Knaus Sky Wave 650 MEG im Test Ingolf Pompe
Knaus Sky Wave 650 MEG im Test
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Knaus Sky Wave 650 MEG im Test 27 Bilder

Knaus Sky Wave 650 MEG im Test: „60 Years“-Edition

Knaus Sky Wave 650 MEG „60 Years“-Edition im Test Komfortabler, aber schwerer Teilintegrierter

Der sieben Meter lange Teilintegrierte mit der markanten Dachlinie geht in der "60 Years"-Edition mit jeder Menge Ausstattung auf die Reise. Ob sich das Gesamtpaket lohnt, prüft der Supercheck.

Die Liste der teilintegrierten Reisemobile mit Einzelbetten und einer Länge um die sieben Meter ist lang. Wer zusätzlich jedoch ein Hubbett über der Sitzgruppe haben möchte, muss sich bereits mit einer deutlich eingeschränkteren Auswahl begnügen. Oft gilt es bei der Modellsuche zudem, ganz genau hinzuschauen, denn ob es das häufig optionale Hubbett für das betreffende Modell tatsächlich gibt oder nicht, erschließt sich erst beim Studium der meist langen Aufpreislisten.

Knaus macht es Interessenten einfach. Alle Teilintegrierten mit Hubbett im Modellprogramm sind durch den Zusatz "Wave" gekennzeichnet. Beim Sky Wave erschließt sich der Name zudem auch optisch durch die wellenförmige Dachlinie, unter der sich das Extrabett verbirgt.

Hubbett-Teilintegrierte bieten sich vor allem als "Allzweckwaffe" für die wechselweise Nutzung mit zwei oder vier Personen an – und sind dank dieser Flexibilität auch in der Vermietung sehr beliebt.

Fündig wird man beim Reisemobilbauer aus Niederbayern – unter den eingangs erwähnten Kriterien – sogar gleich zweifach: neben dem günstigeren Live Wave 650 MEG auch noch beim höher eingruppierten Sky Wave 650 MEG, den es zudem gerade in der attraktiven "60 Years"-Edition gibt. Hier im großen Supercheck.

Die Baureihe Knaus Sky Wave

Knaus Sky Wave 650 MEG im Test
Grundriss: borowski-3d
Der Grundriss des Knaus Sky Wave 650 MEG.

Preise: 67.299–73.399 Euro
Basis: Fiat Ducato
Länge: 6,98–7,52 m
Gesamtgewicht: 3.500 kg
Gurte/Schlafplätze: 4/4–5
Weitere Modelle: 2
Charakter: Der Zusatz "Wave" kennzeichnet bei Knaus Teilintegrierte mit Hubbett. In der Sky-Wave-Baureihe gibt es drei Grundrisse in zwei Längen. Die beiden kürzeren Modelle sind der 650 MF mit französischem Bett und der 650 MEG mit Einzelbetten im Heck. Im langen 700 MEG schläft man ebenfalls in zwei einzelnen Längsbetten. Als Basisfahrzeug dient in jedem Fall der Fiat Ducato. Alle Modelle gibt es aktuell auch in der "60 Years"-Edition, die zu Aufpreisen zwischen rund 1.000 und 3.000 Euro mit zahlreichen Zusatzkomponenten wie Sat-Anlage und Markise ausgestattet ist.

Wohnen

Beim Einstieg in den Sky Wave können großgewachsene Reisemobilisten durchaus skeptisch werden. Drei Stufen – eine davon als optionale Trittstufe – führen ins Fahrzeug und direkt unter das Hubbett. Das schmälert die Stehhöhe am Eingang auf 1,88 Meter und an der Sitzgruppe auf 1,75 Meter. Nicht alle wird das stören.

Ansonsten ist die Stimmung im Wohnraum gut. Durch das optionale Dachfenster über dem Fahrerhaus strömt reichlich Tageslicht ins Innere, was ebenso zur Gemütlichkeit beiträgt wie die Möbel in hellem Holzdekor und die hochwertige Polsterung der Sitzgruppe. Zusammen mit dem Seitensitz und den beiden Fahrerhausplätzen können bis zu fünf Personen zusammenkommen – allerdings sind nicht alle Plätze gleich bequem. Speziell der Zusatzsitz rechts taugt vor allem zum Schuhe anziehen oder als Beinauflage.

