Sunlight I 67 S AE im Superckeck Ingolf Pompe
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Sunlight I 67 S Adventure Edition im Supercheck

Sunlight I 67 S Adventure Edition (2022) im Test Bringt der günstige Integrierte Abenteuerlust?

Sunlight hat seinen Integrierten ein neues Gesicht verpasst und hübscht sie zusätzlich noch durch die attraktive Adventure Edition auf. Schöne Show oder echter Mehrwert? Supercheck des I 67 S.

Ein Aufpreis von 10000 Euro ist kein Pappenstiel – zumal bei einem Integrierten der Einsteigerklasse wie dem Sunlight I. Wenn man als Kunde dabei die Extras bekommt, die man ohnehin mitbestellt hätte, dazu noch ein paar nette optische Schmankerln kredenzt werden und obendrein ein Preisvorteil von rund 6.800 Euro versprochen wird, erscheint das Angebot dagegen fast schon wie ein Schnäppchen. Tatsächlich sind 72.500 Euro für einen Integrierten mit so umfangreicher Ausstattung – absolut gesehen – immer noch relativ wenig Geld.

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Ist der Sunlight I67S Adventure zu empfehlen?

Kann man beim Sunlight I67S Adventure Edition also bedenkenlos zugreifen? Man sollte sich schon genau anschauen, ob alle Wünsche und Forderungen erfüllt werden, die man an seinen Traumintegrierten stellt – und sich nicht von Optik und Preisvorteil blenden lassen. Denn technisch wird das Einsteigermodell durch das Edition-Upgrade allenfalls punktuell auf Mittelklasseniveau angehoben.

Doch – und soviel sei schon vorweg verraten – es lohnt sich, den I67S Adventure Edition näher in Augenschein zu nehmen, denn eine Mogelpackung ist er bestimmt nicht. Wer mehr Badkomfort möchte, konkret in Form einer separaten Dusche, kann übrigens alternativ den längeren I 68 wählen.

Die Baureihe Sunlight I

Preise: 62.499–64.499 Euro
Basis: Fiat Ducato
Länge: 6,98–7,41 m
Gesamtgewicht: 3,5 Tonnen
Weitere Modelle: 2

Charakter: Die Integrierten-Baureihe von Sunlight umfasst drei Grundrisse, die es jeweils auch als Adventure Edition gibt. Zu dieser, genau 10.000 Euro Aufpreis kostenden Ausführung gehört neben einer besonderen Optik – etwa durch die silbergraue Seitenwandbeklebung und die Polsterbezüge im gleichen Farbstil – auch eine deutlich umfangreichere Serienausstattung. Nur das getestete Modell I 67 S bleibt unter sieben Meter Länge. Der Einzelbettenwagen I 68 und der I 69 L mit Queensbett kommen auf 7,41 Meter, haben dafür aber Bäder mit separater Dusche.

Wohnen

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Die zweifarbigen Bezüge aus der Adventure Edition stehen der Halbdinette-Sitzgruppe gut.

Zweifarbige Kunstleder-Mikrofaser-Bezüge laden in die Sitzgruppe des Adventure Edition ein. Statt einer, meist als gemütlicher empfundenen Eckbank ist eine klassische Halbdinette mit wandseitig angeschlagenem Tisch eingebaut – für Vier-Personen-Besatzungen hat das dennoch Vorteile, da ohne Umbau alle Gurtplätze zur Verfügung stehen.

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Die Querbank verfügt serienmäßig über Isofixösen inklusive Top-Tether für entsprechende Kindersitze.

Auf Familien eingerichtet zeigt sich der I67S außerdem durch die serienmäßigen Isofixösen der Sitzbank inklusive dritter Öse an der Kopfstütze (Top-Tether) für entsprechend ausgestattete Kindersitze.

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Kleines Schuhfach in der Seitensitztruhe im Einstiegsbereich.

