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Adria Coral 670 DL (2021) Andreas Becker
Adria Coral 670 DL (2021)
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Adria Coral 670 DL (2021) 29 Bilder

Adria Coral Supreme 670 DL (2021) im Einzeltest

Adria Coral Supreme 670 DL (2021) im Test Umfangreiche Serienausstattung in der Top-Serie

Plus und Supreme heißen die höheren Ausstattungslinien des Adria Coral – beide wurden jüngst überarbeitet. Das Supreme-Topmodell mit Einzelbetten und großen Dachfenstern stellt sich dem Supercheck.

Zum Modelljahr 2021 heben sich die Coral-Modelle der Linien Plus und Supreme nicht mehr nur in Sachen Ausstattung, sondern auch optisch und im Aufbau stärker von der Basis Axess ab. Ein komplett neues Heck mit schmaler Leuchtengrafik ist das deutlichste Erkennungsmerkmal. Dazu haben die Plus- und Supreme-Modelle einen 13 Zentimeter hohen Funktionsdoppelboden, der dem Axess nun vorenthalten bleibt. Die hier getestete Supreme-Variante des 670 DL kommt serienmäßig im schicken Silber-Look daher. Die Fahrzeuge der Coral-Baureihe sind typische Zwei-Personen-Fahrzeuge, auch wenn Adria dank Bettumbau der Sitzgruppe bis zu vier Schlafplätze ausweist.

Vier feste Betten gibt es nur in der Schwesterbaureihe Matrix, die stets ein Hubbett an Bord hat. Für 73.303 Euro packt Adria vieles, was Komfort und Sicherheit erhöht, schon serienmäßig in den Supreme 670 DL. Interessant auch zu sehen, dass einige Punkte, die promobil im Supercheck des Coral 2018 kritisiert hatte, inzwischen geändert wurden. So zum Beispiel die Positionsleuchten an der neuen T-Haube, die jetzt nicht nur schicker aussehen, sondern sich auch nicht mehr störend in der Frontscheibe spiegeln. Was sich sonst noch geändert hat – oder auch nicht –, lesen Sie im Folgenden.

Wohnen

Der erste Blick in den Coral offenbart auch gleich einen seiner größten Pluspunkte. Durch die zwei riesigen Panoramafenster über der Sitzgruppe und das große Dachfenster über der Küche strömt ungemein Licht in den Innenraum. Das sorgt zusammen mit dem schlanken Möbelbau und der Längsbanksitzgruppe für ein luftiges Ambiente. Auch die kontrastreiche Gestaltung der Möbeloberflächen trägt ihren Teil dazu bei. Die Hängeschränke öffnen per verdeckt montierten Druckfederverschlüssen, lassen aber keinen großen Öffnungswinkel der Klappen zu (deutlich unter 90 Grad). So können sich größere Menschen hier leicht den Kopf anstoßen.

Adria Coral 670 DL (2021)
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Die Längsbänke sind bequem, der klappbare Tisch ist verschieb- und drehbar.

Die Sitzgruppe, deren Tischplatte klappbar ist, um den Durchgang zum Fahrerhaus zu erleichtern, kann von vier Personen bequem genutzt werden, ohne die Fahrerhaussitze drehen zu müssen. Bezieht man diese ein, finden bis zu sechs Camper einen Platz. Um in dieser Truppenstärke tatsächlich zu speisen, ist die Tischfläche mit maximal 75 mal 85 Zentimeter zu klein, aber für Getränke und Knabbereien reicht es allemal. Der Tisch ist drehbar und kann in Längs- und Querrichtung verschoben werden. So kann er für jeden Sitzplatz gut erreichbar positioniert werden. Möchte man mit mehr als zwei Personen auf Reisen gehen, können beide Längsbänke mit je einem Zusatzpolster und wenigen Handgriffen zu Gurtplätzen umgebaut werden. Ebenfalls zügig geht der Umbau zu einem Einzelbett vonstatten. Da für das 2,08 x 0,98 Zentimeter große Bett aber die Sitzpolster verwendet werden, ist die Liegefläche nicht eben.

