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8 Moniceiver im Vergleichstest

Der beste Moniceiver fürs Wohnmobil

Moniceiver im Vergleich Foto: Andreas Becker 13 Bilder

Nicht jeder will viel Geld für einen teuren Highend-Naviceiver ausgeben. Schon ab 120 Euro bieten Autoradios mit Touchscreen viele Multimediafunktionen und können dank Smartphone sogar navigieren. Ein Überblick.

Noch vor wenigen Jahren war die Auswahl eines Autoradios verhältnismäßig übersichtlich. Damals konnten Reisemobilisten zwischen einem Gerät mit oder ohne Navigation wählen – abgesehen von unterschiedlichen Anschlussmöglichkeiten.

Moniceiver im Vergleich Foto: Benjamin Köbler-Linsner
Einbau: Das Gehäuse von Sonys XAV AX100 ist im 1-DIN-Format gehalten.

Moderne Multimediageräte haben alle Bluetooth, USB und einen Eingang für die Rückfahrkamera, aber die Grenzen zwischen Moni- und Naviceiver verwischen immer mehr, dank erweiterbarer Software und unterschiedlicher Möglichkeiten zur Smartphone-Connectivity. Neben dem Begriff Moniceiver fallen oftmals auch die Bezeichnungen Mediacenter, Mediastation oder Infotainer. Gemeint ist damit in der Regel ein Autoradio mit Multimediafunktionen, aber ohne Navigation. Denn die Routenführung erfolgt immer häufiger über das Smartphone.

Marktübersicht Moniceiver

Ideal sind diese Geräte für Reisemobilisten, die in erster Linie einen großen berührungsempfindlichen Bildschirm haben möchten, um bequem auf Multimediainhalte und eine Rückfahrkamera zugreifen zu können. Und die keinen vierstelligen Betrag ausgeben wollen, wie es für Highend-Naviceiver häufig der Fall ist (Hier geht's zum promobil Naviceiver-Test).

promobil hat sich acht Moniceiver genauer angeschaut und die wichtigsten Informationen für eine Kaufentscheidung gesammelt. Dabei legen die Hersteller bei den Moniceivern unterschiedliche Schwerpunkte.

Alpine Halo 9

Alpine Halo 9 Moniceiver Foto: Ingolf Pompe
Alpine Halo 9

Einbauschacht: 1-DIN
Bildschirmdiagonale: 23 cm (9 Zoll), 800 x 480 Pixel
Apple Carplay + Android Auto: ja
CD/DVD-Laufwerk: nein
DAB+: ja
Max. Ausgangsleistung: 4 x 50 W
Anschlüsse: Bluetooth, USB, HDMI
Preis: 799 Euro
Eigenschaften: Alpines Halo 9 zählt zu den teureren Moniceivern, ermöglicht beim Einbau jedoch die Wahl eines individuellen Neigungswinkels (45 bis –20 Grad) und eine verstellbare Displayhöhe (+/–3 cm) und -tiefe (20 cm). Die Bildschirmdiagonale fällt mit 9 Zoll sehr groß aus.

Alpines Halo 9 weist optisch starke Ähnlichkeit mit dem Flaggschiff X901 D-DU auf. Das große 9-Zoll-Display ist nicht in der Mittelkonsole eingefasst, sondern es steht einige Zentimeter hervor. Dadurch lässt sich der Neigungswinkel des Bildschirms beim Einbau justieren, auch zur Anpassung von Höhe und Tiefe des Monitors gibt es Spielraum. 800 Euro ruft Alpine für den Moniceiver auf. Das sind immerhin 700 Euro weniger als für das navigationsfähige X901 D-DU, dennoch eine stattliche Investition in einen Infotainer.

Dometic PerfectView MC402

Dometic Perfectview MC 402 Moniceiver Foto: Hersteller
Dometic PerfectView MC402

Einbauschacht: 2-DIN
Bildschirmdiagonale: 15,7 cm (6,2 Zoll), 800 x 480 Pixel
Apple Carplay/Android Auto: nein
CD/DVD-Laufwerk: ja
DAB+: vorbereitet
Max. Ausgangsleistung: 4 x 60 W
Anschlüsse: Bluetooth, USB, TV-Antenne
Preis: 390 Euro
Eigenschaften: Der Moniceiver aus Dometics PerfectView-Serie ist für den digitalen Radioempfang vorbereitet. Wer DAB+ hören möchte, kann einen entsprechenden Empfänger zusätzlich anschließen. Der integrierte Discspieler ist ein Argument für CD-Enthusiasten.

