6 heiße Tipps: Beim Campingurlaub buchen Geld sparen

Campingurlaub richtig planen und clever buchen
Worauf Sie beim Buchen achten sollten

ArtikeldatumVeröffentlicht am 07.01.2026
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Familie, Urlaub, Camping
Foto: Georgijevic via GettyImages

Die Vorteile von Buchungsportalen für Campingplätze liegen auf der Hand: Mit ihnen kann man schnell und unkompliziert Campingplätze finden, filtern, miteinander vergleichen und direkt buchen. Meist gibt es Bewertungen von anderen Nutzern oder von offiziellen Inspektoren, die einem die Auswahl seines Urlaubsplatzes erleichtern. Über eine Kartenansicht sieht man auf vielen Portalen genau, wo sich die Campingplätze befinden.

Auch Campingplätze können von dem System profitieren: Sie erhalten mehr Reichweite, erreichen neue Gästegruppen und können mit einer Buchungssoftware ihre Kapazitäten verwalten. Doch damit die Onlinebuchung zur Win-Win-Situation für alle Beteiligten wird, gilt es, ein paar Dinge zu beachten.

1. Höhe der Anzahlung prüfen

Bei der Buchung eines Campingplatzes ist in der Regel eine Anzahlung fällig. Höhe der Anzahlung und Zeitpunkt der Restzahlung können sich je nach Campingplatz unterscheiden und sind in den jeweiligen AGBs festgelegt. Die Anzahlung dient dem Campingplatz als Sicherheit gegen Ausfälle und garantiert dem Gast den reservierten Standplatz.

Wer weit im Voraus bucht, sollte bedenken, dass das Geld bis zur Reise gebunden ist. Es lohnt sich daher, die Anzahlungskonditionen bei verschiedenen Campingplätzen und Buchungsportalen zu vergleichen.

2. Stornierungskonditionen vergleichen

Bei der Stornierung eines gebuchten Standplatzes wird in der Regel eine Stornierungsgebühr einbehalten. Bei langfristiger Stornierung fällt meist lediglich eine Servicegebühr an. Je näher der geplante Anreisetag rückt, desto höher ist dieser Betrag. Storniert man erst wenige Tage vor dem geplanten Urlaubsbeginn, muss man meist 100 Prozent der Aufenthaltskosten bezahlen. Um sich vor unliebsamen Überraschungen zu schützen, sollte man die jeweiligen Konditionen vor der Buchung prüfen und vergleichen.

Wer sich gegen Stornokosten absichern möchte, kann eine Reiserücktrittsversicherung abschließen. Diese deckt bestimmte Stornogründe wie Tod, schwere Erkrankung, Unfallverletzungen oder den Verlust des Arbeitsplatzes ab. Die Vor- und Nachteile solcher Versicherungen haben wir in diesem Serviceartikel aufgelistet: Reiserücktrittsversicherungen für CamperInnen

3. Zusatzgebühren prüfen

Begriffe wie Tiefpreis-, Bestpreis- oder Niedrigpreisgarantie klingen verlockend, schaffen aber oft mehr Verwirrung als Klarheit. Wer bei der Campingplatzbuchung sichergehen will, dass er den günstigsten Preis bekommt, muss selbst die Angebotspreise vergleichen. Ob und bei welchem Anbieter man mehr bezahlt, wenn man über ein Buchungsportal statt direkt beim Campingplatz bucht, lässt sich nicht pauschal sagen. Die Zusatzkosten unterscheiden sich von Buchungsprozess zu Buchungsprozess und von Campingplatz zu Campingplatz. In manchen Fällen werden zusätzliche Servicegebühren, Buchungskosten oder Bearbeitungsgebühren ausgewiesen. In anderen werden zwar keine Zusatzkosten angezeigt, dafür ist der Stellplatzpreis höher als bei Direktbuchung über den Campingplatz.

Um hier den Überblick zu behalten, hilft nur der individuelle Vergleich, der jedoch Zeit und Mühe kostet.

4. Dynamische Preise beobachten

Immer mehr Campingplätze setzen auf dynamische Preisgestaltung statt fester Preislisten. Dabei werden die Preise kontinuierlich an die aktuelle Marktsituation angepasst. Der Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland (BVCD) beschreibt dies als Strategie, bei der sich die Preise je nach verschiedenen Faktoren ändern – etwa Belegungsrate, Wettbewerbspreisen oder Wetterprognose. Ein annähernd ausgebuchter Campingplatz kann für seine Restkapazität langfristig höhere Preise ansetzen, während er kurz vor dem Reisedatum die Preise senken kann, um die Nachfrage anzukurbeln und leere Standplätze zu vermeiden.

Wer zeitlich und örtlich flexibel ist, kann von dieser Preisgestaltung profitieren. Es lohnt sich, die Preisentwicklung auf Buchungsplattformen oder auf den Webseiten der Campingplätze zu beobachten. Frühbucher sichern sich oft günstigere Preise, aber auch Last-Minute-Buchungen können ein gutes Geschäft sein, wenn der Campingplatz noch freie Kapazitäten hat.

5. Rabatte und Sonderkonditionen nutzen

Mit Rabattkarten wie ACSI Card, Camping Key Europe oder die ADAC Campcard lässt sich in der Nebensaison und teils als auch in der Hauptsaison sparen. Buchungssysteme berücksichtigen diese jedoch in der Regel nicht. Rabatte für längere Aufenthalte können zwar in Buchungsplattformen integriert sein, dennoch kann sich auch hier ein direkter Preisvergleich lohnen. Unter Umständen entdeckt man auch andere Angebote, wie etwa Inklusiv-Leistungen für Wellness oder Verpflegung auf der Website des Campingplatzes, die im Buchungsportal nicht angeboten werden. Auch Stammgäste haben bei der direkten Ansprache beim Campingplatzbetreiber zumindest die Chance auf einen Nachlass, ein Standplatz-Upgrade oder ein Willkommenspräsent.

6. Bei Sonderwünschen direkt buchen

Im Buchungsprozess kann häufig nur eine bestimmte Standplatzkategorie ausgewählt werden, nicht aber ein konkreter Standplatz. Wer spezielle Ansprüche hat – etwa die Nähe zu bestimmten Einrichtungen oder einen Lieblingsstandplatz – ist mit der Direktbuchung besser bedient. Gleiches gilt, wenn mehrere Familien oder Freunde zusammen reisen und Standplätze nebeneinander belegen möchten. Dafür nimmt man am besten per E-Mail oder telefonisch Kontakt mit dem Campingplatz auf.

Fazit