Corona: Auswirkungen auf Camping- und Wohnmobil-Branche
Corona und die Wohnmobil-Branche
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Die beliebtesten Ziele Europas: Das kostet Camping

Die 10 beliebtesten Campingziele Europas Das kostet Camping in Europa

Ob Ferien im eigenen Land oder bei unseren europäischen Nachbarn: Mit welchen Preisen ist in der kommenden Saison beim Camping-Urlaub wirklich zu rechnen?

Auch wenn die dritte Welle der Corona-Pandemie noch viele Länder in ihrem Wirken beeinflusst: Spätestens 1. Juli wird das Reisen mit dem Freizeitmobil in ganz Europa wieder möglich sein – ab dann ist die allgemeine Reisewarnung der Bundesregierung für Risikogebiete aufgehoben, viele Menschen werden bereits geimpft sein und es gibt einen EU-weiten Impfnachweis.

Die Tourismusbranche bereitet sich allerorts mit Hochdruck auf die kommende Saison vor, und auch an den heimischen Schreibtischen wird fleißig geplant und kalkuliert. Denn neben Ziel und Zeit spielen durchaus auch die zu erwartenden Kosten eine Rolle.

Top 10 Reiseländer: Kosten einer Campingreise

Bei der Auswahl der Top-10-Reiseländer haben wir uns auf die promobil-Leserwahl 2020 gestützt, deren Daten Ende 2019 erhoben wurden, also ohne Einfluss der Corona-Pandemie. Aufgelistet haben wir unsere Länder hier von teuer nach günstig in der Kateogrie Campingplatz.

1. Schweiz

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Joachim Negwer
Tinizong: Dieses hübsche Städtchen liegt am Julierpass inmitten der Talschaft Oberhalbstein im schönen Kanton Graubünden.

Grüezi in der Schweiz, dem kleinen Alpenland, das trotz seiner überschaubaren Größe zu einem der vielfältigsten und abwechslungsreichsten Länder Mitteleuropas zählt. Das gebirgige Land beeindruckt mit wunderschöner Natur, zahlreichen Seen, historischen Dörfern und hohen Alpengipfeln. Viele Schweizer Städte beherbergen mittelalterliche Viertel mit Wahrzeichen wie dem Uhrturm Zytglogge in der Hauptstadt Bern, der Kapellbrücke von Luzern oder der Kathedrale Saint-Pierre in Genf. Ob bei einer Naturexkursion zum Aletschgletscher oder zur Rheinschlucht, bei einer Radtour durchs Valle Maggia oder entlang des Zürichsees oder beim Genießen des mediterranen Ambientes mit kulturellen Highlights am schicken Lago Maggiore – Urlaubsfreuden aller Art lassen sich rund ums Jahr im ganzen Land finden. Die Schweiz verfügt laut statista.de über gut 400 Campingplätze; die promobil-Stellplatz-App weist 114 Plätze aus.

Campingplatz: 54,63 Euro
Stellplatz: 18,74 Euro
Diesel: 1,73 CHF = 1,57 Euro
Super bleifrei: 1,72 CHF = 1,56 Euro
Maut/500 km: Jahresvignette bis 3,5 t = 40 CHF = 36,50 Euro Über 3,5 t: Pauschale Schwerverkehrsabgabe (PSVA), der Mindestbetrag pro Zahlungsnachweis beträgt 25 CHF.
Lebensmittel: 1 L Milch: 1,50 CHF, 1 L Mineralwasser: 0,80 CHF, 1 Brot: 2 CHF, 100 g Wurst: 3 CHF, 100 g Käse: 2 CHF, 500 g Hackfleisch: 10 CHF, 500 g Nudeln: 2 CHF, 250 g Kaffee: 3,50 CHF, 1 kg Äpfel oder Bananen: 2 CHF
Warenkorb gesamt: 26,80 CHF = 24,30 Euro
Essengehen (pro Person):
Mittags, simpel: Pizza 18 CHF, Cola 4 CHF, Espresso 4 CHF, ergibt 26 CHF = 25,50 Euro
Abends, mittelkl. Restaurant: 3-Gang ohne Getränke 45 CHF, eine Flasche Wein 40 CHF, eine gr. Flasche Wasser 10 CHF, ergibt 95 CHF = 86 Euro

2. Italien

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Steffen Zink
Die dicht an den steilen Hang geschmiegten bunten Häuser Positanos sind das perfekte Postkartenmotiv.