Ein Seitensitz gegenüber ergänzt die Runde, allerdings ist er so schmal, dass er nur zum kurzzeitigen Aufenthalt taugt, etwa zum Schuhebinden – ein kleines Schuhfach findet sich darunter in der Truhe und ebenfalls im Querbankkasten gegenüber. Der Tisch steht ausreichend stabil und lässt sich mit einer 20 Zentimeter breiten Verlängerungsplatte noch erweitern. Diese aus dem Kleiderschrank zu fummeln und einzusetzen ist aber relativ umständlich. Gewöhnungssache: die Stufe am Sitzgruppenpodest; dafür ist der Übergang ins Fahrerhaus dann eben.

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Küche mit großem Kocher, aber ohne Zündhilfe. An Arbeitsfläche herrscht Mangel.

Wer gerne kocht, freut sich über den großen Kühlschrank mit separatem Gefrierfach, der beim Adventure Edition-Modell serienmäßig in der Küche verbaut ist. Ähnliche Großzügigkeit wünschte man sich allerdings auch beim Kocher, dessen Flammen zwar auch für größere Töpfe geeignet sind, aber ohne Zündhilfe auskommen müssen.

Abzug in der Praxistauglichkeit gibt es außerdem, weil zwar reichlich Abstellfläche in der Ecke der Winkelküche und auf dem benachbarten Kleiderschrank vorhanden ist, aber keine echte Arbeitsfläche – nur die einteiligen Glasabdeckungen von Kocher und Spüle.Familientauglich zeigt sich wiederum das Stauraumangebot mit zwei Hängeschränken, drei Schubladen und zwei supertiefen Fächern unter der Spüle – darin kann selbst eine Küchenmaschine auf ihren Einsatz warten. Nützliche kleine Helferlein wie Gewürzregal oder Handtuchstange müsste man selbst montieren.

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Der große 167-Liter-Kühlschrank gegenüber ist beim Edition-Modell serienmäßig an Bord.

Schlichte, weiße Kunststoffpaneele prägen den Ausbau des Sanitärraums. Das Material im Bad des Integrierten wirkt zwar etwas trist und steril, lässt sich dafür aber von Wasserspritzern wenig beeindrucken. Das gilt in gleicher Weise für die relativ geräumige Duschkabine, die sich durch Verschwenken der Waschtischwand aufbauenlässt. Die übliche Frage bei der Benutzung solcher Schwenkbadlösungen – wo kann man sich sichtgeschützt umziehen – stellt sich aber auch hier. Denn das Schwenken der Waschtischwand gelingt nur, solange man im Gang steht. Ebenso Badtyp-typisch: das eher knappe Stauraumangebot in einem schlanken Hängeschrank. Hilfreich: der Klorollenhalter und die Trockenstange an der Decke.

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Das Bad ist ein Klassiker – bekannt noch aus Zeiten, als Sunlight eine Dethleffs-Tochtermarke war. Die schwenkbare Waschtischwand schafft Platz zum Duschen.

Zwei Stufen führen bequem zu den Einzelbetten hinauf, die sich mit 1,88 und 1,98 Meter in für viele, aber längst nicht alle Paare passender Länge präsentieren. 80 Zentimeter breite Kaltschaummatratzen auf Lattenrosten sind eine solide Grundlage für erholsamen Schlaf. Zusatzpolster, Ausziehbrett und Einhängeleiter sorgen flugs für Vereinigung der Einzelliegen – etwa wenn der Nachwuchs mal wieder nicht alleine einschlafen kann. USB-Buchsen an den Lesespots und Ablagebords an den Seitenwänden ermöglichen, dass die Handys als Wecker nutzbar sind und zugleich wieder aufgeladen werden.

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Komfortabel breite Einzelbetten (80 cm). Die Längen (188 und 198 cm) passen, wenn nicht gerade beide Partner Gardemaß erreichen. Außerdem entsteht mit wenigen Handgriffen ein großes Doppelbett.

Das Hubbett vorn hat mit 1,95 mal 1,45 Meter Fläche auch für Teenies genug Platz. Schwere Erwachsene liegen hier allerdings weniger komfortabel, weil die an sich vorteilhaften, punktelastischen Tellerfedern mit großem Abstand montiert sind und so durch die acht Zentimeter dicke Matratze hindurch spürbar bleiben. Immerhin sorgen sie für die nötige Unterlüftung.