ESX VN630DS

ESX VN630DS Moniceiver Foto: Ingolf Pompe
ESX VN630DS

Einbauschacht: 2-DIN
Bildschirmdiagonale: 15,7 cm (6,2 Zoll), 800 x 480 Pixel
Apple Carplay/Android Auto: nein
CD/DVD-Laufwerk: ja
DAB+: vorbereitet
Max. Ausgangsleistung: 4 x 50 W
Anschlüsse: Bluetooth, USB, MicroSD
Preis: 400 Euro
Eigenschaften: ESX bietet eine Navigationssoftware optional an. Bei Bedarf lässt sich der Moniceiver auch nachträglich zum Naviceiver aufwerten. Die Software basiert auf Windows CE 6, kompatible Programme können vom Nutzer selbst aufgespielt werden.

Kenwood DMX7017DABS

Kenwood DMX7017DABS Moniceiver Foto: Ingolf Pompe
Kenwood DMX7017DABS

Einbauschacht: 2-DIN
Bildschirmdiagonale: 17,7 cm (7 Zoll), 800 x 480 Pixel
Apple Carplay + Android Auto: ja
CD/DVD-Laufwerk: nein
DAB+: ja
Max. Ausgangsleistung: 4 x 50 W
Anschlüsse: Bluetooth, USB, digitaler iPod-Anschluss
Preis: 350 Euro
Eigenschaften: Mit einer Diagonale von 7 Zoll fällt das Display verhältnismäßig groß aus. Dafür bleibt für die Bedienelemente nur eine schmale Leiste am unteren Bildschirmrand. Auf ein CD/DVD-Laufwerk muss verzichtet werden. Das Gerät ist dank Apple Carplay und Android Auto rundum kompatibel mit den meisten Smartphones.

Pioneer SPH-10BT

Mit 119 Euro über die Hälfte günstiger als das Gerät von Sony ist das Pioneer SPH-10BT. Das Multimediagerät passt in einen 1-DIN-Schacht, bietet dafür jedoch keinen Bildschirm von nennenswerter Größe. Stattdessen dient das SPH-10BT als Brücke zwischen Fahrzeug und Smartphone. Die wenigen Tasten ermöglichen schnellen Zugriff auf einzelne Apps, ansonsten erfolgt die Bedienung wie gewohnt auf dem Bildschirm des Mobiltelefons. Eine Halterung für Smartphones gängiger Größe ist integriert.

Pioneer SPh-10BT Moniceiver Foto: Ingolf Pompe
Pioneer SPH-10BT

Einbauschacht: 1-DIN
Bildschirmdiagonale: k. A.
Apple Carplay + Android Auto: nein
CD/DVD-Laufwerk: nein
DAB+: nein
Max. Ausgangsleistung: 4 x 50 W
Anschlüsse: Bluetooth, USB
Preis: 119 Euro
Eigenschaften: Pioneers SPH-10BT ist das ideale Gerät für Reisemobilisten, die sämtliche Multimediaanwendungen über ihr Smartphone steuern möchten. Die Tasten des 1-DIN-Geräts erlauben schnellen Zugriff auf bestimmte Apps. Darüber hinaus lässt sich das Smartphone wie gewohnt direkt bedienen. Der Preis ist konkurrenzlos günstig.