Bella Italia – das klingt nach Sommer, Strand, Musik und lauen Nächten. An die Mittelmeerküste locken goldgelbe Sandstrände, kleine Kiesbuchten und wildromantische Felsklippen, während die Oberitalienischen Seen wie der Gardasee zum Baden, Segeln, Surfen rufen. Die Alpen bieten vom Aostatal über Südtirol bis ins Friaul beste Voraussetzungen für WandererInnen und BikerInnen, und Kulturinteressierte begeben sich auf der Suche nach antiken Stätten, Renaissancepalästen und weltbekannten Museen nach Rom, Venedig, Genua, Florenz, Neapel oder Palermo. Verschwiegene Ankerplätze entlang der Inseln Elba, Capri, Ischia und Sardinien ziehen SeglerInnen und Promis aus der ganzen Welt an. Es gibt in Italien laut pincamp.de über 1500 Campingplätze; die promobil-Stellplatz-App weist 841 Plätze aus.

Campingplatz: 54,30 Euro
Stellplatz: 16,60 Euro
Diesel: 1,48 Euro
Super bleifrei: 1,62 Euro
Maut/500 km: (nach Fahrzeugklassen) Klasse 2 B: 2-achsige KFZ (Bus, LKW, Wohnmobil oder PKW), die an der Vorderachse höher als 1,30 m sind = rund 40 Euro; Klasse 3: PKW mit Anhänger, Wohnwagen, Busse oder LKW mit insgesamt 3 Achsen = rund 50 Euro; Klasse 4: PKW mit Anhänger, Wohnwagen, Busse oder LKW mit insgesamt 4 Achsen = rund 77 Euro
Lebensmittel: 1 L Milch: 1,30 Euro, 1 L Mineralwasser: 0,70 Euro, 1 Brot: 1,80 Euro, 100 g Wurst: 1,80 Euro, 100 g Käse: 1,70 Euro, 500 g Hackfleisch: 4 Euro, 500 g Nudeln: 1 Euro, 250 g Kaffee: 2,50 Euro, 1 kg Äpfel oder Bananen: 2 Euro
Warenkorb gesamt: 16,80 Euro
Essengehen (pro Person):
Mittags, simpel: Pizza 6,50 Euro, Cola 3 Euro, Espresso 1,20 Euro = 10,70 Euro
Abends, mittelkl. Restaurant: 3-Gang-Menü 20 Euro, 1 Flasche Wein 16 Euro, 1 Flasche Wasser 4 Euro = 40 Euro

3. Kroatien

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Joachim Negwer
Einer der schönsten Orte Kroatiens: Istriens Hauptstadt Rovinj hat eine quirlige Altstadt voller guter Restaurants.

Dobar dan – guten Tag in Kroatien, einem Land, das vor allem für seine über sechstausend Kilometer lange, stark gegliederte Küste, die tausend Inseln und Inselchen, Halbinseln und traumhaften Buchten überaus beliebt ist. Hier locken Tage unter strahlend blauem Himmel und warme Nächte unter dem Sternenzelt. Dazu kommen acht Nationalparks, elf Naturschutzgebiete sowie natürliche Reservate mit Gebirgen, Flüssen, Wäldern, Seen und Bächen, sodass auch NaturliebhaberInnen auf ihre Kosten kommen. In den malerischen Altstädten von Dubrovnik, Split, Trogir, Porec und Pula kann man auf Schritt und Tritt in die Vergangenheit der Römer, Venezianer und Habsburger eintauchen – und auf hübschen, mittelalterlich geprägten Plätzen entspannt einen Espresso genießen. Laut pincamp.de gibt es in Kroatien weit über 500 Campingplätze; Stellplätze sind hier rar. Die promobil-Stellplatz-App listet 56 Plätze auf.

