Integrierte Wohnmobile
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Dethleffs Esprit I 7150-2 (2021) Ingolf Pompe
Dethleffs Esprit I 7150-2 (2021)
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Dethleffs Esprit I 7150-2 DMB (2021) im Test

Dethleffs Esprit I 7150-2 DMB (2021) im Test Ein Integrierter der Mittel- oder Oberklasse?

Nicht nur, aber besonders beim Wintercamping machen sich geräumige Integrierte mit Doppelboden und Warmwasserheizung beliebt. Was bietet der Esprit I Schneefans?

GanzjahrescamperInnen sind naturgemäß anspruchsvoller als ReisemobilbesitzerInnen, die ihr Fahrzeug über die Wintermonate stets einmotten. Erst bei Minusgraden zeigt sich wirklich, wie gut die Dämmschicht rundum schützt, ob die Heizung komfortabel wärmt oder die Wasseranlage tatsächlich frostsicher installiert ist.

Doch die Isolierung hilft auch im Sommer gegen Hitze, und ein zentrales Ver- und Entsorgungsfach im Doppelboden erspart zu allen Jahreszeiten den Griff an den oftmals verschmutzten Ablasshahn am Wagenboden. Und auch wenn viel Platz besonders im Winter für Entspannung sorgt, lässt man sich etwas mehr Großzügigkeit das ganze Jahr über gerne gefallen.

Der Esprit I ist so ein Fall, der von allem etwas mehr bietet als typische Mittelklasse-Mobile, aber trotzdem noch nicht wirklich zur elitären Oberklasse gehört – technisch-konstruktiv, aber eben auch preislich. Direkte Konkurrenten gibt es in diesem Übergangssegment tatsächlich nur wenige. Dem Test stellt sich das Modell Dethleffs Esprit I 7150-2 DBM. Die nachgestellte "2" in der Modellziffer markiert bei Dethleffs den doppelbödigen Aufbau. Das "DBM" weist auf ein mittig stehendes Doppelbett, also ein Queensbett im Heck hin.

Wohnen

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Bequeme Runde für bis zu sechs Personen. Die Fahrersitze machen sich auch als TV-Sessel gut.

Die breite Aufbautür vermittelt dem BesucherInnen schon beim Eintritt, dass man hier willkommen ist. In der großzügigen Sitzgruppe mit fünf bis sechs Plätzen rund um den großen Tisch lässt man sich gerne nieder. Ganz besonders auf den umgedrehten Fahrerhaussitzen, wenn die optionalen, luftgefederten SKA-Sitze eingebaut sind, die fast wie Ohrensessel gemütliche Abende förmlich versprechen.

Für Stimmung sorgt dabei auch die aufwendige indirekte Beleuchtung, die sich auf vier Ebenen längs durchs Fahrzeug zieht – als Teil des Light-Moments-Pakets für insgesamt 929 Euro aber extra bezahlt werden muss. Das Mobiliar verzichtet weitgehend auf Holzdekor, wirkt dadurch etwas nüchterner, aber auch moderner. Neben den relativ neutralen Serienbezügen aus Textilgewebe können auch sportlicher wirkende Teillederpolster – wie im Testwagen – oder gegen Aufpreis eine Echtlederausstattung mit Karosteppung gewählt werden. Die Lehne der Querbank ist mit einem grauen Dekorelement verkleidet, das gleichzeitig als optischer Trenner zwischen Küche und Wohnzimmer und als kleine Abstellfläche dient.

Im tiefen Küchenblock offerieren drei Schubladen und ein Auszug reichlich Stauraum für Töpfe, Geschirr und Co. – gesichert durch eine elektrische Zentralverriegelung. Auf den großflächigen Dreiflammkocher passen auch familientaugliche Töpfe und Pfannen. Die Spüle verbirgt sich unter einer Abdeckung, die auf der Rückseite als Schneidebrett ausgeführt ist. Clever: Ein kleines Stück des Beckens bleibt noch frei und kann als Miniausgussbecken benutzt werden. Das erleichtert die Küchenarbeit sehr, weil es ansonsten kaum Arbeits-, nur Abstellfläche in der Ecke gibt. Ein stattlicher 177-Liter-Kühlschrank mit separatem Gefrierfach und Backofen erweitert gegenüber im Testwagen die Küchenausstattung. Serie sind 141 Liter Kühlvolumen – auch schon okay.