Sony XAV AX100

Sonys Moniceiver XAV AX100 zehrt vorwiegend vom Funktionsumfang von Apple Carplay und Android Auto. Diese beiden Dienste erlauben es, Inhalte vom Smartphone auf dem Moniceiver darzustellen. Apple hat dazu eine reduzierte Benutzeroberfläche geschaffen und erlaubt den Zugriff nur auf bestimmte Apps. Android bietet dagegen eine größere Auswahl an kompatiblen Anwendungen, deren Bedienung ist jedoch nicht immer so intuitiv. Außer einem Tuner bietet der Infotainer selbst keine weiteren Funktionen. Es ist ein Gerät für Minimalisten, das übersichtlich und ohne zahlreiche, womöglich ungenutzte Funktionen daherkommt. Der Preis von 280 Euro ist zudem ein Argument für Besitzer älterer Reisemobile, die ihr Autoradio mit geringem Budget modernisieren wollen. Zudem nimmt der Sony-Infotainer weniger Platz in der Mittelkonsole ein als herkömmliche Doppel-DIN-Geräte. Der Bildschirm füllt den Einbauschacht zwar aus, das Gehäuse des XAV AX100 beansprucht aber nur den Platz in Größe des 1-DIN-Formats. Dadurch bleibt mehr Platz für Kabelbaum, Adapter und eventuelle zusätzlich installierte Steuergeräte frei.

Sony XAV AX100 Moniceiver Foto: Benjamin Köbler-Linsner
Sony XAV AX100

Einbauschacht: 2-DIN
Bildschirmdiagonale: 16,3 cm (6,4 Zoll), 800 x 480 Pixel
Apple Carplay + Android Auto: ja
CD/DVD-Laufwerk: nein
DAB+: nein
Max. Ausgangsleistung: 4 x 55 W
Anschlüsse: Bluetooth, USB
Preis: 280 Euro
Eigenschaften: Sonys Multimediastation XAV AX100 baut auf die Konnektivität mit dem Smartphone, die dank Apple Carplay und Android Auto umfassend gegeben ist. Für den Einbau ist ein 2-DIN-Schacht notwendig, das Gehäuse ist jedoch kompakter gehalten. Ein Vorteil, wenn weitere Steuergeräte hinter dem Infotainer Platz finden sollen.

XZent X-422

XZENT X-422 Moniceiver Foto: Ingolf Pompe
XZent X-422

Einbauschacht: 2-DIN
Bildschirmgröße: 16,5 cm (6,5 Zoll), k. A.
Apple Carplay + Android Auto: nein
CD/DVD-Laufwerk: nein
DAB+: ja
Max. Ausgangsleistung: 4 x 40 W
Anschlüsse: Bluetooth, USB, HDMI, SDHC
Preis: 400 Euro
Eigenschaften: Xzent setzt auf ein modulares Ausstattungspaket. So gibt es das X-422 als reinen Moniceiver, wer mit dem Gerät auch navigieren möchte, kann das Softwareupdate von iGo für 200 Euro nachträglich aufspielen. Android-Smartphones lassen sich auf das X-422 spiegeln, für Apple gibt es keine umfassende Integration.

Zenec Z-N956

Der Moniceiver Z-N956 von Zenec macht seiner Bezeichnung als Multimediagerät alle Ehre, denn der Monitor hat mit 1280 x 720 Bildpunkten echte HD-Auflösung. Die meisten anderen Geräte dieser Art bieten lediglich 800 x 480 Pixel. Dabei spielen sie neben Musikdateien auch Videos ab. Ein Kaufargument ist die Nutzung als Videospieler jedoch nicht für jeden Reisemobilisten.

ZENEC Z-N956 Moniceiver Foto: Ingolf Pompe
Zenec Z-N956

Einbauschacht: 2-DIN
Bildschirmdiagonale: 23 cm (9 Zoll), 1280 x 720 Pixel
Apple Carplay + Android Auto: ja
CD/DVD-Laufwerk: nein
DAB+: ja
Max. Ausgangsleistung: 4 x 50 W
Anschlüsse: Bluetooth, USB, HDMI
Preis: 799 Euro
Eigenschaften: 800 Euro sind viel Geld für einen Moniceiver. Der Reisemobilist erhält dafür allerdings einen großen Bildschirm mit HD-Auflösung und Anschlüssen für bis zu drei Kameras. Wer auch ohne Smartphone navigieren möchte, kann für knapp 200 Euro eine Navigationssoftware mit reisemobilspezifischer Routenführung aufspielen.

