"Ohne Musik wär’ alles nichts!" Vermutlich konnte Wolfgang Amadeus Mozart bei seinen so bekannten Worten noch nicht wirklich ahnen wie öde der endlose Stau vor Salzburg wohl ohne musikalische Klänge wäre. Also drehen wir den Falco-Song lieber noch lauter auf: "Rock me Amadeus!"
Dabei ist Salzburg so viel mehr: wunderbar zwischen seinen Hausbergen Gaisberg und Nonnberg und dem Mönchsberg direkt in der Stadt gelegen. Allein der Spaziergang unterhalb der Festung Hohensalzburg durch die historische Getreidegasse, verbunden mit einem morgendlichen "großen Schwarzen" (ein doppelter Mokka) und einem Kipferl (Hörnchen) im Traditions-Café Tomaselli am Alten Markt, wäre ein wahrer Genuss. Und keine "Weltkulturstadt" ist dabei so klein und überschaubar.
Stellplätze und Camping rund um Salzburg
Doch erst mal geht es durch den berüchtigten Salzburger "Schnürlregen" runter von der Westautobahn und dann in knapp fünf Minuten zum Wohnmobil-Stellplatz. Der ist am Abend schon fast voll, obwohl er für gut 100 Fahrzeuge Platz hat. Bestens ausgestattet liegt er im Norden der Landeshauptstadt, wie auch die meisten Campingplätze. Und genau gegenüber lockt uns schon der Jägerwirt mit Wiener Schnitzel und Backhendl. Der Bäckerwagen kommt immer pünktlich um acht Uhr und fährt dann sogleich wieder.

Im Mozart-Wohnhaus ist ein Flügel des Komponisten zu sehen.
Am Stellplatz hält aber direkt der Linienbus 21, von den Campingplätzen führen schöne Radwege entlang der Salzach in die Stadtmitte. Also los: Aus- oder absteigen nahe dem Mirabellgarten und direkt weiter zum nahen Markartplatz gelaufen, wo Mozarts Familie im sogenannten Tanzmeisterhaus ganze 14 Jahre lebte.
Caféhäuser und Salzburger Genussmomente
Keine zwei Minuten sind es zum Café Bazar, das seine Gäste seit 1909 mit Blick auf Salzach und Festungsanlage lockt. Das Gästebuch des legendärsten Cafés der Stadt liest sich wie das "Who’s who" der Salzburg-Besucher durch die Jahrzehnte: von Romy Schneider über Marlene Dietrich, von Klaus Maria Brandauer bis zu Iris Berben. Noch mehr fasziniert sind wir aber von den absolut akkuraten Kellnern. Bei schönstem Sonnenschein geht es wenig später über den Marko-Feingold-Steg mit den vielen Schlössern der Verliebten in die barocken Altstadtgassen.
Frühes Starten ist angesagt, will man auch noch Mozarts Geburtshaus in der Getreidegasse ohne Touristenschlangen erleben, denn dort sieht man noch original eingerichtete Zimmer und seine Musikinstrumente, und nicht nur die Kinder können an Laptops seine Kompositionen auswählen und sie auch in Ruhe anhören.
Kulinarische Klassiker
Nicht aber ohne zuvor noch Süßes einzukaufen. Es soll ja Menschen geben, die auf die Frage nach den größten Meisterwerken von Mozart die schnelle Antwort geben: seine Kugeln. Und wer sie auf der Zunge zergehen lässt, denkt ganz sicher an eine meisterliche Schöpfung. Doch es war der Salzburger Konditor Paul Fürst, der 1890 diese einmalige Idee hatte. Bis heute gibt es die Mozartkugeln in handwerklicher Tradition im Stammhaus Fürst in der Brodgasse.

Mozartkugeln bestehen aus Marzipan mit Pistazienmark, umhüllt von Nougat und dunkler Schokolade.
Festung Hohensalzburg und Panoramablicke
Der Ausblick vom Turm der Festung, immerhin eine der größten vollständig erhaltenen Burganlagen Europas, ist ebenso köstlich: an klaren Tagen tief ins bayerische Voralpenland und in das hohe Tennengebirge. Unsere Freunde in Salzburg sagen immer: Bleibt weiter oben! Denn man kann auch hinauf zur Richterhöhe wandern (mit Blick in die schneebedeckten Alpen) oder zum Café "M32" auf dem Mönchsberg mit dem nächsten Traumblick auf Salzburg.

Die Sphaera besteht aus einer zwei Tonnen schweren Kugel mit einem Durchmesser von fünf Metern.
Zurück in die Altstadt geht es von der Festung steil herunter, und ein Stopp beim Stiegl Bräu darf auch nicht fehlen: Von der baumbeschatteten Terrasse und den Arkaden gibt es den nächsten Postkarten-Blick auf Salzburg. Das wahre Geheimnis der beliebten Wirtschaft ist allerdings weit darunter versteckt: Kellergewölbe, die einst als kühle Lagerhallen von der Stiegl-Brauerei erworben wurden. Im letzten Jahrhundert wurden daraus das Restaurant, ein Festsaal und der Bier-Ausschank im "Gastgarten". Heute zelebriert der junge Küchenchef Alex Nagy hier die "Salzburger Nockerl" (mit himmlischer Himbeersauce) und natürlich "Bier-Bratl" oder "Gröstl".
Wer die Salzach überquert, entgeht dem Touristentrubel
Die andere Seite verspricht verträumte, ruhige Ecken – ohne Touristentrubel. Über uns das Kapuzinerkloster, geht es im Schatten der Handwerkerhäuser entlang. Gut rasten lässt sich in der Andreas-Hofer-Weinstube gerastet, ein echter Tipp für die "Pinzgauer Kasnocken" und mit großartiger Weinkarte.

