Unser Hobby De Luxe 460 UFe hat im Rahmen des CARAVANING-Dauertests mehrere Sensoren von E-Trailer bekommen. Gasfüllstand, Stützlast und Reifendruck lassen sich jetzt per App abfragen. Bei unbeabsichtigt geöffnetem Dachfenster gibt’s eine Warnung aufs Handy. Hier erklären wir, wie die Nachrüstung der Sensoren gelingt und ob sie in der Praxis auch tatsächlich den versprochenen Nutzen bieten.
Starter-Kit legt die Basis
Unser Testwagen war bereits mit dem optionalen Starterpaket Basic von E-Trailer ausgestattet. Die im Kleiderschrank montierte Zentralbox ist Voraussetzung fürs Hinzufügen der verschiedenen Sensoren, die drahtlos mit dem Steuergerät kommunizieren.
Wer nachrüsten möchte, erhält das Basic-Paket für 250 Euro. Mit dabei sind dann bereits Sensoren fürs Nivellieren und die Bordakku-Spannung.
Gasfüllstandsanzeige benachrichtigt automatisch
Um nun den Gasfüllstand zu messen, wird ein Funksensor unter der Gasflasche platziert. Da in unserem Dauertest-Caravan eine Alugasflasche steckt, brauchen wir einen Adapter aus dem E-Trailer-Zubehör. Hier wird der Sensor einfach eingelegt und der Adapter am Boden der Gasflasche arretiert. Die Konfiguration des Systems läuft nun über die E-Trailer-App.
Dem Sensor liegt ein QR-Code bei, der mit dem Handy gescannt wird, dann führt die App Schritt für Schritt durch die Installation, was im Test in wenigen Minuten gelang. Flaschenart und -größe müssen ausgewählt werden. Zudem ermöglicht es die App, einen Schwellenwert einzustellen, bei dessen Unterschreitung eine Warnung erfolgt. Der Flascheninhalt wird in Kilogramm und Prozent angegeben.

An Stahlgasflaschen haftet der Funksensor magnetisch.
Bislang funktioniert das im Dauertest einwandfrei und augenscheinlich recht präzise. Wichtig: Beim Flaschentausch den Sensor nicht vergessen. Kosten: 130 Euro für den Sensor, 50 Euro für den Adapter. Da Hobby und E-Trailer kooperieren, lässt sich der Gasfüllstand nun auch in der Hobby-Connect-App anzeigen. Auch die bereits montierten Sensoren für den Füllstand des Wassertanks stammen von E-Trailer.
Stützrad wiegt die Stützlast mit
Das E-Load-System ist ein Stützrad mit integrierter Stützlastwaage, die via Bluetooth mit Zentraleinheit und App kommuniziert. Heißt: Das Original-Stützrad des Hobby De Luxe muss raus, das neue E-Trailer-Stützrad rein. Dazu ist man am besten zu zweit, denn die Deichsel muss ordentlich angehoben werden. Dann das alte Stützrad nach unten herausziehen und das neue einfädeln – geschafft.

Das neue E-Trailer-Stützrad lässt sich einfach einfädeln.
Die Installation gelingt nun wie bei allen Sensoren nach Scannen eines QR-Codes und dem Befolgen der Schritt-für-Schritt-Anleitung in der App.
Wichtig: Die Abstände vom Bugrad zum Deichselkopf und zur Achse müssen korrekt eingegeben werden. Vor einer Messung wird das Gerät mit einem Knopf am Bugrad aktiviert. Die App errechnet nun die aktuelle Stützlast. E-Trailer verspricht eine Genauigkeit von plus/minus einem Kilogramm. Erste Versuche im Rahmen unseres Tests ließen an dieser Genauigkeit allerdings Zweifel aufkommen. Fest steht: Das System ermöglicht es unkompliziert, die Stützlast zu prüfen und ggf. zu reagieren. Kosten: 290 Euro.
Reifendrucksensoren verschaffen Sicherheit
E-Pressure nennt sich das System zur Ermittlung des Reifendrucks. Die Sensoren ersetzen die normalen Ventilkappen und werden einfach aufgeschraubt. Es folgt das übliche Prozedere: QR-Code scannen und in der App Schritt für Schritt die Installation durchführen. Auch in diesem Fall gelang das im Test schnell und unkompliziert.
Wie beim Gasfüllstand lassen sich nun Schwellenwerte definieren, bei deren Erreichen die App eine Warnung ausgibt. So warnt die App auch unterwegs bei einem plötzlichen Druckverlust – ein durchaus nützliches Sicherheits-Feature. Neben dem aktuellen Luftdruck in Bar zeigt das System auch die Reifentemperatur an. Gewöhnungsbedürftig: Um die Batterien der Sensoren zu schonen, aktivieren sich diese erst bei Bewegung. Im Stand wird der Wert nur bei einer plötzlichen Druckänderung aktualisiert – davon darf man sich nicht irritieren lassen. Mit Anti-Diebstahl-Muttern lässt sich verhindern, dass jemand die Sensoren einfach abschraubt. Für zwei Reifen kostet E-Pressure 130 Euro.
Alarm bei Fensteröffnung
Typische Frage vor der Abfahrt: Sind alle Türen, Fenster und Dachluken des Caravans geschlossen? Hier helfen die E-Switches von E-Trailer. In unserem Hobby-De-Luxe-Dauertester haben wir einen Schalter an der großen Dachluke installiert. Die Sensoren werden einfach aufgeklebt – ein Teil auf den Lukenrahmen, ein Teil auf die Luke selbst.
Wichtig: In geschlossenem Zustand darf der Abstand zwischen den beiden Sensor-Elementen nicht mehr als einen halben Zentimeter betragen. Es ist auch möglich, die Sensor-Elemente im 90-Grad-Winkel zueinander zu platzieren. Ob die Klebe-Pads zuverlässig halten, wird der weitere Verlauf des CARAVANING-Dauertests zeigen.

Bis zu zehn Sensoren lassen sich hinzufügen.
Wie von den anderen Sensoren bekannt, erfolgt nun die Installation in der App, was zügig gelingt. Möglich ist es nun auch, einen Alarm einzustellen. Das Handy warnt dann, sollte eine Tür oder ein Fenster unbeabsichtigt oder von einer fremden Person geöffnet werden.
Wer diesen Einbruchschutz ausweiten will, kann noch den Bewegungssensor E-Movement installieren. Dann sind auch Warnungen möglich, wenn der Caravan bewegt wird.
Hierfür ist die Kommunikation via Mobilfunk statt Bluetooth nötig, weshalb es dafür des umfangreicheren Starterpakets Plus bedarf – dieses kostet 390 Euro (Basic-Paket: 250 Euro). Die in unserem Fall eingesetzten, simpleren E-Switches gibt es im Zweier-Set für 90 Euro.





