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Leserfragen zum Brandschutz im Wohnmobil

Baumaterial und Feuerlöscher

Ist ein Feuerlöscher an Bord Pflicht und wie sicher sind die beim Bau verwendeten Materialien im Mobil? Dies sind zwei Fragen unserer promobil-Leser. Experten wissen Rat.

Muss ich eigentlich einen Feuerlöscher in meinem Reisemobil mitführen? Hängt dies möglicherweise von der Größe des Fahrzeugs ab?

fragt promobil Leser Herr Göbel

In Deutschland muss ein Feuerlöscher nicht verpflichtend an Bord eines Reisemobils mitgeführt werden, außer man transportiert Gefahrengut. In diesem Fall ist ein geeigneter Feuerlöscher mit den entsprechenden Brandschutzklassen natürlich zwingend vorgeschrieben.

Außerdem gilt in manchen Reiseländern eine generelle Feuerlöscherpflicht. Dazu gehören Bulgarien, Griechenland, Polen, Türkei und einige weitere, als Reisemobildestination weniger wichtige Staaten.

Unabhängig davon ist es aber grundsätzlich empfehlenswert, einen möglichst universell einsetzbaren Feuerlöscher mitzuführen, da ein solches Gerät in Griffnähe schnelle Hilfe für sich und andere bringen kann. Nur wenige Reisemobilhersteller, wie etwa Rapido, rüsten ihre Fahrzeuge bislang serienmäßig damit aus. Feuerlöscher in unterschiedlichen Ausführungen gibt es schon für relativ wenig Geld.

Vor einigen Wochen kam es auf der A9 zu einem schrecklichen Unfall, bei dem ein Reisebus komplett ausbrannte. Dazu meine Frage an Sie: Wie steht es eigentlich bei den Reisemobilen um den Brandschutz? Auch bezüglich der Auswahl der für den Bau verwendeten Materialien?

fragt promobil Leser Robert Hofauer

 Die Auf- und Ausbaukomponenten typischer Reisemobile bestehen zum Großteil aus Holz, Textilien und verschiedenen Schaumstoffen – die überwiegend brennbar sind. Im Sinne des Brandschutzes ist das sicher nicht ideal, doch es fällt schwer, adäquate unbrennbare Materialien zu finden mit entsprechenden Eigenschaften, insbesondere hinsichtlich Gewicht und Preis. Darum sind einige Sicherheitsvorkehrungen und Verhaltensregeln der beste Schutz. Dazu zählt etwa, Elektronik-Komponenten stets vom Fachmann nachrüsten zu lassen, und natürlich auch die vorgeschriebene Gasprüfung alle zwei Jahre. Rauchmelder im Wohnbereich können im Ernstfall warnen und Leben retten. Da sich ein Brand schnell ausbreiten kann, sollten Fenster und Türen als Fluchtwege vor allem nachts nicht blockiert sein. Entstehungsbrände können mit einem griffbereiten Feuerlöscher (muss alle zwei Jahre geprüft werden) oder einer Löschdecke oft schnell erstickt werden. Bei einem Brand während der Fahrt sollte man möglichst schnell anhalten, das Fahrzeug verlassen und die Feuerwehr rufen.

Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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