Azimoo Expeditions-Lkw Fuso Canter 4x4 Torsten Seibt
Azimoo Expeditions-Lkw Fuso Canter 4x4
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Azimoo Expeditions-Lkw Fuso Canter 4x4
Azimoo Expeditions-Lkw Fuso Canter 4x4 20 Bilder

Azimoo 4x4-Expeditionsmobil (2020)

Polnischer Abenteuer-Ausbau des Mitsubishi Fuso

CMT 2020

Azimoo, ein polnischer Ausbauer, zeigt auf der CMT ein Allrad-Fahrzeug auf Basis des Fuso Canter. Das Wohnmobil für Abenteurerreisen bietet viel Autarkie für Trips abseits der Hauptrouten des Campingtourismus.

Die gute Nachricht zum Azimoo gleich vorneweg: Ein C1-Führerschen genügt, um dieses imposante Expeditionsmobil zu fahren. Es ist also kein „großer“ Lkw-Führerschein nötig, um sich einmal wie ein Entdecker zu fühlen und in diesem recht kompakten Abenteurer-Fahrzeug die Welt zu bereisen. Von Außenspiegel zu Außenspiegel misst der Azimoo 2,52 Meter und ist 7,06 Meter lang. Imposant sind vor allem die 3,59 Höhe des Aufbaus.

Basis: Mitsubishi Fuso Canter

Der Mitsubishi Fuso Canter ist ein Nutzfahrzeug für mittelschwere Transportaufgaben – und das zu einem recht günstigen Preis. Hierzulande sieht man das Fahrzeug nicht häufig, dabei hat er als 4x4-Version allerhand zu bieten: Allradantrieb mit Untersetzung, vorne wie hinten Starrachsen an den Blattfedern, der Dreiliter-Dieselmotor hat 175 PS unter der Haube, aber dafür stolze 430 Newtonmeter Drehmoment. Schnell wird der kleine Lkw nicht, aber dafür bringt er umso mehr Power ins Gelände. 285/70-R19.5 lautet die Dimension der Klötzchen-Bereifung. Damit ist der Azimoo ohne Frage Offroad-tauglich. Falls doch mal etwas schief geht, zieht einen die Acht-Tonnen-Winde an der Front aus dem Schlamassel. Hinten gibt's nochmals eine Seilwinde, um eventuell anderen Fahrzeugen aus der Patsche zu helfen.

Azimoo Expeditions-Lkw Fuso Canter 4x4
Azimoo
Auf dem Dach: Reichlich Solar und die Sat-Anlage

Die Firma Azimoo aus Polen hat auf diesen Mitubishi Canter ein Wohnkabine gesetzt, die viele durchdachte Details mitbringt. Insgesamt bietet der Kastenaufbau zehn Quadratmeter Grundfläche – das sind genügend Bewegungsraum für zwei Personen, für die das Hauptbett im Heck installiert wurde. Da auch die Rundsitzgruppe vorne ebenfalls zum Bett umbaubar ist, lassen sich hier auch ohne Probleme Gäste empfangen.

Autarker Aufbau

Der Master-Bedroom befindet sich, wie gesagt, im Heck: Über dem 1,40 breiten Doppelbett sind ein Satelliten-Fernseher und der Monitor für die Überwachungskamera mit 360-Grad-Ansicht installiert. Netflixgucken in der Wüste? Kein Problem! Eine Inmarsat-Anlage schafft auch fern der Zivilistation eine Internet-Verbindung, ansonten kann man per Sat- und DVB-T-Antenne das regionale TV-Programm empfangen.

Die Überwachung lässt sich jederzeit dank Sat-Anlage auch aufs Smartphone übertragen, sodass man immer sein Fahrzeug im Blick hat, selbst wenn es mal zu Fuß in die Wildnis geht. Über dem Bett ist ein großes Fenster eingebaut, das wahlweise den Blick auf den Sternenhimmel ermöglicht oder ein morgendliches Sonnenbad.

Wobei man für ein Sonnen auch einfach auf die Dachfläche klettern kann. Dort sind zwar Solarpanels installiert, die sind jedoch so robust, dass man ohne Probleme darauf gehen oder liegen kann. Je nachdem, ob man einen besseren Ausblick auf die Umgebung zur Löwen(photo)jagd benötigt – oder zum Sternschnuppengucken. Die Solaranlage verfügt über 970 Watt Maximalleistung. Falls man im Winter Richtung Nordpol fährt, steht ein 2,2 kW-Stromerzeuger von Honda bereit.

Auch der Rest der Bordtechnik des Azimoo ist auf autarkes Leben ausgerichtet: 300 Liter Frischwasser lassen sich bunkern, geheizt wird über eine Truma-Dieselheizung für Warmluft und Warmwasser. Wenn es zu heiß wird, ist eine Klimaanlage an Bord. Ist es im Inneren einmal gut temperiert, isolieren die Wände der Kabine vor äußeren Einflüssen.

Ein Wohnaufbau wie im Luxusliner

Vor dem Schlafzimmer liegt das Bad. Die Duschkabine ist auf der Beifahrerseite installiert und bietet neben viel Stehhöhe auch genügend Platz, dass man sich sogar vorstellen könnte zu zweit zu duschen. Die Toilette ist auf der anderen Seite in einer eigenen Kabine untergebracht. Beide Räume kann man mit einer Echtglastür verschließen. Öffnet man beide Türen, entsteht ein komplett vom rest des Fahrzeugs abgetrenntes Raumbad über die komplette Fahrzeugbreite. Auf der Bodenfläche des Azimoos ist mit einem Holzboden aus dem Jachtbau verlegt – Feuchtigkeit verträgt der Boden ohne Murren.

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Azimoo
Schlafzimmer mit Aussicht im Kabinen-Heck

Verlässt man das Raumbad weiter nach vorne, ist hier auf der Fahrerseite die Küchenzeile eingebaut. Die Arbeitsfläche im Granit-Look, zwei Kochplatten, Abzugshaube, Kühlschrank – hier lässt es sich kochen wie daheim. Gegenüber ist ein großer Schrank für Kleidung oder weiteres Equipment eingebaut, am Dachschränke und Küchenschubladen fassen die Küchenausrüstung.

Vorne in der Wohnkabine steht besagte Rundsitzgruppe mit versenkbarem Tisch. Ambientelicht und Musikanlage sorgen hier für die richtige Stimmung. Eine kleine Luke ermöglicht im Notfall den Durchstieg ins Fahrerhaus, um nicht aus der Kabine aussteigen zu müssen.

Und der Einstieg in diese Fahrzeugklasse? Der Grundpreis für den Azimoo startet bei etwa 300.000 Euro. Jedes Fahrzeug wird individuell gebaut. Das kennt das aus diesem Segment, alles auf Anfrage.

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