Stellplätze Frank Eppler

Umfrage: Preisentwicklung auf Stellplätzen

Umfrage zu Stellplatz-Preisen Werden Wohnmobil-Plätze immer teurer?

Ein willkürlich herausgegriffenes Beispiel: Der bis dato beliebte Stellplatz am Katzenteich in Wernigerode hat jüngst die Standgebühr mal eben von 5 auf 20 Euro vervierfacht. Ein Einzelfall?

Oder ist das Beispiel von Wernigerode eines von etlichen? Schamloses Ausschlachten des Camping-Booms? Oder akzeptabel etwa angesichts der Corona-Verluste?

Welche Erfahrungen machen Sie derzeit mit Preiserhöhungen auf Stellplätzen?

Sie sind unterwegs, suchen sich für die Nacht eine Bleibe und wundern sich, dass der Obolus, den Sie entrichten sollen, deutlich höher ausfällt, als Sie es nach den zuvor eingeholten Informationen erwartet hätten? In der Tat: So rasant, wie sich derzeit die Übernachtungspreise auf Wohnmobilstellplätzen ändern, haben die MitarbeiterInnen unserer promobil-App "Stellplatz-Radar" alle Hände voll zu tun bei 22.000 Stellpätzen. Noch schwieriger ist es für die Redakteure und Redakteurinnen, die unser monatlich erscheinendes Magazin promobil, unsere promobil-Stellplatz-Sonderhefte und den promobil-Stellplatz-Atlas betreuen – Preise, die zum Redaktionsschluss noch feststehen, ändern sich schneller als man "Korrektur" rufen kann.

Das Spiel von Angebot und Nachfrage

Im Grunde ist es ja nichts Besonderes für die Wirtschaftsordnung der Welt, in der wir uns bewegen, dass begehrte und rare Güter einen höheren Preis erzielen als solche, die reichlich vorhanden und kaum gefragt sind. Die tatsächliche Qualität dieser Güter spielt dann oft nur eine untergeordnete Rolle. Trotzdem kann die Frage aufgeworfen werden, ob es dabei Grenzen des Anstands gibt.

Im Fall der Wohnmobilstellplätze muss man außerdem differenzieren, ob es sich um Einrichtungen handelt, die sich allein aus den eingenommenen Gebühren wirtschaftlich tragen müssen, oder um solche, die aus Steuergeldern errichtet und betrieben werden, auf die Förderung des örtlichen Tourismus zielen und auf die Erwirtschaftung von Gewinnen im Grunde locker verzichten können. Eine goldene Nase, das soll hier aber auch deutlich gesagt werden, konnte sich bisher noch niemand mit einem Wohnmobilstellplatz verdienen – von ganz wenigen Ausnahmen vielleicht abgesehen.

Sind die Begründungen plausibel?

Wir alle haben es hinnehmen müssen, dass etliche Dienstleistungen und Produkte in Zeiten der Pandemie mit einem "Corona-Aufschlag" versehen worden sind – teilweise aus durchaus nachvollziehbaren Gründen. Ob Friseurbetrieb, Restaurant oder Freizeitpark: Alle haben sie zum Beispiel einen erhöhten Hygieneaufwand oder dürfen nur wenige KundInnen pro Zeiteinheit und/oder in den vorhandenen Räumlichkeiten bedienen, erleiden auf diese Weise schmerzliche Einbußen beim Verdienst, müssen um ihre wirtschaftliche Existenz bangen oder im schlimmsten Fall gar ihr Geschäft aufgeben. Andererseits sind aber auch unter ihren KundInnen solche, die wegen Corona ihren Job verloren haben oder zumindest finanziell schlechter dastehen, trotzdem keine staatliche Unterstützung bekommen und beim besten Willen nicht für die Verluste anderer aufkommen können, weil sie doch die eigenen kaum verkraften. Und wenn dann noch mancherorts der Eindruck entstehen mag, als sei Corona nur ein Vorwand, um per Preiserhöhung richtig absahnen zu können, dann kommt richtig Freude auf.

Höhere Preise nur bei besserer Gegenleistung?

Die Inflation schreitet unaufhaltsam voran, vieles wird teurer, warum also nicht auch die Stellplatzgebühren? In manchen Branchen gleichen Lohnerhöhungen die Teuerung vielleicht ganz passabel aus. Eine Vervierfachung der Gebühren von heute auf morgen lässt sich so aber kaum schlüssig rechtfertigen. Da sollte man schon eine entsprechende Verbesserung des Angebotes erwarten dürfen, nicht wahr?

Aber was tun? Könnte es helfen, bewusst nur solche Plätze aufzusuchen, bei denen das Preis-Leistungs-Verhältnis passend erscheint? So wie manche ja auch bewusst zum Beispiel nur dort tanken oder nur dort einkaufen, wo der Preis stimmt? Oder sind alle, die so denken und handeln, hoffnungslose WeltverbessererInnen? Was ist Ihre Meinung zur aktuellen Preisentwicklung?

Bei der Umfrage mitmachen und gewinnen

Bitte senden Sie uns bis zum 26. September 2021 dazu Ihre Meinung per E-Mail an thema-des-monats@promobil.de. Unter allen Einsendungen verlosen wir einen zweibändigen Stellplatz-Atlas Deutschland & Europa im Wert von 29,90 Euro. Wer ein Porträtfoto von sich beifügt, das wir veröffentlichen dürfen, verdoppelt damit die Gewinnchancen.

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