Ahorn Camp T 590 Ahorn Camp
Ahorn Camp T 590
Ahorn Camp T 590
Bürstner Nexxo Van T 569
Bürstner Nexxo Van T 569 36 Bilder

12 Womos unter 6,50 Meter mit französischen Betten

12 Womos unter 6,50 Meter Kompakte Modelle mit gemütlichem Doppelbett

Ein fast schon etwas in Vergessenheit geratener Betttyp für Wohnmobile ist das französische Bett. Vorteil: Es ermöglicht einen großzügigen Raumeindruck bei kompakter Fahrzeuglänge. promobil stellt zwölf Exemplare unter 6,50 Meter vor.

Guter Schlaf ist die Basis für ein gesundes Leben. Eine Erkenntnis, die selbstverständlich auch unterwegs gilt. Für viele FreundInnen des mobilen Reisens kommt daher bei der Wahl des richtigen Reisemobils dem Bett – neben der Aufbauform und Fahrzeuggröße – die entscheidende Rolle zu. Dabei geht es neben der Matratzendicke, dem Unterbau und den Maßen des Betts auch um die Position der Schlafstätte innerhalb der vier rollenden Wände. Möglichkeiten dafür gibt es in den letzten Jahren immer mehr, insbesondere auch dank der Hubbetten.

Hierzulande am beliebtesten sind aber nach wie vor die Einzelbetten im Heck, denn sie versprechen einen leichten Einstieg und gegenseitig ungestörten Schlaf – lassen sich aber trotzdem meist mit einem Zusatzpolster zur großen Liegewiese vereinigen. Daneben gewinnen aber auch die französischen Betten, also seitlich platzierte Längsdoppelbetten, wieder an Zuspruch. Ein Grund dafür ist sicherlich, dass die im Trend liegenden kompakten Reisemobile von dieser platzsparenden Bettanordnung besonders profitieren.

Dieser Kauftipp stellt deshalb zwölf Modelle unter 6,5 Meter Länge vor, vom ausgebauten Kastenwagen über Alkovenmobile und Teilintegrierte bis hin zum Vollintegrierten.

Ahorn Camp T 590

Ahorn Camp T 590
Ahorn Camp/Fabian Schumacher
Im Bettkasten des Ahorn Camp versteckt sich ein Ausklappbrett als Einstiegshilfe.

Grundpreis: 44.500 Euro
Basis: Renault Master, Flachrahmen, Radstand 3682 mm, ab 107 kW/145 PS
Länge/Breite/Höhe: 5996/2340/2960 mm
Gewichte: Masse fahrbereit 2868 kg, zul. Gesamtgewicht 3500 kg
Bettenmaße: frz. Bett 2290 x 1320 mm, Sitzgruppe: 2200 x 1050 mm, Hubbett (opt.) 2000 x 980 mm
Gurt-/Schlafplätze: 4/2–4
Bordtechnik: Absorberkühlschrank 89 L, Truma Combi 4, Frisch-/Abwassertank 85/120 L, Bordbatterie 80 Ah.

 Langes Bett, kurzes Fahrzeug
 Alternative Basis mit starkem Serienmotor
 Gute Stehhöhe
 Offener Raum
 Rahmenfenster, GfK ringsum
 Hubbett optional
 Niedriger Preis
 Flacher Heckstauraum
 Wenig Beinfreiheit an der Sitzgruppe
 Wenig Küchenarbeitsfläche und -stauraum
 Kleiner Kühlschrank, kleines Bad

Bürstner Nexxo Van T 569

Bürstner Nexxo Van T 569
promobil
Bürstner: Zwischen dem Fahrerhaus und der Sitzgruppe gibt es eine Stolperfalle.