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Ausreichend groß geschnittenes Bad mit Fenster und dreiteiligem Spiegelschrank.

Stufenlos geht es weiter ins Bad, das sich, wie bei Komfortmobilen inzwischen üblich, aus Waschraum und Dusche zu einem Raumbad verbinden lässt. Auf der Toilette kann man auch bei geschlossener Tür bequem sitzen. Das Fenster bringt Licht und die Möglichkeit zum Lüften ein. Der dreiflügelige Spiegel- und der Unterschrank verwahren die üblichen Badaccessoires ohne Probleme.

Die üppige Stehhöhe von 2,08 Meter macht sich besonders im Duschraum positiv bemerkbar. Hier kann man wirklich bequem "unter" der Dusche stehen. Der Strahl des Brausekopfs lässt sich sogar verstellen, eine Duschgelablage und eine helle Beleuchtung sind ebenfalls vorhanden. Mit Kleiderstange, Dachhaube und Heizkörper eignet sich der Raum auch sehr gut als Trockenkammer für klamme Kleidung. Lediglich der schmale Zugang ist für stämmigere Naturen etwas knapp.

Erst beim Zugang ins Schlafzimmer muss beim Dethleffs Esprit I eine Stufe beachtet werden – die sollte man vor lauter Pracht des breiten Queensbetts nicht übersehen. Die Liegelänge erreicht allerdings erst dann standesgemäße zwei Meter, wenn man am Kopfende quer ein Zusatzpolster einlegt – und die Durchgangsbreite am Fußende dadurch deutlich reduziert, links auf 18, rechts auf 15 Zentimeter. Ein Kompromiss, der angesichts der üppigen Fahrzeuglänge nicht so leicht zu akzeptieren ist.

Sehr willkommen sind dagegen die seitlichen Ablagenischen am Kopfende, einmal mit 230-Volt-Dose, einmal mit Doppel-USB-Ladebuchse. Praktisch wäre hier allerdings noch eine integrierte, dezente Beleuchtung, am besten gemeinsam geschaltet mit dem hilfreichen Orientierungslicht am Boden für den nächtlichen Toilettengang. Zum Schmökern gibt es zwei Lesespots unten an den Hängeschränken – die ihren Namen aber kaum verdienen, weil sie ihr Licht mehr streuen, als gezielt und hell auf die Buchseiten zu strahlen.

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Das elektrisch absenkbare Hubbett ist mit 1,97 mal 1,45 Meter Liegefläche tatsächlich auch für zwei Erwachsene ein bequemer Übernachtungsplatz.

Die gleichen Exemplare finden sich auch vorn am elektromotorisch bewegten Hubbett, das sich weit absenken und damit bequem über die Seitenbank besteigen lässt. Damit das funktioniert, müssen die Fahrerhaussitze aber zuvor in die exakt richtige Position – Sitz ganz nach hinten, Lehne komplett umgelegt – gebracht werden. Mit 1,97 mal 1,45 Meter und bequemer Matratze auf Lattenrost ist die Liegefläche auch für Erwachsene gut geeignet.

Eine Dachhaube ist ebenso vorhanden, eine Ablage für Brille oder Bettlektüre allerdings nicht. Es würde sich anbieten, die umlaufende Blende, an der der Stoffbalg aufgehängt ist, zu einem kleinen Ablagebord zu erweitern.

Beladen

Ein großer Doppelhängeschrank vorn, zwei weitere hinten über dem Queensbett – das klingt erst mal nicht so viel. Doch der Esprit verteilt seinen Stauraum auf viele Arten von Schränken und Fächern. Etwa die beiden Kleiderschränke rechts und links des Queensbetts, die unten schmaler sind als oben und so einen cleveren Kompromiss zwischen Bettbreite und Platz für Jacken und Hemden ermöglichen. Sehr praktisch sind auch die beiden Schubladen, die vorn aus dem Bettkasten ausfahren und Unterwäsche genau dort in Griffweite bereithalten, wo man sich am bequemsten umziehen kann. Ähnliches gilt für die Schuhschublade im Einstieg.

