Knapp über 20.000 Einwohner. Sieben Stellplätze. Zwei Campingplätze. Und eine halbe Million Besucher pro Jahr. Pompei ist ganz bestimmt kein Geheimtipp mehr – aber ein absolutes Muss für den nächsten Campingurlaub in Italien. Warum? Weil nirgends sonst die perfekte Mischung aus Geschichte, Dolce Vita und Wohnmobil-Freundlichkeit so gut funktioniert wie hier.
Pompei ist kein Museum. Es ist ein Ort, der unter die Haut geht. Ein Ort, der Gäste aus ganz Europa anzieht – weil hier Geschichte nicht in Vitrinen liegt, sondern unter Ihren Füßen. Vor knapp 2000 Jahren explodierte der Vulkan Vesuv und die Lava ließ die antike Stadt erstarren. Thermen, Tempel und sogar die Abdrücke der Opfer im Gips sind bis heute erhalten. Wer hier steht, spürt: Geschichte ist kein langweiliges Schulbuch, sondern ein Krimi in 3D.
Mehr als Steine und Geschichte
Doch das Unglück im Jahr 79 nach Christus konnte das Leben nicht ersticken: Die Stadt lebt – mit Märkten, Cafés und einer entspannten italienischen Atmosphäre. Außerdem ist sie perfekt auf Camperinnen und Camper ausgelegt: Stellplätze mit Blick auf die Berge, Campingplätze mit Pool und Pizzaofen, und alles fußläufig zu einer der berühmtesten Ausgrabungsstätten der Welt.

Kaum vorstellbar, dass Pompeji fast 1700 Jahre unter einer dicken Ascheschicht verschüttet war.
Und dann ist da noch der Vesuv: Wer Lust auf eine Wanderung hat, kann den Vulkan besteigen (oder zumindest bis zum Kraterrand fahren). Die Aussicht? Atemberaubend.
Die Umgebung: Dolce Vita pur
Pompei liegt perfekt zwischen dem quirligen Neapel, der verführerischen Amalfiküste und den stattlichen Bergen.

Eine perfekte Verkehrsanbindung bietet die Schnellbahn Circumvesuviana. Parkt man auf einem der Plätze in Pompeji, ist man nach jeweils 35 Minuten Fahrzeit entweder in Neapel oder am Tor zur Amalfiküste, in Sorrento – bequemer geht’s nicht.
Hier ein paar Ideen für Tagesausflüge:
- Neapel (30 km): Pizza essen, wo sie erfunden wurde. Oder im Archäologischen Nationalmuseum die Schätze aus Pompeji bestaunen.
- Amalfiküste (40 km): Positano, Ravello, Amalfi – traumhafte Küstenstraßen, bunte Häuser und das tiefblaue Meer.
- Herculaneum (20 km): Die kleine Schwester von Pompeji. Weniger überlaufen, aber genauso faszinierend.
- Paestum (80 km): Griechische Tempel, die älter sind als das Kolosseum. Und Mozzarella, der direkt von der Büffelfarm kommt.
Campingplätze in Pompei
In Pompei können alle, die etwas mehr Infrastruktur wünschen, zwischen zwei Campingplätzen wählen.
1. Camping Zeus: Der Klassiker
- Lage: Direkt am Rand der Ausgrabungen, 10 Minuten zu Fuß zum Eingang.
- Ausstattung: Pool, Restaurant, Supermarkt, Strom, Wasser, Entsorgung.
- Besonderheit: Familienfreundlich, mit Spielplatz und Animation. "Ideale Lage, direkt am Bahnhof, auch nach Neapel oder zum Vesuv."
2. Camping Spartacus: Der Gemütliche
- Lage: Etwas außerhalb, mit Shuttle-Service zu den Ausgrabungen.
- Ausstattung: Kleiner Pool, Bar, Strom, Wasser, Entsorgung.
- Besonderheit: Schattigen Plätzen unter Olivenbäumen. Vorsicht: "Sehr kleine Stellplätze, aber gut befahrbar."