Clever ist die Unterbringung des Fernsehers im Kasten hinter der Sitzbanklehne. Das TV-Gerät fährt bei Bedarf gasdruckfederunterstützt nach oben und wird per 90-Grad-Drehung in Position gebracht. Vorher müssen allerdings die Kopfstützen entfernt werden. Die gleiche Vorarbeit ist auch vor dem Absenken des Hubbetts nötig, das per Muskelkraft seine Schlafposition erreicht – für ältere oder kleinere Personen kein ganz leichter Job.

Erfreulich bequem ist dagegen die Holzleiter mit breiten Sprossen für den Aufstieg ins Hubbett. Dort wartet eine ausreichend große Kaltschaummatratze mit Lattenrostunterbau. Zwei Lesespots, zahlreiche Ablagen und eine 230-Volt-Steckdose bringen Komfort. Die Kopffreiheit erreicht nur in der Mitte 73 Zentimeter.

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Die Küche ist ausreichend groß.

Die Küche ist mit einem elektrisch zündbaren Dreiflammkocher und einem 142-Liter-Kühlschrank bestückt. Gleich drei Steckdosen versorgen Küchengeräte mit Strom. Die kleine Arbeitsfläche lässt sich dank klappbarer Verlängerungsplatte noch ein Stück erweitern. Größere Töpfe und Pfannen passen ins Spülbecken nur halb hinein, immerhin aber unter den hohen Wasserhahn. Drei große Schubladen und ein Hängeschrank verwahren Vorräte und Geschirr.

Eine einfache Garderobe in Form zweier Haken findet sich neben der Badtür – allerdings ohne Spiegel. Um im kompakten Bad eine passable Dusche zu schaffen, nutzt Knaus eine schwenkbare Waschtischwand. Zwar steht dabei der Duschkopf immer wieder im Weg, doch ansonsten gelingt die "Verwandlung" kinderleicht. So entsteht ein beachtlicher Duschraum, der aber durch den Radkasten am Boden merklich eingeschränkt ist. Ansonsten hat das Bad alles, was es braucht – bis auf ein Fenster oder eine Dachluke. Für Luftaustausch sorgt lediglich ein Pilzlüfter. Gefallen kann die Lamellenbadtür mit abschließender Dichtlippe, die beim Duschen das Wasser zurückhält. Reichlich Ablagen, ein schmaler Schrank, ein Toilettenpapierhalter, eine von der Decke klappbare Handtuchstange und zwei Kleiderhaken komplettieren das alles in allem gut nutzbare Bad.

Über zwei große Stufen geht es hinauf in den Heckschlafraum mit zwei Einzelbetten, die sich mit Längen von 1,93 und 1,98 Meter, Kaltschaummatratzen und Lattenrosten als recht bequem erweisen. Der Mittelgang lässt sich durch zusätzliche Matratzenteile überbrücken. Licht gelangt an die Betten durch eine Dachluke, zwei Seitenfenster und zwei Lesespots.

Beladen

Mit dem serienmäßigen Hubbett ist der Sky Wave für vier Personen geeignet – 300 Kilogramm Zuladung reichen dafür aber nicht aus. Die üppige Ausstattung des Sondermodells plus ein paar zusätzliche Extras im Testwagen schlagen hier zu Buche. Als Sparpotenzial bleibt allenfalls noch der Frischwassertank, der, in Fahrstellung von 100 auf 10 Liter Volumen begrenzt, das Fahrzeug um 90 Kilo erleichtert. Wer mit dieser Komforteinbuße bei der Wasserversorgung nicht leben möchte und auch sonst beim Beladen nicht jedes Mal nachrechnen will, setzt besser gleich auf das Heavy-Chassis des Fiat Ducato mit 4.000 Kilo Gesamtgewicht – dafür werden mindestens 1.530 Euro extra fällig.

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Die beiden beleuchteten Kleiderschränke unter den Heckbetten haben zusammen fast 700 Liter Volumen.

