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Straftaten-Analyse 2017

In NRW stehen Wohnmobile am gefährlichsten

Schutz vor Diebstahl und Einbruch Foto: promobil 10 Bilder

Diebstahl, Brandstiftung und Vandalismus – Wo passieren die meisten Straftaten an Campingfahrzeugen? Eine Analyse der Polizeiberichte des Presseservice OTS aus dem Jahr 2017 gibt Aufschluss.

Gelegenheit macht Diebe – Die meisten Reisemobilisten und Caravaner verreisen nur saisonweise und stellen ihr Campingfahrzeug den Großteil des Jahres über ab. Stehen die Wohnmobile und Wohnwagen nicht auf einem gesicherten Abstellplatz, sind die Fahrzeuge Gefahren ausgesetzt: Sachbeschädigung, Brandstiftung und Diebstahl.

In welchen Bundesländern passieren die meisten Straftaten?

Die meisten Straftaten im Zusammenhang mit Freizeitfahrzeugen passieren im Nordrhein-Westfalen: Ein Drittel der Meldungen zählt das bevölkerungsreichste Bundesland. Ein Viertel der verzeichneten Straftaten fanden in Baden-Württemberg statt. Niedersachsen belegt Platz drei mit 19 Prozent.

Wohnmobil-Sicherheit Foto: Campanda
  1. Nordrhein-Westfalen: 366
  2. Baden-Württemberg: 309
  3. Niedersachsen: 229
  4. Hessen: 144
  5. Rheinland-Pfalz. 109
  6. Schleswig-Holstein: 27
  7. Bayern: 15
  8. Thüringen: 13
  9. Mecklenburg-Vorpommern: 9
  10. Bremen: 4
  11. Brandenburg: 2
  12. Hamburg: 2
  13. Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin: keine Angaben*

Häufigste Straftat: Sachbeschädigung

Bei einem Drittel der untersuchten Fälle wurden die Wohnmobile und Caravans beschädigt, entweder aus Zerstörungswut oder als Mittel zum Zweck. In 18 Prozent der Fälle wurde etwas aus dem Camper gestohlen, dafür wurde dieser zunächst gewaltsam geöffnet.

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Mehr Aufwand bedeutet der Diebstahl des Gefährts. Bei jedem fünften Fall ließen sich die Diebe nicht davon abbringen. Wohnmobile haben oft einen viel höheren Wert als Wohnwagen. Die höchste ausgewiesene Schadenssumme in den Meldungen lag bei 100.000 Euro bei einem Fiat-Ducato-basierten Reisemobil in Hannover. Dennoch scheinen Wohnwagen im Vergleich das beliebtere Diebesgut zu sein: Bei 76 Prozent der gestohlenen Fahrzeuge handelte es sich um einen Caravan.

Ein Strafdelikt geschah 2017 glücklicherweise am seltensten: Nur 12 Reisemobile wurden 2017 Opfer von Brandstiftung. Bei den Wohnwagen sieht es da wieder anders aus: Insgesamt 32 Meldungen liegen hier vor. Die meisten Polizeimeldungen, die mit Wohnmobilen zu tun haben, handeln übrigens von Unfällen. Insgesamt 247 zählt die Statistik hier. Bei den Caravans waren es nur 64.

Welche Stellplätze sind gefährlich?

Rund 40 Prozent der Pressemitteilungen verrieten, wo der Camper zu Schaden gekommen ist. Erstaunlich ist der häufigste Tatort: 56 Prozent der Delikte wurden auf Privatgrundstücken verübt und auf Firmengeländen, beispielsweise bei Autohändlern. Sicherer scheint es auf Campingplätzen und Stellplätzen zu sein: Hier zählt die Auswertung nur 16 Prozent der Straftaten.

Weniger verwunderlich ist die Saison für Vandalismus und Diebstahl: In den Sommermonaten Juli und August werden die meisten Straftaten gezählt. Im Januar und Februar hingegen scheint es für Missetaten zu kalt zu sein. Jetzt, da die Temperaturen langsam wieder wärmer werden, sollten sich Camper Gedanken machen zum Thema Sicherheit.

Sicherheit im Wohnmobil
Schutz vor Einbrechern und Dieben

*Quelle: OTS-Polizei

Campanda hat 1220 Polizeimeldungen des Nachrichtendienstes OTS-Polizei aus dem Jahr 2017 ausgewertet und ermittelt, in welchen Regionen man sich besonders schützen muss. Allerdings sind nicht alle Bundesländer vertreten: Saarland, Sachsen und Sachsen-Anhalt nutzen den Presseservice nicht. Außerdem liegt es an den Polizeidirektionen der Bundesländer, ob und welche Meldung veröffentlicht wird. Auf Nachfrage gab die Polizei Berlin an, dass bei der Vielzahl an täglichen Straftaten schwerwiegende Delikte einen höheren Stellenwert haben und daher keine Meldungen zu Campern zu finden sind.

Neuester Kommentar

Ich wohne in Berlin. Und ich finde die Überschrift "...NRW .. am gefährlichsten" ganz schön misslungen. Besser hätte dort stehen können "Berlin verweigert die Angabe zu Straftaten im Zusammenhang mit Wohnmobilen". Nur weil in Berlin seit über 20 Jahren der Polizei viel zu wenig Personal zur Verfügung steht, und ein (verständliches) Desinteresse über die Folgen auch noch Statistik zu führen, sollte dies anderen Bundesländern nicht zum Nachteil werden. Daher bitte ich die Überschrift zu ändern!

bodo schulz 11. März 2018, 10:48 Uhr
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