Grundpreis: 47.190 Euro
Basis: Citroën Jumper, Flachrahmen, Radstand 3450 mm, ab 88 kW/120 PS
Länge/Breite/Höhe: 5990/2200/2850 mm
Gewichte: Masse fahrbereit 2590 kg, zul. Gesamtgewicht 3500 kg
Bettenmaße: frz. Bett 2000 x 1070/1320 mm, Sitzgruppe: 1700 x 500/1150 mm (opt.)
Gurt-/Schlafplätze: 4/2–3
Bordtechnik: Absorberkühlschrank 90 L, Truma Combi 4, Frisch-/Abwassertank 120/90 L, Bordbatterie 95 Ah.

 Aufbautür mit Zentralverriegelung
 Gut erreichbare Ablassventile
 Offener Raum
 Bad mit Schwenkwaschbecken
 Gute Stehhöhe
 GfK-Aufbau, XPS-Bodenisolierung
 Rahmenfenster nicht Serie
 Stolperfalle zw. Fahrerhaus und Sitzgruppe
 Kaum Arbeitsfläche und kleine Spüle
 Schmaler Kleiderschrank
 Hintere Gasflasche schlecht erreichbar

Carado T 135

Carado T 135
Andreas Becker
Kein raumhohes Element stört den Bilck nach hinten bis zur Rückwand.

Grundpreis: 45.699 Euro
Basis: Fiat Ducato, Leiterrahmen, Radstand 3450 mm, ab 88 kW/120 PS
Länge/Breite/Höhe: 5950/2320/2900 mm
Gewichte: Masse fahrbereit 2704 kg, zul. Gesamtgewicht 3500 kg
Bettenmaße: frz. Bett 2000 x 1150–1350 mm
Gurt-/Schlafplätze: 4/2
Bordtechnik: Absorberkühlschrank 113 L, Truma Combi 6, Frisch-/Abwassertank 122/92 L, Bordbatterie 95 Ah

 Kurze Fahrzeuglänge
 Niedriger Grundpreis
 Relativ großer Heckstauraum, große Hängeschränke
 Schickes TV-Möbel
 Stufenfreier Boden, relativ großer Frischwasssertank
 Isofix serienmäßig
 Erschwingliche Extras
 Kaum Küchenarbeitsfläche
 Nur zwei Schlafplätze
 Kein Badfenster
 Keine Zwischenböden in den Schränken

Dreamer Fun D 42

Dreamer Fun D 42
promobil
Der Grundpreis ist zwar niedrig, das Heckbett jedoch relativ klein.

Grundpreis: 44.500 Euro
Basis: Fiat Ducato, Kastenwagen L2H2, Radstand 3450 mm, ab 88 kW/120 PS
Länge/Breite/Höhe: 5410/2050/2590 mm
Gewichte: Masse fahrbereit 2865 kg, zul. Gesamtgewicht 3300 kg
Bettenmaße: frz. Bett 1900 x 1200 mm, Sitzgruppe: 1850 x 590/1000 mm (opt.)
Gurt-/Schlafplätze: 4/2–3
Bordtechnik: Kompressorkühlschrank 90 L, Truma Combi 4, Frisch-/Abwassertank 110/85 L, Bordbatterie 100 Ah.

 Sehr kompakte Fahrzeuglänge
 Einfaches Handling
 Viel Stauraum in Hängeschränken
 Viel Beinfreiheit an der Toilette
 Günstiger Grundpreis
 Relativ kleines Heckbett
 Wacklige Arbeitsplattenverlängerung
 Vorhangdusche, kein Badfenster
 Störender Kleiderschrank über Bettende, Heckstauraum eher knapp

Fleurette Migrateur 64 LDF

Fleurette Migrateur 64 LDF
Ulrich Regenscheit
Der große 145-L-Kühlschrank steht gegenüber der Küchenzeile.

