Terranger DC 34 (2022) VWN
Terranger DC 34 (2022)
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Terranger DC 34 (2022)
Terranger DC 34 (2022) 11 Bilder

Terranger DC-34 (2022): 3-Achs-Bulli mit Wohnkabine

Terranger DC-34 mit Wohnkabine (2022) Dreiachsiger Offroad-Bulli

Allradantrieb, Differenzialsperre, Seilwinde und LED-Scheinwerfer – Allrad-Spezialist Terranger macht den VW T6.1 abenteuertauglich.

Der normale Bulli-Campervan ist Ihnen schlichtweg zu langweilig? Allrad-Spezialist Terranger kitzelt aus dem den VW T6.1 und seinen älteren Brüdern schon seit 2009 die Abenteuerlust heraus. Der neueste Streich des Fahrwerk-Spezialisten ist der DC-34: ein T6.1-Fahrgestell mit Kofferaufbau.

Drei Achsen für hohe Zuladung

Auf den ersten Blick könnte man beim DC-34 meinen, es handelt sich um ein Gespann. Doch bei näherem Hinsehen wird klar: Das Bulli-Fahrerhaus hat nur eine Achse. Weiter hinten ist ein doppelachsiges Fahrgestell fest verbaut – mit einer Wohnkabine aus GFK. Ein Aufstelldach auf der Kabine erweitert den Wohnraum.

Terranger DC 34 (2022)
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Zwei Achsen hinten: Das ermöglicht für viel Zuladung an Bord.

Doch warum hat Terranger dem VW T6.1 die Hinterachse abgeschnitten und ersetzt? Ganz einfach: Diese Konstruktion ermöglicht ein maximales Gesamtgewicht von 4,6 Tonnen. Wer mit dem DC-34 also auf große Weltreise oder Expedition fährt, muss sich weder um die Zuladung sorgen, noch so schnell einen Achsbruch fürchten.

Offroadtauglicher Bulli

Damit der Terranger DV-34 über Stock und Stein kommt, hat er neben dem VW-Allradantrieb 4Motion an der zweiten Achse ein Differenzial verbaut. Dank des VW-T-6.1-Basisfahrzeugs soll er sich so komfortabel fahren lassen wie ein Pkw.

Mit 150 PS erscheint der Bulli hier nicht in seiner Maximalmotorisierung. Terranger entschied sich bei dem Fahrzeug gegen den größten Motor, da dieser nur mit Automatikgetriebe erhältlich ist. Die kurze Getriebeübersetzung ist nur beim 6-Gang-Handschalter möglich. Für die dritte Achse arbeitet der Offroad-Spezialist noch an einem batterieelektrischen Antrieb.

Der VW T 6.1 verdankt seine Geländegängigkeit nicht zuletzt auch der erhöhten Bodenfreiheit, die entweder durch verstärkte Stahlfedern oder ein Luftfederfahrwerk erzielt wird. Hinzu kommen Unterfahrschutzplatten, Schwellerschutz, LED-Zusatzscheinwerfer und Offroad-Reifen in 16 Zoll-Größe. Gleich zwei Ersatzräder befinden sich hinten an der Wohnkabine.

Seilwinde und Luftansaugung

Sollte sich das Fahrzeug festfahren, helfen entweder Sandbleche oder eine elektrische Seilwinde. Diese funktioniert in zwei Richtungen und kann den Wohnkabinen-Bulli entweder nach vorn oder nach hinten herausziehen. Sollte die eigene Kraft des Transporters nicht für eine Befreiungsaktion genügen, sind vorn zwei Abschleppösen verbaut.

Terranger DC 34 (2022)
G. Marx
Seil und Abschleppösen sorgen im Notfall für Rettung.

Außerdem kann dieser Bullicamper ohne außen angebrachten Schnorchel durch Wasser fahren. Das sogenannte Island-Kit erhöht die Wattiefe von 30 auf 90 Zentimeter. Möglich macht das eine Luftansaugung für den Motor, die weiter oben im Motorraum verbaut ist. Auch an die Luftansaugung der Heizung hat Terranger gedacht: Die Belüfter sind ebenfalls weiter nach oben versetzt als im Standard-Transporter.

Wohnkabine mit Aufstelldach

Als getrennter Koffer hinten ist die Wohnkabine auf den beiden Hinterachsen platziert. Die Wände bestehen aus GFK-Sandwichplatten, auch das Aufstell-Schlafdach ist aus GFK. Mit den beiden Schlafplätzen oben sind in der Kabine insgesamt bis zu fünf Schlafplätze möglich.

Terranger DC 34 (2022)
G. Marx
Blick in die - noch unausgebaute - Wohnkabine: Zwei Fenster und das Aufstelldach mit Bett sind schon darin vorhanden.

Von außen ist die Kabine 3,73 Meter lang, 2 Meter breit und 1,94 Meter hoch. Die Stehhöhe innen beträgt 1,59 Meter, mit aufgestelltem Dach 1,83 Meter. Hinein in den Wohnraum geht es durch eine Tür auf der Beifahrer-Seite. Zwei Echtglas-Fenster bringt die Wohnkabine serienmäßig mit – der Innenausbau selbst ist individuell wählbar. Daher stellt Terranger den DC-35 innen leer aus. Die Kosten dafür kommen noch obendrauf.

Der hier gezeigte Terranger DV-35 ist stolze 7 Meter lang und 2,69 Meter hoch und damit die größte Version dieses Offroad-Campers mit einem Radstand von 3,40 Metern. Vorn in der Doppelkabine stehen Sitzplätze für bis zu fünf Personen zur Verfügung. Allerdings gibt es drei weitere Varianten des Fahrzeugs. Mit einer Einzelkabine, kurzem Radstand und verringertem Überhang ist die kürzeste Version 5,65 Meter lang.

Terranger DC-35 (2022)

Basisfahrzeug: VW T 6.1, 150 PS
Länge/Breite/Höhe: 6,35 / 2,00 / 2,69 Meter
Grundpreis: ab 69.000 Euro
Preis des ausgestellten Fahrzeugs: 139.000 Euro

Fazit

Der Transporter mit Wohnkoffer ist nicht nur ein Hingucker und Offroad-geeignet. Die Wohnkabine soll im Winter gut isolieren und sorgt dank Aufstelldach bei hohen Temperaturen für genügend Durchzug. Das sorgt für Abenteuer das ganze Jahr über. Im Innenraum kann man sich die gute Stube so einrichten, wie man es möchte – typisch Individualausbau also. Ein Campingfahrzeug für alle, die die wendigen Fahreigenschaften des VW-Transporters schätzen, sich einen solchen Ausbau leisten können und im Anschluss noch selbst den Innenausbau in Angriff nehmen wollen.