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Maut-Boxen für Wohnmobile in Europa

So funktionieren die Bezahl-Systeme im Ausland

Ratgeber: Maut in Europa Foto: Shutterstock/zefart, fotolia/LianeM, fotolia/ beermedia, Visit Denmark/Jorgen Schytte 11 Bilder

Die Länder Europas verfügen über unterschiedliche Bezahlsysteme und Bestimmungen bei der Maut. Hier bekommen Sie den vollen Überblick, welche Regelungen in den einzelnen Ländern vorherrschen.

Europa ist bunt und vielseitig – und mitunter auch ziemlich kompliziert. Besonders deutlich wird das beim Thema Maut: Welche Fahrzeuge wie und wo abgabepflichtig sind, ist in jedem europäischen Land anders. Auf dem Weg in den Urlaub ist es keine Seltenheit, dass man gleich mehrere verschiedene Mautsysteme passiert – kein Wunder, dass man da inzwischen leicht den Durchblick verliert. Gerade weil jedes Land sein eigenes Süppchen kocht, ist ein Überblick wichtig (alle Mautbestimmungen siehe unten).

Maut-Boxen: Systeme in Europa

Eine Vereinfachung der Mautabwicklung versprechen elektronische Bezahlsysteme. In Ländern mit streckenabhängiger Maut wie Italien, Frankreich oder Spanien müssen Autofahrer die Straßengebühr nach tatsächlich gefahrenen Kilometern zahlen. Die Gebühr wird meist an beschrankten Mautstationen fällig. Dabei gibt es verschiedene Methoden der Bezahlung: mit Bargeld, Karte oder per elektronischer Mautbox.

Eine Mautbox ist ein kleines Gerät (ungefähr so groß wie eine Streichholzschachtel), das im Inneren des Autos an der Windschutzscheibe angebracht wird. Wer sich mit einer Mautbox im Auto einer Mautstation nähert, kann diese passieren, ohne anhalten zu müssen. Oft gibt es auch speziell reservierte Spuren für Mautboxnutzer, in Italien sind diese etwa mit einem „T“ für Telepass gekennzeichnet. Diese reservierten Spuren können besonders in der verkehrsintensiven Hauptreisesaison eine erhebliche Zeitersparnis bedeuten, weil es sich dann vor der Mautstation besonders häufig staut.

Die Mautbox für Italien heißt Telepass, für Frankreich gibt es die Boxen Liber-t (für Fahrzeuge bis 3,5t und bis 3 m Höhe) sowie TIS-PL (Fahrzeuge über 3,5 t oder über 3 m Höhe), Spanien hat VIA-T, Portugal ViaVerde und Norwegen AutoPass. Bestellbar sind die Geräte auf www.tolltickets.com.

Frankreich und Spanien: Bip&Go für Mobile <3,5 t

Hinter dem „Bip&Go-Transponder“ für Frankreich und Spanien verbirgt sich die bereits oben erwähnte Liber-t-Box. Ihn können alle Fahrzeuge der Klasse 1, 2 und 5 mit weniger als drei Meter Höhe und unter 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht verwenden. Nutzt man mindestens einmal im Monat mautpflichtige Autobahnen, lohnt sich die Jahresmiete für 15 Euro, ansonsten zahlt man eine Monatsgebühr von 1,70 Euro. Maut- und Parkgebühren kommen zum Abopreis hinzu und werden automatisch vom Konto abgebucht. Der Transponder selbst kostet einmalig 10 Euro, zuzüglich 10 Euro Versandkosten ins Ausland.

Und wie funktioniert’s in der Praxis? Mit der elektronischen Mautbox an Bord können Reisemobile die Durchgänge mit dem großen orangen „T“ ansteuern, kurz anhalten, und weiter geht’s. Im Idealfall spart man sich so das Schlangestehen an den herkömmlichen Bezahlhäuschen und – was noch wichtiger ist – muss nicht gefährlich nahe an den Bezahlschalter heranrangieren. Beantragt werden kann der Transponder auf der deutschsprachigen Website von Bip&Go (www.bipandgo.com), einem Tochterunternehmen von Sanef, das zu den größten Autobahnbetreibern in Frankreich gehört.

Der Transponder von Bip&Go wird binnen 48 Stunden nach der Bestellung versandt, zusammen mit einer Halterung zur Befestigung des kleinen Kästchens an der Frontscheibe. Der Transponder gilt auf allen französischen Autobahnen, auf dem Viaduc de Millau sowie in über 300 Parkhäusern und Tiefgaragen in Frankreich – Letzteres ist freilich nur für die Besitzer von niedrigen Campingbussen von Interesse. Wer Bip&Go auch auf spanischen Autobahnen nutzen möchte, zahlt dafür 2,50 Euro Grundgebühr pro Nutzungsmonat.