Grundpreis: 60.790 Euro
Basis: Fiat Ducato, Flachrahmen, Radstand 3450 mm, ab 88 kW/120 PS
Länge/Breite/Höhe: 6470/2230/2650 mm
Gewichte: Masse fahrbereit 2876 kg, zul. Gesamtgewicht 3500 kg
Bettenmaße: frz. Bett 1920 x 1300 mm, Sitzgruppe: 1900 x 800 mm (opt.)
Gurt-/Schlafplätze: 4/2–3
Bordtechnik: Absorberkühlschrank 145 L, Truma Combi 4, Frisch-/Abwassertank 120/119 L, Bordbatterie 100 Ah

 Viel Arbeitsfläche
 Separate Dusche
 Großer Kühlschrank
 Viel Platz in Hängeschränken, zwei Kleiderschränke
 Ansprechendes Lichtdesign
 Große Wassertanks
 Kleines Waschbecken, kein Badfenster
 Tischplatte stört beim Durchgang
 Kurzes Heckbett
 Wenig Stehhöhe in Bad/Dusche
 Gehobener Grundpreis

Forster T 649 SB

Forster T 649 SB
promobil
Mit 2,00 x 1,37 Meter ist das französische Bett relativ breit.

Grundpreis: 52.890 Euro
Basis: Fiat Ducato, Flachrahmen, Radstand 3450 mm, ab 88 kW/120 PS
Länge/Breite/Höhe: 6490/2350/2950 mm
Gewichte: Masse fahrbereit 2850 kg, zul. Gesamtgewicht 3500 kg
Bettenmaße: frz. Bett 2000 x 1370 mm, Sitzgr.: 2200 x 1000 mm (opt.), Hubbett: 1950 x 1100–1300 mm (opt.)
Gurt-/Schlafplätze: 4–5/2–5
Bordtechnik: Absorberkühlschrank 149 L, Truma Combi 4, Frisch-/Abwassertank 115/110 L, Bordbatt. 95 Ah.

 Relativ breites Bett
 Großer Kühlschrank, große Spüle
 Badfenster, separate Dusche
 Dachfenster in T-Haube
 Optionales Hubbett
 Viele offene Ablagen
 Holzfreier Aufbau
 Wenig Zuladung bei Maximalbelegung mit fünf Personen
 Waschbecken klein
 Tisch nicht vergrößerbar und vom Beifahrersitz aus schlecht erreichbar

Globe-Traveller Explorer XS

Globe-Traveller Explorer XS
Saskia Hörmann
Globe-Traveller: Anmutung wie in einem Teilintegrierten, aber alles etwas schmaler.

Grundpreis: 60.490 Euro
Basis: Peugeot Boxer, Kastenwagen L3H3, Radstand 4035 mm, ab 122 kW/165 PS
Länge/Breite/Höhe: 5990/2060/2800 mm
Gewichte: Masse fahrbereit 3040 kg, zul. Gesamtgewicht 3500 kg
Bettenmaße: frz. Bett 2000 x 1230 mm, Sitzgruppe: k. A. (opt.)
Gurt-/Schlafplätze: 4/2–3
Bordtechnik: Kompressorkühlschrank 90 L, Truma Combi 4, Frisch-/Abwassertank 100/90 L, Bordbatterie 100 Ah.

 Wohnlich ausgebauter Kastenwagen
 Durchgängiger Podestboden
 Viele Hängeschränke und Stauraum
 Viele offene Ablagen
 Großer Spiegel im Wohnraum
 Keine Tischverlängerung
 Wenig Küchenarbeitsfläche
 Schmales Heckbett
 Schmale Badtür, kein Badfenster
 Gaskasten mit Platz für nur eine Flasche
 Relativ hoher Preis

Itineo Cosy PF 600

Itineo Cosy PF 600
promobil
Ein Hubbett ist als Option im Itineo verfügbar.

