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Nachrüst-Assistent Mobileye ausprobiert

Mehr Sicherheit oder nur Spielkram?

Zubehör ausprobiert Scheibe Foto: Andreas Becker 6 Bilder

Mobileye ist ein nachrüstbares Assistenzsystem. Im Straßenverkehr soll es für mehr Sicherheit sorgen und vorausschauend vor Gefahren warnen. promobil testet, ob das System auch in der Praxis funktioniert.

07.03.2018 Benjamin Köbler-Linsner

Fahrassistenzsysteme sind im Reisemobil nicht besonders oft zu finden, und wenn dann meist in Campingbussen. Mit Mobileye gibt es jedoch ein Assistenzgerät zur Nachrüstung auch für aufgebaute Mobile. Das System besteht aus Kamera, Sensor und einem runden Anzeigegerät, das im Bereich des Kombiinstruments befestigt wird – in unserem Fall links vom Lenkrad.

Mobileye für Technikliebhaber

Zuverlässig funktionieren die Erkennung von Schildern und die Hinweise auf Geschwindigkeitsübertretungen. Reagieren muss der Fahrer darauf aber selbst, da das Nachrüstgerät nicht in die Steuerung des Fahrzeugs eingreift.

Außerdem schlägt das Mobileye Alarm, wenn eine Kollision droht. Allerdings warnt der Sensor während unserer Probefahrt häufig unnötig. So werden auch am Straßenrand parkende Fahrzeuge als Hindernis eingestuft – ständiges lautes Piepen ist die Folge.

MOBILEYE Fahrerassistent System
  • Schildererkennung
  • Abstandswarner
  • Fußgängererkennung
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Auch der Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug wird eingeblendet – allerdings nicht in Metern, sondern in Sekunden. Dass zwei Sekunden dem gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwert von fünf Zehntel des halben Tachowerts entsprechen, muss man da schon wissen. Kommt man dem vorausfahrenden Fahrzeug zu nahe (die Grenze lässt sich einstellen), ertönt eine Warnung. Fußgänger werden vom System erfasst und sogar mit einem eigenen Symbol auf dem Display identifiziert. Da die Kamera aber nur nach vorne blickt, erfolgt die Erkennung sehr spät.

Stromquelle für den NaviceiverNachrüsten in 11 Schritten

System funktioniert nur bedingt und zu verzögert

Zubehör ausprobiert Gehäuse Foto: Andreas Becker
Kamera und Steuergerät befinden sich in einem Gehäuse. Seitliche Sensoren gibt es bei dieser Version des Mobileye allerdings nicht.

Ebenfalls sehr zögerlich nehmen wir die Spurhaltewarnung wahr. Der Alarm ertönt erst, wenn sich das Fahrzeug bereits zur Hälfte auf der Nebenspur befindet. Angenehm ist dagegen, dass das Mobileye erkennt, ob der Blinker gesetzt wurde. So kann der Sensor einen bewussten von einem ungewollten Spurwechsel unterscheiden.

Der Einbau ist innerhalb einer Stunde erledigt. Dabei ist weder Bohren noch das aufwändige Demontieren anderer Bauteile nötig. Dennoch müssen Reisemobilisten in die Werkstatt eines vom Hersteller geschulten Partners. Denn die Kalibrierung der Kamera darf nur ein Fachmann durchführen. Im Preis von 950 Euro ist die Montage inklusive.

Fazit

Da das Mobileye mehr durch unnötige Warnungen nervt als hilft, gibt es schließlich den gelben Daumen.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
Heft 2 / 2018 10. Januar 2018 202 Seiten Heftinhalt anzeigen Artikel einzeln kaufen
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