Campingplatz: 50,82 Euro
Stellplatz: 7,56 Euro
Diesel: 1,26 Euro
Super bleifrei: 1,34 Euro
Maut/500 km: Klasse II = 359 HRK = 48 Euro; a) Fahrzeuge mit zwei Achsen, über 1,90 m Höhe, unter 3,5 t Gesamtgewicht; b) Fahrzeuge mit zwei Achsen, unter 1,90 m Höhe, mit Hänger (Achszahl, Höhe und Gewicht egal); Klasse III = 528 HRK = 70 Euro a) Fahrzeuge mit zwei oder drei Achsen, über 3,5 t Gesamtgewicht
Lebensmittel: 1 L Milch: 0,90 Euro, 1 L Mineralwasser: 0,50 Euro, 1 Brot: 1 Euro, 100 g Wurst: 1,80 Euro, 100 g Käse: 1,20 Euro, 500 g Hackfleisch: 3,50 Euro, 500 g Nudeln: 1,20 Euro, 250 g Kaffee: 2,70 Euro, 1 kg Äpfel oder Bananen: 1,60 Euro
Warenkorb gesamt: 14,40 Euro
Essengehen (pro Person):
Mittags, simpel: Pizza 8,50 Euro, Cola 2,50 Euro, Espresso 2 Euro = 13 Euro
Abends, mittelkl. Restaurant: 3-Gang ohne Getränke 25 Euro, eine Flasche Wein 20 Euro, eine gr. Flasche Wasser 5 Euro = 50 Euro

4. Spanien

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Thomas Cernak
Faszinierender Felsblock: Vor Calp ragt der Penyal d’Ifac (Peñón de Ifach) 332 Meter hoch aus dem Meer.

Viva España – hoch lebe Spanien, mit Sonne rund ums Jahr, frisch gegrilltem Fisch am Strand und gut über 3900 Kilometer Küste entlang des Atlantischen Ozeans und des Mittelmeers. Kein Wunder also, dass Spanien das am zweithäufigsten besuchte Land der Welt ist und zu den absoluten Lieblingsländern der Deutschen zählt. Die Heimat von Salvador Dalí beeindruckt durch ihre große geografische und kulturelle Vielfalt: Imposante Sehenswürdigkeiten wie die Alhambra in Andalusien, der Königspalast in Madrid und die Sagrada Família in Barcelona, eindrucksvolle Gebirgszüge wie die Sierra Nevada, Naturparks, Salzseen und Sumpfgebiete entlang der Costa Blanca sowie lange feinsandige Strände und hervorragende Unterwassergründe sprechen für sich. Laut camping.info gibt es rund 1100 Campingplätze in Spanien; die promobil-Stellplatz-App weist 227 Plätze aus.

Campingplatz: 47,23 Euro
Stellplatz: 11,83 Euro
Diesel: 1,08 Euro
Super bleifrei: 11,17 Euro
Maut/160 km: Kategorie 1: Kfz (mit und ohne 1-achsigem Gespann) bis 3 Achsen ohne Zwillingsbereifung = 15,56 Euro Es gibt nur noch wenige mautpflichtige Autobahnen (siehe ADAC.de).
Lebensmittel: 1 L Milch: 0,80 Euro, 1 L Mineralwasser: 0,50 Euro, 1 Brot: 1,80 Euro, 100 g Wurst: 1,70 Euro, 100 g Käse: 1,50 Euro, 500 g Hackfleisch: 4,50 Euro, 500 g Nudeln: 1,20 Euro, 250 g Kaffee: 1,80 Euro, 1 kg Äpfel: 2,50 Euro
Warenkorb gesamt: 16,30 Euro
Essengehen (pro Person):
Mittags, simpel: Pizza 8,50 Euro, Cola 2,50 Euro, Espresso 1,80 Euro = 12,80 Euro
Abends, mittelkl. Restaurant: 3-Gang ohne Getränke 22 Euro, eine Flasche Wein 18 Euro, eine gr. Flasche Wasser 3 Euro = 43 Euro

5. Dänemark

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Thomas Zwicker
In den Orten Nordjütlands ist man selten weit vom Wasser entfernt.