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Die Kleiderschränke – mit „Knick“ – ermöglichen ein breites Bett und genug Platz für Kleidung.

Ziemlich umständlich geriet dagegen der Zugriff auf die Sitztruhe der Seitenbank – die Polster müssen hier erst abgeräumt werden. Da gäbe es komfortablere Lösungen. Das Potenzial nicht voll ausgeschöpft wurde auch bei den Bodenfächern. Bei den drei Bodenluken findet sich nur unter einer ein kleiner Stauraum, und selbst der ist noch durch den Sicherungskasten eingeschränkt. Dabei gäbe es direkt unter der Küche über die ganze Aufbaubreite ein Durchladefach, das man mit einer Bodenluke leicht auch als Vorratskeller nutzen könnte. So ist es ein reines Außenstaufach, welches etwa für Campingmöbel und Skier gute Dienste leistet. Damit kann man die Heckgarage für Fahrräder reservieren, die sich durch zwei gleich große, aber nicht allzu hohe Türen einladen und an den Zurrösen gut sichern lassen. In zwei Nischen reist zudem Zubehör wie Auffahrkeile und Kabeltrommel griffbereit mit.

Beim Gewicht tut Dethleffs gut daran, keine Kompromisse einzugehen und gleich auf das Maxi-Chassis mit 4,25 Tonnen Gesamtgewicht zu setzen – eine 3,5-Tonnen-Zulassung wäre kaum praktikabel. Weitere 250 Kilo Zuladung sind drin, wenn man die Auflastung auf 4,5 t wählt.

Technik

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In einer Nische der Garage ist die Bordelektrik inklusive optionaler Zweitbatterie platziert.

Lifetime-Plus nennt Dethleffs die Aufbautechnik seiner gehobenen Baureihen. Dach und Boden hüllen sich dabei in GfK, als Dämmung kommt XPS-Schaum zum Einsatz, und zur Verstärkung sind hochverdichtete PU-Leisten eingelegt. Lediglich auf der Sandwich-Innenseite erinnert foliertes Sperrholz an die traditionelle Bauweise, was für Stabilität und Dauerhaftigkeit aber keine große Rolle spielt. Ein Doppelboden mit 26,5 Zentimeter lichter Höhe zieht sich ab dem Fahrerhaus bis vor die Heckgarage.

Von der angenehm breiten Aufbautür war schon die Rede, die auch mit einem Fenster, zwei Schlossfallen und zwei umlaufenden Dichtungen überzeugt. Die Alu-Rahmenfenster, Typ Aero von Polyplastic, sind solide und elegant mit ihren planen Außenscheiben. Auch die beiden großen Türen der Heckgarage zeigen sich stabil, sind trotz der zwei Schlossfallen mit einer Hand bedienbar, haben zwei Dichtungen und sind gemeinsam mit Fahrer- und Aufbautür per Funk zentralverriegelbar. Die optische Wucht des knapp drei Meter hohen Esprit I kaschiert geschickt ein Knick in der Heckwand auf halber Höhe und die Rundung an der Dachkante.

Sauber verteilt Dethleffs die Bordtechnik. Links vorn in einem Doppelbodenfach versammelt sich alles, was mit Wasser zu tun hat, die Druckpumpe, der Verteiler und die Ablassventile für Frischwassertank, Warm- und Kaltwasserleitungen. Lediglich das Ablassventil des Abwassertanks ist etwas versteckt seitlich im Durchladefach installiert.