An Stauraum bietet das Modell einiges. Während die Hängeschränke über der Sitzgruppe eher klein ausfallen und ungeschickt unterteilt sind, bieten die beiden Kleiderschränke unter den Einzelbetten mit knapp 700 Litern viel Kapazität. Auch mit Ablagen geizt der Teilintegrierte nicht. Über dem Fahrerhaus sind es drei, am Hubbett sogar acht. Ähnlich geht es bei den Heckbetten weiter, wo sieben offene Ablagen und drei kleine Dachschränke für Kleidung, Bettlektüre und Brille bereitstehen. Statt der vielen offenen Fächer wären an der ein oder anderen Stelle aber mehr Hängeschränke praktischer.

Ausreichend dimensioniert zeigt sich die beheizbare Heckgarage, die auf ein Volumen von 2.580 Liter kommt. Das Verzurren sperriger Ladung ermöglichen je zwei Eckschienen vorn und hinten am Boden der Heckabsenkung. Zudem gibt es zwei Fächer für Kleinteile wie Verbandskasten, Kabeltrommel und Auffahrkeile. Praktisch sind auch die zwei Lampen in den hinteren Ecken und der 230-Volt-Anschluss. So lassen sich beispielsweise E-Bikes geschützt in der Garage aufladen. Mit jeweils 74 mal 105 Zentimetern sind die beiden Seitentüren groß genug zum Beladen. Die fahrerseitige Pforte kostet allerdings extra.

Technik

Beim Aufbau seines Teilintegrierten setzt Knaus auf die übliche Sandwich-Bauweise. Heck- und Seitenwände sind mit Aluminium beplankt, Dach und Boden hüllen sich in GfK. Sämtliche Außenklappen schützen doppelte Dichtungen vor eindringender Nässe. Die Verarbeitung des Aufbaus zeigt sich routiniert. Als tragendes Element kommt neben PU-Verstärkungen jedoch auch Holz zum Einsatz. Auch bei der Isolierung greift der Reisemobilbauer, mit Ausnahme des Bodens (XPS), zu einfachem EPS-Schaum. Wer sein Fahrzeug aufwerten möchte, erhält für 1.670 Euro extra die sogenannte Top-Value-Technology. Dann ist der Aufbau vollständig mit wasserabweisendem XPS-Schaum gedämmt und kommt ohne Holzverstärkungen aus.

Am Heck helfen Opferecken, also bei Parkremplern einfach zu tauschende Teile, Reparaturkosten in Grenzen zu halten. Allerdings sind sie relativ schmal ausgeführt. Kracht es mal stärker, müssen mehrere Formteile erneuert werden. Der Sky Wave rollt serienmäßig mit einfachen, vorgehängten Fenstern vom Band. Hochwertigere Alu-Rahmenfenster gibt es optional. Das Fenster in der Aufbautür sowie die Fliegengittertür sind ebenfalls Teil der Sonderausstattung. Gleiches gilt für das Helligkeit und Frischluft spendende Dachfenster über dem Fahrerhaus.

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Wassertank, Stromanschluss und Ablasshähne liegen alle zentral in einem Versorgungsfach.

Die Serviceklappe auf der Fahrerseite, hinter der die wichtigsten Elemente für die Ver- und Entsorgung der Bordtechnik zentral zusammengefasst sind, ist äußerst praktisch. Hier verbergen sich der Landstromanschluss mit Bodendurchführung, alle Ablasshähne für Tanks und Leitungen, das Frostwächterventil für den Heizungsboiler, der serienmäßige Wasserfilter und der Frischwasser-Einfüllstutzen. Da er seitlich am Tank angebracht ist, lässt sich dessen Volumen allerdings nicht vollständig ausschöpfen. Durchdacht zeigt sich das benachbarte Schürzenfach, das neben der 80-Ah-Serienbatterie auch noch Platz für einen optionalen Zweit-Akku bereithält. Wer beim Einwintern die Batterie lieber ausbaut und separat lagert, freut sich über den direkten Zugang.

Dank isolierter und beheizter Tanks ist der Sky Wave auch für Wintereinsätze gerüstet. Die Truma-Combi-6-Gebläseheizung verteilt ihre wohlige Wärme über insgesamt 14 Ausströmer. Die dafür notwendige Energie kommt aus zwei Elf-Kilo-Gasflaschen, die hintereinander im Gaskasten stehen. Mit dem optionalen Gasflaschenauszug gelingt das Anschließen und Austauschen trotzdem relativ einfach. Die Gasabsperrhähne sind ebenfalls gut erreichbar hinter der obersten Küchenschublade platziert. Interessante Option für passionierte Wintercamper: die Alde-Warmwasser-Heizung für 2.595 Euro extra.