Stellplätze in Pompei
Insgesamt sieben Stellplätze listet die Stellplatz-Radar-App für Pompei auf.
3. Womo-Stellplatz Camping Pompeji: Der Praktische
- Lage: 500 Meter vom Eingang der Ausgrabungen entfernt.
- Ausstattung: Strom, Wasser, Entsorgung, Sanitäranlagen.
- Besonderheit: Kein Schnickschnack, aber perfekt für eine Nacht. Wer nur schnell die Ruinen sehen will, ist hier richtig.
4. La Terrazza di Hermes: Der Charmante
- Lage: In einer ruhigen Seitenstraße, 15 Minuten zu Fuß zu den Ausgrabungen.
- Ausstattung: Strom, Wasser, Entsorgung, kleine Terrasse.
- Besonderheit: Familiengeführt, mit persönlichem Service. "Ein wunderschöner Platz mit Sicht auf den Vesuv."
5. Parcheggio Pompei Zone: Der Günstige
- Lage: Zentral, aber ohne Luxus.
- Ausstattung: Strom und Wasser vorhanden. "Sanitär etwas veraltet, aber sauber."
- Besonderheit: Billig, aber laut. Wer nur eine Nacht bleibt und früh weiterfährt, kommt hier klar.
6. Stellplatz Villa Julia: Der Grüne
- Lage: Etwas außerhalb, aber mit Busanbindung.
- Ausstattung: Strom, Wasser, Entsorgung, schattige Plätze.
- Besonderheit: Agritourismo mit Zimmervermietung. Wer Natur mag, ist hier richtig.
7. Parking Raiola: Der Einfache
- Lage: Nahe der Autobahnausfahrt, praktisch für Durchreisende.
- Ausstattung: Nur Strom.
- Besonderheit: Kein Komfort, aber günstig und schnell erreichbar. "Sehr ruhig, aber sehr, sehr enge Einfahrt."
8. Area Sosta Ametrano: Der Unkomplizierte
- Lage: 1 km vom Zentrum entfernt.
- Ausstattung: Strom, Wasser, Entsorgung.
- Besonderheit: Kein Schnickschnack, aber sauber und zentral.
9. Agricampeggio La Giuliana: Der Ländliche
- Lage: 3 km vom Zentrum, aber mit Busanbindung.
- Ausstattung: Strom, Wasser, Entsorgung, Pool, Restaurant.
- Besonderheit: Ein Bauernhof mit Weinbergen und Olivenbäumen. "Ein kleiner Limoncello auf Kosten des Hauses machte die Begrüßung perfekt. "
Tipps für den Besuch der antiken Stadt Pompei
Das müssen Sie vor dem Besuch in Pompei wissen.
- Eintritt: Pompei-Express (antike Stadt) 20 Euro, Pompei + 25 Euro (antike Stadt inklusive Vorstadtvillen). Für EU-Bürgerinnen und -Bürger zwischen 18 und 25 Jahren gilt ein reduzierter Eintrittspreis für 2 Euro.
- Öffnungszeiten: 9–19 Uhr (im Winter kürzer). Empfehlung: Legen Sie Ihren Besuch auf die Morgenstunden!
- Besucherbegrenzung: 20.000 Peronen täglich. Buchen Sie schon im Voraus Ihre Tickets.
- Dauer: Mindestens 3–4 Stunden – aber man könnte auch einen ganzen Tag hier verbringen.
- Essen: Im "Garum"-Restaurant (benannt nach der römischen Fischsauce) gibt’s moderne italienische Küche mit antiker Note. Das Restaurant "President" hat 2026 einen Michelin-Stern erkocht – hier gibt's die regionalen Genüsse Kampaniens auf höchstem kulinarischem Niveau.
- Umweltzone: Die Umweltzone ZTL in Pompei gilt für die Altstadt (erkennbar an Schildern mit rotem Kreis). Wohnmobile dürfen hier nicht fahren!