Praktisch ist die Dachhaube zum Lüften und die am Stoffbalg angenähte Tasche für Brille oder Bettlektüre. Weniger angenehm: Der offenbar ungedämmte Bereich am Dachhimmel, der im Winter kalt bleibt; so kann sich hier Kondenswasser niederschlagen. Etwas knapp bemessen ist zudem das Herausfallschutznetz, das lediglich 185 Millimeter über die Liegefläche hinausragt.

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Die Tellerfedern sorgen zwar für Unterlüftung, für bequemes Liegen sind die Federabstände aber zu groß.

Eher einfach, aber robust, dazu akkurat konstruiert und verarbeitet zeigt sich der Möbelbau, etwa mit soliden Maschinenkanten. Auch die Beschläge arbeiten zuverlässig und sind teils mit sanften Endeinzügen ausgestattet. Ein wenig Chic verbreiten die mattweißen, teils gebogenen Fronten. An einigen Stellen sind allerdings die Möbelverschraubungen offen sichtbar.

Beladen

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An der großen Heckgarage gibt es wenig zu mäkeln – nur der ungedämmte Boden bleibt im Winter kalt.

Nicht nur für Familien kann es eigentlich nie genug Stauraum geben. Einen Großteil der Wünsche und Ansprüche von Vier-Personen-Besatzungen kann der Sunlight I67S Adventure Edition durchaus erfüllen. Das fängt schon bei der großzügigen Heckgarage an, die reichlich Sperriges aufnehmen kann, aber auch noch drei Fächer für Kleinzubehör aufweist. Verzurrmöglichkeiten und die zweite Garagentür sind beim Edition-Modell serienmäßig.

Gut, auch wenn durch die kleinere linke Tür keine Fahrräder eingeladen werden können. Die Heckabsenkung ist aus robusten, wasserfesten, aber ungedämmten Siebdruckplatten gebaut. Beim Wintercamping kann sich so auf dem Garagenboden schon mal Eis bilden.

Im Ausbau stehen der Crew sechs Hängeschränke zur Verfügung – drei vorn und drei hinten an der Heckwand. An den Seitenwänden finden sich im Schlafraum dagegen nur lange Ablagebords – mit vier Personen an Bord würde man sich lieber ein, zwei Hängeschränke mehr wünschen. Immerhin stehen unter den Fußenden der Einzelbetten rechts und links noch relativ große Wäscheschränke mit je einem Zwischenboden bereit.

Die allerdings kleinen Zugangstüren machen den Zugriff in die tiefen Fächer etwas mühsam. Der Kleiderschrank findet sich dagegen – eher ungewöhnlich – als halbhoher Schrank zwischen Küche und linkem Einzelbett. Er ist zwar nicht besonders breit, aber recht gut zugänglich, und für vier nicht allzu dicke Jacken reicht es schon.

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Der Kleiderschrank ist schmal, aber relativ gut erreichbar.

Platzangebot, Ausstattung und Preis machen den I67S auch für Familien interessant. Aber reicht auch die Zuladung für vier Personen?

Wie die rote Markierung im Gewichtsschema zeigt, wird es knapp. Zumindest muss man mit dem Gewicht streng haushalten. Mit Kindern, die noch klein – und leicht – sind, kann es reichen. Oder man füllt den Wassertank erst vor Ort. Und Auflasten? Ab Werk gibt es nur die "kleine" Variante auf 3,65 Tonnen, die nicht so viel mehr Zuladung, aber alle Beschränkungen der schweren Klasse mit sich bringt.

Technik

Die schicken Alu-Rahmenfenster, die Aufbautür mit Fenster und die Stauraumklappen mit Doppeldichtungen könnten den Eindruck erwecken, dass hier ein Mittelklasse-Integrierter vorfährt. Im Grunde seines Herzens – Pardon – seiner Aufbaukonstruktion stecken aber herkömmliche Holzverstärkungen und EPS-Schaum, und auch der Unterboden ist aus Holz. Dach und Heckwand hüllen sich immerhin in GfK.