Fahren

Der Sky Wave basiert auf einem Fiat Ducato mit Original-Flachrahmen. Serienmäßig ist die schwächste Motorisierung mit 120 PS an Bord. Die "60 Years"-Edition spendiert dem Testfahrzeug jedoch gleich den sinnvollen, nächststärkeren 140-PS-Motor. Auch die beiden Varianten mit 160 und 177 PS sind bei Knaus verfügbar. ESP und die praktische Berganfahrhilfe gehören zum Serienumfang. Der Teilintegrierte fährt sich agil und unaufgeregt, wozu auch sein passend gestuftes, gut schaltbares Sechsgang-Getriebe beiträgt. Für 3.330 Euro Aufpreis gibt es alternativ aber auch die Neungang-Wandlerautomatik.

Der kurze Radstand des 650 MEG (3,80 Meter) macht ihn trotz seiner sieben Meter Länge zu einem relativ handlich zu rangierenden Reisemobil. Hilfreich ist zudem die im Editionpaket inbegriffene Rückfahrkamera. Der lange Hecküberhang vergrößert andererseits die Gefahr des Aufsetzens.

Auf der promobil-Verbrauchsrunde gab sich der Testwagen relativ zurückhaltend und genehmigte sich 10,5 Liter Diesel auf 100 Kilometer. Serienmäßig rollt der Sky Wave auf 15-Zoll-Rädern vor, in der Edition-Version dagegen auf 16-Zöllern. Leichtmetallfelgen kosten aber immer extra.

In Sachen Geräuschkulisse verhält sich der Sky-Wave-Testwagen während der Fahrt weitgehend ruhig. Lediglich am Dachfenster in der T-Haube ist der Fahrtwind deutlich hörbar. Eine besondere Anfälligkeit für Seitenwind ist nicht spürbar.

Preise

Mit der "60 Years"-Jubiläumsausstattung – ohne kostet der 650 MEG 66 290 Euro Grundpreis – ist der Teilintegrierte bereits umfangreich bestückt – der Preisvorteil liegt laut Hersteller bei 18 404 Euro. Dennoch gibt es noch ein paar Posten, die zusätzlich empfehlenswert sind. Etwa zumindest der 140-PS-Motor, die elektrische Trittstufe, die zweite Garagentür, das Skyroof-Dachfenster und am besten auch die Vier-Tonnen-Auflastung. Zehn Jahre Dichtigkeitsgarantie sind gut, das Servicenetz ist engmaschig.

  • Grundpreis ("60 Years"-Edition) 68.299 Euro (Fiat Ducato, Motor 88 kW/120 PS) mit TÜV und Zulassungsbescheinigung II
  • Testwagenpreis 71.768 Euro

✘ Turbodiesel 103 kW/140 PS ✔890 Euro
Turbodiesel 160/177 PS 2.990/4.790 Euro
✘ ESP/Fahrer-/Beifahrer-Airbag✔Serie/Serie/Serie
Heavy-Chassis mit 4,0 t zGG inklusive 140/160/ 180 PS-Motor (40 kg)✔ 2.420/4.520/6.690 Euro
Neungang-Wandlerautomatik (18 kg)3.330 Euro
✘ 60 Years Edition: u.a. Beifahrer-Airbag, 16-Zoll-Reifen, el. Außenspiegel, Tempomat, Lederlenkrad, Klimaanlage Fahrerhaus, Headup-Display, Naviceiver, Rückfahrkamera, Fahrerhaus-Faltverdunkelung, Komfort-Aufbautür m. Fenster, Ambientebeleuchtung, Wasserfilter, Sat-TV-Anlage, Markise u. a. Serie
✘ Dachklimaanlage (29 kg)2.259 Euro
✘ Garagentür links (6 kg) ✔403 Euro
✘ Skyroof-Dach- ✔/Rahmenfenster733/788 Euro
✘ elektrische Eintrittstufe (7 kg) ✔503 Euro
Alde-Warmwasserheizung (25 kg)2.595 Euro

