Das Statistische Bundesamt hat es schwarz auf weiß: Camping ist 2025 so teuer wie nie. Wohnmobil-Stellplätze kosten im Schnitt ca. 32 % mehr als 2020, Campingplätze etwa 29 % mehr – die Gesamtheit aller Übernachtungsmöglichkeiten verteuerte sich derweil nur um knappe 27 %, während die Verbraucherpreise seit 2020 um 22 % stiegen.
Der Grund? Der anhaltende Camping-Boom: Fast 45 Millionen Übernachtungen gab es auf deutschen Campingplätzen im vergangenen Jahr. Von insgesamt 497,4 Millionen Gästeübernachtungen in Hotels, Gaststätten und sonstigen Übernachtungsbetrieben im vergangenen Jahr entfiel damit jede elfte auf einen Campingplatz.
Warum wird Camping immer teurer?
Die Nachfrage explodiert – seit 2019 sind die Übernachtungen um fast ein Viertel gestiegen.

Mit Ausnahme von zwei Coronajahren verzeichnen die deutschen Campingplätze seit über zehn Jahren kontinuierlich Zuwächse. 2025 wurde der Rekordwert von 44,7 Millionen Übernachtungen erreicht.
Vor allem in den beliebten Regionen steigen die Preise. Doch keine Sorge: Mit diesen Tricks umgehen Sie die Preisfalle.
So sparen Sie trotzdem – vier Tipps
- Früh buchen: Bei den meisten Plätzen in den beliebten Regionen sollten Sie 4–6 Monate vorher buchen. Einige Plätze sind schon ein Jahr im Voraus ausgebucht. Eine Anfrage wegen kurzfristigen Stornierungen ist dennoch immer möglich. Hier finden Sie mehr Spartipps beim Buchen von Campingplätzen.
- Nebensaison nutzen: Mai und September sind oft halb so teuer wie Juli oder August. Dazu kommt: Die Natur ist schöner, und die Plätze sind weniger überlaufen.
- Geheimtipps statt Hotspots: Statt Ostsee oder Schwarzwald lohnen sich Alternativen wie das Fränkische Seenland oder die Eifel. Hier ist es günstiger, und Sie entgehen dem Massentourismus.
- Die günstigsten deutschen Bundesländer fürs Camping sind Thüringen, Hessen und Sachsen-Anhalt. Hier finden Sie die schönsten Campingplätze in den günstigen Regionen.
Welches Bundesland zählte 2025 die meisten Campingübernachtungen?
Besonders beliebt sind weiterhin die Bundesländer Bayern, Niedersachsen und Baden-Württemberg.
- Bayern: 8.628.031 Nächtigungen (+3,3 %)
- Niedersachsen: 6.365.659 Nächtigungen (+5,5 %)
- Baden-Württemberg: 5.763.786 Nächtigungen (+6,5 %)
- Schleswig-Holstein: 5.493.681 Nächtigungen (+2,3 %)
- Mecklenburg-Vorpommern: 5.389.293 Nächtigungen (-2,6 %)
- Rheinland-Pfalz: 3.504.939 Nächtigungen (+13 %)
- Nordrhein-Westfalen: 3.001.345 Nächtigungen (+13,2 %)
- Brandenburg: 1.603.127 Nächtigungen (-0,8 %)
- Hessen: 1.568.664 Nächtigungen, (+6,8 %)
- Sachsen: 1.096.746 Nächtigungen (+1,6 %)
- Sachsen-Anhalt: 778.145 Nächtigungen (-3 %)
- Saarland: 189.217 Nächtigungen (+26,7 %)
- Hamburg: 177.641 Nächtigungen (+8,4 %)
- Bremen: 148.143 Nächtigungen (+3 %)
- Berlin: 117.827 Nächtigungen (-9,7 %)
- Thüringen: 832.011 Nächtigungen (-1,7 %)
Beliebteste Campingregionen 2025 – wo es auch 2026 voll wird
Die Ostsee bleibt ungeschlagen: Die Ostesee-Region Schleswig-Holstein verzeichnete 2025 mit 3,5 Millionen Übernachtungen und die Ostsee-Region in Mecklenburg-Vorpommern zählte 3,1 Millionen. Damit ist sie mit 6,6 Millionen die beliebteste Region. Auch der Schwarzwald (2,6 Mio.) und die niedersächsische Nordsee (2,0 Mio.) sind Dauerbrenner.
Wer Massenandrang meiden will, setzt auf Geheimtipps: Das Fränkische Seenland oder die Holsteinische Schweiz bieten Natur pur – oft günstiger und mit mehr Platz.