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Einen Doppelboden sucht man in der Einsteigerklasse ohnehin vergebens, so hängt der Abwassertank auch hier unterflur und ist nur gegen Aufpreis isoliert – ein wichtiges Kreuzchen in der Optionsliste für alle, die mal Wintercamping ausprobieren möchten. Als Adventure Edition kann sich der I67S optisch besonders durch seine silberfarbenen Seitenwände profilieren. In Kombination mit der Markise und dem Fahrradträger in Schwarz sowie den attraktiven Alufelgen ergibt das ein sehr stimmiges Gesamtbild.

Bei der Bordtechnik setzt der Sunlight auf Bewährtes. Die Wassertanks haben übliche Größe, befördert wird das Nass mittels Tauchpumpe, die Armaturen sind funktional, aber eher von der einfachen Sorte. Wer das Frischwasserreservoir ab und an mit der Bürste säubern möchte, muss dafür in die Heckgarage krabbeln und mit langem Arm versuchen, möglichst viele Ecken zu erreichen.

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Der Frischwassertankzugang versteckt sich in der Heckgarage unter einem Abdeckbrettchen.

Die Gasanlage erfreut durch einen gut zugänglichen Verteilerblock an der Küchenfront – verspielt die Sympathien allerdings schnell wieder durch den Gaskasten mit fummelig zu öffnender Tür und den hintereinander stehenden Flaschen. Einen Flaschenauszug gibt es nicht – auch nicht als Option. Der Toilettenschacht nebenan gibt ebenso wenig Anlass für Freudensprünge, denn eine Abdichtung ist in keiner Weise vorhanden.

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Die Gaskastentür hat zwei fummelige Schlösser, an denen man gleichzeitig drücken und ziehen muss.

Positiv an der Elektroausstattung: Die optionale Zweitbatterie kommt – wie im Testwagen – in der Beifahrersitzkonsole mit unter. Weniger erfreulich: das sehr simple Kontrollbord. Gute Grundlage für die kühlere Jahreszeit ist die Truma Combi 6 mit sieben, praxisgerecht verteilten Ausströmern.

Fahren

Die steile Frontscheibe und die bereits ab den A-Säulen voll ausgeprägte Aufbaubreite des I67S kann ungeübten Integriertenpiloten beim Fahren schon Respekt einflößen. Nach der ersten Gewöhnung zeigen sich aber auch die Vorzüge, denn die üppige Verglasung gewährt vergleichsweise gute direkte Sichtverhältnisse – auch vor den Bug durch die mittig noch etwas nach unten gezogene Windschutzscheibe. Selbst an Kreuzungen fühlt man sich nicht unsicher, da man auch zwischen A-Säule und Außenspiegel hindurch andere Verkehrsteilnehmer gut im Blick hat. Die Außenspiegel sind dennoch groß genug, um durch Haupt- und Weitwinkelspiegel das seitliche Umfeld zu beobachten.

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Die Motorhaube klappt nach unten weg und gibt einen relativ großzügigen Zugang frei.

Mit dem 140-PS-Motor des Testwagens, der allerdings 999 Euro Aufpreis kostet, kommt man ganz passabel vom Fleck. Klar, ein etwas kraftvollerer Antritt wäre nett, aber um das Budget im Rahmen zu halten, kann man sich durchaus damit zufrieden geben. Mehr stört die nicht unerhebliche Geräuschkulisse.

Ob die stets präsenten Motor- und Abrollgeräusche – wobei die Toyo-Winterreifen bekanntermaßen weder beim Geräusch noch beim Bremsen zu den besten gehören – oder die durch Fahrbahnunebenheiten angeregten Klapper- und Knarzgeräusche aus Hubbett und Möbelbau, irgendwas ist fast immer zu hören. Gerade bei günstigen Integrierten ein nicht seltenes Problem.

