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LMC Innovan 600 im Test Andreas Becker
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LMC Innovan 600 (2022): Campingbus im Test

LMC Innovan 600 im Test (2022) Innovativer Bus oder doch ein Standard-Camper?

Der Name weckt die Neugier. Meint es der Van tatsächlich ernst mit der Innovation? Oder gibt’s hier doch nur gängige Hausmannskost? Auf jeden Fall günstig einsteigen kann man in den jüngsten LMC.

Der Reisemobilboom geht zu einem großen Teil auf die Kappe der ausgebauten Kastenwagen. Kein Wunder, sind doch gerade die besonders beliebten Camper der Sechs-Meter-Klasse noch halbwegs alltagstauglich zu bewegen und zu parken. Nach langer Abstinenz steigt jetzt auch LMC mit einer eigenen Baureihe wieder in diesen Markt ein und profitiert dabei sicherlich von den Erfahrungen der Schwestermarken, wie etwa Hymer, Sunlight oder Bürstner. Dennoch ist der Innovan ein ziemlich eigenständiges Modell. Mit dem neu entwickelten Aufstelldach der Hymer-Gruppe lässt es sich optional zum Vier-Schläfer aufrüsten.

Nach der Präsentation im Sommer ’21 bekommt die Baureihe im Frühjahr Zuwachs auf Basis des Ford Transit. Bis dahin stehen erst mal die gängigen drei Grundrissvarianten auf Ducato zur Wahl. Der 600er markiert die goldene Mitte und soll im Test beweisen, ob er das Zeug hat, den etablierten Herstellern ein Stück vom Kuchen abzuluchsen.

Der Testwagen kommt in der "First Edition" mit Aufstelldach und landet so bei einem Preis von etwas über 58.000 Euro. Deutlich mehr als der niedrige Grundpreis. Der promobil-Test soll kären: Ist der Innovan ein überteuertes Angebot? Und was genau bietet der Innovan fürs Geld?

Die Baureihe: LMC Innovan

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Redaktion
Innenansicht des LMC Innovan.

Preise: 43.800–47.100 Euro
Basis: Fiat Ducato
Länge: 5,41–6,36 m
Gesamtgewicht: 3.300–3.500 kg
Gurte/Schlafplätze: 4/2–5
Weitere Modelle: 2
Charakter: Der Innovan startet zur Markteinführung mit drei Grundrissen von 5,41 bis 6,36 Meter Länge. Für die beiden längeren Varianten ist ein Aufstelldach optional verfügbar. Während der 540 und der 600 jeweils mit einem Querdoppelbett zum Schlafen laden, hat der 640 Einzelbetten im Heck. Zum Marktstart gibt es umfangreich ausgestattete "First Edition"-Sondermodelle, die neben dem gleichnamigen Ausstattungspaket auch 140 PS, den isolierten und beheizten Abwassertank sowie die 3,5 Tonnen Auflastung serienmäßig an Bord haben.

Wohnen

Reisen und schlafen zu viert: Dank optionalem Aufstelldach ist zumindest Letzteres problemlos möglich im Innovan 600. So wartet im Oberstübchen eine 207 x 144 cm große Matratze auf zwei müde Camper.

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180-Grad-Ausblick im Heckbett. Ein Fliegengitter hält unliebsamen Besuch fern.

Die nur sechs Zentimeter dünne Schlafgelegenheit ist dank Lattenrostunterbau richtig bequem. Und wer den Ausblick mag, dem kommt der 180-Grad-Panoramablick entgegen, der entsteht, wenn man die per Klett und Reißverschluss fixierte Stoffhaut wegklappt. Ein umlaufendes Fliegengitter hält dann trotzdem lästige Besucher fern. Kritik erntet allerdings die Schwanenhals-Leseleuchte, die schon so ausgeleiert ist, dass sie kaum in der gewünschten Position bleibt. Außerdem gibt es nur links eine. Ein gewisser Trost: Im Lampensockel ist eine USB-Buchse installiert. Weiterer Punkt: Die schmalen Sprossen der Teleskop-Aluleiter – platzsparend zu transportieren – schmerzen beim Aufstieg. Hier wären Holzsprossen angenehmer für die Fußsohlen.

Das Heckbett ist mit maximal 1,91 mal 1,48 Metern ebenfalls groß dimensioniert – für diese Fahrzeugklasse. Die drei Matratzenteile werden zudem von einem sehr bequemen Topper bedeckt, der den Liegekomfort deutlich steigert. Punktabzug gibt es allerdings dafür, dass die Matratzen nur im Mittelteil auf Lattenrosten liegen. Dank Topper zwar kein Komfortverlust, aber in Sachen Unterlüftung keine perfekte Lösung.