Im Anschluss an die Sitzgruppe folgt die Küche. Der Drei-Flamm-Kocher hat alle Kochstellen in Reihe angeordnet und schafft so Raum für die Arbeitsfläche davor. Damit kann man auch auskommen, eine sonstige Erweiterung gibt es aber nicht. Dafür mehr als genug Stauraum in den zwei Hängeschränken, fünf Schubladen und einem Staufach. Die Kanten der Arbeitsplatte sind vorbildlich und sorgfältig abgedichtet. Damit beim Kochen die Gerüche nicht im Fahrzeug bleiben, gibt es serienmäßig einen Dunstabzug über dem Küchenblock. Der Absorber-Kühlschrank ist ebenfalls groß dimensioniert. 142 Liter samt 15 Liter Gefrierfach halten für die typische Zwei-Personen-Besatzung auf Reisen genug Kühlraum für leicht verderbliche Lebensmittel parat.

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Die separate Dusche überzeugt mit guter Stehhöhe, die Stufe an der Rückwand stört. Gut dimensioniert zeigt sich der Waschraum. Die Ausstattung ist aber etwas zu mager.

Bad und separate Dusche können mittels der Sanitärraumtür und einer Schiebetür vor dem Schlafbereich als Raumbad genutzt werden. Insgesamt hat man hier in allen Bereichen genügend Platz, Kritik gibt es aber trotzdem. Zwar hat man auch in der rund 60 mal 70 Zentimeter großen Duschkabine viel Ellenbogenfreiheit und mit 2,02 Meter eine gute Stehhöhe, aber der Fußraum ist durch den in die Bodenwanne hineinragenden Radkasten merklich eingeschränkt. Die Plexiglastüren werden per Magnetverschluss offen gehalten und lassen sich leicht schließen. Was fehlt, ist eine Trockenstange für nasse Handtücher oder Klamotten. Dafür sind auch hier die Duschwanne und die Eckfugen vorbildlich und akkurat abgedichtet.

Im gegenüberliegenden Bad wurde etwas mit Ausstattung geknausert. Klorollen-, Seifen- oder Zahnputzbecherhalter sucht man vergebens. Freiraum für die täglichen Sanitärgeschäfte gibt es dagegen ausreichend. Das Waschbecken ist gut nutzbar und Sanitärartikel finden in den beiden Schränken ihren Platz. Die Toilette ist im Raumbadmodus komfortabel zu benutzen. Schließt man die Badtür, geht es gerade noch einigermaßen bequem.

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Die sehr bequemen Matratzen sind 1,96 beziehungsweise 2,00 Meter lang – mit 71 Zentimetern allerdings nicht gerade die breitesten.

Im Schlafbereich warten zwei Einzelbetten auf müde Camper. Die sehr bequemen Matratzen liegen auf Lattenrosten mit aufstellbaren Kopfteilen. Rechts beträgt die Länge 1,96 Meter, links glatte zwei Meter. Das wird den meisten Paaren reichen. Mit 71 Zentimeter sind die Matratzen allerdings eher etwas schmal. Für mehr Liegefläche kann man alternativ mittels Zusatzpolster ein großes Doppelbett von 2,02 mal 1,90 Meter bauen. Dann sollte man aber auch etwas sportlicher sein, denn der Einstieg erfolgt ohne Leiter. Ein Punkt, der übrigens auch schon 2018 im Supercheck des Coral 670 SL angemahnt wurde. Zum Laden des Handys befindet sich in einer Stromleiste unter den Heckschränken neben den Lesespots auch ein – ebenso verschiebbarer – USB-Ladeport. Eine offene Ablage gibt es allerdings nur am Fußende des rechten Betts – immerhin hat Adria auch dort eine doppelte USB-Buchse installiert.

Insgesamt gibt es bis auf Kleinigkeiten wenig zu meckern im Wohnkapitel. Die aktuelle Modellüberarbeitung kann als gelungen bezeichnet werden. Der neue Coral Supreme schafft gekonnt den Spagat zwischen moderner Optik und Wohnlichkeit. Von den beiden großen Dachfenstern kann man immerhin das hintere zum Lüften öffnen. In der Supreme-Ausstattung fällt der Einstieg durch die breite Aufbautür noch ein bisschen leichter, denn diese ist hier serienmäßig mit der Funk-Zentralverriegelung des Fahrerhauses gekoppelt.