Kosten und Service

Kfz-Steuer (3,5 t zGG, S4)240 Euro
Haftpflicht/Vollkasko (500 Euro SB, Tarif Allianz)335/424 Euro
Dichtigkeitsgarantie/Kontrolle120/12 Monate
Servicestellen in Deutschland/Europa105/229

Lichtcheck

angelehnt an din EN 12464-1

Knaus Sky Wave 650 MEG im Test
Ingolf Pompe
Zwei von vier Bereichen im Sky Wave sind gut ausgeleuchtet. Vor allem die Küche, aber auch Teile des Bads sollten heller sein.
  • Die Sitzgruppe ist insgesamt mit 250 Lux im Schnitt hell ausgeleuchtet. Es fehlen aber echte Lesespots.
  • Mit knapp unter 100 Lux bleibt die Küchenzeile viel zu dunkel. Das LED-Panel erhellt zwar vorbildlich gleichmäßig, aber zu wenig.
  • Bad und Dusche sind gut ausgeleuchtet. Am rechten Spiegel ist es jedoch eher schummrig.
  • Der Schlafraum ist ausreichend beleuchtet. Gut gefallen die beiden Lesespots.

Nachgefragt

Jürgen Thaler, Produktmanager bei Knaus, nimmt Stellung ...

... zur Klappe hinter der TV-Sitzbank, die nur ohne Kopfstützen schließt: Diese Bauweise hat sich bewährt und ist bewusst ohne Löcher umgesetzt, da die Kopfstützen nur temporär während der Fahrt benötigt werden. In der normalen Nutzung als Reisemobil empfehlen wir, die Kopfstützen zu entfernen, denn sie schränken den Sitzkomfort ein. Außerdem entsteht so eine "lochfreie" Ablage, die zusätzlich genutzt werden kann.

... zu den Stufen an den Heckbetten, in denen keine Staufächer vorgesehen sind: Je nach Ausstattungsumfang wird dieser Raum für Installationen verwendet, beispielsweise bei der Option mit Alde-Heizung. Hier sind dann Konvektoren für den Schlafbereich und die Garage eingebaut.

... zum Pilzlüfter im Bad als einzige Luftaustauschmöglichkeit: Bedingt durch das beim Sky Wave markante wie beliebte wellenförmige Dach ist an dieser Stelle leider keine größere Dachöffnung möglich.

Die Konkurrenten des Knaus Sky Wave 650 MEG

Eura Mobil Profila RS 695 EB

Knaus Sky Wave 650 MEG im Test
Eura Mobil
Konkurrent Eura Mobil Profila RS 695 EB.


Grundpreis: 65.630 Euro
Basisfahrzeug: Fiat Ducato, 103 kW/140 PS
Länge/Breite/Höhe: 6.990/2.320/2.990 mm
Leer-*/zul. Gesamtgewicht: 3.005/3.500 kg
Besonderheiten:  Flacher Doppelboden, holzfreier Aufbau, Isofix-Ösen, Rahmenfenster, bis zu fünf Gurt- und sechs Schlafplätze  kurze Einzelbetten

Forster 699 EB

Knaus Sky Wave 650 MEG im Test
Forster
Konkurrent Forster 699 EB.


Grundpreis: 50.390 Euro
Basisfahrzeug: Fiat Ducato, 88 kW/120 PS
Länge/Breite/Höhe: 6.990/2.350/2.950 mm
Leer-*/zul. Gesamtgewicht: 2.970/3.500 kg
Besonderheiten:  bis zu fünf Gurt-/Schlafplätze, holzfreier Aufbau mit GfK ringsum, XPS-Isolierung  schmales Hubbett, Beifahrer-Airbag optional

Bürstner Lyseo TD Harmony Line 690 G

Knaus Sky Wave 650 MEG im Test
Manfred Baumann
Konkurrent Bürstner Lyseo TD Harmony Line 690 G


Grundpreis: 64.690 Euro
Basisfahrzeug: Fiat Ducato, 88 kW/120 PS
Länge/Breite/Höhe: 6.990/2.300/2.980 mm
Leer-*/zul. Gesamtgewicht: 2.965/3.500 kg
Besonderheiten:  Beifahrer-Airbag Serie, Rahmenfenster, bis zu fünf Gurt-/Schlafplätze  Dach und Wände mit EPS-Isolierung, Hubbett optional

Das fiel uns auf

 Die Sprossen der Holzleiter am Hubbett sind breiter und damit angenehmer zu betreten als sonst.
 Der Gasflaschenauszug ist zwar nur optional, erleichtert den Flaschenwechsel aber sehr.
 Anders als bei vielen Mitstreitern ist der Schacht der Toilette sehr gut abgedichtet.
 Die Aufbaubatterie ist von außen erreichbar. Dort ist auch noch Platz für ein zweites Exemplar.

