Wohnmobile bis 25.000 Euro: Zwischen ollen Nieten echte Schnäppchen finden

Gebrauchte Wohnmobile bis 25.000 Euro
Der Wühltisch für Schnäppchenjäger

ArtikeldatumVeröffentlicht am 05.02.2026
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Der Wühltisch für Schnäppchenjäger
Foto: Ulrich Kohstall

Gebrauchte Wohnmobile in der Preisklasse bis 25.000 Euro sind so günstig, dass es kaum zu glauben ist. Die Preisklasse ist eine gute Fundgrube für Einsteigerinnen und Einsteiger, die in das Abenteuer Camping auf Rädern starten möchten, aber nicht gleich ein Vermögen ausgeben wollen. Doch wer einfach zugreift, kann schnell enttäuscht werden. Diese Preisklasse ist eher ein Wühltisch für Schnäppchenjäger, die in einem relativ großen Angebot zwischendrin ein gut erhaltenes Wohnmobil finden können, das noch gar nicht so alt und gut ausgestattet ist.

Wer nicht weiß, worauf er achten muss, kann schnell einen Fehlkauf landen. Was Sie von einem Campingfahrzeug in der Preisspanne erwarten können und wie Sie die besten Deals herausfiltern, erfahren Sie in diesem Artikel. Einen aktuellen Angebotsüberblick von gebrauchten Wohnmobilen und Campingbussen in der Preisklasse zwischen 15.000 und 25.000 Euro finden Sie auf dem Online-Marktplatz Caraworld. Hier finden sie derzeit schon wirklich gute Schnäppchen, anders als in der Preisklasse bis 15.000 Euro.

Alter zwischen zehn und 25 Jahren

Angeboten werden bei Caraworld für weniger als 25.000 Euro schon Wohnmobile, die keine zehn Jahre alt sind. Dabei handelt es sich in der Regel um selbst ausgebaute Campingbusse mit abgespeckter Ausstattung. Voll ausgerüstete Wohnmobile in dieser Preisklasse sind meistens zwischen 10 und 25 Jahren alt. In diesem Alter können gut gepflegte Wohnmobile noch in sehr gutem Zustand sein. Müssen sie aber nicht! Natürlich sind auch Fahrzeuge dabei mit verschmutzten Dächern, Rostspuren an der Karosserie und schmutzigen Bädern. Das eine oder andere Wohnmobil aus den 1990ern, das eigentlich zu teuer angeboten wird, schiebt sich auch in die Auswahl. Alter und Zustand der Fahrzeuge hängen entscheidend vom Umgang der Vorbesitzer ab und somit auch die Frage, ob der Preis noch angemessen ist.

Derzeit sind ein Weinsberg Scout von 2010 oder ein Eura Mobil Profila 672 aus dem Jahr 2005 gute Beispiele für Fahrzeuge, die auch nach zehn Jahren noch eine solide Grundlage für den Einstieg in die Campingwelt bieten. Diese Modelle haben häufig noch eine gute Ausstattung und sind technisch nicht zu veraltet.

In dieser Preisklasse finden sich Alkoven-Modelle mit vier Schlafplätzen und viel Platz, Teilintegrierte und Integrierte mit breitem Heckbett für zwei Personen, Campingbusse und kompakte Campervans. Aktuell wird bei Caraworld mit einem Concorde Charisma I (Erstzulassung 2001) sogar ein kleiner gebrauchter Liner für weniger als 25.000 Euro verkauft.

Die Position von Sitzgruppe, Küche und Bett gilt als bewährt und erweist sich heute als Grund für die Beliebtheit der Modelle Globescout und 2Win.
Fotos: Ulrich Kohstall, Archiv

Der Innenausbau wirkt natürlich in der Regel rustikal. Echtholz-Optik, marmorierte Folien auf den Tischen, Arbeitsplatten und gebürstete Edelstahlgriffe an den Türen. Allerdings macht das den Möbelbau relativ robust und langlebig. Auf smarte Bordtechnik und moderne Bedien-Panels müssen Campende natürlich verzichten. Risse in der Duschwanne oder am Waschbecken, Standardschäden bei tiefgezogenen Kunststoffteilen, sind bei den aktuell angebotenen Wohnmobilen nicht zu sehen. Gebrauchsspuren lassen sich allerdings entdecken und natürlich vergilbt weißer Kunststoff mit der Zeit ein wenig. Manche Bäder wirken dagegen noch blitzsauber.

Kilometerstand und Nutzungszustand – Worauf müssen Käufer achten?

In dieser Preisklasse schwankt der Kilometerstand beträchtlich. Modelle mit 100.000 bis 200.000 Kilometern sind keine Seltenheit. Wichtiger als der Kilometerstand ist bei einem gebrauchten Wohnmobil die Frage, wie es genutzt worden ist. War es regelmäßig in Gebrauch und wurde gut gewartet? Hat es in den Saisonpausen trocken unter einem Dach oder in einer Halle gestanden oder draußen in feuchter Umgebung? Sind die Vorbesitzer damit hauptsächlich in warme und trockene Regionen gereist oder nicht?