Einfach hyggelig – in Dänemark dominieren Gemächlichkeit und Gelassenheit, und wer die Schönheiten des Landes mit diesen Lebensgefühlen kombiniert, kann einen Traumurlaub erleben. Denn das nordeuropäische Land bietet so vieles: eine raue Nordsee, eine milde Ostsee, Küsten mal steil und grün, mal sandig und badefreundlich. Es kann zwischen Touristenhochburgen und einsamen Inseln, gemütlichen Dörfern und viel Natur gewählt werden. Ob Aktivurlaub oder Entspannung pur auf Jütland oder Fünen, Citylife in Kopenhagen, eine Schlosstour rund um das südjütländische Sønderborg oder lebendige Kultur in einer rekonstruierten Wikingersiedlung – unternehmungslustige UrlauberInnen sind in der Heimat von Hans Christian Andersen genau richtig. Es gibt laut camping.info gut 470 Campingplätze in Dänemark; die promobil-Stellplatz-App weist 216 Plätze aus.

Campingplatz: 45,50 Euro
Stellplatz: 14,07 Euro
Diesel: 1,44 Euro
Super bleifrei: 11,68 Euro
Maut/500 km: Mautfrei
Lebensmittel: 1 L Milch: 1,30 Euro, 1 L Mineralwasser: 0,40 Euro, 1 Brot: 1,80 Euro, 100 g Wurst: 1,80 Euro, 100 g Käse: 1,10 Euro, 500 g Hackfleisch: 5 Euro, 500 g Nudeln: 1,60 Euro, 250 g Kaffee: 2 Euro, 1 kg Äpfel oder Bananen: 1,90 Euro
Warenkorb gesamt: 16,90 Euro
Essengehen (pro Person):
Mittags, simpel: Pizza 8,50 Euro, Cola 2,50 Euro, Espresso 2,50 Euro = 13,50 Euro
Abends, mittelkl. Restaurant: 3-Gang ohne Getränke 40 Euro, eine Flasche Wein 25 Euro, eine gr. Flasche Wasser 5 Euro = 70 Euro

6. Österreich

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Benjamin Köbler-Linsner
Einfach kernig, dieses Kärnten. In die alpenländische Landschaft mischt sich eine Spur Bella Italia.

Immer wieder Österreich – wer gerne aktiv ist und dazu noch Bilderbuchpanoramen sucht, ist in unserem Nachbarland genau richtig, denn die kleine Republik lockt mit vielen Flüssen und Wasserfällen, riesigen Waldgebieten, zahlreichen Seen und grandiosen Berglandschaften. Rund 40.000 Kilometer Wegenetz in den österreichischen Alpen mit etwa 430 Hütten bieten WandererInnen fast unbegrenzte Auswahl, und wer ins Schwitzen kommt, erfrischt sich in einem der weit über 1000 Seen in Kärnten. Spritziges Stadtleben mit viel Kultur hingegen ist in der prächtigen Hauptstadt Wien mit dem Schloss Schönbrunn, der Hofburg und der Staatsoper zu finden, und auch kleinere Städte wie Salzburg, Graz und Innsbruck bestechen mit ihren wunderschönen Altstädten. Österreich verfügt laut statista.de über rund 600 Campingplätze; die promobil-Stellplatz-App weist 181 Plätze aus.

Campingplatz: 44,16 Euro
Stellplatz: 15,07 Euro
Diesel: 1,16 Euro
Super bleifrei: 1,22 Euro
Maut/500 km: 2-Monats-Vignette für Wohnmobile und Gespanne bis 3,5 t: 27,80 Euro. Für Wohnmobile und Gespanne über 3,5 t: gefahrene Kilometer, Anzahl der Achsen (ohne Anhänger) und Euro-Emissionsklasse = Preis pro km. Klasse V, 2 Achsen = 0,21 Euro = 101 Euro/500 km Klasse VI, 2 Achsen = 0,20 Euro = 100 Euro/500 km
Lebensmittel: 1 L Milch: 1,30 Euro, 1 L Mineralwasser: 0,80 Euro, 1 Brot: 1,70 Euro, 100 g Wurst: 1,80 Euro, 100 g Käse: 1,60 Euro, 500 g Hackfleisch: 4,50 Euro, 500 g Nudeln: 1,40 Euro, 250 g Kaffee: 2,80 Euro, 1 kg Äpfel: 2,80 Euro
Warenkorb gesamt: 18,70 Euro
Essengehen (pro Person):
Mittags, simpel: Pizza 7,50 Euro, Cola 3 Euro, 1 Espresso 2 Euro = 12,50 Euro
Abends, mittelkl. Restaurant: 3-Gang ohne Getränke 28 Euro, eine Flasche Wein 22 Euro, eine gr. Flasche Wasser 5 Euro = 55 Euro

7. Frankreich

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Joachim Negwer
Im Hafen von Saint-Tropez: Vorne schaukeln die kleinen Holzboote, weiter hinten ankern die Luxusyachten der Millionäre.

