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Dethleffs Just Go (2023): Neues Ford-Wohnmobil im Test

Dethleffs Just Go (2023) im Test Wie schlägt sich die neue Baureihe mit Ford-Basis?

Mit dem Just Go startete kürzlich der Ford Transit als Basis im Dethleffs-Modellprogramm. Was bringt die Ducato-Alternative und wie schlägt sich der frisch eingerichtete Aufbau? Supercheck.

Als Brücke in eine aktuell etwas ungewisse Zukunft greifen viele Reisemobilhersteller gerade zum Ford Transit als Basisalternative zum Fiat Ducato. Dessen verschärfte Lieferschwierigkeiten sind das eine Problem, die deutlichen Preissteigerungen das andere – bei beiden Aspekten soll das Chassis mit der Pflaume am Kühlergrill zumindest etwas Linderung verschaffen. Dethleffs packt die Gelegenheit beim Schopfe und spendiert der neuen Einstiegsbaureihe ins Modellprogramm auch im Ausbau eine sichtbar modernere Ausrichtung. Optische Konzepte, die vor nicht allzu langer Zeit noch in modernen Integrierten für Ahhhs und Ohhhs sorgten, ermöglichen nun auch hier – in vereinfachter Form – einen neuen Look.

Zum Supercheck tritt das Modell Just Go T 7055 EB an. Ein Grundriss, der mit 7,36 Meter Gesamtlänge, Einzelbetten, Bad mit separater Dusche und Hubbett über der Sitzgruppe auch für vier Personen geeignet ist. Wer nur zu zweit reist, kann auf das optionale Hubbett verzichten und eventuell auch ein kürzeres Modell wählen – die Baureihe bietet genügend Möglichkeiten, unter gängigen Layouts auch mit Längsbanksitzgruppen (siehe Kasten links) auszuwählen.

Also ran an den Speck – wie schlägt sich die neue Baureihe mit Ford-Basis?

Die Baureihe Dethleffs Just Go

Dethleffs Just Go
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Innenansicht des Dethleffs Just Go.
  • Preise: 58.199 – 62.599 Euro
  • Basis: Ford Transit
  • Länge: 6,69–7,36 m
  • Gesamtgewicht: 3,5 –4,1 Tonnen
  • Gurte/Schlafplätze: 4-5/ 2-6
  • Weitere Modelle: 5
  • Charakter: Die junge Baureihe ist bereits auf sechs teilintegrierte Modelle angewachsen. Just-Go-Benjamin ist der nur 6,69 Meter lange T 6615 EB, der dennoch Einzelbetten im Heck hat. Diese Bettvariante findet sich in insgesamt vier Modellen. Eine interessante Alternative zum getesteten T 7055 EB ist der T 7055 EBL – das "L" steht für die offene Längsbanksitzgruppe. Weitere Schlafvarianten bieten der T 6905 (6,99 m) mit französischem Längsbett und der T 7055 DBL (7,36 m) – zweites Modell mit Längsbanksitzgruppe, aber Queensbett im Heck.

Wohnen

Beim Betreten des Just Go ist die erste Reaktion typischerweise ein gewisses Zögern. Man muss es erst mal auf sich wirken lassen, weil der Raum relativ dunkel ist. In diesem Fall verstärkt durch das optionale Hubbett, das neben dem T-Haubenfenster keinen weiteren Lichteinfall von oben zulässt. Es liegt aber auch an den eher dunklen Oberflächen von Möbeln und Sitzpolstern. Nach kurzer Zeit stellt sich dann aber ein Gefühl von moderner Behaglichkeit ein, dazu trägt beispielsweise das Wanddekor bei, das täuschend echt einen Filzbelag imitiert.

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Auf den ersten Blick wirkt das Wohnzimmer etwas dunkel, aber der neue Look kann gefallen.

Doch kommen wir zu den praktischen Dingen. Eckbank und kleiner Seitensitz gegenüber ergeben mit den Fahrerhaussesseln eine gemütliche Runde. Bis es so weit ist, muss man sich allerdings an den fummeligen Drehkonsolen der Ford-Cockpitsitze abarbeiten. Hauptproblem: Die Sitzlängsverstellung dreht nicht mit. Gewöhnungsbedürftig ist auch der kleine Absatz, der vom Fahrerhaus hinunter in den Wohnraum führt, kleine Stolperer beim Aufstehen nicht ausgeschlossen. Ablagen für Kleinkram finden sich im T-Haubenausbau und am Dachhimmel des Transit überreichlich – eine Doppel-USB-Buchse unten am Hängeschrank auch – gut. Die 230-Volt-Steckdose unter dem Längsschenkel der Eckbank an der Wand ist dagegen vergebliche Liebesmüh, die wird keiner nutzen.

