Eine lange Anreise mit dem Wohnwagen in den Urlaub erfordert meist einen Übernachtungsstopp. Komfortabel, aber zeitintensiv: Einen Campingplatz buchen und dafür mitunter weite Umwege von der Autobahn in Kauf nehmen. Für eine kurze Zwischenübernachtung können Camperinnen und Camper aber auch Rasthöfe, Autohöfe oder autobahnnahe Parkplätze ansteuern – je nach verfügbaren Plätzen und gesetzlichen Regelungen im Reiseland.
Ist ein sicherer Platz für die Nacht gefunden, stellt sich die Frage: Kann man im angekuppelten Wohnwagen schlafen? Oder sollte man den Caravan lieber vom Zugfahrzeug abkuppeln? Wie verhält es sich mit Wohnwagen-Stützen und -stützrad? CARAVANING kennt die Antworten.
Die wichtigsten Fragen zum kurzen Übernachtungsstopp
Grundsätzlich gilt: Ist das Gespann sicher abgestellt, spricht nichts gegen eine Übernachtung im Wohnwagen. Sorgen, dass etwa durch Personen in einem Bett vorn im Caravan die Stützlast des Autos überschritten wird, sind unbegründet. Schließlich wirken bei starken Bremsmanövern deutlich höhere Lasten auf die Anhängerkupplung.
Vor der Weiterfahrt sollte man sich natürlich vergewissern, dass die Stützlast weiterhin korrekt eingestellt ist und sich nicht etwa durch verrutschte oder umhergeräumte Ladung verändert hat. Damit das Gespann stabil und sicher fährt, sollte die Stützlast immer möglichst nahe am maximal zulässigen Wert liegen – diesen aber nicht überschreiten.
Klar ist: ein lediglich angekuppelter Wohnwagen bewegt sich stärker als ein mittels Stützrad und Kurbelstützen stabilisierter Camper. Bewegt man sich im Wohnwagen, schaukelt er ohne Abstützung teils merklich. Wer das nicht möchte, kann Abhilfe schaffen: Bereits das abgesenkte Stützrad reduziert die Aufbaubewegungen merklich, ohne dass gleich der Aufwand getrieben werden muss, alle vier Stützen des Wohnwagens herauszukurbeln.
Wichtig: das Stützrad nur so weit ablassen, bis es Bodenkontakt hat. Nicht so weit kurbeln, dass das Heck des Autos sichtbar angehoben oder die Kupplung entlastet wird. Vor der Weiterfahrt darf man dann nicht vergessen, das Stützrad wieder einzuziehen und zu sichern.
Auch hier gilt: Aus technischen Gründen oder zum Schutz des Wohnwagens ist es nicht erforderlich, die Stützen des angekuppelten Wohnwagens für eine Zwischenübernachtung abzulassen. Wer einen möglichst ruhigen Stand des Caravans schätzt, erhöht mit den Stützen aber den Komfort beim Schlafen erheblich.
Es bleibt also eine Frage des persönlichen Komfortbedarfs, ob man die Stützen nutzt, oder nicht. Wie beim Stützrad gilt: Die Kurbelstützen dürfen den Wohnwagen nur stabilisieren, nicht hochdrücken.