Grundpreis: 46.400 Euro
Basis: Citroën Jumper, Flachrahmen, Radstand 3450 mm, ab 103 kW/140 PS
Länge/Breite/Höhe: 5990/2320/2880 mm
Gewichte: Masse fahrber. 2803 kg, zul. Gesamtgew. 3500 kg
Bettenmaße: frz. Bett 1960 x 1360 mm, Sitzgr.: 2000 x 760 mm (opt.), Hubbett 1960 x 780/960 mm (opt.)
Gurt-/Schlafplätze: 4/2–4
Bordtechnik: Absorberkühlschrank 136 L, Truma Combi 4, Frisch-/Abwassertank 100/100 L, Bordbatterie 90 Ah.

 Relativ großer Kühlschrank
 Bad mit Fenster und separater Dusche
 GfK-Aufbau ringsum
 Hubbett optional
 Relativ günstiger Grundpreis schon mit 140-PS-Motor
 Beifahrer-Airbag nicht Serie
 Flacher Heckstauraum
 Kühlschrank stört die Blickachse
 Kantige Hängeschrankklappen
 Kleine Küchenschränke

Knaus Van I 550 MF

Knaus Van I 550 MF
Philip Teleu
Den Waschtisch lagert Knaus vom Toilettenraum mit Dusche aus.

Grundpreis: 67.850 Euro
Basis: Fiat Ducato, Flachrahmen, Radstand 3450 mm, ab 88 kW/120 PS
nge/Breite/Höhe: 5990/2200/2760 mm
Gewichte: Masse fahrbereit 2615 kg, zul. Gesamtgewicht 3500 kg
Bettenmaße: frz. Bett 2010 x 1050–1400 mm, Hubbett: 1850 x 1500 mm
Gurt-/Schlafplätze: 4/4
Bordtechnik: Kühlschrank 98 L, Truma Combi 4, Frisch-/Abwassertank 95/95 L, Bordbatterie 80 Ah.

 Kompakte Außenmaße
 Viel Zuladung
 Breites Hub- und Heckbett, optionale Bettverbreiterung
 Großer Kleiderschrank
 Praktische Versorgungsklappe
 Breiter Gaskasten
 Wenig Küchenarbeitsfläche
 Kleines Bad ohne Fenster
 Hubbett manuell zu bedienen
 Kleiner Tisch
 Hoher Grundpreis, vor allem bedingt durch integrierte Bauweise

Pilote Pacific P600P

Pilote Pacific P600P
promobil
Das Bett ist 1,40 Meter breit.

Grundpreis: 51.900 Euro
Basis: Fiat Ducato, Flachrahmen, Radstand 3450 mm, ab 103 kW/140 PS
Länge/Breite/Höhe: 5960/2300/2750 mm
Gewichte: Masse fahrbereit 2660 kg, zul. Gesamtgewicht 3500 kg
Bettenmaße: frz. Bett 2000 x 1400 mm, Sitzgruppe: 2000 x 900 mm (opt.)
Gurt-/Schlafplätze: 4/2–3
Bordtechnik: Kühlschrank 133 L, Truma Combi 4, Frisch-/Abwassertank 130/95 L.

 Beifahrer-Airbag Serie
 Breites Bett
 Großer Kühlschrank
 Großer Frischwassertank
 Tiefe Oberschränke, großer Schrank
 Kompakte Länge
 Gute Serienmotorisierung
 Kein Badfenster, kleine Dusche, kleines Waschbecken
 Kaum Küchenarbeitsfläche
 Wenig Beinfreiheit am Tisch
 Maximal drei Schlafplätze
 Komfort-Paket quasi Pflicht

Rimor Seal 3

Rimor Seal 3
Ingolf Pompe
Der Rimor-Alkoven hat Fahr- und Schlafplätze für vier bis sechs Personen.