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Funktionale Winkelküche mit immerhin etwas Arbeitsfläche vor dem Kocher. Herausnehmbarer Besteckkasten – gut zu putzen – das ist prima.

Reichlich Routine beim Bau einer funktionalen Küche attestiert der Testwagen den Dethleffs-Entwicklern. Die Spüle ist groß und gut erreichbar. Vor dem Kocher, der an die Wand gerückt ist, bleibt noch ein Stück echte Arbeitsfläche frei. Die Elektrozündung des Herds werden Koch wie Köchin goutieren; ob die zwei relativ kleinen Flammen für die Verköstigung einer vierköpfigen Besatzung reichen, bleibt dagegen umstritten. Am Stauraum für Geschirr, Kochgeräte und Lebensmittel wird es dagegen nicht scheitern. Zwei Hängeschränke, vier Schubladen und zwei große Schrankfächer mit integriertem Mülleimer stehen bereit. Ähnliches gilt für den 137-Liter-Kühlschrank, in griffgünstiger Höhe eingebaut und mit praktischer Flaschenschublade.

Eine gewisse räumliche Trennung markiert schon die Stufe, die in den hinteren Bereich hinaufführt. Zudem lässt sich die Badtür mit solider Metallklinke über den Gang hinweg schließen. Das macht die Nutzung von Toilette und Waschtisch noch komfortabler. Weil im Dach nur ein Pilzlüfter eingebaut ist, wirkt das Bad allerdings ziemlich finster. Klare Empfehlung für das optionale Badfenster.

Dethleffs Just Go, 2023, Supercheck Bad
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Die Waschbeckengröße ist okay, Ablagen und Stauraum sind in guter Menge vorhanden, auch Klorollenhalter, Kleiderhaken und selbst Zahnputzbecher fehlen nicht. Die Grundfläche der separaten Dusche gegenüber gleicht einem verzogenen Rechteck. Die kürzeste Seite ist ausgerechnet der Zugang – für korpulente Personen schwierig. Auch der Radkasten schränkt die Bewegungsfreiheit ein. Mit der abnehmbaren Kleiderstange ist die Kabine aber auch als Trockenraum und Kleiderschrank nutzbar.

Die Einzelbetten im Heck sind am Fußende schräg geschnitten, weshalb die Länge jeweils zwischen 1,92 und 2,12 Meter variiert – gute zwei Meter sind es im Schnitt. Auch die dicken Matratzen und Lattenroste tragen zum wirklich bequemen Schlafkomfort bei. Das optionale Hubbett ist für Erwachsene dagegen weniger geeignet. Beim Umdrehen auf der dünnen Matratze spürt man das Brett darunter durch.

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Komfortable Einzelbetten mit gut zwei Meter Länge und dicken Matratzen. Auch das Betterweiterungsset (339 Euro) funktioniert gut.

Beladen

Das Stauraumangebot ist bei Teilintegrierten mit Hubbett oftmals nicht so üppig. Grund: Die Sitzgruppen-Hängeschränke fallen klein aus, weil sie unten am Hubbett hängen und oft auch noch dessen elektrischen Antrieb beherbergen. Das gilt auch im Just Go. Hinzu kommt hier, dass über den Einzelbetten nur zwei Dachschränke an der Heckwand hängen. An den Seiten gibt es zwar großzügige Ablagebords, die aber für Wäsche und Klamotten nicht so gut nutzbar sind.

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Unter dem Bettende findet sich jeweils ein Kleiderschrank. Der Zugriff ist aber mühsam, weil es nur die Tür, aber keinen Klappdeckel und Beleuchtung gibt.

Immerhin ergänzen zwei passabel große Kleiderschränke unter den Bettenden das Stauraumangebot. Ohne Klappdeckel und Beleuchtung ist der Zugriff auf Hemden, Blusen und Jacken aber etwas mühsam. Die Querbanktruhe vorn ist von der Heizung und den Elektroinstallationen vollständig belegt. Bleibt noch die kleine Seitenbanktruhe, die sich mit Klappe am Einstieg als Schuhschrank anbietet.

