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Expeditionsmobil-Eigenbau auf Mercedes Kurzhauber

Ein Elefant geht auf Afrika-Tour

Afrika-Tour mit Expeditionsmobil Foto: promobil 8 Bilder

Die Braunersreuthers gehen auf große Afrika-Tour – mit ihrem 50-jährigen Expeditionsmobil „Fanti“.

Auf die Rente warten, um dann den großen Reisetraum zu verwirklichen – das dauerte Roberta und Stefan Braunersreuther aus Taufkirchen einfach noch zu lang. Sie kündigten ihre Jobs, verkauften ihr Häuschen und manches mehr und brechen dieser Tage auf Richtung Süden.

Abenteuer Afrika im Wohnmobil

Was etwas blauäugig klingt, ist das Ergebnis einer längeren Vorbereitung. Der jährliche Campingurlaub war einfach immer viel zu schnell vorbei, und so reifte der Entschluss, eine Auszeit vom Alltagstrott zu nehmen. Mindestens zwei Jahre sollen es werden – was danach kommt, lassen sie sich aber offen.

Bei der Reise soll es nicht nur um ferne Ziele, sondern um ein bewusstes, entschleunigtes Unterwegssein gehen. Darum fiel die Wahl auf ein zwar geländegängiges, aber eher einfaches und robustes Gefährt.

Sebstgebautes Expeditionsmobil auf Mercedes Kurzhauber

Der Mercedes Kurzhauber LA 911, Baujahr 1966, diente einst dem Bundesgrenzschutz, wurde dann zum Reisemobil umgebaut, aber auch danach offenbar nur sehr wenig bewegt, denn die Braunersreuthers erstanden ihn mit gerade mal 34.000 km (!) auf dem Zähler. Nach rund sechs Monaten Renovierungs- und Umbauarbeit war „Fanti“, wie der knuffige Reisebegleiter getauft wurde, einsatzbereit.

Zur Eingewöhnung starteten Roberta und Stefan nebst Hündin Emily aber erst einmal zu einer viermonatigen Umrundung der Ostsee. Dabei bewährte sich der betagte, aber trotzdem rüstige 7,49-Tonner mit zuschaltbarem Allrad, 5,7-Liter-Sechszylinder-Motor und 130 PS vorzüglich. Außer einem defekten, aber schnell reparierten Scheibenwischergab es auf gut 20.000 km keinerlei Probleme.

Ein kurzer Zwischenstopp in Taufkirchen geht aktuell nun zu Ende, dann startet die große Tour über Frankreich und Spanien nach Nordafrika und weiter, immer entlang der Westküste bis nach Kapstadt. Wer die vier virtuell begleiten möchte: www.campofant.com

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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