Reiseplanung: Checkliste für entspannten Urlaub mit Wohnmobil und Caravan

Reiseplanung für Ihre nächsten Campingreise
Checkliste auf dem Weg zur Traumreise

ArtikeldatumVeröffentlicht am 02.01.2026
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Wohnmobil, Küste, Parkplatz, Wohnmobil, Mann
Foto: Milan Marcovic via Gettyimages

Planen Sie 2026 Ihren ersten Campingurlaub? Vielleicht merken Sie bei der Planung des Urlaubs mit Wohnmobil, Wohnwagen oder Zelt gerade, an wie viel Sie dabei denken müssen. Wo will ich eigentlich hin? Wird es mir dort gefallen? Will ich eher einen kleinen, süßen Campingplatz oder doch eher einen mit mehr Ausstattung? Viele Fragen prasseln bei der Reiseplanung auf Sie und Ihre Begleitung ein. Dann wollen wir helfen mit einem Guide zur Reiseplanung für Ihren Campingtrip.

Wir wollen Ihnen eine Orientierungshilfe geben. Natürlich können wir nicht Ihren Urlaub für Sie planen, doch mit diesen Tipps kann die Organisation leichter von der Hand gehen. Wie bei einem Psychologie-Quiz können Sie sich an unseren Fragen entlanghangeln und kommen dann hoffentlich zu einem befriedigenden Ergebnis, mit dem Sie Ihre Reiseplanung angehen können.

1. Reisezeitraum

1.1. Wann wollen Sie verreisen?

Die wichtigste Frage: Wann wollen Sie in den Campingurlaub fahren? Sind Sie an die Ferien gebunden oder denken Sie an einen Zeitraum in der Nebensaison?

1.2. Reservieren: Ja – Nein?

Damit kommen wir direkt zum nächsten Punkt. Verreisen Sie in der Hochsaison, ist eine Reservierung quasi obligatorisch. Der Vorteil: Sie wählen sich einen schönen Stellplatz aus, der für Sie passt, haben bei der Anreise keinen Stress, noch irgendwo einen freien Platz zu finden und kennen Ihr Reiseziel. Reisende mit Wohnwagen kommen kaum un die Vorreservierung herum. Wohnmobilisten sind etwas flexibler, haben mehr Auswahl und können sich mit den Tools wie der promobil Stellplatz-Radar auch spontan noch Stellplätze an Bauenrhöfen oder abgelegenen Hotels suchen. Bei Zwischenstopps auf Campingplätzen gilt in der Hauptreisezeit aber auch hier reserervieren ist unablässlich.

1.3. Bis wann sollten sie Campingplätze spätestens reservieren?

  • Sechs bis neun Monate vorher: Wenn Sie während der Ferien/Hochsaison mit dem Wohnwagen Campingplätze in stark frequentierten Urlaubsregionen wie dem Gardasee, der Adria oder der Nord- und Ostseeküste ansteuern. Das gilt besonders für die beliebten familienfreundlichen Campingplätze.
  • Drei bis sechs Monate vorher: Wer während der Hauptsaison mit dem Wohnmobil einen ein bis zwei Tage dauernden Zwischenstopp auf einem beliebten Campingplatz in einer beliebten Urlaubsregion einlegen möchte. Außerdem Wohnwagen-Camper, die weniger überlaufene Gebiete oder Campingplätze anfahren oder außerhalb der Ferien unterwegs sind.
  • Ein bis zwei Monate vorher: Reisende mit Wohnmobil, die abseits der klassischen Urlaubsregionen reisen und Gegenden wie Mittelgebierge, das Inland von Italien, Frankreich, Deutschland oder Spanien besuchen.

1.4. Reiseetappen

Planen Sie keine zu langen Reiseetappen ein. Sie haben Ihre Betten stets dabei und müssen nicht in einem Stück nach Kroatien durchfahren. Planen Sie vor allem mit Kindern kürzere Strecken ein und machen Sie lieber mehr Zwischenstopps bis zu Ihrem Ziel-Campingplatz. Gerade in den Ferien müssen Sie mit Staus auf den Autobahnen rechnen. Für diese Stopps bieten sich Stellplätze an, die man nicht reservieren kann und daher besteht eine höhere Chance, noch einen zu erwischen. Stellplätze entlang Ihrer Route finden Sie in unserer App Stellplatz-Radar.