Grundpreis: 48.858 Euro
Basis: Fiat Ducato, Flachrahmen, Radstand 3800 mm, ab 88 kW/120 PS
Länge/Breite/Höhe: 6483/2340/3050 mm
Gewichte: Masse fahrbereit 2855 kg, zul. Gesamtgewicht 3500 kg
Bettenmaße: frz. Bett 2056 x 1385 mm, Alkovenbett: 2200 x 1460 mm, Sitzgruppe 1880 x 1240 mm (opt.)
Gurt-/Schlafplätze: 6/4–6
Bordtechnik: Kühlschrank 89 L, Truma Combi 4, Frisch-/Abwassertank 85/100 L, Bordbatterie 95 Ah

 Günstiger Preis
 Große Liegefläche im Alkoven
 Viel Tageslicht im Inneren
 Großer Kleiderschrank
 Sechs Gurt-, vier feste Schlafplätze
 Separate Dusche mit viel Stehhöhe
 Mehr als drei Meter Aufbauhöhe, dadurch auch erhöhter Kraftstoffverbrauch
 Betterweiterung blockiert Badzugang
 Wenig Beinfreiheit am Tisch

Weinsberg Cara-Loft 600 MF

Weinsberg Cara-Loft 600 MF
promobil
Weinsberg setzt auf einen relativ hohen Aufbau und viel Zuladung.

Grundpreis: 53.990 Euro
Basis: Fiat Ducato, Leiterrahmen, Radstand 3450 mm, ab 88 kW/120 PS
Länge/Breite/Höhe: 6450/2320/2940 mm
Gewichte: Masse fahrbereit 2700 kg, zul. Gesamtgewicht 3500 kg
Bettenmaße: frz. Bett 2010 x 1030–1330 mm
Gurt-/Schlafplätze: 4/2
Bordtechnik: Absorberkühlschrank 133 L, Truma Combi 4, Frisch-/Abwassertank 100/95 L, Bordbatterie 75 Ah

 Viel Zuladung
 Bad mit Fenster
 Separate Dusche, großes Waschbecken
 Beifahrer-Airbag serienmäßig
 Große Innenstehhöhe
 Großer Kühlschrank
 Isofix optional
 Relativ hoher Aufbau
 Kleine Küche
 Störende Stufe zum hinteren Gang
 Wenig Beinfreiheit an der Toilette
 Nur zwei Schlafplätze
 Vorgehängte Fenster

Französische Betten am häufigsten in Teilintegrierten vertreten

Französische Betten – der Name verrät es – traten einst als Standardanordnung in Teilintegrierten, zusammen mit dieser Aufbauform selbst, von unseren westlichen Nachbarn her kommend, ihren Siegeszug durch Europa an. Während in Deutschland sich später die erwähnten Einzelbetten und in Frankreich das Queensbett durchgesetzt hat, erfährt das französische Bett inzwischen eine kleine Renaissance. Durch die Längsanordnung im Heck bleibt daneben noch Platz für das Bad, mit der Folge, dass dieses raumhohe Grundrisselement nicht in der Mitte des Ausbaus die Blickachse stört. Ein weiterer Vorteil des französischen Betts ist der verhältnismäßig einfache Einstieg über die Bettseite und das Fußende.

Fairerweise muss man aber auch die Nachteile benennen. In der Regel ist bei diesem Grundriss keine Heckgarage möglich, in der Fahrräder unterkommen könnten – die müssen hier auf einen Heckträger.

Für flachere Gepäckstücke bieten die teils sogar sehr üppigen Bettkästen aber dennoch genügend Stauraum, der von innen wie außen gut zugänglich ist. Ein weiterer Nachteil betrifft das Bett selbst. Damit das Bad daneben genügend Platz abbekommt, darf die Matratzenbreite nicht zu üppig ausfallen – und verjüngt sich oft zum Fußende hin auch noch. Bei zwei großgewachsenen Schläfern kann es da schon mal eng werden. Andockbare Zusatzpolster, wie sie einige Modelle mit dieser Bettvariante bieten, können hier zumindest die Verschmälerung ein Stückweit ausgleichen – allerdings zulasten des Badzugangs.

Globe-Traveller Explorer XS
Saskia Hörmann
Um den zweiten Campingbus handelt es sich beim Globe-Traveller Explorer XS.