Dem großen Komponisten begegnet man auch dort, wo man es nicht erwartet. Seit 1903 gibt es den Mozart-Steg, der als Fußgängerbrücke über die Salzach führt.
Über uns das Kapuzinerkloster, geht es im Schatten der Handwerkerhäuser entlang. Gut rasten lässt sich in der Andreas-Hofer-Weinstube gerastet, ein echter Tipp für die "Pinzgauer Kasnocken" und mit großartiger Weinkarte.
Salzburg zu jeder Jahreszeit erleben
Gleich dahinter muss aber jetzt das Eis her: natürlich beim "Alpz", auf dessen Eis-Kreationen die Salzburger schwören und das schon viele internationale Eis-Preise gewonnen hat. Zurück geht es nun zum Mirabellgarten mit dem eindeutig schönsten Blick auf die Festung.
Wolfgang Amadeus Mozart zog es in seinen späteren Jahren ja nach Wien, aber wir kommen immer wieder an die Salzach: Das Schloss Hellbrunn mit seinen Wasserspielen lockt im Frühsommer, das Mittelalterfest auf der Festung inklusive großem Kinderprogramm im September, oder die nahen "Salzwelten", das älteste Besucherbergwerk der Welt, dann gerne auch bei "Schnürlregen".
Kaum eine Stadt eignet sich so gut als Winterziel wie Salzburg: Der romantische Adventsmarkt im Burghof, der große traditionelle Weihnachtsmarkt am Dom, aber auch die Salzburger Festungskonzerte und die Mozart-Konzertwoche immer Ende Januar sollten Musikbegeisterte einmal erlebt haben.
Salzburg-Tipps
Die wichtigsten Infos in der kurzen Übersicht.
Campingplätze
Panorama-Camping (Rauchenbichlerstraße 21, 5020 Salzburg)
Mit schönem Blick auf die Stadt und die Berge bietet der Familienbetrieb ein hervorragendes Restaurant (nur von April bis Oktober) und 70 Stellflächen mit viel Grün. Liegt am Salzach-Fahrradweg, und in knapp 8 Minuten Entfernung ist die Bushaltestelle. Geöffnet von Mitte März bis Anfang November. www.panorama-camping.at
Camping Nord-Sam (Samstraße 22a, 5023 Salzburg)
Ebenfalls im Norden der Stadt mit Haltestelle des Regionalbusses in kurzer Lauf- weite. Idyllisch mit vielen Bäumen und mit Pool. Etwas ältere Sanitäranlagen, hier sind Hunde erlaubt. Radverleih und direkter Radweg an der Salzach ins Zentrum. Von Mitte April bis Mitte Oktober geöffnet. www. camping-nord-sam.com
Camping Schloss Aigen (Weberbartlweg 20P, 5026 Salzburg)
Mitten im Grünen am Fuß des Gaisbergs in sehr ruhiger Lage. Kleines Restaurant und Kiosk. Wenig Schatten bei den 120 Plätzen. Bushaltestelle zu Fuß in rund 700 Metern oder per Rad in die Stadt. Hunde sind hier ebenfalls erlaubt. Geöffnet Anfang Mai bis Ende September. www.campingaigen.com
Wohnmobil-Stellplätze
Reisemobil-Stellplatz Salzburg (Carl-Zuckmayer-Straße 26, 5101 Salzburg)
Keine fünf Minuten von der Autobahnabfahrt der A 1 bei Salzburg-Nord mit guten Sanitäranlagen und Bäcker-Verkaufsfahrzeug. Bushaltestelle direkt am Eingang, in 15 Minuten in die City. In der Hauptsaison Reservierung möglich. Rund 100 Plätze, auch für große Reisemobile und mit sehr guten Entsorgungsmöglichkeiten. Ganzjährig geöffnet. Kein Schatten. Genau gegenüber gibt es leckere österreichische Küche samt Biergarten. www.reisemobilstellplatz-salzburg.at
Wohnmobil-Park Aqua Salza (Möslstraße 199, 5440 Golling)
Etwas außerhalb nahe der Tauernautobahn A 10 und völlig ausreichend für einen Zwischenstopp. Vor der Tennengauer Bergkulisse am Erlebnisbad "Aqua Salza" mit seiner Badelandschaft für Familien und den großen Sauna-Bereichen. Stromversorgung und Entsorgungsmöglichkeiten, ganzjährig geöffnet. Mit dem Regionalzug ist man in 30 Minuten in Salzburg. www.aqua-salza.at
Salzburg-Card
Als Tages- oder Mehrtageskarte für ermäßigten Eintritt in alle Museen ist die Salzburg-Card (ab 31 Euro) sehr nützlich. Ebenso attraktive Ermäßigungen für die meisten Konzerte.
Öffentlicher Nahverkehr
Seit Mai 2025 wird im Salzburger Land das "Guest Mobility Ticket" bei Übernachtungen ausgegeben. Damit bekommt man während der gesamten Aufenthaltsdauer freie Fahrt im gesamten öffentlichen Verkehrsnetz der Stadt und sogar im gesamten Salzburger Land. Achtung: Das Übernachten im Wohnmobil auf öffentlichen Parkplätzen ist in Salzburg schon lange verboten, aber auch das nächtliche "Parken" eines Wohnmobils in der Stadtmitte kann hohe Bußgelder nach sich ziehen.