Beladen

Transportieren und verstauen sind Stärke und Schwäche des Coral Supreme zugleich. Stärke, weil eine geräumige Heckgarage und zahlreiche Schränke zur Mitnahme von Fahrrädern und reichlich Gepäck einladen. Und Schwäche – Sie ahnen es sicher schon – in Sachen Zuladung ohne Auflastung. Der Adria mit seiner Komfortausstattung und 7,49 Meter Länge ist kein Leichtgewicht. 3420 Kilogramm hat die Messung mit vollen Tanks ergeben. Damit ist dieses Fahrzeug nicht mit der 3,5-Tonnen-Zulassung, die auch angeboten wird, zu bewegen. Möchte man das dennoch, muss man sich bei den Extras und beim Wasser strikt zurückhalten.

Der gangbare Weg ist die Auflastung, auch wenn dies andere Nachteile bedingt. Der Testwagen steht auf dem Maxi-Chassis mit 4,4 Tonnen möglichem Gesamtgewicht. Hat man diese Ladereserven zur Verfügung, kann man weitgehend unbeschwert einladen.

Adria Coral 670 DL (2021)
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Kleinere Kleidungsstücke finden in den zwei Schubladen unter dem rechten Bett Platz.

Der Kleiderschrank verbirgt sich unter dem linken Einzelbett im Heck. Der Zugang erfolgt über eine Tür, die sich komplett in den Schrank einschieben lässt. Der zweite Zugang ist von oben. Der Lattenrost über dem Schrank klappt hoch. Das geschieht automatisch, sobald per Knopfdruck die Kleiderstange elektromotorisch nach oben ausgefahren wird. Allerdings muss man dabei die Matratze von Hand auf Abstand halten, denn ansonsten verkantet sie sich leicht mit dem Lattenrost. Die gemächliche Prozedur wird beim Testwagen zudem von einem unschönen Quietschen untermalt. Insgesamt erscheinen die Vorteile dieser aufwendigen Konstruktion eher fraglich. Deutlich praxistauglicher zeigen sich die beiden Schubladen, die aus dem Bettkasten gegenüber herausgezogen werden können.

Technik

In der Supreme-Ausstattung sind viele Komfortoptionen bereits serienmäßig. So sorgt eine Alde Compact 3020 Warmwasserheizung mit 14 Konvektoren für ein angenehmes Raumklima und gleichmäßige Erwärmung des Innenraums. Per Ventil lassen sich außerdem der Doppelboden, der Abwassertank und die Heckgarage abkoppeln oder zuschalten.

Apropos Doppelboden: Der ist 13 Zentimeter hoch und nimmt Technik willig auf. Die Wassertanks hängen isoliert und beheizt in Wannen unter dem Fahrzeugboden. Die Grauwasser-Entleerung erfolgt komfortabel und serienmäßig per elektrischem Ventil. Der Schalter hierfür ist hinter dem Fahrersitz an der B-Säule eingebaut.

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Der Gaskasten hat eine rückenschonende tiefe Ladekante und ist einfach zu bestücken.

Die Gasvorräte reisen in einem von außen zugänglichem Kasten mit. Die Flaschen stehen nebeneinander und die Ladekante ist niedrig, was den Flaschentausch komfortabel gestaltet. Ein Crashsensor samt Gasfilter gehört zur Grundausstattung. Ein Servicefach zwischen Beifahrer- und Aufbautür beherbergt den Landstrom- und den TV-Außenanschluss sowie eine 230-Volt-Steckdose. Der Frostwächter findet sich unter einer Bodenklappe hinter dem Fahrersitz gut erreichbar im Keller.