Wer sich nun nach einem Modell mit französischem Bett umschauen möchte, wird allerdings nicht bei jedem Hersteller fündig. Dennoch kommen bei ausgiebiger Recherche eine ganze Reihe von Modellen zusammen. Die interessantesten Modelle, die insbesondere unter 6,5 Meter Gesamtlänge bleiben, werden in diesem Kauftipp ausführlich vorgestellt. Die meistvertretene Aufbauform ist dabei der Teilintegrierte (acht Modelle). Mit dem Globe-Traveller Explorer XS und dem Dreamer D 42 sind zudem zwei ausgebaute Kastenwagen dabei, einziger Alkovenvertreter ist der Rimor Seal 3, einziger Integrierter der Knaus Van I 550 MF.

Mit 5,41 Meter ist der Dreamer dabei auch das kürzeste Modell, sieben weitere bleiben knapp unter der Sechs-Meter-Marke. Fleurette, Forster, Rimor und Weinsberg gönnen sich dagegen noch rund einen halben Meter mehr.

Unterschiede in den Bädern & Sitzgruppen

Einige der Hersteller nutzen den Vorteil der offenen Bettanordnung für eine durchgehend freie Blickachse und verzichten auf dieser Seite ganz auf raumhohe Elemente (Ahorn Camp, Carado, Forster, Globe-Traveller, Knaus und Weinsberg). Um einen großen Kühl- oder Kleiderschrank unterzubringen, müssen jedoch gewisse Kompromisse beim Raumeindruck in Kauf genommen werden – Beispiel der Fleurette Migrateur mit seinem stattlichen 145-Liter-Kühlgerät. Auch im Bürstner Nexxo Van, dem Dreamer Fun, im Itineo Cosy und im Pilote Pacific unterbrechen raumhohe Möbel den freien Blick durch den Raum.

Bürstner Nexxo Van T 569
Andreas Becker
Der Bürstner Nexxo Van T 569 punktet mit der meisten Zuladung.

Unterschiedliche Gesichter zeigen erstaunlicherweise auch die Bäder in diesem Vergleich. Obwohl sie stets längs neben dem Bett angeordnet sind, interpretieren die Hersteller das Thema dennoch verschieden. Fleurette, Forster, Itineo, Pilote, Rimor und Weinsberg platzieren jeweils ganz im Heck eine richtige separate Duschkabine – um dorthin zu gelangen, muss man sich allerdings an der Toilette vorbeischlängeln. Bürstner schafft durch eine schwenkbare Waschtischwand eine passable Duschmöglichkeit vor der Toilette.

Im Knaus Van I ist dagegen der Waschtisch als offenes Element dem Toilettenraum vorgelagert. Zum Duschen schützt eine Faltwand die Banktoilette, die ganz hinten im Sanitärraum sitzt. Eher rudimentär fallen die Duschmöglichkeiten in den sehr kompakten Bädern von Ahorn Camp, Carado, Dreamer und Globe-Traveller aus. Ein praktisches Badfenster zur Belüftung und für angenehmes Tageslicht gibt es lediglich in den Modellen von Ahorn Camp, Forster, Itineo, Rimor und Weinsberg.

Da sich die meisten Modelle an Zwei-Personen-Besatzungen richten, setzen fünf der Modelle auf eine platzsparende Halbdinette-Sitzgruppe. Knaus und Forster sehen dagegen eine gemütlichere Eckbank vor, die in Letzterem zudem noch durch einen kleinen Seitensitz gegenüber ergänzt wird. Der Zusatzplatz findet sich auch im Ahorn Camp. Eigene Wege in Sachen Sitzgruppe gehen dagegen Fleurette und Rimor.

Während Ersterer aus seiner französischen Heimat die dort besonders beliebte Längsbanksitzgruppe mitbringt, die den Raum offener wirken lässt, setzt der italienische Alkoven auf eine klassische Vierer-Dinette ohne Einbeziehung des Fahrerhauses. Wer das für Platzverschwendung hält, sollte bedenken, dass der Seal 3 dadurch das einzige Modell dieses Kauftipps ist, das bis zu sechs Fahr- und Schlafplätze bieten kann – und das auf nur 6,48 Meter Gesamtlänge.

