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Kauf-Tipp 10 Modelle von Teilintegrierten

Längsbänke im Wohnmobil als neuer Trend

Adria Coral 670 DL Axess Foto: Hersteller 31 Bilder

Die Franzosen machten es vor: Teilintegrierte mit Längsbänken sorgen für ein gemütliches, offenes Raumgefühl. promobil zeigt 10 aktuelle Modelle mit der trendigen Sitzanordnung – aus vier Ländern.

Viel Bewegungsfreiheit und spielerisch leichte Lösungen: Schaut man im Moment französischen Nationalspielern wie Kylian Mbappé, Paul Pogba oder Antoine Griezmann beim Fußballspielen zu, fallen einem genau diese Worte ein. Trotz engstem Raum: Die Spieler schaffen sich den notwendigen Platz – mit Kreativität und Cleverness. Im Moment verhält es sich im Fußball wohl wie beim Thema Sitzgruppen-Trends: Die Franzosen sind den Deutschen und Italienern einen Schritt voraus. Oder täuscht der Eindruck?

Vor vielen Jahren setzten die französischen Reisemobilhersteller einen Trend in Gang, in dem sie Teilintegrierte populär machten. Jüngst haben sich unsere Nachbarn – immer für neue und außergewöhnliche Ideen gut – wieder etwas einfallen lassen: Statt klassischer Halbdinette prägen bei Chausson, Pilote, Rapido und Co. Grundrisse mit Längssitzbänken mehr und mehr das Angebot. Ein Blick auf das Produktportfolio der Hersteller bestätigt den Trend: Mit jeweils acht Modellen haben Challenger und Chausson die Nase bei Teilintegrierten mit Längsbänken vorne – gefolgt von Pilote mit vier und Rapido mit drei Fahrzeugen.

Und was machen die anderen?

Statt wie bei der WM auf Altbewährtes zu setzen, ziehen deutsche Hersteller wie Dethleffs, Bürstner oder Niesmann und Bischoff zumindest vereinzelt nach. Mit Laika und Roller Team aus Italien sowie Adria aus Slowenien machen es ihnen drei weitere europäische Unternehmen gleich.

Niesmann+Bischoff Smove 6.9 Q Foto: Ingolf Pompe, Andreas Becker, Bernd Thissen
Modern und sportlich: Niesmann+Bischoff bieten mit dem SMove 6.9 Q den Athleten unter den Teilintegrierten an.

Die Vorteile der Sitzvariante liegen auf der Hand: Längsbänke ermöglichen im Vergleich zu anderen Sitzoptionen dank ihrer platzsparenden Anordnung mehr Bewegungsfreiheit. Damit wird der Wohnbereich zum echten Wohnzimmer. Nach einem erlebnisreichen Urlaubstag kann man sich wie zu Hause auf der Couch einfach fallen lassen, bequem die Füße hochlegen oder dem Partner gegenübersitzen, ohne die Cockpitsitze umdrehen zu müssen.

Besonders für Paare bieten die Teilintegrierten eine Menge Komfort. Doch es geht auch zu viert: Dank cleveren Umbaumöglichkeiten lassen sich aus den Längsbänken ein bis zwei weitere Sitz- und auch Schlafplätze bauen. Das ist zugegebenermaßen nicht immer ganz einfach, dafür kann man dann aber auch einmal mit Kindern oder Bekannten in den Urlaub fahren und die Passagiere müssen nicht eng nebeneinander auf der Rückbank Platz nehmen. Hört sich interessant an.

Teilintegrierte im Vergleich: Basisfahrzeug, Grundriss, Außenlänge

Grund genug, sich ein paar Modelle einmal genauer anzuschauen: promobil stellt zehn Teilintegrierte mit trendigen Längsbänken vor, die in ihrem weiteren Aufbau teils recht unterschiedlich sind. Queensbett, Heckbad, Eckküche – die Fahrzeuge zeigen die ganze Bandbreite und bestätigen, dass Längsbänke für das Modelljahr 2019 besonders im Trend liegen. Wo liegen die Stärken und Schwächen der Modelle, was können die Käufer für ihr Geld erwarten und worauf sollten Sie beim Kauf achten?