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Auf der dreiteiligen Matratze liegt ein superbequemer Topper. Die Maße sind mit max. 1,91 x 1,48 m relativ großzügig für die Fahrzeugklasse.

Zurück zum Reisen zu viert. Dabei kommt es stark auf die Größe der Passagiere an, denn die Rückbank ist für zwei Erwachsene recht schmal gebaut. Außerdem sitzt man sehr aufrecht, was den Langstreckenkomfort trübt. Wenn sich zwei Personen aber auf der Bank arrangieren, gelingt das Essen und Trinken an der Dinette auch zu viert problemlos. Dank drehbarer Erweiterungsplatte kommt man von allen Plätzen gut an den Tisch heran. Der steht zudem auch für ein eingehängtes Exemplar sehr stabil.

Die Küche gefällt auf den ersten Blick mit viel Arbeits- und Abstellfläche. Der an der Front eingebaute Kühlschrank mit Doppelanschlag ist gut von innen und von außen zu erreichen. Kocher und Spüle sind kastenwagentypisch kompakt und im Falle des Testwagens leicht zu reinigen.

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Praktisch: An den Inhalt des Kühlschranks kommt man auch von außen.

Ebenso platzsparend präsentiert sich das Bad. Man betritt es durch eine Tür, die sich ähnlich wie Toilettentüren in Flugzeugen zusammenfaltet. Das ist praktisch, weil sie so den Durchgang zum Bett nicht versperrt. Zähneputzen und Co. klappt dank des passabel dimensionierten Waschbeckens gut. Sanitärartikel reisen in vier offenen Ablagen und einem kleinen Hängeschrank mit. Die Belüftung per Fenster ist allerdings optional – hier aber Bestandteil des First-Edition-Pakets. Auch die Duscheinrichtung ist Paketbestandteil. Mit 62 mal 48 Zentimeter Grundfläche ist die entstehende Vorhangzelle allerdings eng und nur eine Notlösung. Große Personen sitzen zudem etwas angestrengt auf der Toilette, denn lehnt man sich hier schwungvoll zurück, kollidiert der Hinterkopf schmerzhaft mit dem Hängeschrank. Insgesamt ist aber alles vorhanden, was man in einem Sanitärraum dieser Klasse erwartet, und die kompakten Maße teilt sich der LMC mit den meisten seiner Konkurrenten.

Beladen

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Unter dem Bett kommt ein großes Staufach zum Vorschein – für Dinge, die man nicht so oft braucht.

Stauraum schaffen in einer kompakten Karosserie ist eine Herausforderung. Positiv sticht beim Innovan 600 der Heckstauraum hervor, der mit wenigen Handgriffen nach oben erweiterbar ist. Lattenroste und Matratzen des Heckbetts können auf dem linken Bettkasten gestapelt und gesichert werden, und schon entsteht Platz für Fahrrad oder Möbelkauf. Ebenfalls im linken Bettkasten befindet sich ein großes, dreigeteiltes Staufach für seltener benötigtes Gepäck. Warum selten? Weil der Zugang etwas kompliziert ist, da man zuerst die Matratze entfernt, dann ein Brett angehoben wird und die Beladung nur vom Bett aus funktioniert.

Klamotten reisen gut aufgeräumt in vier Hängeschränken über dem Heckbett mit, Jacken und Hemden im knapp bemessenen, aber immerhin vorhandenen Kleiderschrank gegenüber der Küche. Im Sitzgruppenpodest finden sich noch zwei Bodenfächer und über dem Tisch ein Hängeschrank. Für zwei Personen ist also genug Stauraum vorhanden, bei vier wird es etwas eng.

Das gilt auch für die Zuladung, denn im Testwagen sind Extras mit über 240 Kilo eingebaut, was das promobil-Leergewicht auf 3095 Kilogramm treibt. Apropos Gewicht: Für den Transport zweier gängiger E-Bikes kann man auf den Heckfahrradträger der Aufpreisliste getrost verzichten, denn der hat eine maximale Tragfähigkeit von nur 30 Kilogramm.