Rimor Seal 3
Ingolf Pompe
Zwar punktet der Rimor Seal 3 mit einem günstigen Preis, jedoch stört die etwas hohe Aufbauhöhe von mehr als drei Metern.

Das größte französische Bett besitzt mit 2,29 mal 1,32 Metern der T 590 von Ahorn Camp, gefolgt von der 2,06 mal 1,39 Meter großen Schlafstätte im Rimor-Alkoven. Bis auf die beiden Kastenwagenmodelle und die Teilintegrierten der französischen Marken Fleurette und Itineo liegt man in allen anderen Fahrzeugen auf mindestens zwei Metern Länge. Erwartungsgemäß das kürzeste Bett hat ebenfalls ein Franzose: Angesichts der geringen Fahrzeuglänge von 5,41 Metern bringt es der Dreamer D 42 aber immerhin noch auf 1,90 Meter Liegemaß.

Wer das Kreuz in der Ausstattungsliste an der richtigen Stelle macht, kann weitere Personen im Reisemobil nächtigen lassen. Ein optionaler Sitzgruppenumbau und/oder das Hinzubuchen eines Hubbetts bei einigen der Teilintegrierten machen das möglich. Lediglich im Carado T 135 und im Weinsberg Cara-Loft 600 MF sind nur zwei SchläferInnen vorgesehen. Der Rimor-Alkoven und der Knaus-Integrierte haben ohnehin vier feste Betten an Bord.

Breite Preispalette durch unterschiedliche Aufbauarten

Beim Basisfahrzeug ist erwartungsgemäß der Fiat Ducato das vorherrschende Arbeitsgerät. Teilweise sind aber auch seine französischen Halbbrüder Citroën Jumper und Peugeot Boxer vertreten, die mit etwas günstigeren Preisen locken (Bürstner, Itineo und Globe-Traveller). Größtenteils muss dabei zum Grundpreis mit dem 120-PS-Basismotor vorliebgenommen werden. Itineo und Pilote liefern gleich die nächste Stufe mit 140 PS mit, beim Globe-Traveller-Campingbus ist sogar die Topmotorisierung des Peugeot Boxer mit 165 PS Serie.

Itineo Cosy PF 600
Ulrich Kohstall
Im relativ günstigen Grundpreis des Itineo Cosy PF 600 ist ein 140-PS-Motor inklusive.

145 Pferdestärken mobilisiert dagegen mindestens das Aggregat des Ahorn Camp, der als einziger auf den Renault Master als fahrbaren Untersatz baut. Andere Basisfahrzeuge wie Mercedes Sprinter oder MAN TGE sind in dieser Auswahl nicht vertreten, was aber nicht heißt, dass es keine Modelle mit französischem Bett auf diesen Chassis gäbe – sie sind nur allesamt länger als die gewählte Grenze von 6,5 Metern.

Dass die Preisrange der gezeigten Modelle relativ breit ausfällt, ist allein schon der unterschiedlichen Aufbauform, vom ausgebauten Kastenwagen bis hin zum aufwendigen Integrierten, geschuldet. Den Lorbeerkranz für das erschwinglichste Angebot erhalten dabei gleich zwei Modelle. Sowohl den T 590 von Ahorn Camp als auch den D 42 von Dreamer gibt es serienmäßig bereits ab 44.500 Euro. Wo der Dreamer-Bus mit besonderer Kompaktheit punktet, kann der Ahorn-TI mit größerem Bett und stärkerer Serienmotorisierung für sich werben. Mit den Modellen von Bürstner, Carado, Itineo und Rimor liegen noch vier weitere unter der 50.000-Euro-Marke.