In puncto Basisfahrzeug dominiert in der Auswahl – wie im Markt generell – der Fiat Ducato: Acht der vorgestellten Modelle basieren auf dem Chassis des italienischen Herstellers, alle ausgestattet mit einem 130 PS starken Motor. Lediglich Adria baut den Coral 670 DL Axess auf den weitestgehend baugleichen Citroën Jumper, ebenfalls mit 130 Pferdestärken. Beim Challenger Mageo 270 und beim Welcome 640 – das Modell der Schwestermarke Chausson – steht wahlweise auch der Ford Transit zur Verfügung. In der Basisversion mit gleich starkem Motor läuft Letzterer in der Titanium-Edition wie alle anderen Teilintegrierten der Sonderserie ab der kommenden Saison auch ganzjährig vom Band. Dann mit einem 170-PS-Dieselmotor und Automatikgetriebe. Challenger bietet das gleiche Angebot, nennt seine Sonderreihe jedoch Graphite-Edition. Der Mageo 270 nimmt mit der kleineren Motorversion vorlieb und ist trotz gleicher Power damit immerhin 1500 Euro billiger als die vergleichbare Fiat-Ducato-Variante.

Challenger Mageo 270 Foto: Ingolf Pompe, Andreas Becker, Bernd Thissen
Challenger Mageo 270 Die Einzelbetten lassen sich separat absenken.

Der Mageo und der Welcome präsentieren sich mit einem interessanten Grundriss. Eine Fahrradgarage ergänzt ein großes Bad quer im Heck. Dusche und Waschraum liegen sich gegenüber und lassen sich somit gleichzeitig nutzen. Zwei Spiegeltüren neben der Toilette ermöglichen den Zugang zu einem großen Kleiderschrank mit Ablagemöglichkeiten. Darunter liegt die Heckgarage, die von außen von drei Seiten gut zu erreichen ist. Privatsphäre zum Wohnbereichschafft eine Schiebetür. Unterschiede zeigen sich bei der Schlafsituation: Vorne schlafen die Insassen im Challenger auf zwei Einzelbetten, die bei Tag elektrisch und platzsparend an der Decke verschwinden. Beim Chausson liegt man stattdessen quer auf einem großen Hub-Doppelbett, das mit 160 Zentimetern wohl eher als Kingsize-Bett bezeichnet werden kann. Während der Fahrt lassen sich die gemütlichen Längssofas bei beiden Modellen mit ein wenig Aufwand zu zwei Einzelsitzen mit Dreipunktgurt umfunktionieren.

Nicht nur die Grundrisse, auch die Längen unterscheiden sich bei den zehn Modellen deutlich: Mit 5,99 Metern Außenlänge ordnet sich der Triaca 232 TL von Roller Team mit Abstand an das untere Ende der Skala. Am oberen – 150 Zentimeter länger – stehen mit 7,49 Metern der Rapido 696 F, der Adria Coral und der Bürstner Lyseo TD 727 G. Und mit einer Gesamthöhe von 2,95 Metern spielt derTeilintegrierte aus Kehl bei der Wahl der Ausstattungslinie Harmony Line gleich im doppelten Sinn „oben“ mit. 74.910 Euro kostet der 727 G mit Einzelbetten im Heck und darunterliegender Garage.

Adria Coral 670 DL Axess

Adria Coral 670 DL Axess Foto: Hersteller
Adria Coral 670 DL Axess

Grundpreis: 53.999 Euro
Basis: Citroën Jumper, Tiefrahmen, Radstand 4035 mm, ab 96 kW/130 PS
Länge/Breite/Höhe: 7490/2300/2850 mm
Gewichte: Masse fahrbereit 2990 kg, zul. Gesamtgewicht 3500 kg
Bettenmaße: Heckbett links 2000 x 850 mm, rechts 1900 x 850 mm, Sitzgruppe: 2100 x 900 mm
Dreipunktgurte: 3
Bordtechnik: Absorberkühlschrank 142 L, Gas-Gebläseheizung 4000 W, Frisch-/ Abwassertank 140/85 L, Bordbatterie 100 Ah
Info: Reimo, Telefon 06150 8662 310, www.adria-mobil.de