Gute Ausstattung der gebrauchten Fahrzeuge

In der Preisklasse bis 25.000 Euro gibt es eine ordentliche Auswahl an Fahrzeugen mit solider Ausstattung. Markisen, Fahrradträger, Solaranlagen und Heizungen gehören häufig zur Standardausstattung. Modelle wie der TEC RoTEC 590 M (2004) mit nachgerüsteter Satellitenanlage und Solar bieten Reisekomfort und ermöglichen autarkes Campen, was für viele Campingbegeisterte ein wichtiger Punkt ist.

Solche Extras machen das Fahrzeug interessanter und komfortabler für längere Reisen oder Aufenthalte abseits des Stromnetzes. Nachrüstungen wie Solaranlagen oder Satellitenanlagen rechtfertigen natürlich einen etwas höheren Preis. Achten Sie dabei jedoch auf den Zustand und die Qualität der Komponenten.

Ingolf Pompe, Nadine Scheufele

Ein weiteres häufiges Nachrüstungsmerkmal sind Klimaanlagen, um das Fahrzeug sommertauglich zu machen. Wasser und Innenraum werden oft von Truma-Heizungen aufgewärmt. In dieser Hinsicht ist ein wichtiges Datum zu nennen: Truma brachte die erste Generation seiner Combi-Heizung 2007 auf den Markt. Die jüngeren Fahrzeuge aus dem Angebotsfeld dürfen damit schon eine relativ moderne Heizungsanlage haben. Ein Fahrradträger ist ebenfalls häufig ein Extra, das an gebrauchten Fahrzeugen schon montiert ist. Wer besonders viel Wert auf diese Extras legt, sollte prüfen, ob sie fachgerecht eingebaut und funktionsfähig sind.

Private Angebote vs. Händlerangebote – Was sind die Unterschiede?

Auf Caraworld gibt es in dieser Preisklasse eine bunte Mischung aus privaten Verkäufen und Angeboten von Händlern. Der Vorteil bei privaten Verkäufern liegt oft im günstigeren Preis, da keine gewerblichen Margen anfallen. Doch der Kauf von einem privaten Verkäufer ist mit einem höheren Risiko verbunden. Oft gibt es weniger Transparenz, und der Käufer muss auf die Ehrlichkeit des Verkäufers vertrauen. Hier hilft nur eines: eine gründliche Inspektion des Fahrzeugs und eine genaue Nachfrage zu Reparaturen und Wartungshistorie.

Händler bieten in der Regel mehr Sicherheit. Sie prüfen das Fahrzeug schon, bevor sie es übernehmen und machen nötige Reparaturen. Der Preis ist in der Regel höher, doch dafür erhalten Käufer eine größere Transparenz und oft auch eine umfassendere Betreuung.

Worauf sollten Käufer achten, um ein gutes Schnäppchen zu machen?

Ein wichtiger Aspekt beim Kauf eines gebrauchten Wohnmobils ist, die Wartungshistorie zu prüfen. Achten Sie darauf, ob das Fahrzeug regelmäßig gewartet wurde, und fordern Sie Reparaturnachweise an. Dies zeigt Ihnen, ob das Fahrzeug gut gepflegt wurde oder ob versteckte Mängel drohen. Besonders die Gasprüfung, die Technik (Motor, Getriebe, Bremsen) und die Karosserie sollten genau unter die Lupe genommen werden.

Führen Sie unbedingt eine Probefahrt durch, wenn es der Verkäufer erlaubt, und achten Sie dabei auf Geräusche, das Fahrverhalten und das Bremsverhalten. Beim Kauf über Händler haben Sie den Vorteil, dass das Fahrzeug oft schon in der Werkstatt überprüft wurde. Bei einem privaten Verkäufer sollten Sie das Fahrzeug jedoch besser noch einmal von einer Fachperson inspizieren lassen.

Es gibt eine ganze Reihe wichtiger Aspekte, die Sie beim Kauf eines gebrauchten Wohnmobils bis 25.000 Euro beachten sollten:

  • Gerade bei älteren Fahrzeugen sind Rost und Korrosion problematische Punkte. Achten Sie auf den Zustand der Karosserie, besonders im Unterbodenbereich und an den Radkästen.
  • Die Dichtungen und Fensterrahmen sollten überprüft werden, da diese bei älteren Fahrzeugen oft nachlassen und zu Feuchtigkeitsschäden führen können.
  • Schauen Sie, ob Frisch- und Abwassertank und die Leitungen sauber und dicht sind.
  • Den Zustand der Gasanlage sollten Camperinnen und Camper vor dem Kauf immer überprüfen. Händler sollten hier eigentlich nur Fahrzeuge mit aktueller Gasprüfung und funktionierenden und modernen Leitungen anbieten.

Fazit