Falt-E-Bike ohne Kette: Tern Vektron P5i mit Riemenantrieb im Test

Test Tern Vektron P5i mit Riemenantrieb
Klapp-E-Bike ohne Kette für den Campingplatz

ArtikeldatumVeröffentlicht am 01.01.2026
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E-Bike fahren macht Spaß – wenn nur die blöde Kette nicht wäre. Bleibt man mit dem Bein hängen, wird die Hose dreckig, fasst man sie an, hat man Öl und Schmiere an den Fingern. Beides nervt gewaltig. Tern hat deshalb sein Falt-Pedelec Vektron jetzt auch in einer Version mit Riemenantrieb auf den Markt gebracht. Der Gates-Riemen am neuen Vektron P5i ist nicht nur eine saubere Sache, er verlangt im Vergleich zum Kettenantrieb auch weniger Pflege.

Den Riemenantrieb kombiniert Tern mit einer Shimano-Nabenschaltung im Hinterrad. Die hat zwar nur fünf Gänge, die Spreizung reicht aber sowohl für steilere Anstiege, als auch für flotte Abfahrten gut aus. Angetrieben wird das Pedelec von einem Performance-Line-Motor von Bosch mit 75 Nm Drehmoment. Der Motor unterstützt kräftig und harmonisch. Auf dem Bedienteil an der linken Lenkerseite lässt sich die Unterstützungsstufe über recht kleine Tasten einstellen, die aktuelle Unterstützungsstufe wird über ein um zwei Ecken führendes LED-Band, das in unterschiedlichen Farben leuchtet, angezeigt. Fünf weitere, einfarbige LEDs geben den Akkuladestand wider.

Ausgereifte Technik, lange Reichweite

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Philip Teleu

Neben dem Bedienteil ist, ebenfalls am Lenker, ein kleines Display angebracht, auf dem noch einmal Unterstützungsstufe, Akkuladestand (in %), die Geschwindigkeit sowie weitere Daten angezeigt werden. Gespeist wird der Motor aus einem 545 Wh starken Akku, der zwischen Sitzrohr und Hinterrad platziert ist und zum Laden entnommen werden kann. Die Reichweite für das Vektron P5i gibt Tern mit bis zu 120 Kilometern an. Wie immer bei E-Bikes ist das stark von der gewählten Unterstützungsstufe, dem Höhenprofil der Strecke und anderen Faktoren abhängig. Die hydraulischen Scheibenbremsen von Magura sorgen am Vektron zuverlässig für Verzögerung und geben dem Fahrer auch bei Nässe ein sicheres Gefühl beim Bremsen.

Hinweis zum Laden des Akkus: Beim Vektron P5i handelt es sich um ein Pedelec mit dem aktuellen, sogenannten smarten System von Bosch und dem entsprechenden Akku. Ältere Ladegeräte der System-2-Generation sind leider nicht mit diesem Akkutyp kompatibel und können zum Laden nicht benutzt werden.

Das Zusammenfalten des E-Bikes klappt schnell und unkompliziert. Nacheinander werden die stabilen Gelenke am Rahmen und an der Lenkstange geöffnet und das E-Bike zu einem kompakten, aber mit gut 24 Kilogramm nicht ganz leichten Paket zusammengefaltet, das aufgrund seiner Maße problemlos in die Heckgarage des Reisemobils passt. Kleiner Kritikpunkt: Die Pedale des Bikes können nicht eingeklappt werden und stehen seitlich etwas ab. Dank der speziellen Konstruktion des Heckgepäckträgers lässt sich das Pedelec – sowohl in geöffnetem als auch gefaltetem Zustand – hochkant auf dem Gepäckträger abstellen.

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Philip Teleu

Ausstattung und Zubehör

Das Vektron ist straßenverkehrstauglich ausgestattet. Dazu gehören neben einer Lichtanlage auch Schutzbleche und der Heckgepäckträger mit 27 Kilogramm Ladekapazität. Das zulässige Gesamtgewicht des E-Bikes (Rad plus FahrerIn und Gepäck) beträgt 125 Kilogramm. Das Vektron P5i besitzt einen flexiblen Vorbau, der sich werkzeuglos im Winkel verstellen lässt, die Sattelstütze ist zweifach teleskopierbar. Dadurch kann das Rad, das nur in einer Rahmengröße erhältlich ist, laut Tern auf Personen von 1,47 bis 1,95 Meter Körpergröße angepasst werden.

Praktisch: Für das Vektron bietet Tern als optionales Zubehör zahlreiche Taschen und Körbe an, die am Gepäckträger bzw. an der Front angebracht werden können. Die machen sich vor allem bei kleineren Einkäufen auf dem Campingplatz oder in der Stadt bezahlt. Mit 4.499 Euro ist das P5i mit Riemen das teuerste von drei Vektron-Modellen. Die beiden anderen besitzen jeweils eine Kette und kosten 3.799 Euro (Vektron P7i mit dem etwas schwächeren Active-Line-Antrieb, 7-Gang-Nabenschaltung und 400-Wh-Akku) bzw. 4.199 Euro (Vektron P10 mit Performance-Line-Antrieb, 10-Gang-Kettenschaltung und 400-Wh-Akku).

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Philip Teleu

Tern Vektron P5i – Technische Daten:

  • Motor: Bosch Performance Line, 75 Nm, 545-Wh-Akku
  • Schaltung: Nabenschaltung Shimano Nexus, 5-fach, Gates-Riemen
  • Bremsen: hydraulische Scheibenbremsen, Magura MT4
  • Gewicht: 24,2 kg
  • Preis: 4.499 Euro

Die Vor- und Nachteile des Vektron P5i im Überblick

 Sauberer, wartungsarmer Gates-Riemenantrieb
 Keine verschmutzte Kleidung oder öligen Hände
 Alltagstaugliche Kombination aus Riemenantrieb und Shimano-Nabenschaltung
 Sinnvolle Gangabstufung für Anstiege und Abfahrten
 Kräftiger und harmonischer Bosch Performance Line Motor mit 75 Nm
 Großer, entnehmbarer 545-Wh-Akku
 Hohe Reichweite von bis zu 120 Kilometern (abhängig von Nutzung)
 Zusätzliches Display mit klaren Fahr- und Akkudaten
 Zuverlässige hydraulische Scheibenbremsen von Magura, auch bei Nässe
 Schnelles und unkompliziertes Zusammenfalten
 Kompakte Faltmaße, ideal für die Heckgarage im Reisemobil
 Hochkant abstellbar, gefaltet und ungeklappt
 Straßenverkehrstaugliche Serienausstattung
 Stabiler Heckgepäckträger mit 27 kg Zuladung
 Hohe Anpassbarkeit an unterschiedliche Körpergrößen
 Umfangreiches optionales Zubehör
 Insgesamt ausgereifte Technik

 Hohes Gewicht von gut 24 Kilogramm
 Pedale nicht einklappbar und seitlich abstehend
 Sehr hoher Preis von 4.499 Euro
 Kleine Tasten am Bedienteil
 LED-Anzeige der Unterstützungsstufe etwas umständlich
 Ältere Bosch-Ladegeräte nicht kompatibel

Fazit