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Zwei Leserfragen zu Hubstützen am Wohnmobil

Bodenfreiheit und Standfestigkeit bei Sturm

Zwei Leserfragen zum Thema Hubstützen. Wie stabil sind Hubstützen bei Sturm? und Konstruktionsfehler wegen zu geringer Bodenfreiheit? Experten beantworten die Fragen.

06.06.2007
Während eines Sturms kam unser Reisemobil so heftig ins Schaukeln, dass ich Befürchtungen hatte, wir kippen um. Das Fahrzeug stand auf vier hydraulischen Stützen und ich frage mich, was besser gewesen wäre: die Stützen einfahren, damit das Fahrzeug etwas elastischer dem Winddruck nachgeben kann, oder auf den Stützen stehen bleiben?

fragt promobil Leser Klaus Schneider

Die Nachfrage bei einem renommierten Hubstützen-Hersteller ergibt, dass ein Sturm den ausgefahrenen Stützen nichts anhaben kann. Physikalisch betrachtet, ist die Kippgefahr auf ausgefahrenen Stützen ein wenig höher, da diese ja meist weiter innen montiert sind als die Räder. Für eine ernste Gefahr müsste der Sturm aber schon orkanartig sein. Steht das Mobil auf den Rädern, werden die wirkenden Kräfte teils von der Federung absorbiert. Dann geht es innen aber schaukeliger zu.

Beim Runterfahren von der Fähre mit unserem neuen Wohnmobil gab es ein Kratzen, aber zu sehen war nichts. Als ich später dann die Hubstützen ausfahren wollte, waren sie nicht mehr da. Die Bodenfreiheit beträgt an der Stelle auch nur 15 Zentimeter. Hier liegt meiner Meinung nach ein Konstruktionsfehler vor. Wie ist Ihre Meinung dazu?

fragt promobil Leser Peter Hermann

Selbst wenn dadurch die Nutzung eingeschränkt ist, sind wenig Bodenfreiheit (durch einen niedrigen Rahmen) oder ein kleiner Böschungswinkel (durch eine tiefe Heckabsenkung oder einen langen Hecküberhang) noch keine gewährleistungspflichtigen Sach- oder Konstruktionsmängel. Dafür gibt es keine verbindliche Vorgabe. Über mögliche Einschränkungen im Urlaub muss man sich vorher klar werden. Ob Sie aufgrund von nicht sachgemäß angebrachten Anbauteilen am Wagenboden dennoch Anspruch auf kostenlose Nacherfüllung haben, kann nur ein Wohnmobil-Sachverständiger feststellen.

Es muss wohl nicht extra gesagt werden, dass tiefe Heck­absenkungen in Bezug auf die Fährentauglichkeit von Wohn­mo­bilen nicht der Weisheit letz­ter Schluss sind. In Verbindung mit einem langen Heck­überhang werden steile Auf­fahrten schnell zum Hindernis. Kommt es bei der Auf- oder Abfahrt zu Beschädigungen, haftet in der Regel der Fahrer. Da hilft nur immer äußerste Vorsicht. Gegebenenfalls kann eine nachgerüstete Luftfeder mit Kompressor das Problem beseitigen. Denn damit lässt sich die Bodenfreiheit bedarfsweise erhöhen.

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