 Boden, Dach und Wände aus GfK
 ESP und Beifahrerairbag serienmäßig
 Rahmenfenster, Doppelboden, Panoramadachhaube im Wohnraum
 viel Stehhöhe
 beheizter und isolierter Abwassertank
 Hitze im Sommer wegen Dachfenster
 kleiner Abwassertank
 kleine Arbeitsfläche in der Küche mit wenig Schubladen

Bürstner Lyseo TD 727 G Harmony

Bürstner Lyseo TD 727 G Harmony Foto: Hersteller
Bürstner Lyseo TD 727 G Harmony

Grundpreis: 74.910 Euro
Basis: Fiat Ducato, Flachrahmen, Radstand 4300 mm, ab 96 kW/130 PS
Länge/Breite/Höhe: 7490/2300/2990 mm
Gewichte: Masse fahrbereit 3140 kg, zul. Gesamtgewicht 3500 kg
Bettenmaße: Heckbett links 2020 x 800 mm, rechts 2020 x 800 mm, Hubbett optional 2000 x 1350–1250 mm
Dreipunktgurte: 4
Bordtechnik: Absorberkühlschrank 130 L, Gas-Gebläseheizung 6000 W, Frisch-/ Abwassertank 120/90 L, Bordbatterie 95 Ah
Info: Bürstner, Telefon 07851 85 0, www.buerstner.de

 Boden und Dach aus GfK
 ESP und Beifahrerairbag serienmäßig
 16-Zoll-Alufelgen, Doppelboden, Rahmenfenster, breite Aufbautür
 viel Stehhöhe
 edle Polsterstickereien
 vergleichsweise geringe Zuladung möglich
 kleine Arbeitsfläche in der Küche
 kleiner Kühlschrank
 hoher Anschaffungspreis

Challenger Mageo 270

Challenger Mageo 271 Foto: Hersteller, Ingolf Pompe, Andreas Becker, Bernd Thissen
Challenger Mageo 270

Grundpreis: 51.190 Euro
Basis: Ford Transit, Flachrahmen, Radstand 3954 mm, ab 96 kW/130 PS
Länge/Breite/Höhe: 6990/2350/2920 mm
Gewichte: Masse fahrbereit 2972 kg, zul. Gesamtgewicht 3500 kg
Bettenmaße: Hubbett links 1910 x 650–900 mm, rechts 2020 x 650–900 mm; Sitzgruppe 1950 x 1200 mm
Dreipunktgurte: 4
Bordtechnik: Absorberkühlschrank 167 L, Diesel-Gebläseheizung 4000 W, Frisch-/Abwassertank 105/100 L, Bordbatterie 100 Ah
Info: Trigano Haus, Telefon 06701 203810, www.reisemobile-challenger.de

 Dach, Boden und Wände aus GfK
 sieben Jahre Dichtigkeitsgarantie
 ESP serienmäßig
 großer Kühlschrank
 sehr geräumiger Sanitärraum
 hohe Heckgarage von drei Seiten zugänglich
 Rahmenfenster
 kurzer Radstand
 kleiner Frischwassertank
 Stolperstufe zum Bad
 Beifahrersitz nur optional
 wenig Staufächer
 dünnes Servicenetz

Challenger 270 im Test
Ti mit tiefen Hub-Einzelbetten

Chausson Welcome 640

Chausson Welcome 641 Foto: Hersteller
Chausson Welcome 640

Grundpreis: 51.790 Euro
Basis: Fiat Ducato, Flachrahmen, Radstand 4035 mm, 96 kW/130 PS
Länge/Breite/Höhe: 6960/2350/2890 mm
Gewichte: Masse fahrbereit 2860 kg, zul. Gesamtgewicht 3500 kg
Bettenmaße: Hubbett 1900 x 1600 mm; Sitzgruppe: 1950 x 1300 mm
Dreipunktgurte: 4
Bordtechnik: Absorberkühlschrank 167 L, Diesel-Gebläseheizung 3500 W, Frisch-/Abwassertank 105/100 L, Bordbatterie händlerabhängig
Info: Chausson, Telefon +33 4 75 07 55 0, www.chausson-reisemobile.de

