Sommermonate herausfordernd sein. Denn im Reisemobil oder Caravan staut sich die Hitze, sodass man nirgends mehr einen Ort zum Abkühlen findet.
Nicht jeder hat eine Klimaanlage im Reisemobil oder Caravan verbaut, die hier einfach Abhilfe schaffen könnte. Und auch nicht auf jedem Stellplatz findet man mal eben Landstrom, um diese für längere Zeit zu betreiben, ohne den Motor laufen zu lassen. Hier zeigen wir 4 Methoden für den autarken Klimaanlagen-Betrieb. Doch wenn das ausfällt: auf die Zähne beißen und aushalten?
Tragbare Klimaanlagen fürs Camping
Retter in der Not können in solchen Fällen tragbare Klimaanlagen sein. Diese werden in der Regel mit 230-V-Strom betrieben, einige können auch via USB- oder 12-Volt-Strom ziehen – und lassan sich so in jeglichen Reisemobilen, Caravans oder Campingbussen einsetzen. Damit schaffen sie ein angenehmes Klima und können sogar über die Nacht durchlaufen.
Zudem sind tragbare Klimageräte oftmals deutlich billiger als herkömmliche Klimaanlagen und müssen nicht fest verbaut werden. Wichtig zu wissen: Diese Geräte ersetzen keine vollwertige Klimaanlage, sondern eignen sich nur zum Herunterkühlen von kleinen geschlossenen Räumen oder zum Betrieb über Nacht.
Berger PCA 3400

Die Berger PCA 3400 eignet sich optimal für den Einsatz im Reisemobil.
- Preis (UVP): 349,- Euro
- Gewicht: 14 kg
- Maße (LxBxH): 54 x 30,2 x 34,5 cm
- Kühlleistung: 3400 BTU/h
Die tragbare Klimaanlage von Berger ist speziell für den Einsatz im Wohnmobil, Caravan, Campervan oder sogar im Zelt konzipiert. Mit einer Kühlleistung von 3.400 BTU beziehungsweise 1.000 Watt eignet sie sich besonders für kleinere bis mittelgroße Fahrzeuge. Sie arbeitet über einen Zu- und Abluftschlauch nach dem klassischen Klimaanlagenprinzip: Warme Innenluft wird angesaugt, heruntergekühlt und die entstehende Wärme nach außen abgeführt.
Dank kompakter Bauweise und nur rund 14 Kilogramm Gewicht lässt sich das Gerät flexibel transportieren und schnell aufstellen. Betrieben wird die Anlage über 230 Volt, alternativ auch über geeignete Powerstations. Besonders praktisch ist die App-Steuerung.
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TotalCool 3000 Verdunstungslüfter

Der TotalCool 3000 arbeitet mit dem Prinzip der Verdunstungskühlung.
- Preis (UVP): 354,- Euro
- Gewicht: 2 kg
- Maße (LxBxH): 26 x 24 x 21 cm
- Kühlleistung: 3000 BTU/h
Der Totalcool 3000 arbeitet nicht wie eine klassische Kompressor-Klimaanlage, sondern nach dem Prinzip der Verdunstungskühlung: Wasser oder Eis im Tank kühlen die durchströmende Luft ab und erzeugen so einen angenehm frischen Luftstrom.
Gerade im Wohnmobil oder Caravan ist das Gerät interessant, weil es stromsparend arbeitet und direkt über 12 Volt, 24 Volt oder 230 Volt betrieben werden kann – also auch problemlos über Bordbatterie, Powerstation oder Landstrom. Mit einem Stromverbrauch von nur 4 bis 22 Watt eignet sich der TotalCool besonders gut für den autarken Campingbetrieb ohne laufenden Motor.
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Evapolar Klimagerät evaLIGHT

Das evaLIGHT Klimagerät von Evapolar ist das günstigste, aber auch leistungsschwächste Gerät der Liste.
- Preis (UVP): 120,50 Euro
- Gewicht: 1,5 kg
- Maße (LxBxH): 17 x 17 x 18 cm
- Kühlleistung: bis zu 1200 BTU/h
Das Evapolar evaLIGHT arbeitet ebenfalls mit Wasserverdunstung. Es eignet sich besonders gut in kleinen Reisemobilen, Caravans oder Campervans. Hier kann es seinen angenehmen Luftstrom direkt im Nahbereich, etwa am Bett, Sitzplatz oder der Küche zum Einsatz bringen. Mit seinem sehr niedrigen Stromverbrauch von nur wenigen Watt kann das Gerät problemlos über USB, Powerbank, Bordbatterie oder 230-Volt-Landstrom betrieben werden und eignet sich damit ebenfalls hervorragend für autarkes Camping ohne laufenden Motor.
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Keine Klimaanlage? Diese Tipps können helfen
Falls Sie jedoch gar keine Klimaanlage zur Verfügung haben, haben wir ein paar clevere Tipps für sie zusammengetragen, wie sie sich beim Campen bestmöglich gegen die Hitze schützen können.
Die richtige Parkplatz-Wahl
Selbstverständlich möchte jeder auf einem schattigen Parkplatz stehen. Das ist aber gar nicht so einfach, schließlich sind diese oft nur rar gesät. Was auf den ersten Blick nicht schattig ist, kann aber noch werden. Denn wer morgens nicht schon um sechs Uhr von der heißen Sonne geweckt werden will, sollte darauf achten, welche Parkplätze morgens statt abends im Schatten liegen. Also lohnt es sich genau hinzuschauen: Wo gibt es Schattenspender im Osten.
Ebenso wichtig ist die Ausrichtung des Wohnmobils. Wenn man schon in der Sonne steht, sollte möglichst nicht die große Seitenwand, sondern die bereits von außen abgedunkelte Front oder das Heck zur Sonnenseite gedreht sein, um der Sonne weniger Angriffsfläche zu bieten.
Was aber, wenn sich die Hitze tagsüber im Wohnmobil gestaut hat und man die stickige Luft schnell loswerden will? Dann heißt es Querlüften. Nach Möglichkeit die gegenüberliegenden Fenster aufreißen, sodass die Luft quer durch das Fahrzeug fließen kann.
Wie man Ventilatoren richtig einsetzt
Wer einen Ventilator besitzt, kann diesen mit ein paar Tricks optimieren. Den Ventilator am Fenster platzieren und nach außen richten. Wirkt zunächst falsch, aber der Ventilator pustet die heiße Luft von innen nach außen, sodass ein Unterdruck entsteht. Dieser wird dann durch die kältere Luft von draußen ausgeglichen.
Ebenfalls praktisch, um den Ventilator aufzurüsten: Eine Schale mit Eis hinter dem Ventilator oder ein nasses, kaltes Tuch am Ventilator selbst befestigen. So saugt der Ventilator statt heißer Luft bereits abgekühlte und feuchte Luft an und verteilt sie im Raum.