Eine weitere Bodenklappe zwischen den Längsbänken gibt den Zugang zu Weithalsöffnung und Entleerungsventil des Frischwassertanks frei. Das erleichtert die Reinigung. Die Einbaulage nahe den Fahrerhaussitzen hat aber einen unüberhörbaren Nachteil: Bei jedem Bremsen und Anfahren schwappt das Wasser im Tank hin und her, was je nach Füllstand mehr oder weniger deutlich vernehmbar ist. Hier sollte man über Schwallwände im Tank oder eine bessere Geräuschdämmung nachdenken.

Der Aufbau mit Alusandwich-Wänden und GfK-Sandwich-Dach und -Boden bedient sich noch an Verstärkungen aus Holz. Während der Boden hochwertiges XPS als Isolierung bekommt, müssen Wände und Dach mit EPS auskommen. Hier kann man von einem Fahrzeug dieser Preisklasse etwas mehr erwarten. Adria vertraut der Aufbautechnik aber und gewährt sieben Jahre Dichtigkeitsgarantie.

Lichtcheck

Adria Coral 670 DL (2021)
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Viele, teils dimmbare LED-Bänder und variable Lichtspots sorgen für eine angenehme Lichtstimmung und gute Messwerte.

Essen und Lesen sind kein Problem bei 383 Lux im Schnitt und 564 an der hellsten Stelle des Tischs. Mit maximal 465 Lux ist die Arbeitsfläche in der Küche gut ausgeleuchtet. 272 Lux sind es durchschnittlich. Sowohl Bad wie auch Dusche weisen eine durchschnittliche Grundhelligkeit von 152 Lux auf. Gute 455 sind es am Spiegel. Gute Gesamthelligkeit und bis zu 756 Lux bei den Lesespots im Schlafbereich.

Fahren

Gut, dass Adria dem Coral Supreme bereits serienmäßig Rückfahrwarner spendiert. So wird das Rangieren mit dem Sieben-einhalb-Meter-Schiff bei 4,04 Meter Radstand erleichtert. Der Kauf einer Rückfahrkamera empfiehlt sich aber dennoch, um teure Schäden am Heck noch sicherer vermeiden zu können.

Vorwärts fährt sich der 670 DL relativ komfortabel, was auch an zwei kostenpflichtigen Optionen liegt: dem 160-PS-Motor und der Neun-Gang-Wandlerautomatik – eine gut harmonierende Kombination. Allerdings zeigt sich dieses Exemplar des Automatikgetriebes ein wenig zickiger als aus anderen Testwagen gewohnt: Das Einlegen des ersten und des zweiten Gangs erfolgt etwas ruppig.

Trotz der großen Panorama-Dachfenster in der T-Haube halten sich die Windgeräusche in Grenzen und auf der Autobahn gleitet der Coral auch mit sehr wenig Störgeräuschen aus Auf- und Ausbau dahin. Das ändert sich allerdings auf schlechteren Straßen deutlich. Ein Klappern aus der Duschkabine und ein Knarzen aus der T-Haube machen Fahrbahnunebenheiten hörbar. Kurze Bodenwellen, wie sie auf vielen Landstraßen immer wieder auftauchen, mag der Testwagen gar nicht und der Ausbau meldet seinen Unmut deutlich.

Das liegt auch am tragfähigen, aber straffer gefederten Maxi-Chassis. Kleiner Trost: Bei voller Beladung wird der Federkomfort erfahrungsgemäß besser.

Preise

Adria Coral 670 DL (2021)
H.Böttcher, cad-vision

Wie der Zusatz Supreme bereits andeutet, ist die Ausstattung des Coral hochwertig und ziemlich komplett. Dass im Testwagen dennoch rund 10.000 Euro für Extras stecken, liegt in erster Linie an drei Punkten. Der 160-PS-Motor inklusive Maxi-Chassis schlägt mit rund 4200 Euro zu Buche, die Neun-Gang-Automatik mit gut 2900 Euro und die Markise kostet rund 1260 Euro. Dafür gibt es keine "Pflichtpakete" wie sonst bis in hohe Preisregionen oft üblich. Das zusammengenommen und die gute technische Ausstattung relativieren den auf den ersten Blick etwas hoch erscheinenden Preis deutlich. Was dazu allerdings nicht recht passt, ist, den unzureichenden 120-PS-Motor als Serienausstattung anzusetzen.