Für die Zwei-Personen-Besatzung sollte der Stauraum damit insgesamt ausreichen. Bei Vollbelegung kann es aber schon eng werden. Dann muss die ein oder andere Klappkiste mit Ersatzkleidung noch in die Heckgarage. Die ist mit rund 3.300 Liter Volumen aber auch großzügig bemessen. Drei Zubehörfächer in der Frontwand helfen zudem Ordnung zu halten. Verzurrösen sind vorhanden. Die linke, etwas niedrigere Außentür kostet allerdings extra.

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Die linke Garagentür ist zwar nicht ganz so hoch und kostet extra. Zum Verstauen der Ladung ist sie aber nützlich – genau wie die drei Zubehörfächer.

Ähnliches gilt auch für die Zuladung. Für zwei können 325 Kilo genügen, für vier Personen reicht es kaum. Den Testwagen belasten zwar rund 200 Kilo an Extras. Der Löwenanteil geht dabei aber auf zwei Pakete – eins davon unverzichtbar – und das Hubbett. Immerhin gibt es einen guten Ausweg in Form einer Auflastung auf 4.100 Kilo zulässiges Gesamtgewicht. Für akzeptable 1.099 Euro Aufpreis wird die Zuladung um 600 Kilo erhöht und der T 7055 EB damit zum gut nutzbaren Familienmobil.

Technik

Als Einsteigerbaureihe von Dethleffs vertraut der Just Go auf eine traditionelle Bodenkonstruktion mit beschichteter Holzunterseite und EPS-Dämmung. Eine robuste Siebdruckplatte bildet den Boden der Garagen, der aber ganz ohne Isolierung auskommen muss. Das Dach und auch die Wände sind in weitgehend hagelresistentes GfK gehüllt, auch hier mit EPS-Schaum-Kern. Wer aufrüsten möchte, bekommt als Teil des Winterkomfort-Pakets auch eine Isolierung mit XPS-Schaum.

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Die Aufbautür be­sticht vor allem durch ihre lichte Breite von 65 cm.

Für 749 Euro extra können außerdem die einfachen, vorgehängten Fenster gegen Exemplare mit Rahmen getauscht werden. Die auffällig breite Aufbautür (65 cm) ist bereits serienmäßig an Bord ebenso wie die Fliegengittertür. Das Türfenster und die Einbindung in die Funkzentralverriegelung müssen allerdings im Rahmen des Comfort-Pakets hinzugekauft werden. Auch das T-Haubenfenster und ein Midi-Heki gehören zum Paketumfang wie auch die Faltverdunkelung für die Fahrerhausscheiben.

Auch bei der Bordtechnik ist der Just Go ein Kind seiner Klasse. 105 Liter fasst der Frisch-, 95 Liter der Abwassertank. Eine 95-Ah-AGM-Bordbatterie hält die 12-Volt-Verbraucher bei Laune. Der Gaskasten ist groß genug für zwei Elf-Kilo-Flaschen, schließlich wollen Kocher, Absorberkühlschrank und Kombi-Heizung versorgt werden.

Der Wechsel der Gaszylinder gestaltet sich allerdings eher mühevoll. Nicht nur dass die Flaschen hintereinander stehen, schon das Öffnen der Gaskastentür wird zum Gefummel, weil man an beiden Verschlüssen gleichzeitig drücken und ziehen muss. Gefummel ist auch das Stichwort, sollte mal eine Sicherung durchbrennen. Der Elektroblock mit den 12-Volt-Sicherungen ist neben Batterie und Heizung in der Querbanktruhe installiert. Nur über eine kleine Eingriffsöffnung im fest verschraubten Deckelbrett sind die Flachsicherungen zugänglich, zudem versperren Kabelbäume den Weg.

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Der Frischwasser­tank ist von der Garage aus ganz gut erreichbar.

Die Ablassventile der Wasseranlage sind über den Aufbau verstreut – andere Hersteller machen es dem Nutzer durch Zentralisierung einfacher.

Sinnvoll platziert ist die Heizung in der Sitztruhe, dort, wo die Wärme am dringendsten gebraucht wird. Die Truma Combi 6 bläst über acht Ausströmer in die wichtigsten Bereiche. Ganzjahrescamper sollten aber noch das Winterpaket ordern.