Smartphone-Inhalte aufs Display übertragen

Wer viel Wert auf Smartphonekompatibilität legt, sollte sich genau erkundigen, mit welcher Technologie das mobile Endgerät mit dem Moniceiver gekoppelt wird. Zwar sind viele Multimediastationen mit einem Hinweis versehen, der auf ein Zusammenspiel mit dem Smartphone hinweist, Apple Carplay oder Android Auto unterstützen aber längst nicht alle Geräte. Nur wenn in der Funktionsbeschreibung des Moniceivers explizit auf Apple Carplay oder Android Auto hingewiesen wird, ist auch die volle Kompatibilität mit den Diensten gewährleistet.

Kenwood Moniceiver Foto: Ingolf Pompe
Gekoppelt mit dem Smartphone, dient der Moniceiver als Bildschirm für mobile Anwendungen. Inklusive Sprachsteuerung.

Android-Smartphones lassen sich aber auch ohne diese Connectivitydienste mit der Multimediazentrale verbinden. Xzent spiegelt den Bildschirm des Mobiltelefons beispielsweise über einen eigenen Dienst, genannt Easy Connect. Inhalte des Smartphones werden darüber eins zu eins auf dem Moniceiver dargestellt und sind auch bedienbar.

Wer sich beim Kauf des Infotainmentsystems noch nicht sicher ist, ob er eine Navigationssoftware benötigt, sollte sich die Geräte von ESX, Xzent und Zenec genauer ansehen. Diese erlauben die nachträgliche Erweiterung des Moniceivers um eine Navigationsfunktion. Dazu muss lediglich eine MicroSD-Karte, bespielt mit einem Softwareupdate (rund 200 Euro), eingelesen werden.

Darüber hinaus basiert der Moniceiver von ESX auf dem Betriebssystem Windows CE 6. Das ermöglicht es dem Nutzer, kompatible Software selbstständig zu installieren. Allerdings hat Microsoft den Support für das 2006 erschienene Betriebssystem inzwischen eingestellt, weshalb aktuelle Versionen der verfügbaren Programme kaum zu finden sind.

Garmin, Al-Car, Blaupunkt, Snooper, Clarion, Pioneer
Naviceiver fürs Wohnmobil im Test

Musik via CD und Digital-Radioempfang

Wer Musik gerne von CD hört, hat nur die Wahl zwischen den Moniceivern von Dometic und ESX. Zeugte ein CD-Laufwerk lange Zeit von aktueller Technik, verzichten viele Hersteller inzwischen auf den Einbau eines Disc-Spielers. Wer Musik nicht vom Smartphone abspielen möchte, kann stattdessen einen mit MP3-Dateien bespielten USB-Stick nutzen. Digitalradio lässt sich über die Moniceiver von Dometic und ESX jedoch nicht ohne zusätzlichen Empfänger hören.

Noch ein Tipp für alle, denen das Smartphone-Display zu klein ist: Auch ein Tablet kann mit seinem 8 bis 10 Zoll großen Bildschirm gute Dienste im Cockpit leisten. In vielen Fiat Ducato ist mit dem Klemmbrett sogar eine passende Halterung auf der Mittelkonsole installiert.

Navigieren mit dem Smartphone

Navigations-Apps Tablet 8 Navigations-Apps im Test Mit Smartphone und Tablet ans Ziel

Navigationsapps für Smartphone und Tablet gibt es viele. 2017 hatten wir acht Apps vorgestellt, die bei der Routenführung helfen (siehe Artikel). Darunter die Anwendungen Copilot und Navigon, die sogar Fahrzeugmaße und -gewicht berücksichtigen. Mit Preisen von 65 beziehungsweise 30 Euro sind diese Apps deutlich günstiger als ein eigenständiges Navigationsgerät. Und dank Internetverbindung sind die Informationen über Verkehrsfluss und Behinderungen häufig aktueller als bei manchem reinrassigen Navigationsgerät.

Zur Befestigung des Smartphones bieten sich drei mögliche Positionen an. Die Befestigung via Saugnapf an der Frontscheibe eignet sich bei integrierten Reisemobilen jedoch weniger gut, da das Mobiltelefon nicht mehr in Griffweite platziert ist. Besser ist die Anbringung an den Lüftungsschlitzen oder auf dem Armaturenbrett. Entsprechende Halterungen finden sich im Autozubehör oder Elektronikmarkt.

Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
Top Aktuell Klimaanlagen für Wohnmobile Die große Kaufberatung
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