Grundpreis: 74.471 Euro
(Fiat Ducato 35 L, Motor 88 kW/120 PS) mit TÜV und Zulassungsbescheinigung II
Testwagenpreis: 84.739 Euro

Das fiel uns auf

 Die Aufbautür ist serienmäßig mit der Fahrzeug-Funkzentralverriegelung gekoppelt.
 Insgesamt sechs USB-Buchsen sind im Aufbau zu finden. Zwei davon variabel verschiebbar.
 Der Frostwächter ist im Doppelboden leicht zu erreichen vor der linken Längssitzbank.
  Gut zu reinigender Wassertank im Doppelboden. Aber deutlich hörbare Schwappgeräusche.
 Der serienmäßige Bettumbau sorgt für eine große Liegefläche. Der Einstieg ohne Leiter verlangt Sportlichkeit.
 Die Matratze verhakt sich mit dem Lattenrost, wenn man die Kleiderstange elektrisch ausfährt.

Nachgefragt

Kurt Manowski, Leitung Adria-Deutschland-Import, nimmt Stellung ...

... zur Lage des Frischwassertanks und den schwappenden Geräuschen: Der Tank wurde so weit vorne platziert, um eine bessere Gewichtsverteilung zwischen vorn und hinten zu erhalten. Das mit den Wassergeräuschen ist uns neu. Wir haben es bereits ans Werk weitergeleitet, Adria wird es prüfen.

... zum unkomfortablen Einstieg in das Umbaubett im Heck: Der Testwagen ist ein Fahrzeug aus der Nullserie. In der Serie wird das Mittelteil noch etwas gekürzt, so dass die unterste Stufe zum Einstieg genutzt werden kann.

... zum schlecht abgedichteten Kassettenschacht: Es wurde im Werk schlicht vergessen und wir hatten das vor dem Test nicht überprüft. Normalerweise dichten wir oder der Händler den Schacht in so einem Fall vor der Auslieferung ab.

... zu der sich mit der Matratze verhakenden Kleiderstange im Bettunterschrank: Das Problem fiel in der Nullserie auf und wurde inzwischen in der Serienfertigung bereits abgestellt.

Konkurrenten

Bürstner Lyseo TD 727 G Harmony Line

Grundpreis: 66.280 Euro
Basisfahrzeug: Fiat Ducato, 88 kW/120 PS
Länge/Breite/Höhe: 7490/2300/2950 mm
Leer-/zul. Gesamtgewicht: 3095/3500 kg
 Beifahrer-Airbag Serie, Sky-Roof Serie, Doppelboden, lange Einzelbetten
 Isolierter Abwassertank optional, 90-Liter-Dieseltank optional

Eura Mobil Profila T 720 EF

Grundpreis: 64.970 Euro
Basisfahrzeug: Fiat Ducato, 103 kW/140 PS
Länge/Breite/Höhe: 7407/2322/3000 mm
Leer/zul. Gesamtgewicht: 2960/3500 kg
 Beifahrer-Airbag Serie, Doppelboden, 140 PS als Basis-Motor Klimaanlage
 Fahrerhaus optional, Fliegengitter Aufbautür optional.

Knaus Sky TI 700 MEG

Grundpreis: 65.672 Euro
Basisfahrzeug: Fiat Ducato, 88 kW/120 PS
Länge/Breite/Höhe: 7520/2320/2790 mm
Leer-/zul. Gesamtgewicht: 2980/3500 kg
 Breite Einzelbetten, 10 Jahre Dichtheitsgarantie
 Nur 80-Ah-Aufbaubatterie, Beifahrer-Airbag optional, mind. zwei "Pflichtpakete"

Die Baureihe Adria Coral

Preise: 56.537–79.639 Euro
Basis: Fiat Ducato
Länge: 6,99–7,49 m
Gesamtgewicht: 3500–4400 kg
Weitere Modelle: 8