 Dach, Boden und Wände aus GfK
 sieben Jahre Dichtigkeitsgarantie
 elektrisch höhenverstellbarer Tisch
 großes elektrisches Hubbett, großer Kühlschrank
 sehr geräumiger Sanitärraum
 viel Zuladung möglich
 Rahmenfenster
 kleiner Frischwassertank
 vergleichsweise schwache Dieselheizung
 ESP und Beifahrerairbag nur optional

Dethleffs Trend T 7057 DBL

Dethleffs Trend T 7057 DBL Foto: Hersteller, Ingolf Pompe, Andreas Becker, Bernd Thissen
Dethleffs Trend T 7057 DBL

Grundpreis: 49.999 Euro
Basis: Fiat Ducato, Flachrahmen, Radstand 4035 mm, ab 96 kW/130 PS
Länge/Breite/Höhe: 7410/2330/2900 mm
Gewichte: Masse fahrbereit 2930 kg, zul. Gesamtgewicht 3500 kg
Bettenmaße: Heckbett 1900 x 1500 mm, Hubbett optional 2000 x 1400 mm
Dreipunktgurte: 4
Bordtechnik: Absorberkühlschrank 142 L, Gas-Gebläseheizung 6000 W, Frisch-/Abwassertank 116/90 L, Bordbatterie 95 Ah
Info: Dethleffs, Telefon 07562 987 881, www.dethleffs.de

 Boden und Dach aus GfK
 ESP serienmäßig
 breite Aufbautür (700 mm)
 höhenverstellbares Queensbett
 großer Kühlschrank
 zwei Heckgaragentüren
 Doppelboden
 Multiflexschienensystem in der Küche
 Beifahrerairbag nur optional
 kleiner Frisch- und Abwassertank

Laika Kosmo 512

Laika Kosmos 513 Foto: Jürgen Bartosch
Laika Kosmos 512

Grundpreis: 54.400 Euro
Basis: Fiat Ducato, Flachrahmen, Radstand 4035 mm, ab 96 kW/130 PS
Länge/Breite/Höhe: 7410/2330/2900 mm
Gewichte: Masse fahrbereit 2955 kg, zul. Gesamtgewicht 3500 kg
Bettenmaße: Heck 1900 x 1480 mm; Sitzgruppe 2000 x 1400 mm, Hubbett optional
Dreipunktgurte: 4
Bordtechnik: Absorberkühlschrank 140 L, Gas-Gebläseheizung 6000 W, Frisch-/Abwassertank 110/90 L, Bordbatterie 95 Ah
Info: Laika, Telefon +39 055 80581, www.laika.it

 Dach und Unterboden aus GfK
 Stehhöhe von 2130 mm
 breite Aufbautür (700 mm)
 Komfortfahrersitze
 viel Staumöglichkeiten im gesamten Reisemobil
 Rahmenfenster
 Komfortfahrersitze
 kleine Arbeitsfläche in der Küche
 kleiner Frisch- und Abwassertank
 vergleichsweise schmales Queensbett

Laika Neuheiten 2019
Neuer Kosmo 2009

Niesmann+Bischoff Smove 6.9 Q

Niesmann+Bischoff Smove 6.9 Q Foto: Hersteller, Ingolf Pompe, Andreas Becker, Bernd Thissen
Niesmann+Bischoff Smove 6.9 Q

Grundpreis: 79.920 Euro
Basis: Fiat Ducato, Alko-Tiefrahmen, Radstand 4100 mm, ab 96 kW/130 PS
Länge/Breite/Höhe: 6930/2245/2770 mm
Gewichte: Masse fahrbereit 2930 kg, zul. Gesamtgewicht 3500 kg
Bettenmaße: Heckbett 2000 x 1500 mm
Dreipunktgurte: 2–4
Bordtechnik: Absorberkühlschrank 140 L, Gas-Gebläseheizung 6000 W, Frisch-/Abwassertank 140/130 L, Bordbatterie 95 Ah
Info: Niesmann+Bischoff, Telefon 02654 933 0, www.niesmann-bischoff.com

 großer Frisch- und Abwassertank
 ESP serienmäßig
 Dach mit RTM-Isolierung, holzfreier Aufbau
 aerodynamische Dachform
 Bad mit GfK-Verkleidung
 dimmbare Beleuchtung
 beheizbarer Doppelboden
 Rahmenfenster
 teurer Anschaffungspreis
 geringe Serienausstattung
 kleine Küchenzeile
 nur zwei Dreipunktgurte serienmäßig

