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Crosscamp Lite (2021) Crosscamp
Crosscamp Lite (2021)
Crosscamp Lite (2021)
Crosscamp Lite (2021)
Crosscamp Lite (2021) 20 Bilder

Crosscamp Lite und Flex (2021) auf Toyota und Opel

Crosscamp Lite und Flex (2021) Toyota- und Opel-Camper in Lite-Version

CMT

Den Aufstelldach-Campingbus gibt's als etwas günstigeren und einfacheren Van ohne Küchenzeile hinterm Fahrersitz. Die Version ähnelt dem California Beach bzw. dem Pössl Vanster.

Als der Crosscamp von der Erwin-Hymer-Group 2019 als neueste Marke im Konzern präsentiert wurde, war Kennern sofort klar: Hier handelt es sich um ein Schwesternmodell zum Pössl Campster – nur auf Basis des Toyota Proace statt Citroën Spacetourer. Mittlerweile ist das Fahrzeugkonzept als Crosscamp Life auch auf Basis des Opel Zafira Life erhältlich. Getestet haben wir die Kompaktcamper mit Aufstelldach bereits ausführlich auf Toyota-Basis als auch auf Open-Basis im Praxisversuch.

Crosscamp Lite mit bis zu 7 Sitzplätzen

Zum Modelljahr 2021 gibt's eine weiteren Kniff, den sich der Crosscamp sich bei der Pössl-Schwester abgeguckt hat – und diese wiederum beim VW California: Den Campervan gibt's jetzt auch als 7-Sitzer ohne feste Möbelzeile hinter dem Fahrersitz. Das neue Konzept nennt sich "Lite" und die bekannte Version mit der flexiblen, herausnehmbaren Küchenzeile erhält den Namen "Flex".

Crosscamp Lite (2021)
Crosscamp
Blick in den Innenraum mit ausgeklappter Schlafsitzbank: In der Lite-Version ist keine Küchenzeile vorgesehen.

Dadurch, dass das Möbelstück hinter dem Fahrersitz fehlt, kann neben der Dreierbank in der Mitte noch eine weitere Sitzbank hinten eingebaut werden. So kann das Fahrzeug im Alltag tatsächlich eine Großfamilie inklusive Schul- und Kindergartenfreunden oder Cousins und Cousinen transportieren. Die dritte Sitzreihe gibt's aufpreispflichtig für 1.359 Euro extra.

Werden die beiden hinteren Sitzbänke ausgebaut, wird das Fahrzeug zum Transporter. Der Crosscamp Lite ist auch laut Hersteller leichter als der Flex: Die maximale Zuladung gibt Crosscamp für den Lite in der Basisversion insgesamt 65 kg höher an als in der Flex-Version. Laut Hersteller wiegt er 2,19 Tonnen im fahrbereiten Zustand und hat ein zulässiges Gesamtgewicht von 2,7 Tonnen.

Doch nicht nur bei den Sitzen hat der Crosscamp Lite mehr in petto. Durch den Wegfall der Möbelzeile ist mehr Platz für das Bett, das aus der Sitzbank gebaut wird. Statt nur 1,14 Metern Breite wie im Flex bietet der Lite ganze 1,40 Meter auf der Liegefläche. In beiden Modellen ist das Bett 1,99 Meter lang. Das Bett im Aufstelldach bleibt wie in der bekannten Version 1,20 mal 2,00 Meter groß.

Wieviel Camping-Wohnkomfort bietet der Crosscamp Lite?

Das ist eine berechtigte Frage. Stauraum befindet sich in der seitlichen Sitzbank. Diese kann man von oben aufklappen und dann Gepäck wie Kleidung oder Equipment von oben einladen. Zusätzlicher Stauraum generiert sonst optional (Aufpreis 29 Euro) eine passende Stauraumkiste, die von hinten ins Fahrzeug geladen wird.

Am Heck befindet sich auch eine interessante Klappe. Hier lässt sich ein Auszug herausfahren, auf dem ein kleiner Gaskocher Platz findet. Und schon kann man hinter dem Fahrzeug stehend Kaffee kochen oder das persönliche Camping-One-Pot-Leibgericht zubereiten. Für eine 1,8-Liter-Gasflasche ist Platz an Bord des Lite, im Flex dagegen kommt eine 2,8-Liter-Flasche unter. Wassertanks bietet der Lite nicht.

Crosscamp Lite (2021)
Crosscamp
Hinten links kann in einem Auszug ein kleiner Campingkocher untergebracht werden.

Einen weiteren kleinen Abstrich muss der Lite in puncto Dieselstandheizung machen. Diese kostet genauso viel wie im Flex (2.199 Euro), doch hier ist kein Höhenkit möglich. Sprich: Wintercamping in den Bergen ist hiermit nicht so einfach möglich. Auch den Einhängetisch mit Halterung unter der Bettverlängerung hat der Flex dem Lite voraus.

Dafür punktet der Croocamp Lite wiederum bei dem einen oder anderen Interessenten mit dem modernen Möbeldekor "Renolit Makalu Pearl Grey" und ansonsten der beinahe kompletten Serienausstattung wie in der Flex-Version. Dazu gehören die Multifunktionslichtleiste mit Keder für Staunetze, der Sandwichfußboden mit PVC-Oberfläche in Holzoptik, drehbarem Fahrer- und Beifahrersitz, Bordcontrol und der Dachreling rechts und links zum Befestigen einer Markise oder eines Sonnensegels. Die Schwanenhalsleuchten samt USB-Anschluss im Aufstelldach kosten in beiden Versionen Aufpreis.

Infos und Preise

Der Preis des Crosscamp Lite startet bei 44.990 Euro in der Basisversion mit 120 PS auf Opel Zafira Life und bei 42.499 Euro für die 120-PS-Basisversion des Toyota Proace. Damit ist der Lite auf beiden Marken 1.500 Euro günstiger als der Flex mit dem herausnehmbaren Küchenmodul und wesentlich günstiger als der VW California Beach, der bei 51.000 Euro startet. Allerdings schlägt er nicht seine Schwester Vanster – die gibt's schon ab etwa 33.800 Euro Grundpreis.

Crosscamp Lite (2021)

Basisfahrzeug: Opel Zafira Life oder Toyota Proace
Basismotorisierung: 120 PS, 6-Gang-Schaltgetriebe, aufrüstbar auf 177 PS und 8-Gang-Automatik
Länge/Breite/Höhe: Toyota: 4,96/2,01/1,99 Meter
maximales Gesamtgewicht: 2,7 Tonnen (optional Auflastung auf 3,1 Tonnen)
Sitz-/Schlafplätze: 4(7)/4
Batteriekapazität: 75 Ah
Anzahl 230-Volt-Steckdosen: 2 (3 optional)
Anzahl USB-Steckdosen: 1 (3 optional)

Fazit

Je nach Basisfahrzeug – Opel oder Toyota – kann man sich State-of-the-Art-Fahrassistenten, Head-Up-Display, Rückfahrkamera und Geschwindigkeitstempomat für den Crosscamp dazubestellen. So wird der kompakte Campervan zum komfortablen Alltagsfahrzeug.

Für beide Marken kann man ein schickes "Night Paket" bzw. Black-Edition-Paket mit schwarzer Außenlackierung dazubestellen. Crosscamp nutzt das jeweilige Händlernetz der Automarken – hier kann das Campingfahrzeug mit Alltagseignung je nach Wunsch bestellt und konfiguriert werden.