Österreich: Go-Box für Mobile > 3,5 t

Gäbe es ein Ärgerbarometer für die Maut in Europa, es würde bei Österreich stets heftig ausschlagen. Jedenfalls wenn man die Stimmungslage der promobil-Leser zugrunde legt. Die Leserbriefe, die vom Frust über die österreichische Maut berichten, nehmen kein Ende. Woran liegt das?

Service: Österreich-Maut Foto: Asfinag
Die Österreichische Go-Box für Wohnmobile über 3,5 t ist nicht ganz ohne.

>3,5 Tonnen: Während die Vignette keinerlei Probleme macht, ist die Handhabung der Go-Box für viele Reisemobilisten, gelinde gesagt, ein Krampf. Das Verfahren in Kürze: In über 3,5 Tonnen schweren Reisemobilen muss eine Zigarettenschachtel-große Box an der Windschutzscheibe befestigt werden. Auf der ist eingespeichert, in welche Mautkategorie das Fahrzeug fällt. Passiert man ein Mautportal, wird die Gebühr automatisch vom Guthaben der Box abgebucht. Auch eine spätere Bezahlung per Rechnung ist möglich. Akustische Signale zeigen an, ob die Maut bezahlt wurde und ob noch ausreichend Guthaben auf der Box vorhanden ist. So weit die Theorie. In der Praxis werden die Signaltöne schon mal überhört.

Das eigentliche Problem ist aber die Programmierung der Box, die beim Kauf derselben erfolgt. Hier wird unter anderem die Euro-Emissionsklasse des Reisemobils hinterlegt. Man kann es gar nicht oft genug sagen: Die Zahl auf der Umweltplakette hat rein gar nichts mit der Emissionsklasse zu tun! Nur der Eintrag in den Fahrzeugpapieren zählt.

Besonders ärgerlich: Wir wissen von einigen Lesern, deren Box vom angeblich fachkundigen Verkaufspersonal falsch programmiert wurde, so dass im Nachhinein eine Strafzahlung fällig wurde. Also informieren Sie sich im Voraus, was die richtige Einstellung für Ihr Fahrzeug ist, und lassen Sie sich nichts anderes erzählen. Detailliert nachlesen kann man die Modalitäten auf www.asfinag.at.

<3,5 Tonnen: Eine Veränderung für Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen gibt es seit 2018. Mitterweile kann man in Österreich neben dem Pickerl auch eine digitale Vignette erwerben. Sie ist zunächst ausschließlich online bei der österreichischen Straßenbetreibergesellschaft Asfinag sowie über deren App erhältlich. Beim Kauf der digitalen Vignette gibt man den Zulassungsstaat, das Kennzeichen sowie den Start der Gültigkeit an. Achtung: Sie ist erst ab dem 18. Tag nach dem Kauf gültig und berechtigt erst dann zur Nutzung der Autobahnen und Schnellstraßen. Das heißt: Wer beispielsweise ab dem 1. Mai mit einer gültigen digitalen Vignette unterwegs sein will, muss diese bis spätestens 12. April erwerben. Ab Mitte 2018 wird das „digitale Pickerl“ in Deutschland auch beim ADAC erhältlich sein. Kauft man sie dort, entfällt die 18-tägige Sperrfrist.

Slowenien: DarsGo-unit-Bezahlsystem für Mobile > 3,5 t

In Slowenien wurde zum 1. April 2018 eine ähnliche Box für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen eingeführt. Der so genannte „DarsGo unit“-Transponder muss an der Innenseite der Windschutzscheibe befestigt werden. Das Kommunikationsgerät empfängt Daten an den Mautstationen und rechnet die Gebühr automatisch ab. Der große Vorteil: Man muss nicht mehr anhalten. Allerdings gibt es einige Nachteile in der Anschaffung: Zunächst muss man sich für „DarsGo“ auf der Website darsgo.si registrieren und erhält dann sein Gerät bei einer von vielen „DarsGo servis“ Servicestationen. Diese gibt es nur in Slowenien. Im Ausland kann man keine DarsGo-Box erwerben. Wer auf der slowenischen Autobahn nicht an der ersten Servicestation einen Transponder erwirbt, muss mit einer hohen Geldstrafe rechnen.