Vive la France – dass Frankreich über jede Menge sehenswerter Regionen verfügt, ist wahrlich kein Geheimnis mehr. Ob pulsierende Städte wie Paris, Lyon oder Marseille, beliebte Weinregionen wie Champagne-Ardenne, Burgund oder Languedoc-Roussillon, herrliche Strände an der sonnigen Côte d’Azur oder entlang der endlos scheinenden Atlantikküste oder Natur-Eldorados wie die französischen Alpen mit ihrem 4810 Meter hohen Mont Blanc, die Provence, Camargue oder Ardèche – in Frankreich können wirklich alle UrlauberInnen auf ihre Kosten kommen. Kein Wunder also, dass die von rund 51 Millionen TouristInnen besuchte "Grande Nation" auch 2019 das beliebteste Reiseziel der Welt war. Das flächenmäßig größte Land der EU verfügt laut Fremdenverkehrsverband über rund 11.000 Campingplätze; die promobil-Stellplatz-App weist 890 Plätze aus.

Campingplatz: 43 Euro
Stellplatz: 9,12 Euro
Diesel: 1,39 Euro
Super bleifrei: 1,53 Euro
Maut/500 km: Kat. 1: Gespann unter 2 m Höhe, unter 3,5 t = ca. 45 Euro; Kat. 2: Wohnmobil oder Gespann über 2 m, aber unter 3 m Höhe, unter 3,5 t = ca. 70 Euro; Kat. 3: Wohnmobil ab 3 m Höhe oder über 3,5 t = ca. 100 Euro
Lebensmittel: 1 L Milch: 1 Euro, 1 L Mineralwasser: 1 Euro, 1 Brot: 1,80 Euro, 100 g Wurst: 1,50 Euro, 100 g Käse: 1,70 Euro, 500 g Hackfleisch: 5 Euro, 500 g Nudeln: 1,30 Euro, 250 g Kaffee: 3 Euro, 1 kg Äpfel: 2,40 Euro
Warenkorb gesamt: 17,70 Euro
Essengehen (pro Person):
Mittags, simpel: Pizza 11 Euro, Cola 4 Euro, Espresso 2 Euro = 17 Euro
Abends, mittelkl. Restaurant: 3-Gang ohne Getränke 30 Euro, eine Flasche Wein 24 Euro, eine gr. Flasche Wasser 5 Euro = 59 Euro

8. Niederlande

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Carolin Thiersch
Tradition und Tourismus – in Alkmaar werden die Käselaibe von Trägern transportiert.

Windmühlen und Tulpen, Holzschuhe und Gouda-Käse, Hollandrad und Coffeeshops – es gibt so einiges, was die Niederlande weltbekannt gemacht hat. Vor allem aktive und wasseraffine UrlauberInnen finden unzählige hübsche Kanäle, die das ganze Land durchziehen, über 500 Kilometer herrliche Küste, die zum Baden einlädt, und eine sanfte, flache Landschaft mit einem über 32.000 Kilometer langen, hervorragend ausgebauten Radnetzwerk. Die Hauptstadt Amsterdam lockt mit pittoresken Grachten, prächtigen Stadthäusern und großartigen Museen wie dem Van-Gogh-Museum. Den Haag hingegen ist die einzige Großstadt mit einem Strand entlang der Nordseeküste, der sogar mit der Straßenbahn zu erreichen ist. Die Niederlande verfügt laut ACSI campingcard.com über 3070 Campingplätze; die promobil-Stellplatz-App weist 451 Plätze aus.