Fahren

Ohne Frage kann man sich auch mit dem Ford Transit als Basis ganz gut anfreunden. Verglichen mit dem Fiat Ducato federt er etwas feinfühliger, die Übersichtlichkeit ist ebenfalls gut, auch dank der Außenspiegel mit großen Weitwinkelfeldern, und die Sitzposition passt für viele besser als im italienischen Bestseller. Allerdings sind die Sitze wenig konturiert und bieten so kaum Seitenhalt.

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Der Aufbau ist relativ konventionell konstruiert – Rahmenfenster und XPS-Isolierung gibt es gegen Aufpreis.

Die zahlreichen Ablagen im Armaturenbrett, aber auch am Dachhimmel nimmt man gerne in Gebrauch. Letztere empfinden Großgewachsene allerdings teils als unangenehm nah an der Stirn platziert.

Den Testwagen treibt der Serienmotor mit 130 PS an, gekoppelt mit dem optionalen Sechsgang-Automatikgetriebe. Diese Kombination sprüht nicht gerade vor Temperament, ist aber für einen gemütlichen Reisestil durchaus angemessen und passt zu dem ohnehin eher etwas behäbigen, indirekten Fahrgefühl des Transit – verglichen mit dem Ducato. Die aufpreisflichtigen 155 PS versprechen etwas mehr Zug beim Beschleunigen.

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Die Ergebnisse zum Verbrauch aus unserem Test.

Beim Verzögern macht er dagegen schon serienmäßig eine gute Figur: 40,5 Meter im Schnitt sind respektabel. Auch gibt es eine beachtliche Auswahl an Assistenzsystemen und Sicherheitsextras für den Ford. Weniger vorbildlich zeigt sich der Dethleffs dagegen in Sachen Knarz- und Quietschgeräusche. Hoffentlich nur eine Eigenheit des Vorserienmodells.

Preise

Mit etwas über 60.000 Euro ist der Just Go T 7055 EB – angesichts der Marktlage – recht günstig eingepreist. Allerdings kommen mit dem praktisch obligatorischen Comfort-Paket gleich mal noch rund 8.000 Euro obendrauf. Möchte man an der Sicherheit nicht sparen, sollte auch das Assistenzpaket mit Notbremsassistent und Abstandstempomat mit dazu – macht noch mal fast 7.900 Euro. Für die Vier-Personen-Nutzung fehlen dann noch Hubbett und Auflastung – zusammen rund 3.000 Euro. Das läppert sich.

  • Grundpreis: 60.499 Euro (Ford Transit, Motor 96 kW/130 PS) mit TÜV und Zulassungsbescheinigung II
  • Testwagenpreis: 80.039 Euro
  • Turbodiesel 114 kW/155 PS: 1.499 Euro
  • ✘ ABS/ASR/ESP/Seitenwindassistent: Serie
  • ✘ Fahrer-/Beifahrer-Airbag: ✔ Serie/279 Euro
  • Chassis mit 4,1 t zGG: 1.099 Euro
  • ✘ Sechsgang-Automatikgetriebe: 2.399 Euro
  • ✘ Lederlenkrad/Tempomat/Klimaanlage: Serie
  • ✘ Elektrisches Hubbett (55 kg): 1.899 Euro
  • ✘ Comfort-Paket: Alufelgen, Beifahrer-Airbag, Aufbautür m. Fenster u. ZV, T-Haubenfenster, Faltverdunkelung FH, Panoramadachfenster, Stauraumtür links, Erweiterungsset Einzelbetten, Ambientebeleuchtung, Regensensor, Spurhalteass., Fernlichtass., Müdigkeitswarner, Klimaanlage, Stoßfänger in Weiß, elektr. Außenspiegel (53 kg): 7.999 Euro
  • Winterkomfortpaket: XPS-Isolierung, Leitungen u. Abwassertank isoliert u. beheizt, Schalter Wasserpumpe, Truma Combi 6 E, Truma CP Plus: 2.499 Euro

✘ im Testwagen enthalten; ✔empfehlenswert

Kosten und Service

  • Kfz-Steuer (3,5 t zGG, S5): 240 Euro
  • Haftpflicht/Vollkasko (500 Euro SB, Tarif Allianz): 565/1.416 Euro
  • Dichtigkeitsgarantie/Kontrolle: 72/12 Monate
  • Servicestellen in Deutschland/Europa: 85/330