Hier findet sich genau auf der anderen Seite auch der Landstromanschluss mit praktischer Bodendurchführung. Die übrigen Elemente der Bordelektrik, Batterien, Elektroblock und Ladebooster sitzen in einem soliden Stahlprofilkäfig rechts hinten vor der Heckgarage. Solide Isolierung, hinterlüftete Schränke und die frostgeschützte Bordtechnik bilden schon in Serie eine gute Grundlage für die Wintertauglichkeit. Die optionale, aufwendig verlegte Warmwasserheizung mit zahlreichen Konvektoren tut ein Übriges. Zusätzlich lässt sich auch noch im Fahrerhaus eine Warmwasser-Fußbodenheizmatte anschließen.

Lichtcheck

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Das optionale Light-Moments-Paket taucht den Innenraum in stimmungsvolles Licht. Die Helligkeit der Lesespots ist zu gering.

Ein Durchschnittswert von 256 Lux auf dem Tisch ist gut, der Maximalwert (268 Lux) sollte höher sein. Umgekehrtes Bild in der Küche: Maximal 450 Lux sind super, 190 im Schnitt dagegen eher wenig. Das Gesicht im Badspiegel erreichen gute 305 Lux. Die Dusche ist mit 407 Lux im Schnitt strahlend hell. Die Lesespots an Hub- und Heckbett streuen stark und bringen es maximal nur auf 167 bzw. 187 Lux.

Fahren

Durch das breite Fahrerhaus und die große Frontscheibe haben FahrerInnen intuitiv den Eindruck, in einem großen Fahrzeug zu sitzen. Außenabmessungen und Tonnage lassen es ohnehin geboten erscheinen, die Dinge mit Bedacht anzugehen. Das überträgt sich offenbar auch auf den 160-PS-Motor, der hier merklich weniger spritzig wirkt als in einem typischen 3,5-Tonner. Sich mit dem 140-PS-Serienmotor zufriedenzugeben erscheint nur dann eine Option, wenn man sich auch sonst mit wenig Extras bescheiden kann – der Testwagen schleppt immerhin 320 Extra-Kilos mit sich herum.

Eines dieser Extras sind die luftgefederten SKA-Sitze, die sich als sehr bequem erweisen. Sie sind vielfach einstellbar und optional zudem beheiz- und belüftbar. Einzig der relativ laut arbeitende Kompressor stört etwas, der zu Fahrtbeginn den Sitz auf die eingestellte Höhe pumpt. Unterwegs überzeugt der Schwingsitzkomfort, der die Schläge der straffen Ducato-Vorderachse abzumildern versteht. Hilfreich ist auch ein weiteres Extra – zusätzliche Sonnenblenden, die sich seitlich herunterziehen lassen und bei tiefstehender Sonne vor lästigem Seitenlicht schützen.

Motor- und Fahrgeräusche dringen in vernehmlicher Lautstärke ins Cockpit. Von den Möbeln ist dagegen relativ wenig zu hören – außer man vergisst, die Bleche und Gitter aus dem Backofen zu nehmen.

Preise

Dethleffs Esprit I 7150-2 (2021)
H.Böttcher, cad-vision

Zwischen der Serienausführung und dem Testwagen liegen rund 30.000 Euro Differenz. Gut die Hälfte macht alleine das GT-Paket aus, das wiederum das Chassis- und Travel-Paket mit einschließt. Das Chassis-Paket ist nahzu obligatorisch, da es Beifahrer-Airbag und Tempomat umfasst. Auch ohne das Travel-Paket, unter anderem mit der Fahrertür und dem elektrischen Frontscheibenrollo, wird wohl kaum ein Esprit I ausgeliefert. Macht zusammen rund 11.400 Euro – und damit mindestens 100.000 Euro insgesamt.

Grundpreis: 89.984 Euro
(Fiat Ducato, Motor 103 kW/140 PS) mit TÜV und Zulassungsbescheinigung II
Testwagenpreis: 120.803 Euro

Die Baureihe Esprit I

Preise: 89.799–90.699 Euro
Basis: Fiat Ducato/Alko-Tiefrahmen
Länge: 7,81 m
Gesamtgewicht: 4250–4500 kg
Weitere Modelle: 3

Gegenüber den Baureihen Globebus, Trend und Pulse gehören die Integrierten der Esprit-Serie zu den aufwendiger konstruierten und ausgestatteten Modellen an der Schwelle zur Oberklasse. Darüber rangieren die Dreiachser der Alpa- und XLI-Baureihe. Es gibt vier Grundrisse, alle 7,81 Meter lang. Variiert wird dabei die Anordnung der Liegeflächen im Heck – Einzel- oder Queensbett – und der Sitzgruppe vorn – in L-Form oder mit zwei Längsbänken. Mit Doppelboden und optionaler Warmwasserheizung empfiehlt sich der Esprit I besonders auch für Wintereinsätze.

