So fliegt bei Wind die Wohnmobil-Markise nicht weg

Wohnmobil-Markise vor Wind und Wetter schützen
So fliegt bei Wind die Markise nicht weg

ArtikeldatumVeröffentlicht am 30.05.2026
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Markisen, die direkt am Wohnmobil oder Caravan angebracht werden können, gehören zu einem der beliebtesten Zubehörteile ‒ und das nicht ohne Grund. Denn sie spenden nicht nur wertvollen Schatten an heißen Sommertagen, sondern schützen vor leichtem Regen und, mit entsprechenden Erweiterungen, auch vor neugierigen Blicken.

Wann wird der Wind fürs Wohnmobil gefährlich?

Doch auch im Sommer kann eine angenehme Brise schnell in kräftige Windböen und Gewitter umschlagen. Sind Camperinnen und Camper dann nicht vorbereitet, hebt sich die Markise blitzschnell in die Luft und knallt auf das Fahrzeugdach.

Eine weitere Gefahrenquelle stellt zudem ein einfacher, wechselhafter Wind dar. Bläst dieser immer wieder aus verschiedenen Richtungen, fangen die Stützfüße an im Takt zu tanzen. Hier besteht die Gefahr, dass ungesicherte Stützen zur Seite kippen, Ausrüstung und Personen unter sich begraben und die Markise schwer beschädigen.

Um Schäden an Reisemobil, Markise und Personen zu vermeiden, sollten Camperinnen und Camper also auf eine sich schnell wechselnde Wetterlage vorbereitet sein. Wir haben Tipps und passende Ausrüstung gesammelt.

Tipp 1: Stützfüße für die Wohnmobil-Markise

Markisen Heringe f
Andreas Becker

Um eine Verselbstständigung der Markise als Segel zu verhindern, sichert man am besten nicht nur die Markisenecken, sondern auch die Stützfüße selbst. Die Stützfüße lassen sich mithilfe von Ankerplatten am Boden fixieren. Die Ankerplatten werden mit dem Fuß verbunden und anschließend mithilfe von Heringen im Boden festgemacht. Auf Böden, in denen kein Hering befestigt werden kann, beispielsweise Asphalt, funktionieren diese Ankerplatten allerdings nicht. Für diesen Fall gibt es spezielle Aufnahmen für die Markisenfüße an der Seitenwand des Wohnmobils oder mit Wasser befüllte und beschwerte Taschen.

Tipp 2: Sturmbänder für die Wohnmobil-Markise

Eine zusätzliche Sicherung erhält die Markise durch Sturmbänder. Die Bänder gibt es in verschiedenen Varianten. Bei einigen Sturmbändern wird ein einziger, langer Gurt zwischen Markisentuch und den Gelenkarmen hindurchgefädelt und an beiden Enden im Boden abgespannt. Andere besitzen zwei separate Gurte, die entweder oben an den Markisenstützen oder über einen Adapter an der Kederschiene der Markisenblende befestigt werden. Am anderen Gurtende, das mit einem Hering am Boden befestigt wird, ist idealerweise eine Feder integriert. Die gleicht Windkräfte ein Stück weit aus und reduziert so die Belastung für das Markisentuch und das Gestänge.

Sicherung Markise
Ingolf Pompe

Die Gurte spannt man idealerweise diagonal nach außen. Dadurch wird die Markise optimal fixiert. Ist die Parzelle auf dem Stell- oder Campingplatz nicht groß genug, muss man die Spanngurte fast im rechten Winkel zur Markise nach unten abspannen.

Tipp: Die Heringe schräg in den Untergrund schlagen bzw. eindrehen – dadurch haben sie den besten Halt im Boden. Der Haken des Herings zeigt dabei vom Fahrzeug weg. Eine Extraportion Spannung auf dem Markisentuch erhält man durch Spannstangen, die zwischen Kassette und Frontblende fixiert werden.

Doch egal, wie gut die Markise gesichert ist: Bei zu starkem Wind oder einem Gewitter sollte die Markise auf jeden Fall eingeholt werden.

Expertenmeinung zum richtigen Umgang

Stefan Rottler, Leiter Service und Lager bei der Freiko Handelsgesellschaft mbH, liefert Antworten und Tipps rund um den richtigen Umgang mit Markisen bei Wind und Wetter.

Was sind die häufigsten Schadensbilder an Markisen?

Wir bekommen hier jeden Tag Bilder von Falten im Markisentuch zugeschickt. Ursache ist meist ein Wassersack. Das Problem: Wenn die Falten einmal drin sind, bekommt man sie nicht mehr heraus. Das zweithäufigste Fehlerbild sind durch den Wind eingerissene Markisentücher. Das passiert meist vorn links oder rechts an der Frontblende. Die Naht ist dort einfach die Schwachstelle.

Was sind Anzeichen für einen zu hohen Winddruck? Gibt es eine Faustformel?

Eine allgemeingültige Faustformel gibt es nicht. Ich sehe es aber so: Wenn ich selbst nicht mehr draußen sein will, will es die Markise auch nicht. Flattert das Tuch hörbar, kann es einreißen. Und wenn etwas durch Wind oder Regen kaputtgeht, gibt es keine Garantie. Deshalb drehe ich meine Markise lieber etwas früher rein, bevor es zu spät ist.

Welches Zubehör würden Sie einem Camping-Einsteiger empfehlen?

Grundsätzlich würde ich jedem Camper, egal ob Einsteiger oder nicht, die passende Spannstange gegen die Wassersackbildung empfehlen. Auch Abspanngurte wie beispielsweise das Thule-SideStrap-Set sind eine gute Investition. Zu guter Letzt ist auch noch eine Absicherung, wie die Peggy

Fazit