 Im Bad fehlt ein Fenster oder eine Dachhaube. Lediglich ein Pilzlüfter sorgt für etwas Luftaustausch.
 Die TV-Abdeckung kollidiert mit den Kopfstützen und klappert während der Fahrt an der Wand.

Wertung

Wohnen
  • Schicke und bequeme Sitzpolster
  • Fernseher clever versteckt in Kasten hinter Sitzbanklehne
  • Bequeme Einzelbetten
  • Einhändig bedienbares Klappverlängerungsbrett in der Küche
  • Drei 230-Volt-Steckdosen in der Küchenzeile
  • Elegante Rollo-Kassette vor dem Küchenfenster
  • Viel Beinfreiheit bei der Toilette
  • 230-Volt-Steckdose und viele Ablagen am Hubbett
  • Etwas wenig Kopffreiheit über dem Hubbett
  • Geringe Stehhöhe im Wohnraum
  • Hängeschrankklappen über Sitzgruppe ohne Softclose
  • Schmaler Seitensitz nur als Notsitz oder Beinauflage nutzbar
  • Fernsehfach-Abdeckung kollidiert mit Kopfstützen
  • Radkasten schränkt den Fußraum in der Dusche ein
  • Kein Fenster oder Dachhaube im Bad, nur Pilzlüfter
Beladen
  • Zwei große Kleiderschränke unter den Einzelbetten
  • Seitensitztruhe und Bodenfach für Gepäck
  • Heckgarage mit angemessener Kapazität und guter Ausstattung (Beheizung, Zurrschienen, Beleuchtung, Zubehörfächer)
  • Maxi-Chassis mit 4 t zGG verfügbar
  • Zu geringe Zuladung für vier Personen
  • Keine Fächer in Betttreppe
  • Kleine Hängeschränke über Sitzgruppe
  • Die vielen offenen Ablagen im Schlafraum können nicht so effektiv genutzt werden wie geschlossene Hängeschränke
Technik
  • Aufbau mit GfK-Dach und -Boden
  • Zentrale Serviceklappe mit allen Bedienelementen zur Ver- und Entsorgung
  • Helle Beleuchtung an Sitzgruppe/Betten
  • Isolierter und beheizter Abwassertank
  • Aufbau serienmäßig mit vorgehängten Fenstern, EPS-Schaum, Holzverstärkungen
  • Beleuchtung in der Küche zu dunkel
  • Ungedämmter Garagenboden
Fahren
  • Angemessener 140-PS-Motor
  • Handlich zu rangieren, trotz sieben Meter Fahrzeuglänge, dank kurzem Radstand
  • Relativ niedriger Verbrauch
  • Kaum windanfällig
  • 16-Zoll-Bereifung beim „60 Years“ Serie
  • Windgeräusche am Fenster der Dachhutze
  • Langer Hecküberhang birgt Aufsetzgefahr
Preise
  • Attraktiver Grundpreis angesichts der umfangreichen Zusatzausstattung
  • Zehn Jahre Dichtigkeitsgarantie, sehr gut ausgebautes Servicenetz
  • Aufpreis für die elektrische Trittstufe
  • Aufpreis für den 140-PS-Motor

Fazit

Der Sky Wave 650 MEG ist insgesamt solide verarbeitet. Ein holzfreier Aufbau und die hochwertige XPS-Isolierung sind aber nicht serienmäßig. Die umfangreiche "60 Years"-Ausstattung rechtfertigt den hohen Preis. Nicht neu, aber clever ist das Schwenkbad, das den wenigen Raum gut nutzt. Dank der vier festen Betten eignet sich der Teilintegrierte für vier Personen, deren Gepäck in den beiden Kleiderschränken oder in der großen Heckgarage einigermaßen Platz findet. Allerdings lässt sich das Fahrzeug so nicht als 3,5-Tonner nutzen, sondern muss dringend aufgelastet werden.

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