Technik

Die Karosserie mit serienmäßigen Rahmenfenstern wird klassenüblich mit flexiblen PE-Matten isoliert. So hat die Truma-Combi-4-Heizung keine Mühe, den kompakten Innenraum in kurzer Zeit zu erwärmen. Eine offene Badtür beschleunigt den Aufheizvorgang im Wohnraum dabei spürbar. Denn durch die Einbauposition der Heizung unter der Sitzbank sind die Wege in den Sanitärraum kurz, und bei geschlossener Tür herrschen schnell Saunatemperaturen im Bad. Das Bett im Aufstelldach bekommt insgesamt wenig von der Wärme ab, da via Durchstieg nur wenig Wärme nach oben steigt. Beim Wintercampen braucht man oben also wärmere Decken und möglichst eine zusätzliche Isolierung des Zeltbalgs am Aufstelldach.

Bei der Bedienung des Aufstelldachs zeigen sich am Testwagen ein paar Details, die noch feinjustiert werden müssten. Denn einerseits sind die Aufsteller zu schwach, um das Dach in einem Schwung zu öffnen – man muss durch Nachdrücken unterstützen –, andererseits braucht man viel Kraft, um es wieder zu schließen. Dabei drückt es auch den Stoff nach außen, sodass man auf halbem Weg stoppen und alles in den Innenraum ziehen muss. Verriegelt wird das Dach dann elektromechanisch. Auch hier ist Feinjustierung nötig, da das Einrasten nicht immer auf Anhieb klappte.

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Wintertauglich zeigt sich der Abwassertank im Testwagen, der allerdings nur optional isoliert und beheizt ist. Der Schalter für die elektrische Tankheizung ist gut erreichbar am Küchenblock montiert und zeigt per LED, ob sie aktiviert ist. Direkt daneben ist der Schalter für die zentrale Deckenlampe angebracht, den man beim Öffnen der Badtür jedoch leicht versehentlich betätigt. Eine Position weiter oben an der Wand wäre sinnvoller.

Weiteren Anlass zur Kritik gibt der in keinster Weise abgedichtete Toilettenschacht. Dagegen verdient die Klappe Lob für die magnetische Halterung an der Außenwand. Bei der Beleuchtung setzt LMC auf variable Spots in Stromschienen. So kann man die teils dürftige Helligkeit durch Versetzen oder Nachkauf von Zusatzspots verbessern.

Fahren

Schon auf den ersten Metern im Innovan fällt die angenehm ruhige Geräuschkulisse auf. Außer den üblichen Reifen- und Motorgeräuschen glänzt der Ausbau akustisch durch Zurückhaltung. Selbst auf Kopfsteinpflaster halten sich Klappergeräusche in Grenzen. Weniger angenehm wird es allerdings auf der Autobahn. Ab Tempo 80 machen sich vom Aufstelldach Windgeräusche erst ganz dezent, mit steigender Geschwindigkeit aber immer aufdringlicher bemerkbar. Bei 120 km/h sind sie dann doch deutlich hörbar.

Die schlechten Bremswerte erklären sich vor allem durch die montierten Michelin-Winterreifen, die schon im letzten Reifentest beim Trocken-Bremsen schwach abschnitten. Dennoch sollte das einem vor Augen halten, dass auch Campingbusse, mit denen man oftmals zügiger unterwegs ist, trotzdem schlechter bremsen als Pkw und eine vorausschauende Fahrweise nicht nur Sprit spart, sondern auch Unfälle vermeidet. In Sachen Verbrauch begnügt sich der Innovan auf der promobil-Testrunde mit 9,6 Litern pro 100 km, was angesichts des erhöhten Luftwiderstands durch das Aufstelldach ein guter Wert ist.

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Nicht ganz optimal arbeitet die Rückfahrkamera; sie liefert zwar ein scharfes, aber sehr weitwinkliges Bild. So erscheinen nahe Hindernisse, die real neben dem Fahrzeug liegen, optisch dahinter.

Preise

Bei der aktuellen Preisentwicklung ist ein Grundpreis von unter 45.000 Euro ein günstiges Angebot. Ordert man dazu das umfangreiche "First Edition Paket Aufstelldach" für 9.405 Euro (ohne Aufstelldach 7.955), bleiben wenig Wünsche offen. Mit ein paar weiteren Extras bleibt der LMC immer noch unter der 60.000-Euro-Grenze, die mancher Konkurrent – vergleichbar ausgestattet – inzwischen reißt. Insgesamt schnürt LMC ein gutes Gesamtpaket für den Innovan, bei dem sich Interessenten aber in Geduld üben müssen. Auf ein frei konfiguriertes Fahrzeug muss man mindestens 12 Monate warten.