Preise

Von den genau 10.000 Euro Aufpreis für die Adventure-Edition-Ausführung war schon die Rede und von den rund 6.800 Euro Preisvorteil ebenfalls. Tatsächlich steckt in diesem Edition-Paket praktisch alles drin, was der Durchschnittskäufer ohnehin mitbestellen würde – etwa das Basic-Paket oder die zweite Garagentür. Darüber hinaus gibt es noch einiges an Komfortausstattung dazu – wie Markise, Fahrradträger und Sat-TV-Anlage. So kommt es, dass im gut bestückten Testwagen lediglich für den 140-PS-Motor, die zweite Aufbaubatterie und den Holzrost in der Dusche knapp 1.400 Euro extra bezahlt werden müssen.

  • Grundpreis 72.664 Euro (Fiat Ducato, Motor 88 kW/120 PS) mit TÜV und Zulassungsbescheinigung II
  • Testwagenpreis: 74.041 Euro
  • Turbodiesel ✘ 140/160 PS (0/20 kg) ✔: 999/2.999 Euro
  • ✘ Fahrer-/Beifahrer-Airbag/ESP: Serie
  • Chassis mit 3,65/4,25 t zGG (0/40 kg): 249 Euro/n. l.
  • 9-Gang-Wandlerautomatik (55 kg): 3.699 Euro
  • LED-Tagfahrlicht/Voll-LED-Scheinwerf.: 429/1.189 Euro
  • ✘ Adventure Edition: 16"-Alufelgen, Markise, Fahrradträger, Sat-TV-Anlage, Aufbautür mit Fenster, Rahmenfenster, 90-L-Dieseltank, 2. Garagentür, großer Kühlschrank, Erweiterungsset für Einzelbetten, Fahrertür, Panorama-Dachfenster, Klarglasdachhauben, zusätzl. Steckdosen, Lederlenkrad u. a. (ca. 140 kg): Serie
  • ✘ 2. Aufbaubatterie, 95 Ah (27 kg): 299 Euro
  • Abwassertank isoliert (8 kg) ✔: 159 Euro

(✘= im Testwagen enthalten; ✔ empfehlenswert)

Kosten und Service

  • Kfz-Steuer (3,5 t zGG, S5): 240 Euro
  • Haftpflicht/Vollkasko (500 Euro SB, Tarif Allianz): 565/1695 Euro
  • Dichtigkeitsgarantie/Kontrolle: 84/12 Monate
  • Servicestellen in Deutschland/Europa: 71/254

Lichtcheck

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Die Lichtmessung ergab mäßige Werte, die Stimmung ist aber gemütlich.

angelehnt an DIN EN 12464-1

  1. Am Fenster unter den Le-sespots werden immerhin biszu 259 Lux erreicht, deutlich finsterer ist es gangseitig auf der Tischfläche.
  2. Ganz ähnlich ist die Lage in der Küche: 235 Lux maximal, aber nur 104 im Schnitt.
  3. Lichtblick ist das Bad: 266 Lux sind es im Mittel, das Ge-sicht im Spiegel erhellen 310 Lux – jedoch direkt von oben.
  4. Sehr hell ist die Beleuchtung an der Wand am Kopfende der Einzelbetten, aber nur ein Lesespot schafft über 300 Lux.

Das fiel uns auf

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 Beide Einzelbetten können mit einer USB-Buchse und einem Ablagebord für das Handy aufwarten.

 Der Ad-Blue-Stutzen ist außen, direkt unter dem Diesel-Stutzen platziert: eine saubere Sache.

 Die Querbank verfügt serienmäßig über Isofixösen inklusive Top-Tether für entsprechende Kindersitze.

 An dem offenbar schlecht isolierten Bereich über dem Hubbett schlägt sich Kondenswasser nieder.

 Die Gaskastentür hat zwei fummelige Schlösser, an denen man gleichzeitig drücken und ziehen muss.

 Nur was für sportliche Piloten: Die Einstiegshöhe an der Fahrertür beträgt stattliche 53 Zentimeter.