Das fiel uns auf

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 Die Aufbautür hat großzügige Maße. Das ist angenehm, besonders beim Be- und Entladen.
 Fast alle Bedienteile der Wasseranlagen finden sich im Servicefach: Ausnahme der Abwasserhahn.
 Ein Extrakonvektor der optionalen Warmwasserheizung vor dem Beifahrer sorgt für warme Füße.
  Sehr komfortable, luftgefederte Optionssitze, mit etwas nervig lautem Kompressor.
  Gut zugänglicher Scheibenwaschwasserstutzen – Motorzugang aber ziemlich verbaut.
 Ad-Blue-Einfüllstutzen im Fahrertüreinstieg. Hinterlässt unschöne Flecken, wenn mal etwas danebenläuft.

Nachgefragt

Florian Pietrzak, Produktmanager bei Dethleffs, nimmt Stellung ...

... zur Bordelektrik, die neuerdings in einem massiven Stahlkäfig eingebaut ist: Der massive Stahlkäfig zum Schutz der Elektrozentrale ist beim XLI bereits seit Jahren Standard und für uns ein Qualitätsmerkmal.

... zum engen Motorzugang und zur Wahl der hohen Motortraverse: Die von uns eingesetzte Traverse ist stabiler und damit sicherer als die flache, kostengünstigere Variante. Der Ölpeilstab wurde deshalb extra verlängert. Kleinere Einschränkungen bei der Zugänglichkeit halten wir unter dem Sicherheitsaspekt für vertretbar.

... zum Vorschlag, die Ablagenischen am Kopfende des Queensbetts mit einer Beleuchtung auszustatten, eventuell in Kombination mit dem Nachtlicht: Danke für die Anregung. Wir hatten das diskutiert, sind aber zu dem Schluss gekommen, dass dieses Licht den schlafenden Partner stören würde und das Bodenlicht ausreicht. Bei entsprechendem Kundenfeedback sind wir aber auch offen für eine Änderung.

Konkurrenten

Eura Mobil Integra Line IL 720 QB
Grundpreis:
82.290 Euro
Basisfahrzeug: Fiat Ducato 35L, 103 kW/140 PS
Länge/Breite/Höhe: 7577/2322/2880 mm
Leer-/zul. Gesamtgewicht: 3095/3500 kg
 Günstiger Preis, Sandwich mit GfK außen und innen, WW-Heizung optional.
 Kein Alko-Tiefrahmen, Queensbett nur 1,90 Meter lang.

Laika Ecovip H 4112
Grundpreis: 86.590 Euro
Basisfahrzeug: Fiat Ducato 35L, 88 kW/120 PS
Länge/Breite/Höhe: 7400/2250/2960 mm
Leer-/zul. Gesamtgewicht: k. A./3500 kg
 Ver-/Entsorgungsfach, WW-Heizung optional.
 Kein Alko-Tiefrahmen, Queensbett nur 1,90 m lang, schwacher Serienmotor.

Rapido Distinction I 190
Grundpreis: 103.600 Euro
Basisfahrzeug: Fiat Ducato, 118 kW/160 PS
Länge/Breite/Höhe: 7990/2350/2940 mm
Leer-/zul. Gesamtgewicht: 3580/4500 kg
 Starker Motor und Warmwasserheizung Serie, Alko-Chassis, viel Wohnraum, großes Queensbett.
 Höherer Preis, langes Fahrzeug.

