Campen wie Peter Lustig: Weiro-Bauwagen als Wohnwagen

Mit dem Bauwagen in den Urlaub
Weiro Rolling Home und Weiro Flex

ArtikeldatumVeröffentlicht am 07.04.2026
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So ein Bauwagen hat einen ganz besonderen Charme: einfach, robust und sympathisch. Peter Lustig und sein Bauwagen aus der Kindersendung "Löwenzahn" dürften vielen noch im Gedächtnis sein. Wer träumt da nicht vom Aussteigerleben in so einem mobilen Zuhause?

Doch der Standard-Bauwagen ist schon eine sehr rudimentäre Kiste. Nicht zuletzt handelt es sich meist um einen sogenannten Langsamläufer, den man mit maximal 25 km/h ziehen darf. Doch dass der Bauwagen auch zum veritablen Wohnwagen taugt, beweist die Firma Weiro aus Alfeld bei Hannover.

Bauwagen als Wohnwagen in zwei Modellen

Das Familienunternehmen baut seit mehr als 70 Jahren Bauwagen – überwiegend natürlich für ihren angestammten Einsatzzweck auf Baustellen. Doch mit den Modellen Weiro Flex und Weiro Rolling Home sind zwei Modelle im Programm, die voll auf die Freizeitnutzung zielen. Das Beste: Ob klein oder groß, zum Selbstausbau oder komplett ausgestattet – die Möglichkeiten sind riesig und die Individualisierbarkeit ebenso. An Robustheit büßt der Bauwagen durch die Freizeitnutzung nichts ein und teuer muss das Ganze auch nicht sein. Was steckt dahinter?

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Hersteller

Während der Flex als flexible, kostengünstige Basis dient, kommt der Rolling Home bereits ab Werk mit deutlich mehr Campingausstattung. Beiden gemein: Es sind so genannte Schnellläufer, basieren auf einem Chassis mit Pkw-Kupplung (zum Beispiel von Alko) und dürfen mit 80 oder 100 km/h gezogen werden. Im Handling besteht also kein Unterschied zu einem herkömmlichen Wohnwagen.

Viel Innenhöhe dank gewölbtem Dach

Möglich sind Aufbaulängen von kompakten 3,50 Metern bis zu üppigen sieben Metern. Bei der Breite wählt der Kunde zwischen schlanken 2,20 Metern bis hin zu 2,50 Metern wie bei großen Wohnwagen. Eine Besonderheit ist stets das gewölbte Dach der Bauwagen, das eine Innenhöhe von satten 2,30 Metern ermöglicht und damit ein tolles Raumgefühl.

Der klassische Bauwagen kommt in der Regel ohne Isolierung – bei den Freizeitmodellen wie Alfeld ist das anders. Weiro setzt standardmäßig auf Mineralwolle-Dämmung (30 Millimeter) in Wänden und Dach. Wer den Bauwagen stärker auf Ganzjahresnutzung trimmen will, kann auf Holzfaser oder Schafwolle (60 Millimeter) wechseln. Auch eine gedämmte Bodenplatte gehört dazu. Für die Innenseite bietet der Hersteller verschiedene Verkleidungen an – oder Selbstausbauer legen selbst Hand an.

Bauwagen geht auch in Holzoptik

Außen kann neben Profilblech auch Profilholz (Lärche) gewählt werden. Holz bedeutet jedoch höheres Gewicht. Mit den Standard-Blechwänden gibt Weiro für einen Flex mit kurzem 3,50-Meter-Aufbau inklusive Ausbau ein Leergewicht von 1250 Kilogramm an, ein 4,70-Meter-Rolling-Home kommt auf rund 1500 Kilogramm. Ausgewiesene Leichtgewichte sind die Bauwagen somit nicht, doch können sie auch von mittelgroßen Autos gezogen werden. Wegen der nicht besonders aerodynamischen Form ist jedoch insbesondere bei höherem Tempo mit erhöhten Verbrauchswerten zu rechnen.

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Hersteller

Bei den Fenstern kommen Kunststoff-Schiebefenster aus Fahrzeugglas mit Klappläden zum Einsatz; optional sind isolierverglaste Dreh-Kippfenster in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Damit lässt sich die Anmutung vom "klassischen Bauwagen" bis hin zum fast hausähnlichen Look variieren.

Geheizt wird mit Strom

Bei der Heizung sind bei Weiro Flex und Rolling Home Infrarot Standard. Alternativ sind Elektroheizer, Propanheizung oder sogar ein Holzofen möglich. Ein Stromanschluss (CEE wie beim Wohnwagen) ist vorhanden; auf Wunsch sind auch autarke Lösungen umsetzbar.

Eine feste Preisliste gibt es laut Hersteller nicht, weil im Freizeitbereich viele individuelle Wünsche einfließen. Als Orientierung nennt Weiro ab ca. 4.500 Euro für einfache Modelle zum Selbstausbau. Für die beiden genannten Varianten werden etwa 15.000 Euro (Flex) und 25.000 Euro (Rolling Home) angegeben – je nach Ausstattung ist nach oben viel möglich.

Fazit