12 Tipps zum Kraftstoffsparen im Wohnmobil: weniger zahlen, trotz steigender Preise

Kraftstoff sparen im Wohnmobil
12 Tipps zum Spritsparen im Camper

ArtikeldatumVeröffentlicht am 03.03.2026
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Motorräder mit niedrigem Verbrauch im Test von MOTORRAD
Foto: Patrick Lang

Die Eskalation im Nahen Osten lässt die Ölpreise in wenigen Tagen so stark steigen wie seit Monaten nicht mehr – und damit wächst auch der Druck an den Zapfsäulen. Fachleute erwarten infolge des Konflikts einen kräftigen Anstieg der Benzin- und Dieselpreise in Deutschland. Weil aktuell unklar ist, wie lange der Iran-Konflikt andauert, ist kurzfristig auch keine Entspannung in Sicht.

Experten warnen vor weiterer Preissteigerung

Auch an der Zapfsäule wird das bereits spürbar: Super E10 und Diesel legten über das Wochenende zu. ADAC-Kraftstoffmarktexperte Christian Laberer rechnete am Montag mit weiter steigenden Preisen und sagte: "Ich befürchte, dass es heute an den Zapfsäulen noch weiter nach oben geht. Die Zahlen am Vormittag deuten auf eine Dimension von 3 bis 4 Cent." Gleichzeitig gilt: Selbst wenn sich der Preis nicht beeinflussen lässt, können Sie den Verbrauch – und damit die Reisekosten – deutlich senken. Vor allem Tempo und Fahrweise machen beim Wohnmobil den größten Unterschied.

Tipps zum Spritsparen

  1. Geschwindigkeit reduzieren: Luftwiderstand steigt quadratisch – langsamer fahren bringt den größten Spareffekt. (promobil-Test: Ø 85 km/h 9,3 l, Ø 105 km/h 11,9 l, Ø 120 km/h 16,5 l/100 km)
  2. Im Verkehr mitschwimmen: Nicht ständig überholen, Tempo anpassen – spart Sprit und Stress.
  3. Vorausschauend fahren: Stop-and-go vermeiden, rollen lassen, früh vom Gas gehen statt hart bremsen.
  4. Früh hochschalten / niedrige Drehzahlen: Hochtourig fahren kostet; Bordcomputer-Schaltempfehlung nutzen.
  5. Automatik: Eco statt Power: Sparmodus wählen (1,3 l/100 km Unterschied zwischen Eco und Power im Test).
  6. Tempomat gezielt einsetzen: Auf freier Autobahn sinnvoll, im Stadt-/Überlandverkehr eher hinderlich.
  7. Klimaanlage bewusst nutzen: In der Abkühlphase bis zu 4 l/100 km möglich; moderat kühlen (ADAC Tipp: 21–25 °C, innen/außen ideal max. 6 °C Differenz).
  8. Gewicht reduzieren: Abwassertank vor längeren Fahrten leeren, Frischwasser nur nach Bedarf, unnötiges Gepäck/Zubehör raus.
  9. Reifendruck regelmäßig checken: Zu niedriger Druck erhöht Rollwiderstand; im Bereich der Vorgaben eher höher fahren.
  10. Dachlast vermeiden: Dachbox/Sportgeräte erhöhen Luftwiderstand; besser innen oder am Heck (laut ADAC-Experte bis zu 10 % Mehrverbrauch möglich).
  11. Route spritsparend planen: Weniger Höhenmeter bevorzugen; konstante Autobahnfahrt mit 90–100 km/h kann sparsamer sein als wellige Landstraße mit vielen Tempo- und Lastwechseln.
  12. Günstig tanken (Kosten senken): Preisunterschiede/Zeiten nutzen, Spritpreis-Apps verwenden (z. B. "mehr Tanken").

Mit dem Spritpreis-Portal mehr-tanken oder der App (Google Play-Store oder Apple App-Store) finden Sie schnell günstige Tankstellen in Ihrer Nähe und können Preise für Diesel, Super E10 oder Super vergleichen. Das hilft besonders auf Reisen, teure Autobahntankstellen zu vermeiden: Prüfen Sie die Preise am besten rechtzeitig vor der Reserve und planen Sie den Tankstopp ein paar Kilometer abseits der Autobahn. So sparen Sie zwar keinen Kraftstoff – aber oft spürbar Geld pro Tankfüllung.

Fazit