Lichtcheck

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Direkte und indirekte Lampen sorgen für eine stimmungsvolle Atmosphäre. Fast in allen Bereichen ist es aber nur mäßig hell.

angelehnt an DIN EN 12464-1

  1. 182 Lux im Schnitt sind passabel, 250 Lux maximal zum Lesen nicht optimal.
  2. Auch wenn der Spitzenwert fast die geforderten 300 Lux erreicht, sind 118 Lux im Mittel für die Küche deutlich zu wenig.
  3. 241 Lux auf dem Gesicht im Spiegel sind befriedigend, 107 Lux für das Bad und 150 für die Dusche als Mittelwert so eben okay.
  4. Die Grundhelligkeit an den Betten passt, die Lesespots sind aber zu dunkel.

Das fiel uns auf

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 Die Sitzbank hat zwei Isofix-Plätze, inklusive der von neueren Kindersitzen genutzten Top-Tether-Öse.
 Großer Serienkühlschrank (137 L), bequem zugänglich, praktische Flaschenschublade.
 Sitztruhe mit Seitenklappe neben dem Einstieg kann sehr gut als Schuhfach genutzt werden.

  Gut: Doppel-USB-Buchse an Hängeschränken über Betten: Schlecht: keine Ablage fürs Handy.

 Fummeliger Schalter fürs Hubbett an der Küche. Schlüssel kann abbrechen oder verloren gehen.
 Umständlicher Zugriff auf die Sicherungen nur durch den kleinen Ausschnitt – Sitztruhendeckel ist verschraubt.

Helge Vester, Marketingleiter bei Dethleffs, nimmt Stellung ...

Helge Vester
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Helge Vester ist Marketingleiter bei Dethleffs.

... zur fehlenden Ablage für Handys in der Nähe der USB-Buchsen an den Heckbetten: Diesen Hinweis nehmen wir gerne auf und prüfen eine Realisierbarkeit.

... zum fummeligen und bruchgefährdeten Hubbett-Schalter an der Küchenfront: Die Verriegelungsmöglichkeit per Schlüssel sehen wir als wichtiges Sicherheits-Feature. Bei anderen Modellen mit vergleichbarer Lösung gab es bislang keine negativen Rückmeldungen.

... zum verschraubten Sitztruhendeckel mit engem Zugriff auf die Sicherungen: Der Deckel wurde aus Sicherheitsgründen nicht klappbar gemacht, da sich auch die Bordbatterie hier befindet. Die Größe der Öffnung und die Kabelverlegung wurden geprüft und für gut befunden.

... zur fummelig zu öffnenden Gaskastentür: Eine separate Gaskastentür einzusetzen war uns wichtig, um einen ungewollten Zugriff, etwa durch Kinder, zu verhindern. Zur Benutzung der Tür sind uns keine Reklamationen bekannt.

Die Konkurrenten des Dethleffs Just Go

1. Ahorn Canada TE

Ahorn Canada TE
Bartosch
Ahorn Canada TE
  • Grundpreis: 56.700 Euro
  • Basisfahrzeug: Renault Master, 107 kW/145 PS
  • Länge/Breite/Höhe: 7.480/2.340/2.960 mm
  • Leer-*/zul. Gesamtgewicht: 3.059/3.500 kg
  • Besonderheiten:  Zwei Meter lange Einzelbetten, günstiger Grundpreis, bis zu fünf Gurtplätze Langer Radstand  dadurch unhandlich, hohe Nebenkosten.

2. Chausson 777 Ga Titanium Ultimate

Chausson 77 GA
Bartosch
Chausson 777 Ga Titanium Ultimate
  • Grundpreis: 73.690 Euro
  • Basisfahrzeug: Ford Transit, 125 kW /170 PS
  • Länge/Breite/Höhe: 7.190/2.350/2.920 mm
  • Leer-*/zul. Gesamtgewicht: 3.106/3.500 kg
  • Besonderheiten:  Großer Motor, Automatik und vieles mehr serienmäßig, großer Kühlschrank  Hoher Grundpreis, nur ein Bett knapp zwei Meter lang.