Führt die Route aus dem Ausland ohne „DarsGo Unit“ direkt auf die slowenische Autobahn, darf man ohne das Gerät bis zur ersten Dars-Servicestation („DarsGO Servis“) fahren. Dort muss man anhalten und den Transponder erwerben, ansonsten drohen empfindliche Strafen. Zwischen 300 und 800 Euro muss man zahlen, wird man bei einer Kontrolle ohne gültige Vignette oder DarsGo angetroffen.

Für Fahrzeuge bis zu 3,5 Tonnen ändert sich nichts: Für sie gilt weiterhin die reguläre Vignette. Doch auch hier drohen Strafen, wenn man das vergisst. Also besser schon zu Hause die Vignette kaufen, beispielsweise beim ADAC oder online. Der ADAC informiert auf seiner Homepage www.adac.de ausführlich über Mautbestimmungen im europäischen Ausland.

Norwegen: Sonderfall mit automatischer Rechnung

In Norwegen wird Maut auf einige Tunnels, Brücken und Streckenabschnitte erhoben. Bislang war die einfachste Bezahlmethode eine Online-Registrierung mit Kreditkarte. Diese Option besteht mittlerweile nicht mehr. Stattdessen kann man sich online bei Euro Parking Collection (EPC) registrieren und ein Konto einrichten – das ist allerdings keine Pflicht, die Mautrechnung wird auch ohne die Registrierung zugestellt. Vorteil eines EPC-Kontos ist, dass man schnellen Zugriff auf die Rechnungen hat, Fälligkeitstermine einsehen und Zahlungen vornehmen kann. Hält man sich länger als zwei Monate mit dem Reisemobil in Norwegen auf, empfiehlt sich ein „AutoPass-Chip“. Die Maut ist dann häufig ermäßigt und wird über einen Vertrag abgebucht.

Maut umfahren – so geht’s

Pass Foto: Vierneisel, Zink, Archiv
Wer über Landstraßen fährt, kann die Maut meist umgehen.

Wer partout keinen Wegezoll entrichten möchte, kann auch ganz ohne Abgaben durch Europa kommen – eilig sollte man es dann allerdings nicht haben. Wir haben die Probe aufs Exempel gemacht und für drei beliebte Reiserouten die Kosten für Maut und Sprit ausgerechnet (ausführlichen Artikel siehe hier). Jedes der drei Ziele kann man auch ohne Maut erreichen, die Fahrzeit ist dann aber bedeutend länger.

Liegt das Reiseziel im Norden, hat man die Wahl zwischen zwei Varianten. Entweder fährt man über Land beziehungsweise über die beiden großen Brücken Storebaelt und Öresund oder man nimmt die Fähre. Letztere ist nicht nur bequemer, sondern auch günstiger als die Fahrt über Land, dafür ist man etwas länger unterwegs. Die Fährpreise hängen von der Länge des Fahrzeugs und der Personenzahl ab. Auch die Saison ist für den Fährpreis ausschlaggebend, am besten bucht man so früh wie möglich. Tagfahrten sind günstiger als Nachtfahrten, da man keine Kabine buchen muss.

Frankreich ist ein beliebtes Reiseziel, Maut fällt auf den meisten Autobahnen an. Wählt man kleinere Straßen, sieht man nicht nur mehr von der hübschen Landschaft, sondern spart sich auch die Gebühren. Die A 75 durchs Zentralmassiv ist größtenteils kostenlos, nur bei Millau wartet die gebührenpflichtige Brücke, die aber auch umfahren werden kann. Wer unterwegs Richtung Spanien ist und sparen will, sollte die Route über die Schweiz in Erwägung ziehen. Vor allem Reisemobile über 3,5 Tonnen, die die Schwerlastabgabe in der Schweiz bezahlen müssen, kommen so günstiger weg als bei der Fahrt über französische Autobahnen.

Maut-Umgehungsstrecken für Wohnmobile
Mautfrei nach Frankreich, Spanien, Schweden, etc.

Geht die Fahrt nach Bella Italia, kann man die Schwerlastabgabe gleich ein zweites Mal nutzen und spart sich obendrein noch die Querelen mit der österreichischen Go-Box. In Italien selbst sind die Autobahnen mautpflichtig, schöner und günstiger sind die Landstraßen. Auf der anderen Seite der Adria ist Kroatien ein beliebtes Ziel. Auf dem Weg dorthin wird Slowenien passiert, das mit 30 Euro für einen Monat sehr hohe Vignettenpreise aufruft. Wer diese Maut umfahren will, muss achtgeben, wirklich keine mautpflichtige Straße zu befahren, andernfalls sind die Strafen horrend. Zeitersparnis gegen Geldersparnis: Die Entscheidung liegt bei jedem Einzelnen. Wer noch berufstätig ist und nur eine begrenzte Zahl an Urlaubstagen hat, wird im Zweifelsfall wohl die schnellere Route vorziehen.