Den Coral gibt es in insgesamt vier Grundrissen und drei Ausstattungslinien. Der Axess bildet den Einstieg, gefolgt vom Plus und dem Supreme als Topausstattungslinie. Nur die beiden höheren Linien haben einen Doppelboden an Bord. Alle Modelle bis auf den 6,99 Meter langen Axess 600 SL sind 7,49 Meter lang. Im Schlafgemach hat man die Wahl zwischen Einzelbetten und einem mittigen Queensbett. Ein Hubbett über der Sitzgruppe gibt es im Coral nicht, denn das ist den Schwestermodellen Matrix vorbehalten. Dort entfällt dann auch das zweite große Panoramafenster der T-Haube.

Wohnen
  • Bequeme Sitzbänke, die auch ohne gedrehte Fahrerhaussitze vier Sitzplätze bieten.
  • Sehr luftiges Raumgefühl dank drei großen Panoramadachfenstern und schlankem Möbelbau.
  • Relativ lange, bequeme Einzelbetten mit Lattenrosten.
  • Die breite Aufbautür und drei Stufen erleichtern den Einstieg.
  • Praktische Küche mit viel Stauraum, großer Kühlschrank.
  • Durch die Herdanordnung genug Arbeitsfläche in der Küche.
  • Praktisches Raumbad mit viel Bewegungsfreiheit.
  • Gute Stehhöhe in der Dusche.
  • Radkasten stört in der Dusche.
  • Einzelbetten relativ schmal.
  • Im Schlafbereich gibt es nur Ablagen im Fußbereich.
  • Insgesamt etwas magere Sanitärraumausstattung.
  • Nach dem Bettumbau zum Doppelbett im Heck ist der Einstieg nur unkomfortabel möglich.
Beladen
  • Viel Stauraum in der großen und gut nutzbaren Heckgarage mit zwei Türen.
  • Zahlreiche Schränke und Schubladen im Innenraum.
  • Schublade im Heck sowohl von der Garage wie auch vom Innenraum zu erreichen.
  • Tür des Kleiderschranks lässt sich im Schrank versenken für gute Zugänglichkeit.
  • Nahezu keine Zuladungsreserven bei einer Zulassung als 3,5-Tonner.
  • Matratze des linken Betts verklemmt sich mit dem Lattenrost beim Ausfahren der elektrischen Kleiderstange.
Technik
  • Gaskasten mit niedriger Ladekante. Flaschen stehen nebeneinander.
  • Gasfilter und Crashsensor gehören zur Serienausstattung.
  • Der beheizte Abwassertank wird über ein elektrisches Ventil geleert.
  • Gluckernder Wassertank nah an den Fahrerhaussitzen.
  • Keine holzfreie Aufbaukonstruktion.
Fahren
  • Gute Fahrleistungen.
  • Automatik und 160-PS-Motor harmonieren sehr gut.
  • Guter Geradeauslauf.
  • Kaum Windgeräusche trotz der großen Dachfenster.
  • Langes, etwas unhandliches Fahrzeug.
  • Klappergeräusche auf schlechteren Wegen.
Preise
  • Die Serienausstattung ist sehr komplett.
  • Sieben Jahre Dichtheitsgarantie.
  • Keine lästigen „Pflichtpakete“.
  • Gutes Servicenetz.
  • Schwacher Serienmotor (120 PS).
  • Relativ hoher Grundpreis.

Fazit

Schöner Wohnen – Der Coral Supreme gibt wenig Anlass zur Kritik. Einige der erwähnten Details sind der Nullserie des Fahrzeugs geschuldet und in der Serienproduktion wohl schon behoben (siehe "Nachgefragt"). Besondere Stärken sind der helle und luftig wirkende Innenraum mit dem, wie ich finde, schicken Möbeldesign und hoher Wohnqualität. Der Preis kann schon etwas abschrecken, passt aber zur umfangreichen Ausstattung. Zudem bekommt man den 670 DL auch in einfacherer Ausführung als Axess für rund 59.000 Euro – auch dann schon mit passabler Serienausstattung, aber ohne Doppelboden.

Adria Coral
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