Pilote P740 FGJ Essentiel

Pilote P740 FGJ Essentiel Foto: Hersteller, Ingolf Pompe, Andreas Becker, Bernd Thissen
Pilote P740 FGJ Essentiel

Grundpreis: 52.500 Euro
Basis: Fiat Ducato, Flachrahmen, Radstand 4035 mm, ab 96 kW/130 PS
Länge/Breite/Höhe: 7450/2300/2750 mm
Gewichte: Masse fahrbereit 2900 kg, zul. Gesamtgewicht 3500 kg
Bettenmaße: Heckbett links 1940 x 800 mm, rechts 2000 x 800 mm, Sitzgruppe opt. 2050 x 1000 mm
Dreipunktgurte: 4
Bordtechnik: Absorberkühlschrank 149 L, Gas-Gebläseheizung 6000 W, Frisch-/Abwassertank 130/95 L, Bordbatterie 100 Ah
Info: Pilote, Telefon +33 240321600, www.wohnmobil-pilote.de

 Boden und Dach aus GfK
 großer Frischwassertank
 ABS serienmäßig
 großzügige Kopffreiheit über den Einzelbetten mit hellen Lesespots
 viel Staumöglichkeiten in der Küche
 Rahmenfenster, Doppelboden
 ESP und Beifahrerairbag nur optional
 fehlende USB- Ladebuchsen an den Betten im Schlafbereich

Rapido 696 F Premium Edition

Rapido 696 F Premium Edition Foto: Hersteller, Ingolf Pompe, Andreas Becker, Bernd Thissen
Rapido 696 F Premium Edition

Grundpreis: 63.400 Euro
Basis: Fiat Ducato, Flachrahmen, Radstand 4035 mm, ab 96 kW/130 PS
Länge/Breite/Höhe: 7490/2350/2900 mm
Gewichte: Masse fahrbereit 3060 kg, zul. Gesamtgewicht 3500 kg
Bettenmaße: Heckbett 1960 x 1600 mm; Sitzgruppe 2080 x 870/980 mm, Hubbett optional
Dreipunktgurte: 4
Bordtechnik: Absorberkühlschrank 149 L, Gas-Gebläseheizung 4000 W, Frisch-/Abwassertank 120/90 L, Bordbatterie 100 Ah
Info: Rapido, Telefon +02 43 30 10 70, www.rapido-reisemobile.de

 Dach, Wände und Unterboden aus GfK
 Beifahrerairbag serienmäßig
 schwarzer Kühlergrill
 breites und langes Queensbett
 Truma iNet serienmäßig
 Rückfahrkamera mit Nachtsicht
 erweiterbarer Arbeitsplatz in der Küche
 ESP nur optional
 relativ geringe Zuladung möglich
 kleiner Abwassertank

Roller Team Triaca 232 TL

Roller Team Triaca 232 TL Foto: Bernd Thissen
Roller Team Triaca 232 TL

Grundpreis: 58.990 Euro
Basis: Fiat Ducato, Flachrahmen, Radstand 4035 mm, ab 96 kW/130 PS
Länge/Breite/Höhe: 5990/2350/2990 mm
Gewichte: Masse fahrbereit 3008 kg, zul. Gesamtgewicht 3500 kg; Bettenmaße: Hubbett 1900 x 1360–1270 mm; Sitzgruppe: 2120 x 1460–1220 mm
Dreipunktgurte: 4
Bordtechnik: Kompressorkühlschrank 165 L, Diesel-Gebläseheizung 6000 W, Frisch-/Abwassertank 100/100 L, Bordbatterie keine Angabe
Info: Trigano Haus, Telefon 06701 203494, www.rollerteam.de

 Fahrer- und Beifahrerairbag serienmäßig
 einzigartiger Grundriss
 große Küchenzeile mit vielen Schränken
 Platz für großen TV im Wohnbereich
 großer Kühlschrank
 Solarpanel und Rückfahrkamera serienmäßig
 Doppelboden
 ESP nur optional
 kleiner Frischwassertank
 relativ geringe Zuladung möglich

Die einzelnen Modelle im Vergleich

Bürstner Lyseo TD 727 G Harmony Foto: Hersteller, Ingolf Pompe, Andreas Becker, Bernd Thissen
Harmonie ist das Stichwort: Brauntöne dominieren im Bürstner Lyseo TD 727 G Harmony.