2. Reiseziel

2.1. Wo soll es hingehen?

Weit weg oder näher dran am Wohnort? Heiß oder kalt? Meer, See oder Berge? Campenden steht die Welt offen. Sie haben die Qual der Wahl. Für Ihre allererste Reise bietet sich ein nicht zu weit und zu schwer erreichbares Reiseziel an.

2.2. Wetterprognosen

Schauen Sie sich die Durchschnittstemperaturen und Niederschlagsmengen für Ihren Reisezeitraum an Ihrem favorisierten Ort an. In Italien, Kroatien und Spanien wird es im Sommer gut über 30 Grad heiß. Im Wohnmobil oder Wohnwagen ohne Klimaanlage (Mehrheit) kann es dann sehr heiß und stickig werden. In alpinen Regionen kann es dagegen unbeständig sein. Womit können Sie sich am ehesten arrangieren?

2.3. Großer oder kleiner Campingplatz

Das Angebot an Campingplätzen ist riesig. Eine erste Orientierung geben die Bewertungen. Im promobil Stellplatz-Radar können Plätze mit bis zu fünf Sternen bewertet werden. Auf Google und bei camping.info sind ebenfalls zahlreiche Bewertungen hinterlegt.

Für Familien: gibt es eine große Auswahl an Campingplätzen. Einmal sind da die großen Anlagen inklusive Animation und Wasserpark. Hier sind Spaß und Unterhaltung garantiert. Allerdings kann das dem einen oder der anderen auch zu viel Trubel sein. Natürlich gibt es auch gemütlichere Anlagen, die sich für Kinder eignen. Achten Sie auf die Anzahl der Stellplätze und sehen Sie sich die Ausstattung genau an. Hier haben wir noch Tipps für Familien aus unserer Redaktion.

Für Paare: Ohne Kinder können Sie sich ganz nach Ihren eigenen Bedürfnissen orientieren. Wollen Sie am Strand liegen, Kultur erleben oder aktiv unterwegs sein? Oder wollen Sie gar Ihre Ruhe und kinderfreie Campingplätze ansteuern? Dann haben wir hier 20 kinderfreie Campingplätze in Europa für Sie.

3. Budget

3.1. Campingplatzkosten

Natürlich spielt der Preis eine sehr große Rolle bei der Planung. Wie bei einem Pauschalurlaub auch sollten Sie sich am besten vorher ein Budget setzen. Mieten Sie ein Wohnmobil, wird das meiste Geld dafür draufgehen. Doch auch Campingplätze können teuer sein. Zum Glück bieten viele Campingplatz-Websites Preiskalkulatoren an. Denn oft bedenkt man die einzelnen Kosten gar nicht: Stellplatz, Personen, Hund, Strom, Wasser, eventuelle Pauschalen usw. Rechnen Sie im Notfall noch etwas Puffer ein.

3.2. Tank

Für ein Wohnmobil oder gar ein Gespann mit Wohnwagen müssen Sie mit einem höheren Verbrauch rechnen, als für Ihren Alltags-Pkw. Unsere Tests zeigen, dass Wohnmobile im Durchschnitt 11 bis 12 auf 100 Kilometer verbrauchen. Das bedeutet, Sie müssten bei einem 90-Liter-Tank etwa nach 750 Kilometern wieder auftanken. Bei einem Dieselpreis von 1,59 Euro macht das im Schnitt 143,10 Euro pro Tankfüllung.

3.3. Lebensmittel & Restaurantkosten

Campingurlaub ist primär ein Selbstversorgerurlaub. Sie müssen also Lebensmittel für Frühstück, Mittag- und Abendessen besorgen. Da wir alle regelmäßig einkaufen gehen, wissen Sie am besten, welche Kosten für den Urlaub auf Sie zukommen. Doch auch im Campingurlaub können Sie sich mal zurücklehnen und andere kochen lassen. Restaurantpreise hängen stark von Ihrer Urlaubsregion ab. In Ländern wie Kroatien sind die Lebensmittel- und Restaurantpreise in den vergangenen Jahren beispielsweise stark angestiegen. Je nachdem, wie oft Sie ausgehen möchten, nehmen Sie vielleicht eher ein günstigeres Urlaubsland ins Visier, wie etwa Albanien.

Hinzu kommen weitere Kosten, wie Maut- und Vignettenkosten.

Fazit