3. Etrusco T 7.3 SF

Etrusco T 7.4
Bartosch
Etrusco T 7.3 SF
  • Grundpreis: 56.999 Euro
  • Basisfahrzeug: Ford Transit, 96 kW/130 PS
  • Länge/Breite/Höhe: 7.430/2.320/2.870 mm
  • Leer-*/zul. Gesamtgewicht: k. A./3.500 kg
  • Besonderheiten:  Günstiger Grundpreis, Aufbau ringsum mit GfK, wahlweise mit Längsbänken, großer Kühlschrank  Etwas knappe Serienausstattung.

* Masse in fahrbereitem Zustand; alle Werte Werksangaben; die Fotos stehen beispielhaft für die jeweilige Baureihe. Grundpreis jeweils mit Vorfracht, TÜV und Zulassungsbescheinigung Teil II.

Wohnen
  • Beide Einzelbetten gut zwei Meter lang, dicke Matratzen, Lattenroste, praktische Erweiterung
  • Funktionale Winkelküche mit etwas Arbeitsfläche und viel Stauraum, großer Kühlschrank
  • Bad mit separater Dusche, zum Raumbad erweiterbar
  • Bequeme L-Sitzgruppe mit kleinem Seitensitz gegenüber, viele Ablagen über Fahrerhaus
  • Elektrisch absenkbares Hubbett mit passablen Liegemaßen
  • Geradlinig, modern gestalteter Möbelbau, solide Beschläge
  • Zweiflammkocher mit wenig Brennerabstand
  • Relativ dünne Hubbettmatratze ohne Unterfederung, schmales Fußende, keine USB-Buchse
  • Düsteres Bad nur mit Pilzlüfter, optionales Fenster empfohlen
  • Separate Dusche mit schmalem Zugang und Radkastenabsatz
  • Drehen der Fahrerhaussitze mühsam, störende Bodenstufe
Beladen
  • Zwei passabel große Kleiderschränke, praktisches Schuhfach am Einstieg
  • Relativ viele, teils großzügige Ablagen
  • Geräumige Heckgarage (ca. 3.300 L) mit Zubehörfächern und Zurrösen, zweite Stauraumtür im Comfort-Paket inbegriffen
  • Solide Auflastung auf 4.100 Kilo zum akzeptablen Preis verfügbar
  • Kleiderschränke mit etwas mühsamem Zugriff und ohne Beleuchtung
  • Wenige Hängeschränke und Fächer
  • Als 3,5-Tonner reicht die Zuladung nur für den Zwei-Personen-Betrieb
Technik
  • Hagelgeschütztes GfK-Dach, optional auch mit XPS-Isolierung und Rahmenfenstern
  • Klassengerechte Wasser-, Strom- und Gasreserven vorhanden
  • Truma Combi 6 serienmäßig, umfangreiches Winterkomfortpaket gegen Aufpreis
  • Aufbau mit Holzboden und EPS-Isolierung
  • Mühsamer Gasflaschenwechsel, Wasserablassventile verstreut, dunkle Beleuchtung
Fahren
  • Passable Federung, gute Übersichtlichkeit, passende Sitzposition, viele Ablagen
  • Respektable Bremswege, viele Assistenzsysteme – teils Serie, teils optional
  • Etwas behäbige Lenkung, 130-PS-Motor mit Automatik wenig temperamentvoll
  • Ausgeprägte Geräuschkulisse während der Fahrt beim Vorserien-Testwagen
Preise
  • Konkurrenzfähiger Grundpreis, viele Optionen, gut geschnürte Pakete
  • Äußerst engmaschiges Servicenetz in Deutschland und Europa
  • Karge Serienausstattung, Comfort-Paket für stattliche 7.999 Euro obligatorisch

Fazit

Einfach nur los?

Dethleffs hat sich das wohl so gedacht. Just Go – einfach kaufen und los. Ganz so einfach geht es dann doch nicht, zumindest was Preis und Ausstattung anbelangt. Zum attraktiven Grundpreis von gut 60.000 Euro kommen da "einfach mal" noch rund 8.000 Euro für das praktisch obligatorische Comfort-Paket obendrauf. Das dämpft die Aufbruchstimmung. Das Modellkonzept mit dem Ford Transit als Basis ist ansonsten aber stimmig. Fast alles ist routiniert und weitgehend durchdacht gemacht. Lob erntet Dethleffs für den modernen Ausbaustil – etwas gewöhnungsbedürftig, aber gefällig.

Alle neuen Teilintegrierten 2023 gibt es hier.

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