Die üppige Ausstattung und das besondere Design der Harmony Line – die im Jahr 2016 zunächst als Studie vorgestellt wurde – rechtfertigt den vergleichsweise hohen Anschaffungspreis: Von außen zeigt sich der Bürstner Lyseo mit einer speziellen Außengrafik und 16-Zoll-Alufelgen. Einen bequemen Zugang zum Wohnraum garantiert die überdurchschnittlich breite Aufbautür. Im Inneren empfängt die Urlauber ein Interieur mit einem Polsterdesign mit aufwendigen Absteppung. Der beheizte Doppelboden schafft zusätzlichen Platz für Gepäck und macht den Teilintegrierten somit besonders wintertauglich. Kritikpunkt: Mehr Ausstattung und Gepäck lassen die Zuladung schnell schrumpfen. Und mit 360 Kilogramm laut Hersteller fällt diese beim Bürstner Harmony Line TD 727 G geringer aus als bei der Konkurrenz. Dafür sind bereits viele Extras serienmäßig. Interessierte sollten unter Umständen trotzdem eine Auflastung für mehr Zuladung in Erwägung ziehen. Generell beim Kauf gilt es nicht nur den Aufpreis der Extras, sondern auch deren Gewicht im Auge zu behalten. Serienmäßig sind in der Klasse 3,5 Tonnenzulässiges Gesamtgewicht.

Pilote P740 FGJ Essentiel Foto: Ingolf Pompe, Andreas Becker, Bernd Thissen
Vernetzt und zugenäht: Schicke Polster treffen im Pilote P740 FGJ Essentiel auf Tabletsteuerung.

Apropos Gewicht: Beim Thema Zuladung kann der französische Hersteller Pilote mit stolzen 600 Kilo beim P740 FGJ Essentiel locken – dem zweitbesten Wert unter den zehn Modellen. Das F in der Grundrissbezeichnung zeigt Kennern übrigens den Einsatz von Längsbänken im Wohnbereich. Die Einsteigerserie Essentiel punktet mit aufwendig vernähten Polstern und indirekter Beleuchtung. Mit der Xperience-Pilote-App und einem modernen Bildschirm als Kontrollbord findet verstärkt moderne Steuerungstechnik Eingang ins Reisemobil: Über das Tablet lassen sich beispielsweise die Außentemperatur und die Batteriekapazität anzeigen oder die Heizung und die Wasserfüllstände kontrollieren. Der Frischwassertank mit 130 Litern Fassungsvermögen im Pilote P740 FGJ sollte aber auch ohne App und Digitalanzeige ein Weilchen ausreichen.

Viel Technik bietet auch der 696 F von Rapido. Dank der umfangreichen Premium Edition gibt es eine Pioneer-Multimediastation und eine Nachtsicht-Rückfahrkamera in Serie. Damit behält der Fahrer auch im Dunkeln den Überblick. Hell geht es im Inneren zu: Das braune Holzdekor zusammen mit Hochglanz-Elementen und cremefarbenen Polsterbezügen mit Stickereien hinterlässt eine einladende Wirkung. Über der von beiden Seiten zugänglichen Heckgarage liegt das 20 Zentimeter elektrisch höhenverstellbare Queensbett. Mit 160 Zentimetern bietet die Matratze – gleich wie im Chausson – besonders viel Breite.