Überblick über Mautbestimmungen für Wohnmobile in Europa

Europas Vielfalt spiegelt sich auch in den Mautsystemen der einzelnen Länder wider, wie die Tabelle rechts zeigt. Wer nach dem Urlaub keine böse Überraschung in Form von Bußgeldbescheiden erleben will, sollte im Vorfeld notwendige Registrierungen frühzeitig in Angriff nehmen.

Bulgarien

      • Vignette auf Nationalstraßen sowie Sondermaut auf der Donaubrücke nach Rumänien.

Dänemark

(siehe unten)

Frankreich

      • alle Reisemobile: fast alle Autobahnen, Gebühr an Zahlstellen: variiert je nach Streckenabschnitt, Höhe und Gewicht

Griechenland

      • Maut auf einzelnen Nationalstraßen und Autobahnen. Sondermaut für Tunnel Preveza-Aktio, Brücke Antirio-Rio und Athenumfahrung.

Großbritannien

      • alle Reisemobile: M6 nördlich von Birmingham, Gebühren an Zahlstationen: variiert nach Uhrzeit und Wochentag sowie Höhe und Achszahl

Irland

      • Maut auf einzelnen Nationalstraßen und Autobahnen, Sondermaut für einzelne Tunnel/Brücken.

Italien

      • alle Reisemobile: fast alle Autobahnen, Gebühren an Zahlstationen: variiert je nach Streckenabschnitt und Achszahl. Sondermaut für einzelne Tunnel und Passstraßen. Citymaut in Mailand, Bologne und Palermo. (www.aiscat.it)

Kroatien

      • alle Reisemobile: Autobahnen, Gebühren an Zahlstationen: variiert je nach Streckenabschnitt, Gewicht, Höhe und Achszahl. (www.hac.hr)

Mazedonien

      • Streckenabhängige Maut auf der M 1, M 3 und M 4.

Montenegro

      • Sondermaut für Sozina-Tunnel auf der E 80.

Norwegen

      • alle Reisemobile: einzelne Brücken, Tunnels oder Streckenabschnitte, Video-Maut, teils Zahlstellen: variiert je nach Streckenabschnitt, Gewicht und Länge. (www.autopass.no)

Österreich

      • Reisemobil bis 3,5 t: Schnellstraßen und Autobahnen, Vignette: 9 Euro/10 Tage, 26,20 Euro/ 2 Monate, 87,30 Euro/1 Jahr
      • Reisemobil 3,5–7,5 t (2 Achsen): Schnellstraßen und Autobahnen, Go-Box: Schadstoffklasse Euro VI 18 Cent/km, Euro V und IV 20 Cent/km, Euro 0 bis III 22 Cent/km
      • Reisemobil 3,5–7,5 t (3 Achsen): Schnellstraßen und Autobahnen, Go-Box: Schadstoffklasse Euro VI 24 Cent/km, Euro V und IV 22 Cent/km, Euro 0 bis III 31 Cent/km

Polen

      • Maut auf Autohanen, Schnell- und Bundesstraßen, Fahrzeuge über 3,5 t brauchen eine Via-Box.

Portugal

      • alle Reisemobile: Teilstrecken auf den Autobahnen, Gebühr an Zahlstellen oder elektronische Maut: variiert je nachStreckenabschnitt, Höhe und Achszahl

Polen

      • Reisemobile bis 3,5 t: Autobahnen, Via-Auto oder Karten-/ Barzahlung an Mautstellen: streckenabhängig
      • Reisemobile über 3,5 t: Autobahnen, Schnell- und Bundesstraßen, Via-Box: streckenabhängig
      • alle Reisemobile: A1 und Abschnitten der A2 und A4, Gebühren an Zahlstellen: streckenabhängig

Rumänien

Schweiz

      • Reisemobil bis 3,5 t: Autobahnen und Autostraßen (Nationalstraßen 1. und 2. Klasse), Vignette: 35,75 Euro*/Jahr
      • Reisemobil 3,5–7,5 t: alle Straßen, Schwerverkehrsabgabe: 32,50 Euro*/10 frei wählbare Tage oder 595 Euro*/Jahr

* Die Preisangaben für die Schweiz unterliegen Kursschwankungen und können sich kurzfristig ändern.