Gewicht und Zuladung

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Messwerte

Beschleunigung:
0–50 km/h 6,1 s
0–80 km/h 14,0 s
0–100 km/h 23,0 s

Elastizität:
60–80/100 km/h (4. Gang) 6,2/15,0 s
60–80/100 km/h (5. Gang) 8,6/16,2 s
80–100 km/h (6. Gang) 11,3 s

Höchstgeschwindigkeit: bei 3250/min im 6. Gang 148 km/h
Wendekreis: links/rechts 13,5/13,5 m

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Nachgefragt

Sabrina Haag, Produktmanagerin bei Sunlight, nimmt Stellung ...

... zu der großen Einstiegshöhe an der Fahrertür: Die Tritthöhe ist etwas hoch, das ist richtig. Wir liegen hier jedoch in der Norm. Da wir uns im Einsteigersegment bewegen, bieten wir keine ausfahrbare Trittstufe an.

... zu der fehlenden elektrischen Zündung am Kocher: Mit drei Kochstellen, komfortabler Bedienung und gusseisernem Rost bietet unser Kocher eine hochwertige Ausstattung, wie sie im Entry-Segment nicht häufig zu finden ist.

... zu dem kalten, offenbar nicht isolierten Bereich über dem Hubbett: Unsere GfK-Frontmaske ist vollumfänglich isoliert, aufgrund der unterschiedlichen Materialstärke (-dicke) jedoch nicht im selben Maß wie das Dach.

... zum nicht abgedichteten Toilettenschacht: Definitiv sieht ein abgedichteter Toilettenschacht schön aus. Undichtigkeiten können so aber auch zu spät erkannt werden und höhere Reparaturkosten zur Folge haben. Das Mehrmaterial schlägt sich zudem im Gewicht und Preis nieder.

Konkurrenten

DETHLEFFS TREND I 6717 EB

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  • Grundpreis: 72.399 Euro
  • Basisfahrzeug: Fiat Ducato, 88 kW/120 PS
  • Länge/Breite/Höhe: 6950/2330/2940 mm
  • Leer-*/zul. Gesamtgewicht: 2850/3499 kg

Besonderheiten:
 GfK-Dach und -Unterboden, breite Aufbautür, 142-L-Kühlschrank, 6-kW-Heizung.
 Schwacher Serienmotor, höherer Grundpreis.

ITINEO NOMAD CJ 660

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Kohstall
  • Grundpreis: 61.600 Euro
  • Basisfahrzeug: Peugeot Boxer, 103 kW/140 PS
  • Länge/Breite/Höhe: 6610/2190/2800 mm
  • Leer-*/zul. Gesamtgewicht: 2870/3500 kg

Besonderheiten:
 Kompakte Länge u. Breite, angemessener Serienmotor, Aufbau m. GfK/XPS-Schaum, günstiger Preis.
 Kurzes Hubbett, 4-kW-Heizung.

WEINSBERG CARA-CORE 650 MEG

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  • Grundpreis: 66.270 Euro
  • Basisfahrzeug: Fiat Ducato, 88 kW/120 PS
  • Länge/Breite/Höhe: 6990/2320/2790 mm
  • Leer-*/zul. Gesamtgewicht: 2930/3500 kg

Besonderheiten:
 Zwei-Meter-Einzelbetten, 142-L-Kühlschrank, Voll-LED-Scheinwerfer
 Kleine Bordbatterie, schwacher Serienmotor, einfache Aufbautechnik.

Hier haben wir den Weinsberg Cara-Core 650 MEG für Sie getestet.