Campingplatz: 42,88 Euro
Stellplatz: 13,90 Euro
Diesel: 1,39 Euro
Super bleifrei: 1,79 Euro
Maut/500 km: Mautfrei
Lebensmittel: 1 L Milch: 1 Euro, 1 L Mineralwasser: 0,80 Euro, 1 Brot: 1,80 Euro, 100 g Wurst: 1,50 Euro, 100 g Käse: 1,20 Euro, 500 g Hackfleisch: 4 Euro, 500 g Nudeln: 1 Euro, 250 g Kaffee: 3 Euro, 1 kg Äpfel oder Bananen: 2 Euro
Warenkorb gesamt: 16,30 Euro
Essengehen (pro Person):
Mittags, simpel: Pizza 9 Euro, Cola 4 Euro, Espresso 2,50 Euro = 15,50 Euro
Abends, mittelkl. Restaurant: 3-Gang ohne Getränke 28 Euro, eine Flasche Wein 22 Euro, eine gr. Flasche Wasser 5 Euro = 55 Euro

9. Deutschland

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Christiane Würtenberger
Der Strand in Ahrenshoop ist einer der schönsten an der Ostsee.

In der Heimat zu urlauben hat nicht nur den entscheidenden Vorteil der meist sehr viel kürzeren Anreise, nein, Deutschland ist darüber hinaus auch noch unglaublich schön und abwechslungsreich. Märchenschlösser und Alpengebirge gibt es im Allgäu, eindrucksvolle Felsformationen bietet die Sächsische Schweiz, pastellfarbige Blütenmeere betören in der Lüneburger Heide, Vulkanlandschaften warten in der deutschen Eifel, und die Sandstrände an Nord- und Ostsee locken nicht nur Wasserratten. Mit 16 National- und 106 Naturparks ist Deutschland eine perfekte Destination für OutdoorfreundInnen. Kultur aller Art findet sich in zahllosen kleinen und großen Städten wie Berlin sowie in 46 Unesco-Welterbestätten. Laut statista.de gibt es in Deutschland über 3000 Campingplätze; die promobil-Stellplatz-App weist 2778 Plätze aus.

Campingplatz: 35,43 Euro
Stellplatz: 11,59 Euro
Diesel: 1,29 Euro
Super bleifrei: 1,45 Euro
Maut/500 km: Mautfrei
Lebensmittel: 1 L Milch: 1,20 Euro, 1 L Mineralwasser: 0,80 Euro, 1 Brot: 1,80 Euro, 100 g Wurst: 1,50 Euro, 100 g Käse: 1,80 Euro, 500 g Hackfleisch: 4 Euro, 500 g Nudeln: 1,20 Euro, 250 g Kaffee: 2,70 Euro, 1 kg Äpfel: 3 Euro
Warenkorb gesamt: 18 Euro
Essengehen (pro Person):
Mittags, simpel: Pizza 7,50 Euro, Cola 4 Euro, Espresso 2,50 Euro = 14 Euro
Abends, mittelkl. Restaurant: 3-Gang ohne Getränke 28 Euro, eine Flasche Wein 22 Euro, eine gr. Flasche Wasser 5 Euro = 55 Euro

10. Schweden

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Christiane Würtenberger
Schwedenflaggen, rote Häuschen und ganz viel Wasser: Blick von Saltö nach Dragsö, zwei Schäreninseln in Karlskrona.

Alter Schwede – wer atemberaubende Natur und viel Weite sucht, ist in der idyllischen Heimat von Pippi Langstrumpf und Kommissar Wallander genau richtig. Ob Inseln, Seen, Wälder oder Gletscher – OutdoorfreundInnen kommen beim Paddeln, Wandern und Radfahren in Schweden ganz sicher auf ihre Kosten. Allein 53 Prozent des Landes sind mit Wald bedeckt, und tausende Inseln und Seen bestimmen Westeuropas drittgrößtes Land. Selbst die Hauptstadt Stockholm wurde auf 14 Inseln errichtet, hat mehr als 50 Brücken – und dazu noch eine mittelalterliche Altstadt. Aber auch traditionelle Mittsommerfeste, charmante Fischerdörfer, alte Herrenhäuser und ganz viel Strandvergnügen versprechen spannende Urlaubstage. Schweden hat laut Aussage des Fremdenverkehrsamts rund 550 Campingplätze; die promobil-Stellplatz-App weist 297 Plätze aus.