Etwas tiefer in die Tasche greifen müssen Kaufinteressierte bei den Teilintegrierten von Forster, Pilote und Weinsberg, die zwischen 50.000 und 55.000 Euro starten. Über 60.000 Euro liegen schließlich die drei teuersten Modelle, der hochwertig ausgebaute Campingbus von Globe-Traveller wie auch der gut ausgestattete Teilintegrierte von Fleurette. Preisspitzenreiter ist – erwartungsgemäß – der einzige Integrierte in dieser Auswahl, der Knaus Van I 550 MF, der ab 67.850 Euro den Besitzer wechselt.

Knaus Van I 550 MF
Philip Teleu
Beim Knaus Van I 550 MF handelt es sich um den einzigen Integrierten im Kauf-Tipp.

Was die Konstruktion der Kauftipp-Modelle anbelangt, so gehören hagelfeste GfK-Dächer mittlerweile zum Standard, und nicht wenige Hersteller setzen auch beim Unterboden auf dieses robuste Material. Bei Carado, Knaus und Weinsberg kommt hier dagegen Holz zum Einsatz.

Unterschiede gibt es auch bei den Fenstern. Während die meisten Modelle serienmäßig einfachere vorgehängte Exemplare verwenden, sind bei Ahorn Camp, Fleurette, Globe-Traveller und Pilote stets wertigere Rahmenfenster an Bord.

Bei der Zuladung schneiden die meisten der Modelle – schon wegen der vorgegebenen Längengrenze – relativ gut ab. Mit 910 Kilogramm kann man im Bürstner-TI besonders reichlich einladen. Ähnliche Werte erreichen der Knaus (885 Kilo) und der Pilote (840 Kilo). Bei den beiden Campingbussen von Dreamer und Globe-Traveller sind es mit 435 und 460 Kilo am wenigsten – für zwei Personen aber noch akzeptabel.

Weitere Modelle mit französischem Bett

  • Ahorn Camp: T 660
  • Bürstner: Delfin T 660, Limited T 600, Lyseo M Harmony Line 660
  • Dreamer: D62 Select Limited
  • Etrusco: T 5900 FB
  • Eura Mobil: Profila T 675 SB
  • Fleurette: Baxter 60 LG
  • Globe-Traveller: Explorer X, Pathfinder XS/X, Voyager XS/X
  • Hobby: Optima Ontour T 65 FL/T70 F/T65 HFL, Optima De Luxe T70 F
  • Kabe: Classic 740 LXL/ x740 LXL, Royal x780 LXL, Crown i760 LXL/i810 LXL, Imperial i810 LXL Tandem
  • Knaus: Van TI 590 MF, Van TI Plus 700 LF, Live TI 590 MF/650 MF, Sky TI 650 MF, Sky Wave 650 MF
  • LMC: Tourer T 630
  • Rapido: 656F, V62
  • Rimor: Seal 12 Plus
  • Sunlight: T 58
  • Sun Living: S70 DF
  • Weinsberg: Cara-Compact 600 MF, Cara-Loft 650 MF, Cara-Suite 650 MF, Cara-Core 650 MF

Fazit

Überraschende Vielfalt – Wer von den Vorzügen französischer Betten überzeugt ist, kann unter einer erstaunlichen Vielfalt an Modellen aller vier Aufbauformen wählen. Am stärksten vertreten sind die Teilintegrierten, bei denen diese Bettanordnung einst die vorherrschende war. Mit seinem guten Preis-Leistungs-Verhältnis kann der Ahorn Camp T 590 punkten. Wer ein Alkovenmobil bevorzugt, kommt am Rimor Seal 3 nicht vorbei. Auch in ausgebauten Kastenwagen sind französische Betten möglich, wie die Vertreter von Dreamer und Globe-Traveller zeigen. Wer ein schickes und kompaktes Vier-Personen-Mobil sucht, sollte sich mal den einzigen Integrierten, den Knaus Van I, anschauen.