  • Grundpreis: 44.965 Euro (Fiat Ducato, Motor 88 kW/120 PS) mit TÜV und Zulassungsbescheinigung II
  • Testwagenpreis: 58.525 Euro

Turbodiesel 103 kW/140 PS (0 kg): 890 Euro (empfohlen)
Auflastung 3,5 Tonnen (40 kg): 410 Euro (empfohlen)
Fahrer-/Beifahrer-Airbag: Serie/Paket (empfohlen)
First Edition Paket Aufstelldach: Aufstelldach, Beifahrerairbag, 16-Zoll-Alufelgen, Fahrerhaus-Klimaautomatik, Badfenster, elektr. Trittstufe, Fahrerhaus-Faltverdunkelung, Tempomat, Fliegenschutztür, Duschausstattung, LED-Tagfahrlicht, 90-L-Dieseltank, Rückfahrkamera u. a. (172 kg): 9.405 Euro (empfohlen)
Radio mit Navigation (2,5 kg): 705 Euro (empfohlen)
Abwassertank iso. und beh. (10,5 kg) 510 Euro
Fahrradträger für zwei Räder (10,5 kg) 680 Euro
9-Gang-Automatik (ab 140 PS) (18 kg) 3710 Euro (nicht im Testwagen enthalten)
Elektrische Feststellbremse (10 kg)345 Euro (nicht im Testwagen enthalten)

Kosten und Service

Kfz-Steuer (3,5 t zGG, S5): 240 Euro
Haftpflicht/Vollkasko (500 Euro SB, Tarif Allianz): 565/1.049 Euro
Dichtigkeitsgarantie/Kontrolle: 144/12 Monate
Servicestellen in Deutschland/Europa: 66/49

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Insgesamt ergibt die Lichtmessung nur mäßige Werte. Die Lichtstimmung ist aber gemütlich und warmtonig.

Lichtcheck

angelehnt an DIN EN 12464-1

  1. Trotz sehr gutem Maximalwert ist es besonders im Bereich der Fahrerhaussitze zu dunkel zum Lesen.
  2. Sowohl im Durchschnitt als auch beim Maximalwert ist die Küchenarbeitsplatte zu schlecht ausgeleuchtet.
  3. Alles im grünen Bereich dagegen im Sanitärraum mit 200 Lux im Schnitt und 830 vor dem Spiegel.
  4. Sehr gute Werte beim Lesespot, aber nur 89 Lux im Schnitt beleuchten das Bett.

Das fiel uns auf

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 180-Grad-Ausblick im Aufstelldach inklusive. Ein Fliegengitter hält dennoch unliebsamen Besuch fern.
 Ein Netz schützt Kissen und Gegenstände vor dem Absturz aus dem Dachgeschoss nach unten.
 Gut platzierte Doppel-USB-Buchse gegenüber der Küche mit Ablage für die Mobilgeräte.

  Hell und mit USB-Anschluss, aber nur auf der linken Seite: die Leseleuchte im Aufstelldach.

 Große Menschen müssen bei der Toilettennutzung auf den Kopf aufpassen. Er stößt leicht an den Hängeschrank.
 Beim Heckbett liegen die Matratzen nur im Mittelteil auf Lattenrosten – sonst fehlt die Unterlüftung.

Nachgefragt

Marina Haubrich, Produktmanagerin bei LMC, nimmt Stellung ...

... zum schlecht abgedichteten Toilettenschacht: Durch die Toilette mit Chemikalienwanne ist eine richtige Abdichtung nicht möglich. Der durchgängige Schacht ist eine nicht verhinderbare Kältebrücke.

... zum Stoffbalg des Aufstelldachs, der sich nach außen drückt beim Schließen: Hier wird es ab Januar eine Verbesserung geben. In dem Faltenbalg werden Gummis eingenäht, die das Netz nach innen ziehen.

... zum unpraktisch platzierten Hauptlichtschalter am Küchenblock: Unsere Überlegung war, den bestmöglichen Ort für den Lichtschalter zu finden, um eine Bedienbarkeit vom Wohn- und Schlafbereich zu gewährleisten.

... zu den zu erwartenden Lieferzeiten: Wir haben mit der Auslieferung an den Handel begonnen; dort stehen bereits verfügbare Fahrzeuge in der First-Edition-Ausstattung. Neu konfigurierte Fahrzeuge haben sicherlich aktuell eine Lieferzeit von 12 bis 15 Monaten.