Campingplatz: 34,35 Euro
Stellplatz: 15,21 Euro
Diesel: 1,52 Euro
Super bleifrei: 1,53 Euro
Maut/500 km: Mautfrei
Lebensmittel: 1 L Milch: 12,50 SEK, 1 L Mineralwasser: 9,50 SEK, 1 Brot: 32 SEK, 100 g Wurst: 20 SEK, 100 g Käse: 9 SEK, 500 g Hackfleisch: 50 SEK, 500 g Nudeln: 10 SEK, 250 g Kaffee: 20 SEK, 1 kg Äpfel: 17 SEK
Warenkorb gesamt: 180 SEK = 17,80 Euro
Essengehen (pro Person):
Mittags, simpel: Pizza 95 SEK = 9,50 Euro, Cola 15 SEK = 1,50 Euro, Espresso 25 SEK = 2,50 Euro = 13,50 Euro
Abends, mittelkl. Restaurant: 3-Gang ohne Getränke 400 SEK = 40 Euro, eine Flasche Wein 520 SEK = 51 Euro, Tischwasser kostenfrei = 91 Euro

Spritkosten, Maut, Lebensmittel & Stellplatzgebühren

Zu den Urlaubskosten zählen neben den Standplatzgebühren auch Spritkosten, Autobahngebühren sowie Lebensmittel- und Restaurantpreise. Und so unterschiedlich die Länder in Europa sind, so verschieden sind auch die Preise für die jeweiligen Faktoren. Deshalb haben wir zur besseren Orientierung und Planung eine sehr umfassende Recherche durchgeführt und allgemeine Durchschnittspreise ermittelt, die einen guten Überblick über die zu erwartenden Kosten geben. Diese stellen wir länderspezifisch vor.

Zugrunde gelegt haben wir dabei die derzeitigen Spritpreise, einen Warenkorb mit Lebensmitteln aus einem mittelklassigen Supermarkt (ohne Bio-Ware, ohne Sonderangebote) und Restaurantpreise für ein einfaches Mittagessen (Pizza Salami, Softdrink, Espresso) sowie ein Abendessen (3-Gang-Menü, Wein, Wasser) in einem Mittelklasselokal. Quellen für die Preisermittlung waren neben statistischen Bundes- und Landesämtern auch Fremdenverkehrsverbände, Tourismusorganisationen, (im Ausland lebende) ReisejournalistInnen.

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So teuer ist Campingurlaub für eine Woche.

Natürlich sind die vorgenannten Preise durchaus variabel und nach oben sowie nach unten anzupassen, je nachdem, wo, was und wie konsumiert wird. Als feste Größe hingegen können die Hauptsaisonpreise für Campingplätze bewertet werden. Was dabei direkt ins Auge springt: Ganze 20 Euro pro Nacht beträgt der Kostenunterschied, der zwischen Schweden mit den günstigsten Übernachtungspreisen auf Campingplätzen und der Schweiz mit den teuersten Parzellen liegt. Das kann bei einem dreiwöchigen Ferienaufenthalt schon ganz schön zu Buche schlagen.

Gleiches gilt für Autobahngebühren: Während in Dänemark, Deutschland, Schweden und den Niederlanden für die Autobahnnutzung keine Extrakosten entstehen, sind in anderen Ländern bis zu 100 Euro für eine 500 Kilometer lange Strecke zu berappen. Auch das ist kein ganz unwichtiger Faktor bei der Budgetkalkulation.

Eine sehr eindrückliche Preisspanne konnte auch beim Dieselkraftstoff ausgemacht werden. So kostet ein Liter Diesel in der Schweiz fast 50 Cent mehr als in Spanien. Wer sehr unternehmungslustig ist und viel herumreist, muss hier unter Umständen viele hundert Euro extra einplanen.

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Wichtiger Faktor: Nebenkosten

Wie unsere promobil-Leserumfrage aus dem vergangenen Herbst ergab, haben 83,8 Prozent der Camper ihren Urlaub in Deutschland verbracht. Und laut einer aktuellen Umfrage im Auftrag vom ADAC bevorzugt jeder zweite Deutsche – unabhängig von Corona – auch 2021 bei einem Campingurlaub das eigene Land.