* Masse in fahrbereitem Zustand; alle Werte Werksangaben; die Fotos stehen beispielhaft für die
jeweilige Baureihe. Grundpreis jeweils mit Vorfracht, TÜV und Zulassungsbescheinigung Teil II

Wertung

Wohnen
  • Relativ großzügig bemessenes Hubbett, zumindest eines der Einzelbetten zwei Meter lang.
  • Solide Sitzgruppe mit Isofixösen an der Querbank und – etwas schmalem – Seitensitz.
  • Winkelküche mit großem Kocher und reichlich Stauraum.
  • Großer Kühlschrank mit separatem Gefrierfach serienmäßig.
  • Kompaktes Bad, das – dank schwenkbarer Waschtischwand – trotzdem eine relativ große Duschkabine ermöglicht.
  • Einfacher, aber robuster, gut verarbeiteter Möbelbau mit soliden Beschlägen und ansprechendem Zweifarbdesign.
  • Unterfederung der Hubbettmatratze nicht optimal.
  • Keine echte Arbeitsfläche in der Küche, Kocher ohne Zündhilfe.
  • Recht schlichte Sanitärraumauskleidung, wenig Schrankraum.
  • Relativ viele, sichtbare Verschraubungen an den Möbeln.
Beladen
  • Große Heckgarage mit zwei Zugängen, drei Kleinteilfächern und Verzurrmöglichkeiten.
  • Zwei große Wäscheschränke unter den Betten, gut zugänglicher Kleiderschrank.
  • Praktisches Klappstaufach und mehrere offene Ablagen neben dem Beifahrersitz.
  • An den Seitenwänden über den Einzelbetten nur offene Ablagebords.
  • Kleiderschrank eher schmal, automatische Beleuchtung bereits ausgefallen.
  • Für vier Personen knappe Zuladung, die angebotene Auflastungsoption bringt nicht so viel mehr, Maxi-Chassis nicht verfügbar.
Technik
  • Schicke Alu-Rahmenfenster, Aufbautür mit Fenster, Klappen mit Doppeldichtungen.
  • Praxisgerechte Ausstattung mit 12-/230-V-Steckdosen und USB-Ladebuchsen.
  • Stimmungsvolle Ambientebeleuchtung.
  • Starke Truma-Heizung serienmäßig.
  • Einfache Aufbaukonstruktion: EPS-Schaum,Holzverstärkungen und -unterboden.
  • Unkomfortabler Gasflaschenzugriff.
Fahren
  • Sehr gute direkte und gute indirekte Sichtverhältnisse durch die Außenspiegel.
  • Vergleichsweise großzügiger Motorzugang.
  • 140-PS-Motor mit befriedigender Leistung.
  • Zwei Isofix-Sitzplätze serienmäßig.
  • Relativ starke Geräuschkulisse durch
  • Motor-, Reifen- und Klappergeräusche.
  • Schwache Serienmotorisierung (120 PS).
Preise
  • Adventure Edition mit üppiger Ausstattung und sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Sieben Jahre Dichtigkeitsgarantie und ein sehr engmaschiges Servicenetz.
  • Angemessener Motor kostet extra.
  • Edition-Aufpreis schreckt zunächst ab.

Fazit

Mit der Adventure Edition präsentiert sich der Sunlight-Integrierte als relativ stimmiges und preiswertes Komplettpaket, mit dem man direkt in das Abenteuer Campingurlaub starten kann. Außer dem 140-PS-Motor gibt es kein Extra, das wirklich fehlt. Grundriss und Ausstattung machen den I 67 S auch für vierköpfige Familien interessant, allerdings wird es dann mit der Zuladung eng. Ab Werk gibt es nur die 3,65-t-Auflastung, die nicht so viel bringt, das Maxi-Chassis findet sich nicht in der Preisliste. Dennoch ist der Sunlight I Adventure Edition ein attraktives Angebot für Integrierten-Einsteiger.

Technische Daten

Sunlight I
Grundpreis 67.499,00 €
Aufbau Integrierter
Maße 698 x 232 x 306 mm
Leistung 103 kW / 140 PS bei 3600/min
Zul. Gesamtgewicht 3.500 kg
Sitze mit Dreipunktgurt / Zweipunktgurt 2 / –
Anzahl Festbetten / Umbaubetten 4 / 2
Alle technischen Daten anzeigen
Fahrzeuge Einzeltest Carado/Sunlight  A/T Carado- und Sunlight-Wohnmobile im Gebrauchtcheck Was sagen BesitzerInnen über die Günstigmodelle?

Die Alkoven und T-Modelle sind als Gebrauchtmobile sehr gefragt.

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