Niesmann + Bischoff Smove Luxus-Teilintegrierter von Niesmann+Bischoff Das teilintegrierte Reise-Coupé Smove

Von der Bett- zur Aufbaubreite: Dort gibt es bei den ausgewählten Modellen kaum Unterschiede. Der Smove 6.9 Q von Niesmann und Bischoff ist mit 2,25 Metern der schmalste im Feld. Keine große Überraschung: Seine schlanke Taille sorgt für ein mehr als sportliches Auftreten. Der Mut der Entwickler zum außergewöhnlichen Design wird von den Kunden belohnt. Bei den promobil-Lesern scheint das Design des Coupés mit elektrischem Schiebedach anzukommen. Gleich im ersten Anlauf wählten sie den Teilintegrierten zum Reisemobil des Jahres 2017 in seiner Kategorie – dabei war der Smove noch überhaupt nicht verkauft worden. Seine spezielle Kabinenkonstruktion mit beidseitig Alu-beplankten Wänden und der mit mehrlagigen GfK-Elementen aufwendig verstärkten B-Säule sorgt für mehr Aufbausteifigkeit. Dank des breiten Durchgangs vom Fahrerhaus zum Wohnbereich schafft der Smove zudem viel Platz im Inneren. Verstärkt wird dieser Eindruck auch hier durch Längssitzbänke, die die angenehme Wohnatmosphäre stützen. Komfort und Design haben jedoch auch ihren Preis. Und so ist der Smove mit einem Basispreis von 79.920 Euro gewiss kein Schnäppchen. Mit den vielen Extras bewegt sich die Preisskala gar schnell in Richtung sechs Stellen.

Im Verhältnis dazu günstig erscheint der Dethleffs Trend T 7057 DBL. Mit einem Grundpreis von 49.999 Euro ist er der preiswerteste im Feld. Der Teilintegrierte mit höhenverstellbarem Queensbett im Heck mag es bodenständig, und so wird dieser in heller Holzoptik ausgeführt. Der Trend hat sich in Isny zum Bestseller entwickelt: Die Küche mit 3-Flamm-Kocher reiht sich zwischen Lounge-Sitzgruppe und der sich gegenüberliegenden Dusche und Toilette ein. Beide lassen sich zu einem großen Raumbad verbinden. Eine Schiebetür schirmt bei Bedarf im Dethleffs das Schlafzimmer vom vorderen Bereich ab.

Laika Kosmos 512 Foto: Ingolf Pompe, Andreas Becker, Bernd Thissen
Gute Nacht: Über der Sitzgruppe ist Platz für ein optionales Hubbett im Laika Kosmos 512.

Das gleiche Bild zeigt sich im Laika Kosmo 512. Die neue Einsteiger-Baureihe für Paare, mit einem 190 mal 148 Zentimeter großem Queensbett, bietet dank optionalem Hubbett auch Platz für vier Personen. Im Bad des 512 – der längste Grundriss der vier Kosmo-Modelle – dürfte es vor allen Frauen an nichts fehlen: Zahlreiche Staufächer für Kosmetikartikel und Kleiderhaken sowie LED-Leuchten oberhalb der Dusche bieten viel Komfort für ein Bad im Reisemobil. Das Lichtkonzept im TI des italienischen Herstellers wird in der Küche fortgesetzt: Dort sind die Schränke ebenfalls mit LEDs beleuchtet. Das sieht nicht nur schick aus, sondern spendet auch ausreichend Licht beim Zubereiten von Mahlzeiten. Die dafür notwendigen Utensilien finden unter der Arbeitsplatte in den vielen Schubladen Platz.

Nach dem Essen können es sich Mann und Frau entweder auf den Längssitzbänken oder den Sitzen im Fahrerhaus gemütlich machen, die Laika stolz „Captain Chairs“ tituliert. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass der Kosmo 512 serienmäßig über ein Panoramadach im Fahrerhaus verfügt. Captain Chairs, Kosmo, Laika, die erste Hündin im All? Es scheint, als habe der Reisemobil-Hersteller aus Italien ein Faible für den Weltraum. Auf zu den Sternen!

Adria Coral 670 DL Axess Foto: Hersteller, Ingolf Pompe, Andreas Becker, Bernd Thissen
Oben offen: Das große Dachfenster sorgt im Adria Coral 670 DL Axess für viel natürliches Licht.