Insofern dürfte es schon eine Überraschung sein, dass sich trotz dieser riesigen Beliebtheit und Nachfrage Deutschland als das günstigste Camping-Urlaubsland unserer promobil-Top-10-Liste erweist. In unsere Modellrechnung für einen einwöchigen Urlaub mit dem Reisemobil flossen zusätzlich zu den reinen Standplatz-Vergleichspreisen die Kostenparameter Sprit, Lebensmittel und Restaurantpreise ein. Mautgebühren blieben hier außen vor, schließlich gibt es in jedem Land alternative Routen.

Bemerkenswert ist das Ergebnis schon deshalb, weil es deutlich zeigt, wie wichtig die "Nebenkosten" bei einer Reise sind. So rutscht beispielsweise Schweden, das die günstigsten Campingplatzpreise hat, aufgrund von teureren Restaurantpreisen und vor allem wesentlich höheren Alkoholpreisen bei unserer Berechnung auf Platz 9. Das heißt: Wer das schöne Land wegen der unglaublichen Natur bereist und sich überwiegend selbst verpflegt, kann in Schweden durchaus einen "Preis werten" Urlaub erleben.

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Ergebnis der promobil-Leserwahl 2020 (Mehrfachnennung möglich) der beliebtesten Reiseziele in Europa – mit eindeutigem Favoriten.

Spanien hingegen, das die viertteuersten Standplatzgebühren hat, bietet günstigere Preise in Bezug auf Sprit und Essengehen, was das Land bei unserer Berechnung immerhin auf den zweiten Platz hebt. Preislich ambitioniert bleibt bei aller Berechnung die Schweiz: Bei den Eidgenossen ist einfach alles etwas teurer als anderswo.

Ebenfalls tiefer in die Tasche greifen müssen Urlauber mittlerweile auch in eigentlich "traditionellen Campingländern" wie Kroatien und Italien, die nicht nur die fast höchsten Standplatzpreise haben, sondern auch mit den hier erwähnten Nebenkosten in den letzten Jahren ordentlich in die Höhe gegangen sind.

So viel zur Kostenplanung. Was nun noch fehlt, ist der Startschuss, die Lockerung der Reisebeschränkungen, die Aufhebung des Übernachtungsverbots. Dann wird sicher schnell ganz schön viel los sein auf den Stell- und Campingplätzen in Deutschland. Das Wichtigste ist: Der nächste Reisesommer wird kommen, versprochen.

Campingpreise in Deutschland

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Campingpreise in Deutschland: ADAC-Vergleichspreise 2021 nach Bundesländern.

Immerhin bis zu 9 Euro beträgt der Unterschied bei den Vergleichspreisen für eine Campingplatzübernachtung in den verschiedenen Bundesländern. Während UrlauberInnen in Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Hessen am günstigsten wegkommen, werden in Mecklenburg-Vorpommern, Bayern und Baden-Württemberg die höchsten Preise aufgerufen. Die höchste Preissteigerung im Vergleich zu 2020 verzeichnet Bayern mit 6 Prozent; in Thüringen sind es hingegen nur 1 Prozent.

Fazit

Hoch im Kurs: Dadurch, dass der Campingurlaub im eigenen Land nicht nur günstiger ist als bei unseren europäischen Nachbarn, sondern auch kürzere An- und Abreisezeiten sowie – Pandemie-bedingt wichtiger als zuvor – ein stabiles Gesundheitssystem bietet, wird Deutschlands Attraktivität in diesem Jahr noch mal steigen. Hinzu kommen die vielen Neuzulassungen und Mietmobile, sodass schon jetzt davon auszugehen ist, dass es mancherorts ziemlich eng wird in der Hauptsaison. Wer sich seine Zeit also frei einteilen kann, wählt besser schulferienfreie Wochen – und besucht weniger bekannte Regionen. Wie wär’s denn mit dem Ach- und Blautal, der Rureifel, dem Wangerland oder dem Donaudurchbruch? Kennen Sie nicht? Na, dann viel Spaß.

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