Wohnen
  • Großzügige Sitzgruppe mit großem Tisch und sehr komfortablen, optionalen Fahrerhaussitzen.
  • Küche mit großem Kocher, reichlich Stauraum und üppigem Optionskühlschrank mit Backofen.
  • Bad mit Fenster, großen Spiegelflächen und passablem Stauraum.
  • Dusche mit guter Ausstattung und Bewegungsfreiheit, viel Stehhöhe, auch als Trockenraum.
  • Bequemes Queensbett mit dicker Matratze und viel Breite.
  • Relativ großes, elektromotorisch absenkbares Hubbett.
  • Adretter Möbelbau, zentralverriegelte Küchenschubladen, Hängeschränke hinterlüftet.
  • Wenig Küchenarbeitsfläche nur auf Kocher-/Spülenabdeckung.
  • Schmaler Duschenzugang.
  • Queensbett nur mit Zusatzpolster 2 m lang, dann Durchgänge am Fußende nur noch sehr schmal.
  • Aufsteller der Hängeschrankklappen etwas schwach ausgelegt.
Beladen
  • Große, rundum gut ausgestattete Heckgarage mit zwei großen Türen, Verzurrschienen und zwei Nischen für Zubehör.
  • Praktisches Doppelboden-Durchladefach.
  • Zwei Kleiderschränke, drei praktische Schubladen und genügend andere Schränke und Fächer für Kleidung und Gepäck.
  • Mit 4,25-t-Maxichassis als Serienausführung genügend Zuladung an Achsen und insgesamt, weitere Auflastung möglich.
  • Unpraktischer Zugang zur Seitenbanktruhe, nur ein kleines Bodenfach vorhanden.
  • Nicht als 3,5-Tonner möglich.
Technik
  • Hochwertige Aufbautechnik mit Doppelboden, GfK-Dach/-Boden, XPS-Dämmung und PU-Schaumverstärkungen.
  • Gute Wasser- und Stromreserven, solide Installation der Bordtechnik.
  • Gute Wintertauglichkeit, insbesondere mit optionaler Warmwasserheizung.
  • Beleuchtung teils nicht hell genug, Verarbeitung auf durchschnittlichem Niveau.
Fahren
  • Praxisgerechte Übersichtlichkeit durch die Fahrerhausscheiben und Außenspiegel.
  • Sehr bequeme, optionale Luftfeder-Sitze.
  • Mit 160-PS-Motor insgesamt angemessene Fahrleistungen.
  • Straffe Ducato-Federung, durch Schwingsitze teilweise abgemildert.
  • Beengter Motorzugang.
Preise
  • Relativ günstiger Grundpreis für Fahrzeuggröße und Konzept.
  • Sehr umfangreiches Servicenetz.
  • Serienausstattung ziemlich mager.
  • Realistischer Grundpreis startet eher bei gut 100.000 Euro.

Fazit

Wer bin ich? Der Esprit I wandert zwischen den Welten. Grundpreis und manche Konstruktions- und Ausstattungsmerkmale kennzeichnen ihn noch als Kind der Mittelklasse. Mit den stattlichen Abmessungen und den umfangreichen Optionen liebäugelt er aber auch schon mit der Oberklasse. Das Raumangebot ist komfortabel, und die KäuferIn hat die Wahl zwischen der gezielten Aufrüstung oder den umfangreichen Paketen. Dass man mit einem Kaufpreis von unter 100.000 Euro davonkommt, ist aber eher unrealistisch. Auch für Wintercampingfans ist der Esprit I – mit ein paar Extras – eine gute Wahl.

Technische Daten

Dethleffs Esprit
Grundpreis 87.095,00 €
Aufbau Integrierter
Maße 781 x 233 x 298 mm
Leistung 118 kW / 160 PS
Leergewicht 3.670 kg
Zul. Gesamtgewicht 4.250 kg
Sitze mit Dreipunktgurt / Zweipunktgurt 2 / –
Anzahl Festbetten / Umbaubetten 4 / 0
Beschleunigung 0-100 km/h 22,5 s
Kraftstoffverbrauch pro 100 km (promobil-Testrunde) 11,60 l
Alle technischen Daten anzeigen
Dethleffs Esprit
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