Die Konkurrenten des LMC Innovan 600

Chausson V 594

  • Grundpreis: 43.890 Euro
  • Basisfahrzeug: Fiat Ducato, 88 kW/120 PS
  • Länge/Breite/Höhe: 5.998/2.050/2.610 mm
  • Leer-*/zul. Gesamtgewicht: 2.944/3.300 kg
  • Besonderheiten: Beifahrerairbag Serie, gute Grundausstattung, nützliche Pakete zur Wahl Hohe Frachtkostenpauschale, nur 3,3 t zGG Serie

Forster V599 HB

  • Grundpreis: 45.300 Euro
  • Basisfahrzeug: Fiat Ducato, 88 kW/120 PS
  • Länge/Breite/Höhe: 5.998/2.050/2.610 mm
  • Leer-*/zul. Gesamtgewicht: 2.870/3.300 kg
  • Besonderheiten: Beifahrerairbag Serie, Dinettentisch klapp- und erweiterbar Nur 60-L-Dieseltank Serie, nur 3,3 t zGG Serie

Pilote V600 G

  • Grundpreis: 53.580 Euro
  • Basisfahrzeug: Fiat Ducato, 88 kW/120 PS
  • Länge/Breite/Höhe: 5.998/2.050/2.610 mm
  • Leer-*/zul. Gesamtgewicht: 2.850/3.500 kg
  • Besonderheiten: Beifahrerairbag Serie, 3,5 t zGG Serie, variables Bad Schmales Heckbett, hoher Grundpreis

Wertung

Wohnen
  • Gute Stehhöhe im Dinettenbereich durch fehlendes Fahrerhausstaufach und Aufstelldachausschnitt.
  • Viel Arbeitsfläche in der Küche.
  • Kühlschrank von außen und innen gut zu erreichen.
  • Bequemes Heckbett dank superweichem Topper.
  • Großes Bett im Aufstelldach mit Matratze auf Lattenrosten.
  • Dachfenster zum Öffnen im Aufstelldach.
  • Aufrechte Sitzposition auf der schmalen Rückbank.
  • Dreiteilige Matratze des Heckbetts nur im mittleren Teil auf Lattenrosten. Daraus folgt eine unzureichende Unterlüftung.
  • Kopffreiheit auf der Toilette für größere Camper nicht ausreichend. Kopf stößt an Hängeschranktür.
  • Dusche mit Vorhang ist unkomfortabel und klein.
  • Unbequeme Teleskopleiter.
Beladen
  • Gut nutzbarer Heckstauraum. Bettumbau für mehr Stauraum geht leicht und schnell.
  • Ausreichende Zuladungsreserven für die zwei Personennutzung.
  • Großer Bettstauraum unter der Matratze.
  • Viel Raum in den vier Hängeschränken über dem Heckbett.
  • Praktische Bodenstaufächer im Podest.
  • Unkomfortabler Zugang zum Staufach unter dem Bett.
  • Heckträger hat nur 30 Kilogramm Traglast.
  • Zuladungsreserven für Vier-Personen-Nutzung zu knapp.
Technik
  • Gasabsperrhähne und Frostwächter leicht zu erreichen.
  • Schnelle Aufheizung durch gut platzierte Luftausströmer.
  • Alu-Rahmenfenster serienmäßig.
  • Schlecht abgedichteter Toilettenschacht.
  • Abwasserauslass unter dem Fahrzeug und Bedienung des Ventils mittels Vierkant.
  • Hauptlichtschalter schlecht positioniert.
Fahren
  • Gute Fahrleistungen und - komfort.
  • Kaum Störgeräusche vom Möbelbau.
  • Guter Verbrauchswert auf der Testrunde.
  • Starke Windgeräusche ab ca. 110 km/h.
  • Rückfahrkamera sehr weitwinklig. Fahrzeugende schlecht abschätzbar.
  • Schlechte Bremswerte durch den Typ der Winterbereifung.
Preise
  • Günstiger Grundpreis.
  • Umfangreiches Ausstattungspaket.
  • 12 Jahre Dichtheitsgarantie.
  • Nur 3,3 Tonnen in Serie.
  • Auflastung über 3,5 Tonnen nicht in der Aufpreisliste verfügbar.

Fazit

Gelungener Start

Innovationen, wie es der Name suggeriert, findet man im Innovan im Sinne von echten Neuerungen zwar nicht, aber der LMC legt einen grundsoliden Auftritt im allerersten Test hin. Manch Kritikpunkt ist den kompakten Fahrzeugmaßen geschuldet, andere lassen sich bei einer Modellpflege beheben. Besonders der Möbelbau gefällt durch sein geringes Geräuschniveau während der Fahrt. Auch das große Bett im Oberstübchen kann überzeugen. Die störenden Windgeräusche sind durch eine Feinjustierung des Aufstelldachs eventuell noch reduzierbar. Insgesamt ein guter Start für LMC bei den Camper Vans.

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