Das dachten sich wohl auch die Ingenieure bei Adria – und installierten im Coral 670 DL nicht nur über dem Fahrerhaus, sondern gleich über der gesamten Sitzgruppe zwei riesige Panorama-Dachfenster. Diese ungewöhnliche Konstruktion – die den Coral zehn Zentimeter höher als seinen Vorgänger macht – sorgt für eine ganz besondere Atmosphäre. Wer genug vom Nachthimmel hat, der schwebt in den Einzelbetten im Heck vielleicht direkt auf Wolke 7. Das große Dachfenster hat indessen auch Nachteile. Wenn die Sonne stundenlang auf das Dach knallt, kann es trotz Verdunkelung schon einmal ziemlich heiß werden. Schön warm bleibt es dagegen im Winter: Wie bei Adria, Bürstner, Dethleffs, Niesmann und Bischoff und Pilote verfügt auch der Coral über einen flachen Doppelboden, der den TI dank guter Isolierung wintertauglich macht. Den Aufbau hat der TI übrigens von der Matrix-Baureihe übernommen. Den Platz, den die Entwickler dem Bad und der Sitzgruppe schenkten, mussten sie offenbar bei der Küche einsparen. Diese fällt verhältnismäßig klein aus.

Anders sieht das im Roller Team Triaca 232 TL aus. Der kürzeste im Feld begeistert mit einem besonders gewagten Grundriss – und einer üppigen Eckküche, die sich rechts in das Heck schmiegt. Der große Kühlschrank hält Gekochtes auch einmal länger frisch. Ein spezieller Stoff aus Kunstharz mit antibakterieller Oberfläche dient als Arbeitsplatte und liefert die Basis für hygienisches Kochen. Schlafen kann man im Hubbett über der Sitzgruppe. Auf der rechten Seite ist zudem Platz für einen riesigen TV. Kompakte Außenmaße, Bewegungsfreiheitim Inneren: Der Triaca beweist mit seinem offenen Grundriss, dass das kein Widerspruch sein muss – und untermauert, dass Längsbänke in Teilintegrierten jeder Größe nicht nur gemütlich, sondern auch praktisch sind.

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Stanton Magister 73 LFJ Foto: Andreas Becker
Stolzer Preis: 85.223 Euro kostet der Stanton. Dafür gibt es aber eine umfangreiche Serienausstattung.

Von wegen Brexit. Dieser Brite öffnet die Tür: Zwei große Längsbänke bilden das Zentrum im 5,94 Meter langen und 163 PS starken Auto Sleepers Stanton auf Sprinter-Basis. Zum Schlafen wird die Sitzgruppe kurzerhand zum Bett umfunktioniert. Quer im Heck steht die üppig ausgestattete Küche mit Herd, Backofen und einer Mikrowelle. Gasflaschen gehören im Stanton übrigens der Vergangenheit an: Der 25-Liter-Gastank lässt sich an der Tankstelle auffüllen. Mit 7,38 Metern ist der Magister 73 LJF von Fleurette satte 144 Zentimeter länger als der Stanton. Hinter den zwei Einzelbetten im Heck ist somit noch Platz für ein quer verlaufendes Heckbad. Oberhalb der Sitzgruppe hängt ein Hubbett mit zwei weiteren Schlafplätzen. Damit kann auch der PLA H397 punkten. Und mehr noch: Der TI auf Jumper-Basis verfügt über fünf Dreipunkt-Plätze. Weiter hinten garantieren Kleiderschränke auf beiden Seiten des Queensbetts viel Stauraum.

Fazit

Viel Wohnkomfort mit Längsbänken! Die Franzosen machen es vor – und das nicht nur beim Thema Fußball. Statt geschlagen auf der Auswechselbank – oder vielleicht besser Längsbank – Platz zu nehmen, ziehen vor allen Dingen auch die deutschen Hersteller mit ähnlichen Grundrissen nach. Und das ist auch gut so! Längsbänke verleihen Teilintegrierten ein völlig neues Raumgefühl. Die Modelle in unserer Auswahl beweisen, dass Praxistauglichkeit und Komfort darunter nicht leiden müssen. Im Gegenteil: Die Bänke lassen sich mit ein paar Handgriffen zu Gurt- oder Schlafplätzen umbauen. Die Anordnungen im hinteren Teil sind vielfältig und versprechen Interessierten somit eine große Auswahl.

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