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Leserfragen zum Wohnmobil-Unterbodenschutz

Holzboden imprägnieren und kontrollieren

promobil beantwortet alle Leserfragen zum Thema Unterbodenschutz: Wie pflegt man den Holzunterboden richtig und kann man ihn erneuern? Mit welchen Mitteln kann man die Bodenplatte bearbeiten?

Mein Wohnmobil (Baujahr 2002) hat einen Holzunterboden. Der Farbanstrich hat etwas gelitten, und ich möchte ihn erneuern. Womit kann ich die Bodenplatte bearbeiten?

fragt Leser Harald Friebel

Viele Hersteller setzen auch heute noch Holzböden bei Wohnmobilen ein. Resistenter gegen Feuchtigkeit und Steinschlag und deshalb auch haltbarer ist natürlich eine Unterbodenplatte aus GfK. Holzböden bestehen vielfach aus Sperr­holzplatten und werden durch eine geeignete Imprägnierung vor Feuchtigkeit geschützt. Doch dieser Schutz hält nicht ewig, und es ist sinnvoll und nötig, ihn von Zeit zu Zeit aufzufrischen.

Über die Wahl der Mittel gibt es unterschiedliche Auffassungen. Immerhin ist nach einhelliger Expertenmeinung eine normale Holzschutzlasur ungeeignet, da diese andere Anforderungen erfüllen muss.

Wichtig ist ein feuchtigkeitsverdrängender (hydrophober) Schutzanstrich. Verschiedentlich wird darauf hingewiesen, dass der Anstrich offenporig sein solle, da das Holz atmen müsse. Feuchtigkeit, die bereits (ggf. sogar von oben durch den Wohnraum) in den Boden eingedrungen ist, könne durch eine offene Schicht zu einem gewissen Grad wieder entweichen. Nicht ohne Grund sind jedoch für Holzplanken von Booten wasser- und luftdichte Versiegelungen absolut üblich.

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Eine offenporige Beschichtung lässt außerdem auch Feuchtigkeit an das Holz heran und ist kaum resistent gegen Spritzwasser und Steinschlag. Gegen solche Einflüsse schützt ein handelsüblicher Unterbodenschutz auf Bitumen-, Kautschuk-, Wachs- oder Asphaltba­sis (3M, Teroson). Mit Sprühdose oder Pinsel aufgetragen, bildet dieser eine mehr oder weniger dicke, wasserundurch­dringliche Schicht. Einen ähnlichen Schutz gewährleistet eine wetterfeste, aber wasserdampfdurchlässige Dickschicht­lasur (Sikkens).

Wichtig: Der Boden muss vor dem Streichen absolut trocken sein. Es ist daher zweckdienlich, den Wagen einige Zeit in einer gut belüfteten Hal­le stehen zu lassen.


Wie lange hält der Holzboden?

Wie ist es erfahrungsgemäß mit der Haltbarkeit eines hölzernen Unterbodens bestellt, wenn alle Dichtheitsprüfungen gemacht worden sind, und vor allen Dingen wie sieht es danach aus? Existiert eine besondere Vor- oder Nachsorge nach 6 Jahren?

fragt promobil-Leser Wolfgang Lokatis

Die meisten Holzunterböden sind im Neuzustand gut vor eindringendem Wasser geschützt. Die besonders gefährdeten Bereiche wie offene Kanten der Holzplatte oder die Stöße zu den Seitenwänden müssen dabei sorgfältig mit Dichtmasse oder Unterbodenschutz abgedichtet sein. Diese Stellen werden in der Regel auch bei den Dichtigkeitsprüfungen genau begutachtet und bei Beschädigung ausgebessert. Da der Schutzanstrich mit der Zeit spröde und rissig oder durch Steinschlag beschädigt werden kann, ist es für den ­Erhalt eines Fahrzeugs auch nach Ablauf der Dichtigkeitsgarantie wichtig, die regelmäßigen Kontrollen und wo nötig Ausbesserungen oder eine komplette Neubeschichtung durchführen zu lassen.

Wenn auch Sie Fragen zum Thema Wohnmobil haben, mailen Sie uns an redaktion@promobil.de

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