Schweden/Dänemark

    • Reisemobil bis 6 Meter (inklusive Anhänger): Öresundbrücke, Brückenmaut: 50 Euro*
    • Reisemobil über 6 Meter (inklusive Anhänger): Öresundbrücke, Brückenmaut: 100 Euro*
    • Reisemobil bis 3,5 t (inklusive Anhänger): Storebaeltbrücke, Brückenmaut: bis 6 Meter: 34 Euro* über 6 Meter: 51 Euro*
    • Reisemobil mit 3,5 bis 7,5 t (inklusive Anhänger): Storebaeltbrücke, Brückenmaut: bis 10 Meter: 100 Euro* über 10 Meter: 157 Euro*
            * Die Preisangaben unterliegen Kursschwankungen und können sich kurzfristig ändern.

Serbien

  • Streckenabhänige Maut auf Schnellstraßen und Autobahnen.

Slowakei

  • Vignette auf Autobahnen, Schnellstraßen und einigen Bundesstraßen. Ab 3,5 t streckenabhängige Maut (Sendegerät wird benötigt). (www.emyto.sk)

Slowenien

  • Reisemobile bis 3,5 t (auch mit Anhänger): Schnellstraßen und Autobahnen, Vignette: 15 Euro/7 Tage, 30 Euro/ 1 Monat, 110 Euro/14 Monate
  • Reisemobile über 3,5 t: Schnellstraßen und Autobahnen, DarsGo unit: Automatisches Bezahlsystem

Spanien

  • alle Reisemobile: privat betriebene Autopistas, Gebühr an Zahlstellen: variiert je nach Streckenabschnitt und Achszahl (www.aseta.es)

Tschechien

  • Reisemobile bis 3,5 t: Autobahnen und Schnellstraßen, Vignette: 13 Euro*/10 Tage, 18 Euro*/ 1 Monat, 61 Euro*/1 Jahr
  • Reisemobile über 3,5 t: Autobahnen, Schnellstraßen und gekennzeichnete Streckenabschnitte der Straßen 1. Klasse, premid-Box: variiert je nach Streckenlänge

* Die Preisangaben für Tschechien unterliegen Kursschwankungen und können sich kurzfristig ändern.

Türkei

  • Maut auf allen Autobahnen, Sondermaut für beide Bosporus-Brücken in Istanbul Richtung Asien.

Ungarn

  • Vignette auf allen Autobahnen, ab 3,5 t zusätzliche Gebühren auf einigen Schnell- und Landeshauptstraßen (www.autobahn.hu)

Achtung: Maut-Falle in Italien

Auch die Maut-Profis unter den Reisemobilisten lernen nie aus, schließlich gibt es jedes Jahr Änderungen in der Bemautung, Zahlungsweisen ändern sich und weitere Strecken werden kostenpflichtig. Letzteres betrifft zum Beispiel Italien. Dort wurde ein neues, komplett automatisiertes Mautsystem namens Free Flow eingeführt. Betroffen ist der Großraum Mailand, genauer die Autostrada 36 (A 36). Mit Hilfe von Sensoren werden dort die Kennzeichen der durchfahrenden Fahrzeuge erfasst.

Um die Bezahlung muss man sich selbstständig kümmern, denn klassische Mautstationen mit Zahlhäuschen gibt es nicht. Stattdessen erfolgt sie durch eine Online-Registrierung oder einen Telepass (siehe „Maut-Boxen“). Über die Homepage der Autobahngesellschaft (https://apl.pedemontana.com) kann man sich mit seinem Kfz-Kennzeichen für eine gelegentliche Nutzung registrieren oder die entsprechende App „APL Free Flow“ auf seinem Smartphone installieren. Die Begleichung der Gebühren erfolgt per Kreditkarte und muss innerhalb von 15 Tagen über die Bühne gehen.

Wer sich im Vorfeld nicht informiert und vorbereitet, riskiert ein Bußgeld, wenn er die A 36 trotzdem befährt. Möchte man sich weder online registrieren noch einen Telepass-Vertrag abschließen, gibt es eine weitere Bezahlmöglichkeit. Innerhalb von 15 Tagen nach dem Befahren der mautpflichtigen Strecke muss die Kundendienststelle „Punto Verde“ auf der A 36 an der Anschlussstelle Mozzate (Como) aufgesucht und dort unter Angabe des Kfz-Kennzeichens die Gebühr in bar bezahlt werden. Dies ist zusätzlich an acht Tankstellen in der Region möglich. Einzelheiten dazu finden sich ebenfalls auf der Homepage der Autobahngesellschaft, Stichwort „Bezahlpunkte“. (www.aiscat.it)

Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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